Schweinfurter Rutsche

  • Ich höre dies am häufigsten von AFD-Wählern oft Russlanddeutsche, die sich für die besseren Deutschen halten.

    Ist das nicht auch ein Vorurteil?

  • Ich höre dies am häufigsten von AFD-Wählern oft Russlanddeutsche, die sich für die besseren Deutschen halten.

    Zumindest für die besseren MigrantInnen. Meinem Sohn wurde schon von einem solchen Mitschüler nahegelegt, er möge doch bitte remigrieren und mich mitnehmen... Drei der Großeltern meiner Kinder sind Urdeutsche. Kannste Dir nicht ausdenken...

    Gruß
    #TheRealBolzbold

    Ceterum censeo factionem AfD non esse eligendam.

  • Mit welchem Wert zwischen 1 ("Stimme gar nicht zu") und 5 ("Stimme voll und ganz zu") stimmen Sie folgender Aussage zu: "Ich freue mich, mehrere Kinder türkischer (albanischer, rumänischer, syrischer, ...) Herkunft in meiner Klasse zu haben."

    Komische Frage

    Mir ist es relativ egal, aus welchen Ländern die SuS kommen. Warum soll man sich freuen, Kinder aus bestimmten Ländern bzw. von migrierten Eltern in der Klasse zu haben?

  • Ist das nicht auch ein Vorurteil?

    Ich schrieb nicht alle sind AfDler oder umgekehrt.

    Außerdem lässt sich dies ändern, die Herkunft nicht. Und ist das nicht ein Grund, warum die AfD gewählt wird, weil ihre Leute diese Aussagen machen (frauenfeindlich, homophob, antisemitisch)?

    Ich schrieb übrigens nur, ich habe es dort am häufigsten gehört, nicht, es ist so Punkt.

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  • Ich höre dies am häufigsten von AFD-Wählern oft Russlanddeutsche, die sich für die besseren Deutschen halten.

    Die haben wir nicht.

    Ich war an einem (zumindest dem Schild nach) Gymnasium im Ruhrgebiet, mit ebenfalls sehr hohem Anteil an Schülern mit Migrationshintergrund. Das war nicht ansatzweise vergleichbar mit dem, was ich im letzten Jahr gesehen habe. Und um es klar zu benennen, es geht nicht um Schüler mit türkischem Background in 3. Generation, sondern um Zuwanderer aus den letzten paar Jahren.

    Ich war ein großer Befürworter davon, dass Deutschland 2015 die Grenzen geöffnet und Menschen aufgenommen hat. Ich habe das sowohl für richtig als auch für menschlich geboten gehalten. Heute sehe ich einiges anders und gestehe ein, dass ich komplett unterschätzt habe, wie relevant offenbar doch kulturelle Unterschiede, andere Sozialisierung und religiöse Prägung sind. Es funktioniert oftmals eben leider doch nicht und mich wundert überhaupt gar nicht, in welche Richtung die politische Meinung kippt, wenn man nicht endlich sortiert und es schafft diejenigen, die zum Problem werden, konsequent auszuweisen.

  • Mir ist es relativ egal, aus welchen Ländern die SuS kommen. Warum soll man sich freuen, Kinder aus bestimmten Ländern bzw. von migrierten Eltern in der Klasse zu haben?

    So sehe ich das auch. Ich unterrichte Kinder. Die Herkunft spielt da keine Rolle.

    Schule ist schön ... und macht Spaß.

  • Ich habe nichtdeutsche Eltern immer als höflich und respektvoll gegenüber Lehrkräften erlebt (Fehlverhalten der Kinder wird z.B. nicht den Lehrkräften angelastet), deutsche Eltern nicht immer. Wer sich in der Sprache und im Land zu Hause fühlt, traut sich einfach, öfter und doller zu meckern. In der Grundschule konnte ich auch keine Unterschiede in der Bravheit von deutsch- und nichtdeutschstämmigen Kindern erleben. Auch die, deren Herkunft Vorurteile auslöst, waren ganz normale Kinder.

  • Die haben wir nicht.

    Ich war an einem (zumindest dem Schild nach) Gymnasium im Ruhrgebiet, mit ebenfalls sehr hohem Anteil an Schülern mit Migrationshintergrund. Das war nicht ansatzweise vergleichbar mit dem, was ich im letzten Jahr gesehen habe. Und um es klar zu benennen, es geht nicht um Schüler mit türkischem Background in 3. Generation, sondern um Zuwanderer aus den letzten paar Jahren.

    Ich war ein großer Befürworter davon, dass Deutschland 2015 die Grenzen geöffnet und Menschen aufgenommen hat. Ich habe das sowohl für richtig als auch für menschlich geboten gehalten. Heute sehe ich einiges anders und gestehe ein, dass ich komplett unterschätzt habe, wie relevant offenbar doch kulturelle Unterschiede, andere Sozialisierung und religiöse Prägung sind. Es funktioniert oftmals eben leider doch nicht und mich wundert überhaupt gar nicht, in welche Richtung die politische Meinung kippt, wenn man nicht endlich sortiert und es schafft diejenigen, die zum Problem werden, konsequent auszuweisen.

    Ein wenn nicht das Problem war, dass viele junge Männer ohne ihre Familien kamen und hier nicht integriert wurden. In meiner Stadt fanden sich viele Menschen (über 10 % der Einwohner), die sich um jeweils einzelne oder auch Familien sich kümmerten. Das hat geklappt. Sie sind integriert, die Kinder auch am Gymnasium, die Eltern berufstätig.

    Es kamen leider auch 2 kriminelle Großfamilien, zum Glück sind sie inzwischen abgeschoben. Und ich bin klar für Abschiebung von Kriminellen. Ich lehne aber auch deutsche Kriminelle ab.

    Ich frage mich, wenn viele junge deutsche Männer aus ihren Familien gerissen würden, in ein fremdes Land gelangen mit dem Wissen, dass ihre Familie nicht nach kommen darf, ob sie alle fleißig wären und nie kriminell?

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  • Feststellung nicht Wertung.

    Der Bio-Deutsche ist besser als der Ausländer. Feststellung, nicht Wertung.

    Ob man dieser Gegenüberstellung nun zustimmt oder nicht, ob man das per se moralisch ablehnt oder nicht, oder ob man nach Ursachen für die Unterschiede sucht, das muss jede/r für sich entscheiden.

  • Zumindest für die besseren MigrantInnen. Meinem Sohn wurde schon von einem solchen Mitschüler nahegelegt, er möge doch bitte remigrieren und mich mitnehmen... Drei der Großeltern meiner Kinder sind Urdeutsche. Kannste Dir nicht ausdenken...

    Mir wurde mehrfach erklärt, ich sei keine richtige deutsche Frau, weil ich amerikanische Männerkleidung trage (Jeans), nicht verheiratet sei und berufstätig.

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  • Kris24 Ich möchte bitte kein Verständnis haben müssen für Männer, die sich unangemessen oder kriminell verhalten, nur weil sie alleine gekommen sind. Integration ist in erster Linie mal eine Bringschuld. Ich kenne zahlreiche Beispiele, die das ganz wunderbar hinbekommen haben. Wo es nicht funktioniert und Leute auffällig werden, ist nicht per se die Mehrheitsgesellschaft verantwortlich, sondern primär die Menschen selbst, die sich nicht angemessen im Griff haben.

  • Kris24 Ich möchte bitte kein Verständnis haben müssen für Männer, die sich unangemessen oder kriminell verhalten, nur weil sie alleine gekommen sind. Integration ist in erster Linie mal eine Bringschuld. Ich kenne zahlreiche Beispiele, die das ganz wunderbar hinbekommen haben. Wo es nicht funktioniert und Leute auffällig werden, ist nicht per se die Mehrheitsgesellschaft verantwortlich, sondern primär die Menschen selbst, die sich nicht angemessen im Griff haben.

    Verständnis haben und sich selbst als verantwortlich sehen ist nicht dasselbe. Menschen zu verstehen heißt nicht, ihr Verhalten gutzuheißen oder auf Konsequenzen zu verzichten.

  • Gutheißen sowieso nicht. Wenn ich von fehlendem Verständnis schreibe, meine ich auch fehlendes Verständnis 😉

    Man dsrf sich ruhig bemühen zu verstehen, warum Menschen so sind, wie sie sind. Muss man natürlich nicht, das ist dann aber etwas kurzsichtig.

  • Verstehen bedeutet, denselben Fehler nicht noch einmal zu tun. Es bedeutet hier auch, nicht überheblich zu sein, was ich oft bei Menschen erlebe, die in der Geburtslotterie gewonnen haben.

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  • Worüber genau reden wir hier? Ich kann nachvollziehen, dass viele Migranten sich in einer schwierigen Lebenssituation befinden. Ich kann aber ganz sicher kein "Verständnis" dafür aufbringen, wenn sich das in (verbaler oder physischer) Gewalt, religiösem Extremismus oder sonstigen nicht akzeptablen Verhaltensweisen niederschlägt.

    Ich weiß nicht, in welcher Realität ihr alle so lebt, aber in meiner ist das nunnal ein Thema. Ich hatte letztes Jahr 2 Schülerinnen, die massiv von ihren Ehemännern bedroht, eingesperrt, geschlagen wurden, dieses Jahr eine bedrohte Kollegin, durch Syrer bedrohte und attackierte türkische Schüler, vor ein paar Wochen einen Schüler, der nach dem Besuch der lokalen Kirmes mit 3 Messerstichen in der Seite im Krankenhaus gelandet ist. Letzteres ist schon gar keine Nachricht mehr wert, weil ja schon quasi an der Tagesordnung. Die Nachbarn lassen ihre Töchter nicht mehr ins Freibad, nachdem es zuletzt gehäuft Meldungen über sexuelle Belästigung junger Mädels gab. Phänomene wie Scharia-Polizei an Schulen lassen sich auch nicht mehr unter den Teppich kehren - in der gemäßigteren Variante muss man wohl damit leben, dass Schüler sich offen dazu bekennen, ihre Religion über unsere Gesetze stellen und sich offen feindlich gegenüber Gruppierungen äußern, die nicht ihrem Weltbild entsprechen.

    Nein, ich habe kein Verständnis.

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