Beiträge von Moebius

    Auch der Sinneswandel in der deutschen Gesellschaft, die 1938 noch in großen Teilen gejubelt hat, als die Wehrmacht die ersten Nachbarstaaten ohne großen Wiederstände überrollt hat, kam nicht von selbst sondern wurde dadurch erzwungen, dass die Konsequenzen des verbrecherischen Krieges für die Leute in Form von Millionen toten Soldaten und zerbombten Städten unübersehbar wurden. Und der Holocaust wurde auch danach von weiten Teilen der Bevölkerung und Politik noch lange ignoriert oder verharmlost und es hat noch einmal 10-20 Jahre gedauert, bevor eine ernsthafte Auseinandersetzung mit den Verbrechen der Nazi-Herrschaft stattgefunden hat.

    Die Hoffnung, das in der Breite der russischen Bevölkerung in absehbarer Zeit ein Sinneswandel "einfach so" eintreten wird, ist völlig illusorisch. Das wird nur passieren, wenn der Leidensdruck ähnlich hoch wird, wie in Deutschland 45. Der Unterschied ist, dass man das in diesem Fall nicht militärisch erreichen wird, da kann man maximal den Versuch der Eroberung der Nachbarländer stoppen, das wird aber nicht reichen. Es geht langfristig nur über wirtschaftlichen Druck.

    Schulbuchverlag,

    Texter,

    ...

    Privatdozent/VHS-Kursleiter/IHK

    Das ist alles brotlose Kunst.

    ich habe selbst schon einige Sachen veröffentlicht und kenne auch viele Kollegen, die das gemacht haben, bei ehrlicher Rechnung kommt nirgendwo ein auch nur annähernd zweistelliger Stundenlohn raus. Man macht es halt, weil man sich grundsätzlich für das Thema interessiert und weil es sich im Lebenslauf ganz gut macht und wenn man die Strukturen durchschaut hat, macht man es irgendwann nicht mehr.

    Bekommst du auch die Erlaubnis deines Dienstvorgesetzten?

    In vielen Bundesländern gibt es keine "Erlaubnis" mehr, nur noch eine Meldung und ggf, eine Untersagung, die aber aber auch nur ausgesprochen werden kann, wen ein Untersagungsgrund vorliegt. Dort, wo es noch die Genehmigungspflicht gibt, kann die auch nichts so einfach nach Nasenfaktor verweigert werden.

    Kurz: Nebentätigkeiten sind immer möglich, so lange es keinen objektiven Konflikt mit der Haupttätigkeit gibt un der zeitliche Rahmen gewahrt bleibt.

    Wenn du noch fit im Programmieren bist, wirst du mit allem, was du sonst noch so ohne besondere Qualifikation machen kannst, sicher nicht annähernd das gleiche Geld verdienen. Also bleib dabei, wenn es um's Geld geht.

    Deswegen haben die Schulleitungen diese Informationen jetzt per Dienstmail erhalten.

    Für rechtliche Bewertung sind Juristen und letztlich Gerichte zuständig. Die übergeordneten Dienstbehörden der Schulen können auch nur ihre jeweilige Interpretation davon kommunizieren, die oft genug falsch und vor allem bei jeder regionalen Abteilung anders ist. Für die nachgeordneten Schulen ist sie natürlich verbindlich. Für andere nicht.

    Bei uns gilt eine generelle Attestpflicht bei Fehlen bei Klausuren, auch "abgesegnet" von der zuständigen Behörde, ob das bei anderen auch möglich ist, muss im Zweifelsfall jeder selber rausfinden. Zu allem Überfluss können die Interpretationen sich natürlich auch ändern, wenn sich verantwortliches Personal ändert.

    Der rechtlichen Spielraum der Lehrkräfte und Schulen schon präventiv ein zu schränken, ist oft ein Zeichen eigener Unsicherheit. Meiner Erfahrung nach treten besonders die Entscheidungsträger nach unten hin besonders restriktiv auf, die das Gefühl haben, ständig ihre Kompetenz beweisen zu müssen (weil es gute Gründe gibt, an selbiger zu zweifeln).

    Ich diskutiere ja über vieles, "die Ukraine ist auch Kriegstreiber" ist in meinen Augen aber nichts anderes als "wenn Frauen vergewaltigt werden, liegt es vielleicht an ihrer freizügigen Kleidung", da gibt es nichts mehr zu diskutieren.

    In meinen Augen wünscht sich Fachinformatiker schlicht sein bequemes Leben zurück - billiges Gas, niedrige Inflationsraten, etc.

    Froh oder nicht, dass hier ist ein privat betriebenes Angebot, das von einer Einzelperson aufgebaut wurde und finanziert wird. Diese Privatperson hat Regeln aufgestellt und eine Hand voll Leute damit beauftragt, sich um deren Einhaltung zu kümmern.

    In Anbetracht, zweier extrem schwieriger Randbedingungen (1. Drei Jahre Corona 2. Lehrer als Kundschaft) läuft es in diesem Forum nach meinem empfinden ziemlich gut. Ich hatte mit auch schon Situationen, in denen ich mit der Moderation persönlich nicht einverstanden war, das gibt mir aber nicht das Recht, das System als ganzes zu hinterfragen, ich bin hier nur "Kunde" und kann mich verabschieden, wenn es mir nicht mehr passt. Ganz nebenbei sollte man durchaus erkennen, dass der Frosch hier gefühlt 2/3 der Moderationsarbeit macht. Ich glaube, dass diese Forum relativ schnell geschlossen werden würde, wenn er sich verabschiedet. Und ich glaube, dass dem Betreiber das auch durchaus bewusst ist.

    Sogar Kissinger fordert mit fast 100 Jahren Friedensgespräche mit Russland, was von der Ukraine abgelehnt wird.

    Realität: der Ukrainische Außenminister hat gestern vorgeschlagen, dass man im Februar unter Vermittlung der UN zu Friedensgesprächen zusammen kommt, sein russischer Gegenpart Lavrov hat das abgelehnt, Russland ist nicht zu Friedensverhandlungen bereit, so lange die Ukraine nicht die russischen Forderungen nach "Entnazifizierung" und Anerkennung der annektierten Gebiete erfüllt.

    Der Gaspreis für Neuabschlüsse ist für Endverbraucher in den letzten Monaten nach einem Hoch im Sommer bereits deutlich gefallen, es ist nur so, dass die meisten immer noch günstigere Verträge von vorher haben, weil die Beschaffung eben langfristig vertraglich gesichert ist und sehr träge auf die Veränderung des Börsenpreises reagiert.

    Aktuell kriegt man Neuverträge um 17 ct/kWh (da ist die Grundversorgung meist günstiger). Im Sommer lagen wir in der Spitze bei über 30 ct/kWh, vor einem Jahr waren noch 6 ct/kWh normal. Der Einkaufspreis für kurzfristige Käufe am Spot-Markt liegt aktuell bei 8 ct/kWh.

    Trotzdem ist der Preisrückgang für uns relevant, weil er bei industriellen Großverbrauchern schneller zum tragen kommt und wirtschaftlich damit einiges an Druck raus geht.

    Außerdem: es ist absehbar, dass der Gaspreis im Frühjahr wieder unter den Preisdeckel rutschen wird. Auch das ist für uns alle eine gute Nachricht, weil damit massive Belastung für den Staatshaushalt weg fallen.

    Das Gas in den Speichern gehört weder Deutschland, noch der Gasspeicherbetreiberfirma, sondern denjenigen, die den Speicherplatz dort anmieten und ensprechend befüllen.

    Besitzer der Speicher, Importeur von Gas und Nutzer des Speicherplatzes ist im wesentlichen Uniper und damit aktuell wir alle, denn die sind inzwischen verstaatlicht.

    Der Gasmarkt funktioniert im Übrigen über ein Verbundnetz, genau wie der Elektrizitätsmarkt. Die Zuordnungen einzelner Mengen zu "Besitzern" geschieht mathematisch aber nicht real. Es ist faktisch gar nicht möglich zu sagen, dass jetzt nur noch Kunden von x Gas bekommen und die von y nicht mehr. Wenn die letzten 20% im Speicher Frankreich gehören, kann man auch nicht sagen "die gehen jetzt nach Frankreich und dürfen von deutschen Nutzern nicht verbraucht werden". Um zu verhindern, dass jemand Gas entnimmt, muss der Druck aus dem Netz, dann kann aber niemand mehr Gas entnehmen und es kann auch nichts weiter geleitet werden.

    Als Lehrkraft wird man permanent angesprochen, ob man als Interviewpartner für irgendwelche Forschungsarbeiten oder für irgendwelche Umfragen zur Verfügung steht. Die Motivation zur Teilnahme ist bei mir persönlich dabei inzwischen ziemlich gering, da ich schon oft genug erlebt habe, dass die Sachem methodisch absolut unausgereift waren, oder Ergebnisse dann später völlig aus dem Kontext gerissen veröffentlicht wurden.

    Wenn du Beteiligung willst, plane deine Forschungsarbeit vernünftig und beherrsche deine Methodik. Dazu gehört vor allem, dass man nicht immer auf die simpelste Methode "Ich führe mal ein paar Interviews setzt". Die wichtigste Frage für Forschung ist, wie man an valide und aussagekräftige Daten kommt. Interviews sind meist nur Blabla, aus dem sich der "Forschende" am Ende das raussucht, was ihm am besten passt.

    Als Lehrer/Beamter darfst du praktisch gar kein Geschenke annehmen.

    Das stört mich persönlich auch nicht.

    Wertschätzung der Beschäftigten sollte auch nicht in erster Linie von den "Kunden" kommen, sondern vom Arbeitgeber.

    Darf ich mich mal einklinken: ist es denn Usus dass dann bei Abordnungen etc fiktive Beurteilungen geschrieben werden von der Stelle, an die man abgeordnet ist? Und sind diese Gutachten dann überhaupt vergleichbar? Oder kommt eh der/diejenige mit dem Standardgutachten aus der Schule zum Zuge?

    Es geht nicht um Usus, es ist im Beamtenrecht geregelt, wer für das Schreiben einer dienstlichen Beurteilung zuständig ist, in der Regel der Leiter der Dienststelle, der du dienstrechtlich zugeordnet bist (umgangssprachlich "Stammschule"). Das ändert sich auch erst mal nicht, wenn du da zB aufgrund von Abordnungen faktisch 0% deiner Arbeitszeit verbringst.

    Gutachten sind auch nicht fiktiv, sie erfolgen auf Basis der Daten, die erhoben werden können und das sind halt weniger, wenn du an der Dienststelle 0% präsent bist. Das darf aber niemanden benachteiligen. Entscheidend ist für die Besetzung denn die die Beurteilungsstufe, unabhängig davon, wie das Gutachten erstellt wurde.

    Der französische Präsident faselt also und der Begriff Verhandlung muss erst definiert werden. Wird immer spannender....

    Nein, du verdrehst die Aussage, so dass sie besser zu deinem Standpunkt passt, obwohl sie im exakten Gegensatz dazu steht.

    Natürlich wird es irgendwann mal am Ende dieses Konfliktes Verhandlungen geben. Das ist aber etwas anderes, als jetzt die Ukraine zu Verhandlungen aufzurufen (gerne auch verbunden mit "keine weiteren Waffen") und damit natürlich zu implizieren, dass die Ukraine auch Gebietsverluste und Bedingungen der Russen akzeptieren muss.

    Und jetzt ist es irgendwann auch mal gut.

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