• Hallo zusammen. Ich hätte gerne eine Hausaufgabenbox, in die jedes Kind seine HA reinsteckt und ich somit einen besseren Überblick habe, wer seine HA vergessen hat. Hat jemand so etwas oder weiß, woher ich so was bekomme?

  • Ist das ein besonders pädagogischer Gegenstand, den ich nicht kenne, oder würde auch eine Curver Box mit einem lustigen Schildchen genügen?


    Nur nebenbei: Schaust du vier- bis fünfmal die Woche Hefte nach? Ich laufe einmal mit der Liste rum und gucke.

  • Vergessen mitzunehmen?

    Vergessen abzugeben?

    Vergessen zu machen?

    Alles, was gesammelt in einer Kiste liegt, schafft keinen Überblick.

    Dann bräuchstest du etwas, in das die Kinder das Aufgaben-Blatt stecken und du auf einen Blick sehen kannst, wer abgegeben und zumindest die oberen Aufgaben bearbeitet hat.

    Ich gehe rum und gucke schnell, oft sammle ich die Sachen ein. Das genauere Nachgucken mache ich am Nachmittag.

    Schaust du vier- bis fünfmal die Woche Hefte nach?

    Ja, das ist am Anfang so.

  • Hier hat jedes Kind eine Wäscheklammer mit Namen, steckt an einer Ablage. Morgens werden die Hausis damit eingezwickt und in die Ablage gelegt. Wäscheklammer leer = Hausi vergessen.

    Ergänzend bzw erklärend: Alle Wäscheklammern stecken morgens am Rand einer einzigen Ablage, die beim Lehrer vorne steht. Jedes Kind, das kommt, packt seine HA aus, geht zu dieser Ablage, nimmt seine Klammer und klammert damit die eigenen HA ein und legt die geklammerten ha in diese gemeinsame Ablage.

    Somit haben die Kinder, deren Klammer zu Schulbeginn noch am Rand stecken, keine HA abgegeben.

  • In einer solchen Box o.ä. hat man bei mehreren Hausaufgaben dennoch keinen Überblick und ich fand bei dieser Art von Abgabe den Aufwand noch größer als bei anderen Systemen.

    Ich habe die Dritt- bzw. Vierklässler in der Vorviertelstunde gewisse Hausaufgaben abgeben lassen und nach Fach gesammelt. Was genau sie abgeben mussten, stand an der Tafel. Allerdings brauchte ich einen besonderen Dienst, der abgehakt hat, wer alles die Hausis abgegeben hat. Die andere Alternative war das bewusste Einsammeln und am besten noch Nachzählen z.B. nur so oder nach einer gemeinsamen Besprechung der Hausaufgaben, falls ich noch nachkontrollieren wollte. Das machen meistens Dienste oder eben einer aus der Sitzgruppe oder Sitzreihe. Da bekam man dann mit, wer die Hausaufgaben nicht abgegeben hat.

  • Nur nebenbei: Schaust du vier- bis fünfmal die Woche Hefte nach? Ich laufe einmal mit der Liste rum und gucke.

    In der Grundschule ist das schon anders. In Bayerns Grundschulen es üblich, die Hausaufgaben einzusammeln und zu kontrollieren. Das kannte ich von Ba-Wü auch nicht so intensiv.

  • In der Grundschule ist das schon anders. In Bayerns Grundschulen es üblich, die Hausaufgaben einzusammeln und zu kontrollieren. Das kannte ich von Ba-Wü auch nicht so intensiv.

    Ist das Kontrollieren im Sinne von "gemacht" oder "nicht gemacht" oder im Sinne einer Positivkorrektur?

  • Mache ich in NRW ebenso. Es geht dabei nicht nur um die Kontrolle, sondern auch die Wertschätzung der Anstrengungsbereitschaft und Arbeit der Kinder. Es macht gerade bei Ganztagskindern einen Unterschied, ob sie irgendwie hingeschmiert wird oder offensichtlich sorgsam eigenständig gearbeitet wird. Wenn ich jetzt nur auf "da" oder "nicht da" kontrollieren würde, wäre das nicht sinnvoll.

  • Ist das Kontrollieren im Sinne von "gemacht" oder "nicht gemacht" oder im Sinne einer Positivkorrektur?

    Mit „abhaken“ ist gemacht/nicht gemacht gemeint, das geht auch mal schnell in der Stunde,

    mit „einsammeln“/„korrigieren“ ist das genauere Nachgucken gemeint, das geht aber von - bis, also

    • akribisches kontrollieren jedes Strichs und jeder Aufgabe, mit Ausradieren oder Markieren zum Nacharbeiten
    • Stichproben
    • Sichtung zur Nutzung für neue Aufträge
    • Positivkorrektur
    • Aufträge zur Weiterarbeit an individuellen Aufgaben, z.B. Korrektur einen Aufsatzes in mehreren Schritten

    … mir/ euch fällt bestimmt noch mehr ein.

    Und ja, ich korrigiere 4-5 mal die Woche, vor allem ganz am Anfang und überwiegend in 1/2, später oft mehrmals in der Woche, damit es am WE nicht so viel ist - ein Grund, weshalb Wochenpläne schrecklich sein können.

  • Bei meinen Kindern wurden ALLE Fehler angestrichen und es wurde - v.a. in Mathe - immer eine Verbesserung verlangt und diese wieder korrigiert.

  • Ich gebe zu, dass ich in Klasse 3 und 4 nicht mehr alles eiinsammle, aber wir vergleichen am Anfang der Stunden gemeinsam die Ergebnisse und da fallen sehr wohl fehlende Hausaufgaben oder Fehler auf. Besonders schwierige Aufgaben oder häufige Fehler werden nochmals besprochen. Die Kinder fühlen sich sehr wohl in der Pflicht, denn sie werden einfach drangenommen.

    Nicht jeder wird es verstehen, und das ist okay!

  • Hausaufgabenbox im Verbund mit einem HA-Wochenplan finde ich gut.
    Lieber am Freitag nach dem Unterricht noch 2 Stunden in der Klasse sitzen und Hausaufgaben-Wochenplan nachschauen (tw auch inhaltlich, je nach Schüler), als jeden Tag in der Stunde x Minuten zum Besprechen nutzen.

    Schule ist schön ... und macht Spaß.

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