Beiträge von Nitram

    Wenn ich das richtig im Kopf habe bist du bei einer Mitteilung an die SL erst mal "draußen", bis eine Gefährdungsbeurteilung (Impfstatus etc) erstellt ist.

    Wenn du die Mitteilung nach dem 8.6. (und vor den Sommerferien) machst, müssen die Kinder auch wieder ohne Klassenleitung auskommen.


    Wenn du bis zu den Sommerferien unterrichten willst, dann solltest du bis dahin der SL nichts sagen. (Wenn du "gefühlt" bis dahin ohne besonderen Schutz auskommst).

    Wenn du dich in besonderem Maße gefährdet fühlst, dann solltest (frühzeitig) mit Verweis auf die Schwangerschaft sagen, dass du nicht im Präsenzunterricht eingesetzt werden möchtest. Dem muss die SL dann folgen.


    Eine Meldung zwischen dem 8.6. und Beginn der Sommerferien bedeutet: Du setzt dich "dem Gefühl der Gefährdung" aus, und siehst die Kinder vermutlich nur die paar Tage vom 8.6. bis zum "Meldetermin" bei der SL. Das ist auch für die Kinder m.E. nicht "beruhigend".

    1) Herzlichen Glückwunsch!


    2) Die FAQ ist aktualisiert (in der Zwischenüberschrift "FAQs zum Hygieneplan Corona" ist der 22.5. genannt) - und dort steht immer noch


    "Welche Regelungen gelten für Schwangere?

    Schwangerschaft ist nicht mit einem erhöhten Risiko verbunden. Wenn sich aber gleichwohl schwangere Lehrerinnen aus Sorge um die eigene oder die Gesundheit des ungeborenen Kindes außer Stande sehen, im Präsenzunterricht eingesetzt zu werden, dann sollen Schulleitungen hierauf nicht bestehen. Für schwangere Schülerinnen gilt dies entsprechend."


    Im Hygieneplan Corona RLP Version 3 auf Seite 9 aber:

    "Vor diesem Hintergrund können Schwangere derzeit nicht im Präsenzunterricht eingesetzt werden."


    Gemeint ist hiermit vermutlich: Die Schulleitungen können darauf verzichten, Schwangere im Präsenzunterricht einzusetzen. Das Entspricht dann auch den Formulierungen in den beiden vorherigen Hygieneplan-Versionen.

    Die Formulierung ist denkbar ungünstig, weil nicht eindeutig.


    Klar ist: Wenn eine Schwangere dies wünscht, ist sie im Präsenzunterricht nicht einzusetzen.


    Unklar ist: Ist es zulässig, eine Schwangere mit ihrer Zustimmung im Präsenzunterricht einzusetzen?

    In der Schule komme ich viel besser mit einem Visier zurecht als mit einer Maske, habe aber Bedenken, weil das unten so weit offen ist. Mir kann da niemand genau sagen, ob ich noch zusätzlich eine Maske tragen muss(in der Schule - Lehrer haben MNS-Pflicht, Schüler auf den Gängen und im Pausenhof), weiß das hier jemand? Geht Visier alternativ zu MNS oder braucht man den zusätzlich?

    In RLP reicht ein Visier nicht.

    "Bei Gesichtsvisieren besteht keine Barriere gegen den Tröpfchenauswurf, weil diese Visiere unten und seitlich so weit geöffnet sind, dass die Tröpfchen und Aerosole durch das Visier nur abgelenkt, aber nicht zurückgehalten werden. Gesichtsvisiere werden daher nicht als geeignete Mund-Nasen-Bedeckung angesehen."


    Quelle: Corona-FAQ Schulen RLP ("Was ist mit alternativen bisher nicht benannten Schutzmöglichkeiten ...")

    In den letzten sieben Tagen gab es und Deutschland etwa 4500 Infektionsfälle.

    Rein statistisch dürften etwa 40 Personen darunter sein, die als Lehrer arbeiten und etwa 100-200 Schüler in der Altersgruppe einer weiterführenden Schule, wenn ich mal jüngere Kinder wegen des unklaren Infektionsrisikos außen vor lasse.

    Hoffentlich hast du das auch mit der Altersverteilung https://de.statista.com/statis…chland-nach-altersgruppe/ gewichtet. Und dann noch korrigiert, das Lehrerkräfte aus den Risikogruppen mit einer geringer Wahrscheinlichkeit in der Schule anzutreffen sind. Und ...

    Rein statistisch passen 4 SuS und 2 LK an einer Schule vermutlich nicht ins Bild.

    Mich interessieren eher so fragen wie: Wie lange / bei welchen "Zahlen" lässt man den Schulbetrieb weiterlaufen? Werden Lerngruppen oder "ganze Schulen" in Quarantäne geschickte etc.

    In der FAQ zum Unterrichtsbetrieb an Bayerns Schulen (https://www.km.bayern.de/allge…b-an-bayerns-schulen.html) steht


    "Bei Auftreten von Erkältungs- bzw. respiratorischen Symptomen ist stets die Schulleitung zu informieren, die den Sachverhalt umgehend dem zuständigen Gesundheitsamt meldet. Dieses trifft ggf. in Absprache mit der Schulleitung die weiteren Maßnahmen (z. B. Ausschluss einzelner Schülerinnen und Schüler vom Unterricht, Ausschluss eines Klassenverbands vom Unterricht, Information von Erziehungsberechtigten und volljährigen Schülerinnen und Schülern), die von den Schulleitungen umzusetzen sind."


    -> Der Ball ist beim Gesundheitsamt, _wenn_ der Fall "Auftreten von Symptomen" eintritt.

    Ich würde mich hier nicht auf ein "vorher abgesprochenes Verfahren" einlassen. Wenn der Fall Eintritt, soll jemand vom G-Amt den Kopf dafür hinhalten.

    Da ich kommendes Schuljahr eine 1 bekomme, habe ich da aktuell schon einiges zu tun - natürlich schwer ohne Internet was vorzubereiten 😅 ...

    Versteh ich jetzt nicht. Setzt ihr die kleinen direkt in der 1ten Stunden vor einen Rechner?

    Bei deiner Stunden-Aufstellung ist mir nicht klar, was Zeit- und was Unterrichtsstunden sind. Ist bei "Ich unterrichte 8 Stunden" Zeit- oder Schul- (die bei euch von 40 Minuten dauern) gemeint.

    Wenn du im Schnitt 36 Zeitstunden pro Woche arbeitest (und damit mehr als 6 Std pro Tag und die Zeiten "am Stück" verplant sind (Von der Stunde direkt zur WC-Aufsicht etc. ) müsste es eigentlich auch noch eine Pausenzeit von 30 Minuten geben.

    Die Präsenzzeiten mit verpflichtender Anwesenheit sind kritisch zu sehen (mag aber auch Bundeslandabhängig sein). Da hilft eine Gewerkschaft. Es gibt durchaus welche die (erfolgreich) Argumentieren, dies sei dann wie Unterrichtsstunden zu zählen. Zwei Zeitstunden sind bei euch dann 3 Unterrrichtsstunden pro Tag, also 15 pro Woche. Wenn die "Ich unterrrichte 8 Stunden" auch Zeitstunden also 12 Unterrichtsstunden, bis zu bei 27 Unterrichtsstunden. Da ist dann nicht mehr viel Luft für andere Aufgaben.

    Ja, natürlich gibt es dafür eine Quelle, die hier auch schon sicher 5 x verlinkt wurde:


    Euromomo


    Ich würde vorschlagen, Du guckst Dir mal ein bisschen an, was in diesem Thread schon gelaufen ist, bevor Du weiter so pampig daherkommst.

    Das war nicht pampig gemeint, das war eine ernsthafte Frage.

    Die Suchmaschine liefer für diesen Thread übrigens (ohne deinen oben zitierten Beitrag) erst 4 mal Euromomo.

    Welche Länder, welchen Alterklasse hast du betrachtet?

    Ich beobachte schon seit ein paar Tagen was Interessantes: In den internationalen Sterbestatistiken schlägt die Kurve in einigen Ländern nach unten durch, d. h. infolge des Lockdowns sterben nun deutlich weniger Menschen als im statistischen Mittel. Wenn sich dieser Trend manifestiert, dann sollten wir doch dringend mal überdenken, wie wir eigentlich jenseits von Corona grundsätzlich mit unseren alten Leuten umgehen. Für mich zeigen sich durch Corona vor allem ganz krasse Missstände in der Altenpflege. Nicht dass man nicht vorher schon gewusst hätte, dass es die gibt, aber jetzt sterben halt massenhaft Leute dran.

    Alternativhypothese:

    Sehr geschwächte Personen mit (auch ohne Corona schon) hoher Sterbewahrscheinlichkeit sind nun - mit Corona - bereits tot.

    Kannst du eine Quelle für die internationalen Sterbestatistiken angeben? Umfassen sie mehrer Jahre? (Ich hab keine Ahnung, ob und in welchem Maße es da "natürliches Jahresgänge" oder gibt und was an jährlichen Abweichungen da so normal ist.)

    Häh? Überleg Dir mal, welche Anteil Schulkinder an der Gesamtbevölkerung haben. Da ist 18 % ne ganze Menge. Zumal die dann immer noch Gelegenheit haben, zu Hause Viren zu verbreiten. Das ist aber die ganze Zeit über auch bezüglich Corona schon ein Argument, dass Schulschliessungen alleine gar nicht wirksam sein *können* weil damit kein genügend grosser Teil der Bevölkerung aus dem Verkehr gezogen ist bzw sich dieser Teil der Bevölkerung dann einfach anderswo als in Schulen wieder trifft.

    Hmm... da guck ich lieber nach.

    Die Studie basiert auf Daten aus Frankreich, die seit 1984 gesammelt wurden.

    Mit der Grafik (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Francepop.svg) von 5 bis 19 ca 12 Millionen Schulkinder, wann die Vorschule in Frankreich losgeht weiß ich nicht, aber laut Wikipedia wird sie von 97% der Kinder besucht. Macht bei 66 Millionen Einwohner .... 18% Schulkinder-Anteil an der Gesamtbevölkerung.

    Es geht ja um die Aussage "Bei Grippe ist es aber erwiesenermaßen so, dass Schulen sehr stark zur Verbreitung beitragen".


    Ich stelle nicht in Frage, dass Schulen stark zur Verbreitung von Grippe beitragen. Ich habe dazu noch keine Meinung.

    Bisher habe ich dazu aber nicht mehr als _eine_ Studie gefunden. Daten auf Frankreich. Untersucht wurde, inwiefern die Schulferien den Grippeverlauf beeinflusst haben. Gut. Aber eben nur _eine_ Studie. "Haben andere Forschungsgruppen vergleichbares herausgefunden" halte ich für eine berechtigte Frage.


    Edit: Was gefunden ... https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4022492/ ... lese ...

    Google fragen?

    Hab ich gemacht.

    "Die Schulen zu schließen, würde somit die Zahl der Neuinfektionen um 16 bis 18 % senken."

    (Influenza, Frankreich, Modell)

    Quelle: "https://www.aerzteblatt.de/archiv/61311/Influenza-Schliessung-von-Schulen-zur-Eindaemmung-der-Infektionen"

    Unter "sehr stark zur Verbreitung beitragen" stell ich mir mehr vor.

    Ich hätte gerne wirklich sowas wie einen Fachartikel, kein Interview.

    Aus dem Hygieneplan-Corona RLP, (Seite 6) der sich aber auf das RKI beruft:


    "Im Gegensatz zur Reinigung wird eine routinemäßige Flächendesinfektion in Schulen auch in der jetzigen COVID-Pandemie durch das RKI nicht empfohlen. Hier ist die angemessene Reinigung völlig ausreichend.

    Wird eine Desinfektion im Einzelfall als notwendig erachtet, so sollte diese generell als Wischdesinfektion mit einer kalten Lösung durchgeführt werden. Eine Sprühdesinfektion, d.h. die Benetzung der Oberfläche ohne mechanische Einwirkung, ist weniger effektiv und auch aus Arbeitsschutzgründen bedenklich, da Desinfektionsmittel eingeatmet werden können (ebenso bei warmer, evtl. dampfender Desinfektionslösung)."


    Nix "Sprühzeug"

    "Ich gehe davon aus, dass die benannten Putzmitteln "Dezinfektionszeug" enthalten, sonst wäre es albern." Wäre es nicht.

    Simple Blumenspritzer,

    Schlechte Idee.

    Begründung
    Wird eine Desinfektion im Einzelfall als notwendig erachtet, so sollte diese generell als Wischdesinfektion mit einer kalten Lösung durchgeführt werden. Eine Sprühdesinfektion, d.h. die Benetzung der Oberfläche ohne mechanische Einwirkung, ist weniger effektiv und auch aus Arbeitsschutzgründen bedenklich, da Desinfektionsmittel eingeatmet werden können (ebenso bei warmer, evtl. dampfender Desinfektionslösung). Auch Raumbegasungen zur Desinfektion sind hier grundsätzlich nicht angezeigt. Die Einwirkzeit bzw. Benetzungszeit ist zu beachten. Je nach Desinfektionsmittel (wenn getrocknete Reste reizend wirken) ist eine anschließende Grundreinigung erforderlich.

    Quelle: https://corona.rlp.de/fileadmi…en_in_Rheinland-Pfalz.pdf


    Auch:

    https://www.welt.de/regionales…Desinfektionsmitteln.html


    Bitte exzessivem Gebraucht auch MAK-Werte (Isopropanol: 500mg/m³) oder gar Explosionsgrenzwerte beachten.



    (Ja, wir haben den "Luxus", noch Waschbecken in den Klassenräumen zu haben.)

    Wir haben und ausdrücklich _gegen_ Desinfektionsmittel in den Klassen und öffentlichen Bereichen entschieden.

    Wir haben Seife und Handtücher. Das ist das Mittel der Wahl.

    (Eine Desinfektion von "dreckigen" Händen ist z.B. wenig Sinnvoll, weil das Desinfektionsmittel den Dreck ja nicht abspült,

    sondern auf der Haut verdunstet. Keime, welche sich unter Dreck "verstecken", bleiben so erhalten.)

    17 Personen in einer Turnhalle...

    Gab es ein Verbot, Maske zu tragen? Oder hättest du die anderen auch vor dir schützen dürfen?

    Wenn du "Maske" unter den gegebenen Umständen für Sinnvoll hältst, liegt es doch in _deiner_ Verantwortung, sie zu fragen. Brauchst du dafür eine Vorschrift?

    Desinfektionsmittel:

    Händewaschen in das Mittel der Wahl.

    Für die Schulöffnung gestalten wir die Wege so, dass wenig nicht angefasst werden muss. (Türen mit Keilen aufstellen, Kaffeeautomat aus. Der Kopierer muss halt ab und zu mal abgewischt werden.

    Auch da: Hättest du dir nicht D-Mittel mitbringen können?


    Wenn die Konferenz "wichtig" war, hätte ich da überhaupt kein Problem mit gehabt.

    Stadtratssitzungen o.Ä. finden unter ähnlichen Bedingungen statt.

    Maskenpflicht beim Einkaufen und keine Maskenpflicht im Unterricht ist ein Witz.

    Beim Einkaufen spricht man nicht oder minimalst, im Unterricht wird ständig gesprochen. Anders herum würde ein Schuh daraus!

    Bei einer Infektion in einer Unterrichtsgruppe sind die Kontaktpersonen sehr leicht nachzuverfolgen.

    Das gelingt bei Personen, welchen Kunden im gleichen Supermarkt waren, nicht so leicht.

    Rheinland-Pfalz:


    In RLP heißt es in den Pressemitteilung Sinngemäß "Pflicht im ÖPNV und beim Einkaufen". (Quelle: https://corona.rlp.de/de/aktue…uetze-dich-du-schuetzt-m/ )

    Hat schon jemand einen offiziellen Rechtstext (Allgemeinverfügung oder so... ) gesehen?

    Es gibt (für andere Bundesländer) auch Formulierungen die "öffentliche Gebäude" einschließen etc.



    Im Hygieneplan-Corona für Schulen in Rheinland-Pfalz Seite 4 (der ist allerdings von gestern (21.4.20) , also vor der heutigen Mitteilung der Landesregierung) heißt es:

    "Diese Masken sollten zumindest in den Pausen und bei der Schülerbeförderung getragen werden. Dies darf aber nicht dazu führen, dass der Abstand unnötigerweise verringert wird. Im Unterricht ist das Tragen von Masken bei gewährleistetem Sicherheitsabstand nicht erforderlich."


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