Wo genau liest du jetzt bitte Rassismus?
Timothys Mutter darf sich gerne vernetzen, aber doch bitte nicht unter Aufwendung meiner Steuergelder. Für Leute ohne Sprachprobleme ist das ja noch sinnfreier.
Wo genau liest du jetzt bitte Rassismus?
Timothys Mutter darf sich gerne vernetzen, aber doch bitte nicht unter Aufwendung meiner Steuergelder. Für Leute ohne Sprachprobleme ist das ja noch sinnfreier.
Wo genau liest du jetzt bitte Rassismus?
"Bleibeerlaubnis" ??
Für Leute ohne Sprachprobleme ist das ja noch sinnfreier.
Dafür, dass du scheinbar im Brennpunkt im tiefsten Ruhrgebiet bist/warst, scheinst du wenig Fantasie zu haben, was viele Eltern gebrauchen können.
Es ist Rassismus, wenn man es befürworten würde, ein Bleiberecht evtl. sinnvollerweise an Integrationsleistungen zu koppeln? Aha. Ja, dann bin ich das wohl 😊🤷♀️ Ich halte so etwas jedenfalls für einen stärkeren Anreiz (und damit in weiterer Folge auch einen stärkeren Hebel für den Bildungserfolg von Kindern), als ein Kaffeetrinkangebot oder kostenlose Hilfe beim Ausfüllen von Sozialanträgen. Dass man damit nur einen Teil der Gruppe mit Bildungsproblemen trifft, ist mir klar, es wäre aber mal ein Anfang.
Ansonsten: gerade WEIL meine Kommune großzügig Geld für solche Projekte und Initiativen rausschleudert, für die die normalproduktive Bevölkerung mit ständigen Gebührenerhöhungen zur Kasse gebeten wird, erlaube ich mir eine Meinung dazu. Auf die große Trendwende in den Stadtteilen, in die besonders viele Zuwendungen fließen, wartet man jedenfalls vergeblich. Ich hoffe für meine Stadt, dass wir bitte möglichst zeitnah endlich in die Haushaltssicherung rutschen und das Geldausgeben zur Abwechsung mal auf Notwendiges beschränkt werden muss.
Nein, es ist nicht rassistisch, das Bleiberecht reformieren zu wollen.
Es ist rassistisch, anzunehmen, dass Familienleistungen, die ich genannt habe, für Ausländer im Ankommensverfahren sind.
Obwohl sie für ALLE sind.
Es geht hier im Faden aber um die schlechten Bildungsleistungen von Kindern mit Migrationshintergrund als Teil der Pisa-Befunde und du hast die Zentren in Reaktion auf ein Posting von Quittengelee erwähnt, in dem es um bildungsferne Mütter mit schlechten Deutschkenntnissen und Deutschkurse geht. Das betrifft nunmal im Normalfall die 1. Zuwanderungsgeneration, denn die 2. oder sonstwievielte hat in der Regel bereits selbst deutsche Schulen besucht und entsprechende Sprachkenntnisse.
mmm, okay.
Aber ich habe die Familienbildungszentren, die jetzt geschlossen werden, erklärt und deren Schließung in meiner Stadt bedauert. Klar leidet die Integrationsarbeit darunter, aber es leidet viel mehr.
Und die jetzt eingesparten Kosten sind ein Kleks im Vergleich zu später.
Eine Mutter (Vater), die die Bedeutung von Schule versteht, die bei den Hausaufgaben helfen kann, die in die Gesellschaft integriert wird (im allgemeinen Sinne, auch als "Urdeutsche"), ... ist eine Mutter, gegen die man in der Mittelstufe weniger "kämpft", weil das Kind auf Lehrkräfte sch.., ist eine Mutter, die mit ihren Kindern in die Bibliothek geht, schwimmen lernt, usw.. Es ist eine Mutter, die einen Job aufnimmt, ein Vorbild ist, Steuer bezahlt.
Aber selbst, ohne auf die Mutter zu schauen: Es sind Kinder, die später solche Hilfen nicht mehr brauchen.
Auweh, du zeichnest eine düstere Zukunft
... ohne solchen Ausgangsäußerungen zugrundeliegender, unfundierter Panikmache, die mindestens die Gefahr eines '4. Reichs' wittert, darf man das auch einfach als ebenso unsubstantiierten, üblich wirren Quatsch bezeichnen.
Dabei gäbe es tatsächlich eine Menge an substantiierter Kritik, die man an einer Abschaffung der Schulpflicht äußern könnte, z.B. dass Schule somit nicht mehr ihre Kontroll- und Korrekturfunktion gem. Art. 6 Abs. 2 Satz 2 GG wahrnehmen kann und es zudem noch(!) komplizierter wird, Schüler mittels erzieherischer Bildung (und dem Werben mit und Vorleben unserer fdGO) zu eigenverantwortlichen (d.h. mündigen, selbstreflexiven, integren etc.) und gemeinschaftsfähigen (d.h. kooperations- und partizipationsfähigen, toleranten etc.), demokratischen Staatsbürgern zu erziehen, die (nach Maßgabe ihrer individuellen Fähigkeiten) sozio-ökonomisch, -politisch und -kulturell an einer pluralistischen, liberalen Gesellschaft partizipieren, sich in dieser möglichst frei entfalten, diese perpetuieren und optimieren können sollen...
"Bleibeerlaubnis" ??
Dafür, dass du scheinbar im Brennpunkt im tiefsten Ruhrgebiet bist/warst, scheinst du wenig Fantasie zu haben, was viele Eltern gebrauchen können.
Dass der Rassismusbegriff selbst seitens Akademikern mittlerweile auch in weiten Teilen der Gesellschaft so locker sitzt und derart arbiträr verwendet wird, dass weder Äußerungskontexte, noch das tatsächlich Geäußerte oder irgendwie gängige Rassismusdefinitionen relevant sind, dürfte tatsächlichen Antirassismuskursen nicht wirklich dienlich sein...
Maylin, bei die fällt mir immer ein "dann sollen sie Kuchen essen".
Manche Menschen hatten bei der Geburtslotterie nicht so viel Glück, sie wurden in Familien mit weniger Geld, mit weniger Bildung oder auch in einem anderen Land geboren und mussten es verlassen. Und viele von ihnen benötigen nur einen kleinen Schubs, eine kleine Hilfe, um dann auch finanziell zum Steuereinkommen beizutragen. Aber es gibt Menschen, die lieber heute sparen, um in Zukunft über die da unten schimpfen zu können. Manche benötigen dies, um sich besser zu fühlen.
Bei uns wurde 2015 ein Verein gegründet, um Neuankömmlinge zu helfen. Über 10% aller Bewohner meiner Stadt beteiligten sich. Wir waren so erfolgreich, dass vor ein paar Jahren der Vereinzweck geändert wurde und jetzt allen, die Hilfe benötigen, zu Verfügung steht. Manchmal musste nur ein Kontakt zwischen Ausbilder und Arbeitssuchenden vermittelt werden, manchmal fand sich eine Fahrschule, die einen syrischen Busfahrer fortgebildet hat, sodass er seit vielen Jahren hier Bus fährt, und schon sind es wertvolle Arbeitskräfte. Und ja, es gehören auch Deutschkurse teilweise von Deutschkollegen, Kinderbetreuung, Lesepatenschaften, Hausaufgabenhilfe usw. dazu. Vieles läuft ehrenamtlich, manches wie Prüfungen kosten Geld. Aber besser als herummeckern.
Übrigens hat meine Stadt deutlich über 50 % Menschen mit Migrationshintergrund. Die ersten kamen vor dem 1. Weltkrieg, viele in den letzten 60 Jahren und auch damals halfen viele. Genau deshalb lebe ich gerne hier. Man ist sich menschlich näher.
Maylin, bei die fällt mir immer ein "dann sollen sie Kuchen essen".
Manche Menschen hatten bei der Geburtslotterie nicht so viel Glück, sie wurden in Familien mit weniger Geld, mit weniger Bildung oder auch in einem anderen Land geboren und mussten es verlassen. Und viele von ihnen benötigen nur einen kleinen Schubs, eine kleine Hilfe, um dann auch finanziell zum Steuereinkommen beizutragen. Aber es gibt Menschen, die lieber heute sparen, um in Zukunft über die da unten schimpfen zu können. Manche benötigen dies, um sich besser zu fühlen.
Bei uns wurde 2015 ein Verein gegründet, um Neuankömmlinge zu helfen. Über 10% aller Bewohner meiner Stadt beteiligten sich. Wir waren so erfolgreich, dass vor ein paar Jahren der Vereinzweck geändert wurde und jetzt allen, die Hilfe benötigen, zu Verfügung steht. Manchmal musste nur ein Kontakt zwischen Ausbilder und Arbeitssuchenden vermittelt werden, manchmal fand sich eine Fahrschule, die einen syrischen Busfahrer fortgebildet hat, sodass er seit vielen Jahren hier Bus fährt, und schon sind es wertvolle Arbeitskräfte. Und ja, es gehören auch Deutschkurse teilweise von Deutschkollegen, Kinderbetreuung, Lesepatenschaften, Hausaufgabenhilfe usw. dazu. Vieles läuft ehrenamtlich, manches wie Prüfungen kosten Geld. Aber besser als herummeckern.
Übrigens hat meine Stadt deutlich über 50 % Menschen mit Migrationshintergrund. Die ersten kamen vor dem 1. Weltkrieg, viele in den letzten 60 Jahren und auch damals halfen viele. Genau deshalb lebe ich gerne hier. Man ist sich menschlich näher.
Ausschl. auf die Tränendrüse zu drücken, falsch verstandene Empathie instrumentalisieren zu wollen, garniert mit devalvierenden Insinuationen dem Forenggü. einerseits und der Artikulation statistisch unhaltbarer Hoffnungen andererseits, nichtssagende Anekdoten und sachferne Verallgemeinerungen etc., ersetzen sachlich-inhaltliche, realpolitisch-orientierte Argumente inwiefern?
Wo genau liest du jetzt bitte Rassismus?
Timothys Mutter darf sich gerne vernetzen, aber doch bitte nicht unter Aufwendung meiner Steuergelder. Für Leute ohne Sprachprobleme ist das ja noch sinnfreier.
Timothys Mutter hat psychische Probleme, Beziehungsabbrüche und Schulden.
Ich verstehe nicht, was du dir vorstellst. Dich nervt das Assi-Klientel in deinem Viertel, gleichzeitig soll aber niemandem geholfen werden. Du kannst nicht alle Menschen mit Problemen eliminieren.
Und mein Chinesischer Einwurf bezog sich auf das Gaokao, währenddessen so viel gesellschaftlicher und familiärer Druck aufgebaut wird, dass Jugendliche sich in hoher Zahl das Leben nehmen. Die Jugendlichen lernen so viel, das musstest du im Leben nicht leisten.
Ist auch egal, wir brauchen nicht bei den Extremen bleiben. Es reicht, wenn wir unsere Gesellschaft am Laufen halten und bislang hat das gut funktioniert. Wäre schön, wenn sich führende Politiker*innen damit auseinandersetzen, wie Deutschland sich verändern muss, um am Ball zu bleiben, Kohlebergbau und Dieselmotor wird's wohl eher nicht sein. Aber man beklagt sich ja lieber über Bürgergeldempfänger und Migranten, da geht's zwar im Verhältnis nur um Kleckerbeträge, aber wir haben ein Feindbild. Puh, wie schön, Privatjet kann urlaubsfertig betankt werden.
Ausschl. auf die Tränendrüse zu drücken, falsch verstandene Empathie instrumentalisieren zu wollen, garniert mit devalvierenden Insinuationen dem Forenggü. einerseits und der Artikulation statistisch unhaltbarer Hoffnungen andererseits, nichtssagende Anekdoten und sachferne Verallgemeinerungen etc., ersetzen sachlich-inhaltliche, realpolitisch-orientierte Argumente inwiefern?
Es entbehrt nicht einer gewissen Pikanterie, wie du hier versuchst, eine semantische Barrikade zu errichten, um deine offensichtliche kognitive Dissonanz bezüglich kompensatorischer Diskursstrategien zu kaschieren.
Deine hermeneutische Reduzierung unserer argumentativen Matrix auf rein affektive Vektoren zeugt von einer eklatanten epistemischen Kurzsichtigkeit. Du verwechselst hier evidenterweise die Phänomenologie gelebter Realitäten mit statistischen Artefakten, während du gleichzeitig versuchst, ein rein tautologisches Zirkelschlussverfahren als realpolitische Maxime zu camouflieren. Die von dir monierte Empathie ist keine Instrumentalisierung, sondern eine axiologische Notwendigkeit innerhalb eines holistischen Kommunikationsparadigmas, das sich der technokratischen Verengung deines utilitaristischen Argumentationsstrangs diametral widersetzt.
Indem du deskriptive Anekdoten als sachfern diffamierst, exkludierst du heuristische Evidenzen, die die inhärente Kontingenz deiner eigenen dogmatischen Axiome überhaupt erst demaskieren.
Kurz gesagt: deine pompöse Deskription eines vermeintlichen Defizits an stringenter Kausalität reflektiert lediglich die Redundanz deiner eigenen, epigonalen Diskurslogik.
Es entbehrt nicht einer gewissen Pikanterie, wie du hier versuchst, eine semantische Barrikade zu errichten, um deine offensichtliche kognitive Dissonanz bezüglich kompensatorischer Diskursstrategien zu kaschieren.
Deine hermeneutische Reduzierung unserer argumentativen Matrix auf rein affektive Vektoren zeugt von einer eklatanten epistemischen Kurzsichtigkeit. Du verwechselst hier evidenterweise die Phänomenologie gelebter Realitäten mit statistischen Artefakten, während du gleichzeitig versuchst, ein rein tautologisches Zirkelschlussverfahren als realpolitische Maxime zu camouflieren. Die von dir monierte Empathie ist keine Instrumentalisierung, sondern eine axiologische Notwendigkeit innerhalb eines holistischen Kommunikationsparadigmas, das sich der technokratischen Verengung deines utilitaristischen Argumentationsstrangs diametral widersetzt.
Indem du deskriptive Anekdoten als sachfern diffamierst, exkludierst du heuristische Evidenzen, die die inhärente Kontingenz deiner eigenen dogmatischen Axiome überhaupt erst demaskieren.
Kurz gesagt: deine pompöse Deskription eines vermeintlichen Defizits an stringenter Kausalität reflektiert lediglich die Redundanz deiner eigenen, epigonalen Diskurslogik.
Lustig, wie du dich (wahrscheinl. KI-unterstützt... lol) bemühst, meinen Duktus zu imitieren, aber dabei keinerlei substantiierte Aussage, sondern allenfalls selbstzweckafte Insinuation hervorbringst, die vermuten lässt, dass du mit Begriffen hantierst, deren Bdeutung sich dir nicht ganz erschließt.
Dass du dabei en passant eben genau der Emotionslisierung des Diskurses nicht lediglich das Wort schreibst, sondern sie auch weiter betreibst, ist erwartbar. Interessant wäre es, welcher kognitiven Dissonanz ich denn welchem Umstand ggü. erliegen soll und woran du das sachlich-argumentativ festmachst. Wird bestimmt unterhaltsam (bleiben wir bei dem Punkt, die anderen Worthülsen wären zuuu tief hängende Früchte, um öffentlich zu dekuvrieren, dass du nicht weißt, was du schreibst, wo es mir realiter aber eigtl. darum geht, dass hier mal sachlich diskutiert wird - stört dich das?).
😎
Dir mangelt's an Humor.
Dir mangelt's an Humor.
Im Gegenteil, ich bin amüsiert und sitze hier mit einem Lächeln. Aufrichtiger Dank dafür. ![]()
PaPo: schreibst du manchmal einen kurzen Kommentar in der Sprache auf Schülerkopien? (Ich würde es bevorzugt neben richtig schlechter Schülersprache sehen wollen). Eine Kollegin hatte einen "WTF-Stempel", aber das wäre sicher noch besser...
PaPo: schreibst du manchmal einen kurzen Kommentar in der Sprache auf Schülerkopien? (Ich würde es bevorzugt neben richtig schlechter Schülersprache sehen wollen). Eine Kollegin hatte einen "WTF-Stempel", aber das wäre sicher noch besser...
Ja. Ich überlege aber seit geraumer Zeit, ob ich mir nicht auch diverse Stempel ("WTF"; "BULLSHIT"; "OMG" etc.) besorge. Manche Kuriosität wandle ich auch in Cartoons um, die das Geschriebene bildlich darstellen (wurde mir in meiner Refschule damals verboten, obwohl sich Schüler nach Jahre nach ihrem Abschluss speziell auch daran positiv erinnerten), wenn die Korrekturen mir bis zum jeweiligen Zeitpunkt noch nicht jeden Lebenswillen ausgesaugt haben...
mmm, okay.
Aber ich habe die Familienbildungszentren, die jetzt geschlossen werden, erklärt und deren Schließung in meiner Stadt bedauert. Klar leidet die Integrationsarbeit darunter, aber es leidet viel mehr.
Und die jetzt eingesparten Kosten sind ein Kleks im Vergleich zu später.
Eine Mutter (Vater), die die Bedeutung von Schule versteht, die bei den Hausaufgaben helfen kann, die in die Gesellschaft integriert wird (im allgemeinen Sinne, auch als "Urdeutsche"), ... ist eine Mutter, gegen die man in der Mittelstufe weniger "kämpft", weil das Kind auf Lehrkräfte sch.., ist eine Mutter, die mit ihren Kindern in die Bibliothek geht, schwimmen lernt, usw.. Es ist eine Mutter, die einen Job aufnimmt, ein Vorbild ist, Steuer bezahlt.
Aber selbst, ohne auf die Mutter zu schauen: Es sind Kinder, die später solche Hilfen nicht mehr brauchen.
Die Frage ist doch: werden all diese blumig klingenden Ziele denn überhaupt in nennenswerter Zahl erreicht? Wie viele Mütter erkennen denn plötzlich den Wert von Bildung und ergreifen Berufe und wie viele Kaffeetermine braucht es dafür?
Hier gab es mal ein Projekt, bei dem (aus diverserlei Gründen) schwer in den Arbeitsmarkt integrierbare Menschen und insbesondere auch Frauen mit niedrigerem Bildungsstand in engmachig begleitete Praktika bei lokalen Unternehmen vermittelt wurden. Hörte sich alles supertoll an, es gab von allen Seiten viele positive Stimmen, natürlich auch eine Menge Fördergelder. Dann stellte ein Journalist die Frage, wie viele der über 300 begleiteten Menschen es denn in den ersten Arbeitsmarkt geschafft hätten. Antwort: 3. Nun ja.
Maylin, bei die fällt mir immer ein "dann sollen sie Kuchen essen".
Manche Menschen hatten bei der Geburtslotterie nicht so viel Glück, sie wurden in Familien mit weniger Geld, mit weniger Bildung oder auch in einem anderen Land geboren und mussten es verlassen. Und viele von ihnen benötigen nur einen kleinen Schubs, eine kleine Hilfe, um dann auch finanziell zum Steuereinkommen beizutragen. Aber es gibt Menschen, die lieber heute sparen, um in Zukunft über die da unten schimpfen zu können. Manche benötigen dies, um sich besser zu fühlen.
Und genau dafür gibt es bereits unendlich viele Anlaufstellen, Förderungen und Hilfsangebote. Nun stellt man leider fest, dass die eigentlichen Zielgruppen diese Angebote häufig gar nicht wahrnehmen - und statt Druck aufzubauen und die deutliche Erwartung zu kommunizieren, dass sie das bitteschön tun mögen, ertönen Forderungen, dass es bitte noch "niederschwelliger" werden muss und dass man die Leute noch "besser abholen" müsse. Und zack, liegt das nächste hippe Projekt auf dem Tisch, das mit öffentlichen Geldern gefördert werden möchte und dessen Wirksamkeit man sich dann in 10 Jahren eventuell mal angucken kann.
Wer soll den ganzen Quatsch denn bitte bezahlen? Wer Unterstützung braucht, bekommt sie bereits jetzt. Und wer den Plan hat, sich zu integrieren und zu arbeiten, der findet Wege und tut das.
Euer Verein klingt gut aufgesetzt und sinnvoll. Gegen diese Art von Engagement habe ich natürlich gar nichts, ganz im Gegenteil. Mir ging es jetzt explizit um Projekte und Initiativen, die aus Steuergeldern gespeist werden.
Timothys Mutter hat psychische Probleme, Beziehungsabbrüche und Schulden.
Ich verstehe nicht, was du dir vorstellst. Dich nervt das Assi-Klientel in deinem Viertel, gleichzeitig soll aber niemandem geholfen werden. Du kannst nicht alle Menschen mit Problemen eliminieren.
Dann möge Timothys Mutter sich an einen Therapeuten, die Schuldnerberatung und ggf. das Jugendamt wenden. Gibts ja glücklicherweise alles. Sie kann Timothy sicherlich auch zur Hausaufgabenbetreuung schicken und evtl. sogar Nachhilfe aus BuT-Leistungen verschaffen. Wenn sie nicht weiß, wie das geht, kann sie sich an die Schule wenden. Wozu genau braucht Timothys Mutter noch ein Familienzentrum?
ZitatUnd mein Chinesischer Einwurf bezog sich auf das Gaokao, währenddessen so viel gesellschaftlicher und familiärer Druck aufgebaut wird, dass Jugendliche sich in hoher Zahl das Leben nehmen. Die Jugendlichen lernen so viel, das musstest du im Leben nicht leisten.
Den habe ich bewusst ignoriert, da man sich nun auch nicht gerade an Extremen aufhalten muss. Fakt ist, dass sich im Bereich Bildung zunehmend eine ziemliche systemische Überlegenheit zeigt. Das ist natürlich furchtbar doof, weil es leider so gar nicht zur individualisierten Wohlfühlpädgogik passt, die hierzulande gerade en vogue ist. Menno...?
ZitatEs reicht, wenn wir unsere Gesellschaft am Laufen halten und bislang hat das gut funktioniert.
Es funktioniert schon länger nichts mehr, wir haben nur noch recht lange von einem sehr guten Ausgangslevel gezehrt. Jetzt kommt der große Zusammenbruch. Wir erleben gerade den Auftakt 🙂
Die Frage ist doch: werden all diese blumig klingenden Ziele denn überhaupt in nennenswerter Zahl erreicht? Wie viele Mütter erkennen denn plötzlich den Wert von Bildung und ergreifen Berufe und wie viele Kaffeetermine braucht es dafür?
Diese Orte sind doch weitaus mehr als Kaffeetrinken. Das nierderschwellige Angebot ist immer ein "Fuss in der Tür" der Beratung. Sozialpädagogische Fachangebote, Frühförderung für kleinere Geschwister, Unterstützung für BuT, usw.. also auch Entlastung der schulischen Arbeit.
Ja, kostet Geld.
Ja, ich hätte lieber keine solchen Ausgaben, aber Bildung ist der einzige nachwachsende Rohstoff. Man muss nur halt mehr dafür tun, es wächst nicht von alleine flächendeckend. Und die mögliche Drohung "dann werden sie selbst die Konsequenz spüren" wird eh nicht klappen. Es ist nur eine Verlagerung von Kosten.
Dann möge Timothys Mutter sich an einen Therapeuten, die Schuldnerberatung und ggf. das Jugendamt wenden. Gibts ja glücklicherweise alles. Sie kann Timothy sicherlich auch zur Hausaufgabenbetreuung schicken und evtl. sogar Nachhilfe aus BuT-Leistungen verschaffen. Wenn sie nicht weiß, wie das geht, kann sie sich an die Schule wenden. Wozu genau braucht Timothys Mutter noch ein Familienzentrum?
Eins: Muhahaha...
Einen Therapieplatz finden, wenn man selbst in prekären Lebenslagen ist.
Lass mich lachen. Ach nee, weinen.
und es wird leider nicht besser, man kann zur Zeit nicht mehr aus dem Staunen kommen, was in dem Bereich kaputt gemacht wird.
Zwei: GENAU DAS machen die Familiengrundschulzentren. Die Vermittlung an bestehende Angebote, aufzeigen, welche Möglichkeiten existieren, usw..
Wir reden nicht über 3 Vollzeitkräfte für eine Grundschule. Sondern von koordinierenden Angeboten, einigen Treffen über lange Zeiträume, Vernetzung von Menschen, Vorstellung von Angeboten, es ist im Prinzip ein weiterer Standort von Stadtteilarbeit.
Ja, verstehe ich schon. Aber alle Angebote sind da, lassen sich googeln, es gibt in jedem Stadtteil Caritas, AWO, Sozialberatung etc. - will sagen, alles Nötige existiert alles bereits. Irgendwann reichts dann auch mal und ein Minimum an Eigeninitiative kann man Menschen wohl zumuten.
Werbung