Ich habe mich gegen Ende meines Refs auch an einer katholischen Privatschule vorgestellt. Der SL war in der UPP auf mich aufmerksam geworden.
Mit mir hat u.a. ein Geistlicher gesprochen, derkonkretisiert hat, nach welchen Werten der katholischen Kirche man sich zu verhalten habe.
V.a. war es ihm wichtig, dass man nicht unverheiratet in einer Partnerschaft lebt. Er hat mir klipp und klar gesagt, dass ggf. auch Beamte in so einem Fall vor die Tür gesetzt werden.
Inwieweit das evtl. eine Drohkulisse war, habe ich dann nie erfahren, weil ich für mich beschlossen habe, dass mein Arbeitgeber in keiner Weise in mein Privatleben reizuregieren hat. Es hat aber für vergleichbare Fälle (geschiedene Chefärzte o.ä.) in den letzten Jahren einige (auch höchstrichterliche?) Urteile gegeben.
Davon abgesehen: Ja, das Ref ist anstrengend. Aber mir fällt kein einziger nachvollziehbarer Grund ein, es nicht anzutreten. Auch wenn der Vergleich etwas hinkt, ist das aber für mich ungefähr so, als wenn man seinen Führerschein nach bestandener Theorieprüfung haben wollte, ohne jemals eine Fahrstunde, von der Prüfung ganz zu schweigen, abgeleistet zu haben.
Die entsprechende Schullietung würde ich fragen, warum sie jemanden einstellen möchte, der nur halb ausgebildet ist.