Wenn die Eltern nicht da sind, kann das aber dann schnell ein reiner Bildschirmnachmittag werden.
Fast jede zweite Frau arbeitet in Teilzeit, bedeutet, in vielen Familien ist die Mutter nachmittags zuhause. Laut Deutschem Jugendinstitut wohnen in einem Drittel der Fälle die Großeltern in unmittelbarer Nähe. Es sind also nur wenige Fälle, bei denen nachmittags wirklich gar kein Erwachsener zumindest mal ab und zu nach den Kindern schauen könnte. Ein teures "Vergnügen", das aber in bestimmten sozioökonomischen Kreisen Anwendung findet, ist die Betreuung durch ein Au-Pair. Ich kenne eine (durchaus gutverdienende) Familie, die ein Au-Pair nutzt und zusätzlich unterstützt die (noch berufstätige) Oma noch. Zudem sollten wir nicht vergessen, dass es nicht nur das klassische 9-to-5 gibt. Wenn Eltern früh morgens oder spät abends arbeiten (Stichwort Schichtarbeit), bringt eine Gantagsbetreuung, die effektiv auch "nur" bis zum Nachmittag geht, nur bedingt etwas.