Hallo,
ich bin Lehrer in Baden-Württemberg und seit Juli 2025 als Beamter auf Probe (A13) verbeamtet.
Aus einer Mischung aus Unwissenheit, eigener Nachlässigkeit und dem Gedanken „Das regle ich später in Ruhe“ habe ich sowohl die Frist für die Öffnungsklausel als auch die Frist für die pauschale Beihilfe versäumt. Dadurch zahle ich nun rund 1.200 € monatlich für meine freiwillige gesetzliche Krankenversicherung. In die PKV werde ich aufgrund meiner Vorerkrankungen die Gesundheitsprüfung voraussichtlich nicht bestehen.
Im Ergebnis habe ich dadurch jedes Jahr etwa 5.000 € netto weniger zur Verfügung als mit der pauschalen Beihilfe – und noch etwas weniger als mit einer regulären PKV. Es fühlt sich einfach sehr ungerecht an, dass eine einmal verpasste Frist mich über die gesamte Dauer meines Berufslebens voraussichtlich rund 125.000 bis 150.000 € kosten wird.
Ich habe bislang keinen einzigen Cent Beihilfe erhalten und nach allem, was ich inzwischen weiß, wird sich daran vermutlich auch nichts mehr ändern.
Nach meinen bisherigen Recherchen sehe ich derzeit nur wenige Möglichkeiten: ein Wechsel in ein anderes Bundesland mit anderen Regelungen, doch noch eine PKV zu finden oder auf eine spätere Gesetzesänderung zu hoffen.
Inzwischen überlege ich sogar, meine Entlassung aus dem Beamtenverhältnis zu beantragen. Allerdings weiß ich nicht, ob ich anschließend nahtlos im TV-L an meiner Schule weiterbeschäftigt werden könnte und was in diesem Fall mit meinen bereits erworbenen Erfahrungsstufen passieren würde.
Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht oder kann etwas zu den Möglichkeiten in einer solchen Situation sagen?