Ich bin Alleinverdiener und ohne Zweitjob könnte ich mir für meine Familien keinen längeren Urlaub leisten. Ein höhere bzw. einfach eine angemessene Besoldung die mit der Inflation mithält würde einige Probleme lösen.
Naja gut, wenn man gleich mehrere Familien durchzubringen hat wirds mit einem Gehalt schwierig, ich gehe aber eher von einem Schreibfehler aus?! ![]()
Aber mal im Ernst: Als A13er in Stufe 7(also sehr niedrig angesetzt) hast du mit zwei Kindern aktuell ziemlich genau 4k€ netto raus, dazu kommt noch 2x Kindergeld. Abzüglich 30% PKV für dich und 2x20% für die Kids sollten doch 4k€ netto relativ realsistisch sein.
Wie zur Hölle kommt man damit nicht aus? Ich kenne kaum Personen im Freundeskreis mit unserem Nettogehalt oder mehr und die können sich obengenanntes leisten. Und wir sind alle so um Anfang 30.
Eine Sache ist aber klar: Wir im öD werden zu den Verlierern der nächsten Jahre gehören. Ich rechne nicht damit, dass die Inflation in den kommenden Jahren unter 4% fällt. Diese 4% p.a. werden nie und nimmer über Tariferhöhungen ausgeglichen werden, was zu Reallohnverlusten führen wird. Mich macht diese Tatsache auch wütend und ich habe mich gefragt, ob ich in die Privatwirtschaft wechseln soll (bin Physiker und hab vor wenigen Jahren einen Seiteneinstieg gemacht): Ich habe mich dagegen entschieden und passe jetzt meine Arbeitsleistung dementsprechend an. Sämtliche Tätigkeiten, die zwar "nett", aber nicht zwingend erforderlich sind habe ich eingestellt. Auch fehle ich hier und da mal bei einer unsinnigen Konferenz, wofür ich ansonsten extra zur Schule fahren müsste. Soll der Staat sich doch einen Ast über die Inflation abfreuen und daran durch gesteigerte Steuereinnahmen, die kalte Progression und die Entwertung der Schulden auf unsere Kosten profitieren, mein Motto lautet aktuell: "pay bananas, get monkeys".