Wer denn?
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Im Referendariat braucht jeder Lehrer ein Laminiergerät.
Im Referendariat braucht jeder Lehrer ein Laminiergerät.
... und eine Heißklebepistole, sowie einen Papierreißwolf wegen der Datensicherheit und ...
... und eine Heißklebepistole, sowie einen Papierreißwolf wegen der Datensicherheit und ...
Vollkommen richtig.
Wenn die Seminarleiterinnen sonst nichts finden, als zu kritisieren, dass die Laminierfolien matt sein müssten, war der Unterricht super!
Ja, unsere Schule bildet aus,
und ja, wir haben ein Laminiergerät und auch matte und glänzende Folien dafür.
Man könnte das alles in der Schule machen, aber die meisten von uns haben auch einen Drucker zu Hause.
Ergänzung:
Viel wichtiger finde ich Tipps, dass man sich mit Kolleg:innen und Referendar:innen austauschen muss, viele Fragen mit ehrlichem Interesse stellen sollte.
Unseren Refs hilft in der Botanik auch der online-Zugang zur Uni-Bib und/oder zu anderen Portalen, auf denen man nicht allein bunte Materialien, sondern Fachbeiträge finden kann, die man für die Vorbereitungen und Ausarbeitungen benötigt. Davon übernimmt unsere Schule auch Kosten.
Bei manchen Zoos/Tierparks kann man Exponate ausleihen!
Muddizeddl drucke ich auch verstärkt aus.
Bei manchen Zoos/Tierparks kann man Exponate ausleihen!
Laminierte Eichhörnchen?
Warum? Ich empfinde es als eine sehr sinnvolle Ausbildung, mit guter Begleitung und reduziertem Deputat am Anfang.
Das würde für ein öffentliches Forum zu weit führen. Du hast anderes erlebt als ich. Das ist ok, bei mir war es so. Erfahrungen dürfen verschieden sein.
Muddizeddl drucke ich auch verstärkt aus.
Wollte ich auch gerade schreiben und eine Ausweiskopie braucht man auch noch dazu.
Alles anzeigenHallo,
im September starte ich mein Referendariat an einer bayerischen Berufsschule und würde gerne ehrliche Eindrücke von (am besten bayerischen) Referendaren sammeln.
1) Wie hat sich das Referendariat auf euren Alltag ausgewirkt? Wie war euer Tagesablauf und inwieweit hat er sich von eurer Vorstellung unterschieden?2) Thema Geld: Wurde von der Schule erwartet, dass ihr viel für Unterrichtsmaterialen, Ausflüge u. Ä. aus eigener Tasche zahlt? Lohnt sich der Kauf eines Druckers?
3) Wie viele Wochenstunden habt ihr im Schnitt gearbeitet? Habt ihr viele Verwaltungsaufgaben & Co. dazu bekommen, und wie groß war der Aufwand dafür?
4) Welche Ereignisse oder Phasen waren für euch persönlich die stressigsten und warum?
5) Wenn ihr das Referendariat nochmal beginnen müsstet: Was würdet ihr anders machen und welche Ratschläge würdet ihr euch selbst mit auf den Weg geben?
Danke im Voraus!
Mein Referendariat ist schon ne Weile her, aber dafür auch Bayern und Berufsschule.
Zu 1:
Ich hatte vor dem Ref mehrere Jahre einen Vollzeitjob, daher war ich den ganzen Tag arbeiten schon gewöhnt und hatte nicht die Umstellung von Uni auf Arbeit. Ich fand es etwas gewöhnungsbedürftig, dass der Tagesablauf jeden Tag anders war. Wir hatten 1x pro Woche Seminar (in der großen Gruppe) 1x pro Woche Besprechung mit dem Seminarlehrer, ggf. noch ein fester Termin fürs Zweitfach und dann halt die Unterrichtseinsätze und Hospitationen. Unterscheidet sich doch ziemlich vom 9 to 5 Job im Büro…
Von der echten Arbeitsbelastung her fand ich es garnicht so schlimm. Belastet hat mich der psychische Druck des dauernd beobachtet werdens und die Lehrproben.
Zu 2:
Drucker habe ich und hatte ich auch damals, allerdings sind die Kopierer in den Schulen ziemlich gut, oft auch ans Netzwerk angebunden, eigentlich geht es gut ohne eigenes Gerät. Ich drucke und kopiere zu 99% nur in der Schule.
Sonstige Ausgaben: ich habe einiges an Schulbüchern gekauft, auch weil die Verlage für Referendare sehr gute Angebote haben. Wirklich gebraucht hätte es das nicht wirklich, man kann auch von der Schule die Bücher ausleihen und vielleicht nur die Lösungen kaufen, die sind schon sinnvoll.
Ausgaben für sonstigen Schnickschnack liegt an dir. Ich hatte eine Kollegin, die hat für ihre Lehrprobe zum Thema Warenpräsentation kleine Regale gebastelt und bei DM lauter Mini-Produkte gekauft, die die SuS einräumen müssen. Grundsätzlich ne schöne Idee, aber eben auch teuer. Es wäre genauso mit kleinen beschrifteten Schachteln gegangen. Ich hab 1x Pizza für ne Klasse gekauft, das war auch teuer (junge Männer essen sooo viel), sonst hielten sich meine Ausgaben in Grenzen.
Ich war übrigens positiv überrascht, wie viel ich verdient habe. Vor allem im 2. Jahr kann man mehr arbeiten und bekommt das dann auch bezahlt und ich bin fast an mein Gehalt von vor dem Ref. ran gekommen.
Zu 3:
Es gibt Vorgaben wie viele Stunden man halten muss, der aktuelle Wert müsste auf der Homepage vom Studienseminar stehen, Google da mal. Ich glaube ich hatte im ersten Jahr etwa 10 Stunden Unterricht und 8 Stunden Hospitation. Im zweiten Jahr muss man mehr unterrichten, ich glaube 12 Stunden. Ich habe 18 Stunden unterrichtet und die Überstunden bezahlt bekommen. Zusätzlich kommen eben 1 Seminartag und die Besprechungen. Und natürlich die Vorbereitung.
zu 4:
Am meisten gestresst hat mich der Druck und die Bewertung. Zusätzlich hat es mich total angekotzt von einigen Kollegen „nicht für voll“ genommen zu werden. Es gab ernsthaft Kollegen, die mit mir (damals auch schon über 30) wie mit einem Schüler geredet haben. All meine Berufserfahrung wurde völlig ignoriert.
Zu 5:
Ich hatte an der Schule eine tolle Gruppe an Referendaren. Mit ein paar davon bin ich jetzt immer noch befreundet. Wir haben uns immer gegenseitig unterstützt und zusammen gehalten. Ich glaube das war sehr viel wert. Man hört immer mal wieder, dass die Refis Konkurrieren untereinander. Mein Tipp: such dir eine Gruppe bei der ihr euch unterstützt m das ist Gold wert.
Und noch ein Buch, das mir für die Prüfungsvorbreritung gut geholfen hat (war im Kolloquium und Didaktische Prüfung sehr gut) https://www.merkur-verlag.de/Theorie-und-Pr…tion/0370-13-DS
Ah, noch ein Tipp: vernetze dich und tausche Materialien. Ich hatte da Glück, dass eine aus meiner Gruppe vorher schon gut vernetzt war und eine Festplatte voll Unterricht von vorausgegangen Referendaren hatte. Die war zwar grässlich organisiert, aber mit der Windows Suchfunktion hat man eigentlich zu jedem Thema was gefunden. Vielleicht nicht 1:1 Unterricht, den man übernehmen will, aber mal Übungsaufgaben, mal ein Infotext usw. Das war ne große Arbeitserleichterung.
Zusätzlich haben wir in der großen Seminargruppe nach dem ersten Jahr einmal alles getauscht. Dadurch hatten wir im 2. Jahr mit mehr Unterricht auch noch mal was, wo wir fertigen Unterricht her nehmen konnten, wenn es mal zeitlich eng wird.
Und noch ein Tipp: ab dem zweiten Halbjahr mussten wir alle auch Deutsch unterrichten. Darin wird man nicht beurteilt, aber es kostet einiges an Vorbereitung weil das ja fachfremd ist. Fast alle Schulen haben die Deutsch Materialien von Raabits. Das ist komplett vorbereiteter Unterricht, der erstaunlich gut funktioniert. Suche danach und nimm ein Thema worauf du Lust hat.
Edit: Kauf das Raabits Zeug nicht selbst, das ist sauteuer und die Schulen haben Kollegiumslizenzen dafür bezahlt. Es gibt da normalerweise irgendwo Word Dateien, so kannst du sogar deine eigene Kopfzeile rein machen.
Ah und noch ein banaler Tipp, den mir damals ein Kollege gegeben hat, über den ich immer noch glücklich bin:
Gestalte alle Arbeitsblätter mit einer neutralen Kopfzeile mit sowenig Infos, wie möglich.
Ich habe einfach drei Felder Fach, Thema, Datum (wobei bei Datum eben Platz ist, damit die SuS das Datum rein schreiben)
Keine individuellen Sachen wie Schullogo, dein Name, die individuellen Klassenbezeichnung, oder das echte Datum. Du willst Arbeitsblätter so gestalten, dass du sie später mit möglichst wenig Aufwand wiederverwenden und auch mit Kollegen tauschen kannst. Bei einer individuellen Kopfzeile musst du jedes Mal die Datei öffnen und neu bearbeiten. Klingt nach wenig Arbeit, nervt aber total.
Ich habe mich mich relativ gut an diese Regel gehalten, aber das Kumi hat Sozialkunde in Politik und Gesellschaft umbenannt und zwischendurch finden die SuS immer mal wieder ein AB, bei dem sich die Kopfzeile z.B. wegen Seitenumbrüchen nicht komplett geändert hatte.
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