Planstellen und Einstellungschancen Förderschule Hessen

  • Hallo,


    wie sehen denn aktuell die Einstellungschancen nach dem Ref. im Förderschullehramt in Hessen aus?


    Aktuell höre ich, dass sie sehr schlecht sind. Jetzt mache ich mir natürlich Sorgen.


    Vielleicht kann jemand über seine Erfahrungen berichten.


    Liebe Grüße

  • Ich hab das mal schnell für dich gegoogelt 😉


    https://kultus.hessen.de/schuldienst/ei…den-schuldienst


    Zitat aus der verlinkten Quelle:

    „Der Bedarf an Lehrkräften mit dem Lehramt für Förderpädagogik ist aufgrund einer Schwerpunktsetzung der Hessischen Landesregierung im Bereich Inklusion derzeit sehr hoch. Das Lehrkräfteangebot reicht für diesen Bedarf trotz des im Jahr 2017 begonnenen kontinuierlichen Ausbau der Studienkapazitäten und der Neueinführung des Studiengangs zum WS 2024/2025 an der Universität Kassel noch nicht aus. Daher bestehen aktuell hessenweit sehr gute Einstellungschancen in allen Förderschwerpunkten und ganz besonders in jenen, die in Hessen nicht ausgebildet werden.

    Ausblick für Studienanfängerinnen und Studienanfänger: Voraussichtlich bleiben die Einstellungschancen über einen längeren Zeitraum hinweg bis in die 30er Jahre sehr gut.“

    Es könnte alles so einfach sein - ist es aber nicht.

  • Danke, das habe ich auch gelesen. Aber ich habe jetzt auch schon häufiger gehört, dass sie Realität anders aussieht. Dass Bedarf an den Schulen da ist aber nicht eingestellt wird. Daher frage ich nach Erfahrungen aus dem realen Alltag.

  • Wenn Lehrerstellen nicht besetzt sind, dann wird auch eingestellt. Wir reden hier nicht über gefühlten Bedarf, sondern tatsächlich an einer Schule existierende Stellen.

    Lehrerbedarf ist immer fachspezifisch, schulformspezifisch und schulortspezifisch, deshalb sind reale Erfahrungen einzelner Personen nicht aussagekräftig für eine generelle Einstellungssituation wie sie im Zitat dargestellt ist.

    Es könnte alles so einfach sein - ist es aber nicht.

  • Lehrerbedarf ist immer fachspezifisch, schulformspezifisch und schulortspezifisch,

    Das bedeutet aber auch, dass Bewerbende kein Anrecht auf eine bestimmte Schule oder einen bestimmten Ort haben.

    Wenn man eine Stelle haben will, gibt es derzeit Möglichkeiten, die liegen aber nicht immer dort, wo die Junglehrkräfte sein möchten.

    Um den Mangel zu beheben, wird man noch viel einstellen müssen.

  • Danke, das habe ich auch gelesen. Aber ich habe jetzt auch schon häufiger gehört, dass sie Realität anders aussieht. Dass Bedarf an den Schulen da ist aber nicht eingestellt wird. Daher frage ich nach Erfahrungen aus dem realen Alltag.

    Der "reale Alltag" ist individuell. Wenn hier jetzt zwei Förderschullehrkräfte aus Hessen schreiben, dass bei ihnen schon länger keine neuen Kollegen mehr gekommen sind, dann hat das für dich keinen Informationsgehalt.

    Dass ein hoher Bedarf besteht, heißt nicht, dass du genau dort, wo du hin willst auch hin kannst. Vielleicht braucht Frankfurt gerade nur wenige Förderschullehrkräfte mit deinen Förderschwerpunkten, in Wetzlar wäre aber sofort eine Stelle frei. Das wird sich dann zeigen, wenn du fertig studiert hast.

  • Eine andere Frage. Wenn hier der Bedarf so hoch ist, wie ist es für Leute, die in Hessen Lehramt an Haupt- und Realschulen studieren; könnte man auch an einer Förderschule eine Bewerbung schreiben und dann trotzt seiner (ich nenne es mal "Unterqualifikation") dort arbeiten und eine Planstelle erhalten? Ich z. B. mache Deutsch/Spanisch an HR, und hatte letztens auch nach Einstellungschancen meiner Fächerkombination gefragt (hier: Spanisch Haupt-/Realschulen inHessen)

  • Eine andere Frage. Wenn hier der Bedarf so hoch ist, wie ist es für Leute, die in Hessen Lehramt an Haupt- und Realschulen studieren; könnte man auch an einer Förderschule eine Bewerbung schreiben und dann trotzt seiner (ich nenne es mal "Unterqualifikation") dort arbeiten und eine Planstelle erhalten? Ich z. B. mache Deutsch/Spanisch an HR, und hatte letztens auch nach Einstellungschancen meiner Fächerkombination gefragt (hier: Spanisch Haupt-/Realschulen inHessen)

    WARUM?!
    Du hättest nur ein Schulfach, gar keinen Förderschwerpunkt. Ohne Nachqualifizierung /neues Studium: keine Planstelle.

  • Ganz ehrlich - du bist nicht unterqualifiziert für ein Lehramt an Förderschulen, du bist gar nicht qualifiziert.

    Falls eine Förderschule gar keine qualifizierten Lehrkräfte findet, könnte sie dich befristet als Vertretungslehrkraft im Angestelltenverhältnis beschäftigen, aber nicht zur Vergütung von Lehrkräften mit Lehramt für sonderpädagogische Förderung.

    Es könnte alles so einfach sein - ist es aber nicht.

  • ich glaube, wenn es eine Schulform, die in allen (fast allen?) Bundesländern noch vom Quereinstieg geschützt ist, dann die Förderschule.
    (Jenseits von "Sonderpädagogik/Rehabilitationswissenschaften usw. studiert" weiß ich auch nicht, wer dafür auch nur annähernd in Frage käme.)

  • Nein, in NDS gab es schon Qualifizeirungen.

    Ich kenne jemanden mit BBS-Ausbildung, die dann auf FöS umgestiegen ist. Aber ich weiß weder die Fächer der Person noch den Aufwand der Qualifizierung.

    Für GS-Lehrkräfte gab es das auch, gibt es vielleicht noch, aber auch da war es (vor ein paar Jahren, als es mich interessierte) ein erheblicher Aufwand, einschließlich Ref.

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