Schulöffnungen NRW

  • Ich habe jetzt hier nicht mehr alles gelesen, aber ist denn schon irgendetwas bekannt, ob sich jetzt ab Montag irgendetwas ändert? Also mehr Schüler kommen oder nicht?


    Ich habe im Kopf, dass am Mittwoch entschieden werden soll, wie es mit den Schulen weitergeht, das heißt frühestens ab vermutlich 11.5. ändert sich etwas? Und nächste Woche sieht man nach wie vor nur die Abiturienten?

  • Also bei uns wurde nun viel intern entschieden, welche kommen, wenn es klappt und welche definitiv erst einmal nicht.


    Es obliegt ja am Ende den Bedingungen vor Ort, das steht ja auch so drin.


    Aber die kommende Woche, den 06.05. muss man noch abwarten, auch das steht ja drin.

  • Corona kann man in dem Fall als den (unübersehbaren) Testlauf für die Zukunft ansehen.

    Dadurch, dass durch einseitige Lobbyarbeit die anderen S1-Schulformen kaputt gemacht wurden, gibt es dort nun zu wenig Plätze. Wir haben z.B. dauerhaft eine Warteliste von 150 Schülern. Ein Abschulen ist in meiner Region quasi nicht mehr möglich, weil es keine Plätze mehr an potentiell aufnehmenden Schulen gibt. Ensprechend müssen die Schüler am Gymnasium verbleiben, egal ob das jetzt für sie Sinn macht oder nicht. :(

    Mal ehrlich, das betrifft doch nicht nur euch als Gymnasium. Wir haben auch eine Vielzahl an Schülern, die auch an einer Realschule nichts verloren haben, aber auch die wird man eben nicht mehr los, weil die Plätze an den Hauptschulen eben auch nur sehr begrenzt sind und je nach Region es auch keine Hauptschulen mehr gibt. Dadurch sinkt das Niveau an den Realschulen auch von Jahr zu Jahr.

  • Flecki

    Die Lösung des Problems hast Du doch selber schon angedeutet, Wenn Du jeden Tag mit Bauchschmerzen in Deine Mails schaust, mache ich mir ernsthaft Sorgen um Deine psychosomatische Verfassung. Das solltest Du mit Deinem Arzt besprechen.

    An alle Deutschlehrer:
    Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten. :doc:

  • Hier gibt es eine gesonderte Passage zum Erwerb des MSA - die Verordnung wurde oben ja schon verlinkt.

    Konkret bedeutet das, dass sich an der bisherigen Praxis nichts geändert hat. Aufgrund ausbleibender Mahnungen hätte ein Schüler bisher ohne Bildungssicherungsgesetz im Extremfall die Versetzung in die Q-Phase erhalten, jedoch nicht den MSA. Das kommt extrem selten vor, ist aber bitter für die Schüler, die die Q1 auch im zweiten Anlauf nicht packen. Die gehen dann nach drei Jahren Oberstufe womöglich nur mit dem HSA9 ab.

    Die Verordnung im Rahmen des Bildungssicherungsgesetzes sieht ebenfalls die Vergabe des MSA nur bei Erfüllung der jeweiligen Anforderungen vor - also werden alle defizitären Fächer bei der Entscheidung über die Vergabe des MSA berücksichtigt. Die Ausnahme im Rahmen des Bildungssicherungsgesetzes ist die Möglichkeit von einer Nachprüfung pro defizitärem Fach (also nicht wie bisher nur in einem einzigen Fach), um die Defizite wegzubekommen und so den MSA noch zu erwerben.
    Dasselbe gilt für den Erwerb des schulischen Teils der FHR, wenngleich hier die Nachprüfung im Verhältnis 1 zu 1 zur Vornote gewichtet wird, d.h. jemand mit einem Punkt als Vornote muss eine bessere Nachprüfung machen als jemand mit vier Punkten als Vornote.

  • Die Ausnahme im Rahmen des Bildungssicherungsgesetzes ist die Möglichkeit von einer Nachprüfung pro defizitärem Fach (also nicht wie bisher nur in einem einzigen Fach), um die Defizite wegzubekommen und so den MSA noch zu erwerben.
    Dasselbe gilt für den Erwerb des schulischen Teils der FHR, wenngleich hier die Nachprüfung im Verhältnis 1 zu 1 zur Vornote gewichtet wird, d.h. jemand mit einem Punkt als Vornote muss eine bessere Nachprüfung machen als jemand mit vier Punkten als Vornote.

    Lieben Dank für die Antwort, die aber zu einer neuen Frage führt. Nachprüfungen beziehen sich doch thematisch auf das zurückliegende Halbjahr. Die Zeit des Homeschoolings darf doch aber nicht prüfungsrelevant sein, oder doch?

    There is a difference between knowing the path and walking the path. (Matrix)

  • Habe ich diese Beschlussvorlage bzgl. den Defiziten in der Q1 so verstanden, dass die Schülerin/ der Schüler, der in einem beliebigen Fach 4 oder weniger Punkte hat, eine Nachprüfung machen kann? Das gilt pro defizitärem Kurs?


    @ Kiray: Du könntest du das, was im homeschooling gelaufen ist, im Unterricht aufgreifen. Dann ist es auch Gegenstand im Unterricht gewesen und diese Regelung, die du ansprichst, wird ausgehebelt.


    Wie ich allerdings die ganze Zeit seit dem 18.3. dann aufgreifen kann im Unterricht, gleichzeitig aber im Unterricht forfahren muss, ist und bleibt mir ein Rätsel.


    Hier schließt sich für mich eine neue Frage an: Was passiert mit dem Abiturjahrgang 2021? Es besteht doch die große Gefahr, dass wir mit dem Stoff nicht durchkommen ...

  • Lieben Dank für die Antwort, die aber zu einer neuen Frage führt. Nachprüfungen beziehen sich doch thematisch auf das zurückliegende Halbjahr. Die Zeit des Homeschoolings darf doch aber nicht prüfungsrelevant sein, oder doch?

    Richtig - die Zeit des Homeschoolings ist nicht prüfungsrelevant - so stand es auch in einer der mittlerweile 18 Schulmails.

  • Hier schließt sich für mich eine neue Frage an: Was passiert mit dem Abiturjahrgang 2021? Es besteht doch die große Gefahr, dass wir mit dem Stoff nicht durchkommen ...

    Das ist richtig. Da liegen meines Wissens nach aber noch keine offiziellen Informationen zu vor.

    Habe ich diese Beschlussvorlage bzgl. den Defiziten in der Q1 so verstanden, dass die Schülerin/ der Schüler, der in einem beliebigen Fach 4 oder weniger Punkte hat, eine Nachprüfung machen kann? Das gilt pro defizitärem Kurs?

    Ja, wenn es um die Zuerkennung eines Abschlusses geht.

  • @ Kiray: Du könntest du das, was im homeschooling gelaufen ist, im Unterricht aufgreifen. Dann ist es auch Gegenstand im Unterricht gewesen und diese Regelung, die du ansprichst, wird ausgehebelt.

    Gibt es irgendeine Vorgabe, wie dieses Aufgreifen gestaltet sein muss, um eine Überprüfung rechtfertigen zu können, also Umfang der Wiederholung etc oder kann das theoretisch in der Fachschaft oder vom Fachlehrer entschieden werden? Man könnte ja theoretisch in der ersten regulären Doppelstunde den Stoff des Homeschoolings zusammenfassend aufgreifen (vllt ne Übersicht zusammen stellen) und Rückfragen klären. Wie schätzt ihr das ein als erfahrenere Kollegen?

  • Ab 602ff Thema: Einsatz vorerkrankten Kollegen

    Als Mitglied einer Schwerbehindertenvertretung, sowie als selbst Betroffener, bin ich über die dispektierliche Art, mit der über Betroffene hergezogen wird etwas befremdet. Es geht sich doch überhaupt nicht darum, dass diese Kollegen sich leise weinend auf das Ruhegleis bei voller Bezahlung setzen möchten. Es geht ausschließlich um den Präsenzunterricht vor der Klasse. Und dieses Begehren kann ich sehr gut nachvollziehen. Die Gefährdung sich anzustecken ist hoch und wird mit zunehmender Durseuchung auch nicht weniger. Andererseits ist unser Risiko im Fall des Falles als missing in action in die Geschichtsbücher einzugehen relativ hoch. Da auf der anderen Seite der online Unterricht zunehmend wichtiger wird, ergibt sich hier doch ebenfalls ein grosses Wirkungsfeld. Warum soll ich meine Klassen nicht online betreuen. In dem Fall kann mir der Schüler seine Verschriftlichung auf den Bildschirm geben, dann kann ich auch zu seiner Ausarbeitung was sagen. Im Präsenzunterricht wäre das ggf. sogar schwieriger. Also Fazit: Ich kann mir einen überwiegenden Online Unterricht vorstellen. Einen Unterricht mit FFP2 kann ich mir indes nur maximal eine halbe Stunde vorstellen und danach bräuchte ich eine Auszeit zur Regeneration. Also seit doch bitte so fair und lasst uns mit den Hilfsmitteln arbeiten die wir brauchen. Stehen diese nicht zur Verfügung müssen sie eben beschafft werden. Aber so wie das eben gelesen und verstanden habe? KollegInnen das geht gar nicht. Wie wollen wir bei den Schülern Inklusion vermitteln, wenn wir selber so etwas nicht in den Griff kriegen?🙈

    An alle Deutschlehrer:
    Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten. :doc:

  • Gibt es irgendeine Vorgabe, wie dieses Aufgreifen gestaltet sein muss, um eine Überprüfung rechtfertigen zu können, also Umfang der Wiederholung etc oder kann das theoretisch in der Fachschaft oder vom Fachlehrer entschieden werden? Man könnte ja theoretisch in der ersten regulären Doppelstunde den Stoff des Homeschoolings zusammenfassend aufgreifen (vllt ne Übersicht zusammen stellen) und Rückfragen klären. Wie schätzt ihr das ein als erfahrenere Kollegen?


    Von solchen Tricks, um da doch irgendwie ne Benotung zu erzwingen, halte ich rein gar nichts. Und der 16jährige Schüler, der sich 6 Wochen lang um seine zwei drei und fünf Jahre alten Geschwister kümmern musste, hat dann die Arschkarte, oder wie?

  • Bei uns wird das so ähnlich durchgezogen. Lehrende, die keinen Präsenzunterricht geben können/ dürfen, geben weiterhin online Unterricht, werden aber mit 1-2 Präsenzstunden von jemand anderem vertreten, damit alles prüfungsrelevant sein kann.

    Ja, da haben manche wirklich das Nachsehen, aber jemandem der sonst recht gut ist wird das jetzt wahrscheinlich nicht so viel ausmachen.


    Bei meiner 11FHR, die nächstes Jahr Abschluss macht, ist es mir wichtig, dass die in der Englischen Sprache bleiben und nicht komplett raus sind. Das ich das aktuelle Thema nicht im Fachabi abfrage versteht sich von selbst. Aber das manche es nicht mal schaffen mir minimal etwas zu schicken kann ich wirklich nicht nachvollziehen. Die müssen ja nicht mal alle Aufgaben abgeben, die ich gebe.

    Mir geht es da aber nicht um die Bewertung, sondern darum, dass sie nicht komplett den Anschluss verlieren. Und die, die nichts machen, sind auch zufällig die, die eh sagen, dass sie kein Englisch können. Dabei war die Aufgabe beispielsweise bei Brockhaus online 2 Grammatik-Teilbereich zu wiederholen. Das kann man abends im Bett oder auf dem Klo kurz durchklicken.

    Only Robinson Crusoe had everything done by Friday.

  • Bei meiner 11FHR, die nächstes Jahr Abschluss macht, ist es mir wichtig, dass die in der Englischen Sprache bleiben und nicht komplett raus sind. Das ich das aktuelle Thema nicht im Fachabi abfrage versteht sich von selbst.

    Den Luxus gibt es bei zweijährigen FHR-Bildungsgängen in Mathe leider nicht. Ich kenne zwar die aktuellen Anforderungen für die FHR-Klausur 2021 nicht, aber in den vergangenen Jahren waren es immer Analysis, Stochastik und lineare Algebra. Ich bin gerade mitten in der Analysis hängen geblieben. Das ist leider auch das schwierigste Thema für die SuS. Die acht(!) Monate abzüglich Ferien und Praktika, die ich in der 12. Klasse habe, reichen mit Hängen und Würgen für Stochastik und eine bis auf die Unkenntlichkeit kastrierte lineare Algebra. Bei mir ist also offenbar alles prüfungsrelevant, da ich keine Themenauswahl habe. Darauf, dass das Ministerium hier irgendwas sinnvolles entscheiden wird, hoffe nicht (wir sind ja BK, das existiert bei Frau Gebauer offenbar höchstens zur Ausbildung der Reinigungskraft in ihrem Ministerium).


    Nächste Woche kommen halbe Klassen zu mir in den Unterricht, es sind noch sieben Wochen, also effektiv sehe ich jede Gruppe noch neun Stunden vor den Ferien. Wer da nicht zuhause lernen kann, hat tatsächlich ein großes Problem. (Wobei: Ich sag ja immer, wer die 11 geschafft hat, bekommt auch seinen Abschluss durch die unzähligen Nachprüfungsmöglichkeiten - die Frage die man sich hier stellen kann ist nur, wieviel Arbeit ich als Lehrkraft haben möchte).

    "Unfähigkeit ist kein Dienstvergehen und kann nicht geahndet werden."

  • Den Brief habe ich hier noch nicht gesehen:


    Martina Reiske, Vorstandsmitglied der Schulleiter-Vereinigung NRW, wandte sich am 29.4. mit einem offenen Brief an NRWs Schulministerin Yvonne Gebauer, in dem sie die Vorgehensweise und Informationspolitik des Schulministeriums kritisierte.


    Sehr geehrte Frau Ministerin Gebauer (pdf)

    „Man darf jetzt nicht alles so schlechtreden, wie es wirklich war.“ – Yvonne Gebauer Fredi Bobic

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