Beiträge von Palim

    Und das steht als Feiertag im Kalender und wird groß gefeiert?

    Ich kenne Menschen, die zuerst zur Osternacht gehen (also katholisch), danach dann noch am Abend miteinander bewusst mit Alkohol anstoßen und sich „Frohe Ostern“ wünschen.

    Man muss das Fasten aber nicht bewusst an Ostern brechen, sondern kann es noch eine Weile beibehalten, bis es sich im Alltag doch wieder einschleicht.

    Mir gefallen auch Vorsätze oder Aktionen, wo man nicht verzichtet, sondern aktiv etwas umsetzt.

    Es gibt z.B. in diesem Jahr „klimafasten“ oder „7Wochen ohne Härte“, in beiden Religionen ist es eine Zeit der inneren Einkehr.

    Das hatte ich geschrieben,

    hier die Links

    „Klimafasten“ ist die diesjährige Aktion von Misereor und Brot für die Welt,

    https://www.ekhn.de/themen/fasten-…AiAAEgKhXvD_BwE

    „7 Wochen ohne Härte“ eine Aktuon der evangelischen Kirche Deutschlands

    https://www.ekhn.de/themen/fasten-…ASAAEgL6J_D_BwE

    Beides also recht bekannte und verbreitete Aktionen, die man zur Fastenzeit nutzen kann, aber nicht muss.

    Misereor hat auch immer eine prominent unterstütze und seit vielen Jahren sehr schön umgesetzte Aktion für Kinder, in diesem Jahr ist das Partnerland Kamerun, das Motto „Hier fängt Zukunft an“

    ——

    Ich kenne Menschen, die das eine oder andere nutzen, andere, die ganz klassisch 7 Wochen auf Alkohol oder Süßigkeiten verzichten.
    Es gibt Menschen, die weitere Angebote der Kirchen in der Fastenzeit besuchen, und andere, die das für sich allein machen.

    Du, möglicherweise, wenn du sagst, Fasten gebe es überall und hätte ja im Kern dieselbe Bedeutung.

    Habe ich nicht, habe ich nun mehrfach dargestellt, aber du kommst nicht umhin, es mir noch einmal zu unterstellen.

    Es ist deine Annahme, Christen würden alles aus ihrer Sicht umdeuten,

    es ist deine Aussage, man würde alles Fasten gleich setzen,

    es ist deine Behauptung, dadurch, dass man Verbindendes bemerkt, würde man Unterschiede negieren,

    es ist deine Bezeichnung, Fasten mit Livestyle gleichzusetzen.

    Indem du es mir unterstellst, das zu glauben oder zu denken, wird es nicht mein Glauben und meine Denkweise, auch nicht, wenn du es mir noch einmal unterstellst.

    Hier beginnst du selbst, Gemeinsamkeiten zu sehen. Derart "Fasten ist irgendwie Verzicht und viele Menschen fasten aus verschiedenen Gründen, das ist doch schön". Für einen überzeugten Moslem mag das aber gar nicht schön klingen, dass du seine tiefe Überzeugung, warum er fastet, damit für ihn quasi zum Lifestyle-Event herabwürdigst.

    Wer setzt hier Fasten mit einem Livestyle-Event gleich oder würdigt es herab?

    Ich habe Fasten nicht mit „irgendwie Verzicht“ betitelt, sondern benannt, dass es beim religiösen Fasten gerade nicht allein um den Verzicht auf Nahrungsmittel geht, es ist ja keine Diät. Immer hat es auch mit der eigenen Person, dem Glauben, der Reflexion, innerer Einkehr oder der Beschäftigung mit Glaubenssätzen zu tun.

    Wenn du darin ein Livestyle-Event sehen willst, kannst du das machen.

    Ich kann mich mit Menschen gleicher und anderer Religion darüber austauschen, Fragen stellen und zumindest versuchen, ihren Glauben ein Stück weit besser kennenzulernen, auch wenn zum Iftar Freunde eingeladen werden oder die christliche Fastenzeit mit „klimafasten“ begangen wird.
    Jeder darf davon so viel erzählen und erklären, wie er oder sie mag.

    Es gibt im Christentum die Möglichkeit, sich den Fastenvorsatz selbst zu wählen, das geht in anderen Religionen nicht, wenn das Fasten genauer vorgeschrieben ist. Es gibt Vorhaben, die ich gut finde (und sinnvoll umgesetzt, was aber ein neues Thema wäre), und andere, bei denen ich selbst den Kopf schüttle, es kann aber für andere Personen genau das Richtige sein.
    Wer das ganze Jahr ohnehin auf etwas Bestimmtes verzichtet, wird dies nicht zum Fastenvorsatz wählen, weil es ja „normal“ ist. Mit Livestyle hat das für mich gar nichts zu tun, auch wenn man seinen Fastenvorsatz sicher für sich persönlich wählt und er damit auch mit dem eigenen Lebensstil in Zusammenhang steht.

    Ein Stopp! gibt es meinerseits immer dann, wenn jemand die allein richtige Weise für sich in Anspruch nimmt und andere darin einschließt bzw. anderes generell ausschließt.

    Dazu gehört in meiner Klasse gerade, dass alle Kinder von anderen Religionen erfahren, in denen gefastet wird. Kinder, die religiös erzogen sind, und Kinder, die damit kaum oder gar nicht damit aufwachsen, obwohl sie sich zu einer Religion zugehörig fühlen. Es gibt nicht nur die eine Religion und auch nicht nur die eine richtige Art und Weise. Christliches Fasten ist nicht muslimisches Fasten, das ist auch nicht der Anspruch, aber es gibt nicht nur das muslimische Fasten, weil das beim Frühstück der Kinder sichtbar ist, oder nur die katholische Fastenzeit mit der Feier der Osternacht in der Messe, die in meiner Region übrigens kaum jemand kennt.

    Wir haben Fastenbrechen? Einladung zu Ostern kenne ich.

    Es gibt durchaus christliche Menschen, die das Ende der Fastenzeit wie ein „Fastenbrechen“ feiern, weil sie sich dann wieder ein alkoholisches Getränk gönnen oder etwas Süßes, auf das sie 7 Wochen verzichtet haben.

    Es gibt Menschen, die nehmen die Sonntage aus, und andere, die ziehen die 7 Wochen durch.

    Wenn man etwas anderes verfolgt (7 Wochen ohne Streit), führt es jedoch nicht dazu, dass man sich dann zum Fastenbrechen richtig zofft.

    Kommen Muslime auch zum Fastenbrechen in der Osternacht, um die Auferstehung Christi zu feiern?

    Du kannst ja die, die du kennst, einladen, so wie die Muslime es auch machen.

    Sie bestellen einen nicht ein, man „soll“ nicht kommen, sondern es ist eine Einladung. Man darf kommen.

    Ich darf auch zur Osternacht in die katholische Kirche gehen, die Feier ist ja öffentlich in einer Kirche. Da wird niemand abgewiesen. Ich kann es mir auch erzählen oder erklären lassen, aber das ist etwas anderes, als eingeladen zu sein.

    In anderen Gemeinden ist es keine Osternacht, sondern ein frühes Frühstück, da kann man auch jemanden einladen, klar.

    Und wenn die Muslime kommen, dann freuen sie sich mit, sie wissen von meiner Religion. Darum erwarte ich nicht, dass sie die Auferstehung Jesu feiern, sondern dass sie zu einer Feier meiner Religion kommen.

    Ich war neulich im Schulumfeld bei einer anderen Religion bei einer öffentlichen Feier, die Einladungen werden vorab auch mit uns (als Schule oder Lehrkräfte der Kinder) geteilt. Manches weiß ich, anderes nicht, aber es haben sich sehr viele gefreut, dass Menschen anderer Religion ihrer Einladung gefolgt sind, Interesse zeigen und dabei sind.
    Diese Religion öffnet sich in den vergangenen 20 Jahren immer mehr nach außen. Von „Niemand soll es wissen“ wandelt es sich zu „wir erzählen von uns“, das macht es für andere offener und verständlicher, sie schotten sich nicht ab, sondern laden immer wieder ein. Gerade das bewirkt eine Verbundenheit, die ich besonders wichtig finde, um Vielfalt zu unterstützen und nicht zu erwarten, dass nur das eine richtig ist und alles andere hier nicht her gehöre oder dazu gehöre. Doch, es gehört dazu. Es hat viele Jahre gebraucht, bis es sichtbarer wurde, ich verstehe die Vorsicht, aber ich bin froh, dass sie es jetzt wagen (können und mögen), ihren Glauben mitzuteilen und ihre Feste zu teilen. Wenn man früher fragte, bekam man eher eine ausweichende Antwort, wenn ich jetzt frage, bekomme ich eine Erklärung und Dankbarkeit für das Interesse.

    Wenn ich zu einer Feier dieser Religion gehe, erwartet niemand, dass ich meine Religion aufgebe.

    Plattenspieler
    Lädst du die Menschen aus deinem Umfeld ein und teilst mit ihnen deine Feiern und das, was dich bewegt?

    Mit Einladungen zum Fastenbrechen gelingt ein Miteinander und ein Dialog zwischen Menschen unterschiedlicher Religionen.

    https://www.ndr.de/nachrichten/ni…eburg-1230.html

    Darum negiert man nicht die Unterschiede, man tritt nicht zur anderen Religion über, man spielt nicht die Religion anderer nach, aber man ist dabei, erfährt von anderen und über andere.

    Damit wird es für mich ein „wir“ und kein „die anderen“, es schafft Verbindung, ohne sich gleich machen zu müssen, man weiß ein bisschen mehr voneinander und das ist gut und unterstützenswert.

    Meine Erfahrung ist, dass die Akten in den Grundschulen diesbezüglich weitgehend leer sind

    Die Akten sind nicht leer, sie müssen gereinigt bereinigt weitergegeben werden.
    Das bedeutet, dass z.B. bei uns, dass nur Stammblatt, Zeugnisse und Beratungsprotokoll weitergegeben dürfen, alles andere nicht.

    Selbst wenn diverse KK / Ordnungsmaßnahmen stattgefunden haben, geht das dann ggf. noch aus dem Sozialverhalten im Zeugnis hervor, das nicht gut ist, die konkreten Maßnahmen aber nicht.

    Das ist jedoch - neben der Nahrungseinschränkung - die einzige Gemeinsamkeit.

    Nein, es gibt weit mehr Gemeinsamkeiten …

    … und beim Fasten geht es auch nicht allein um den Verzicht von Nahrung.

    Es gibt z.B. in diesem Jahr „klimafasten“ oder „7Wochen ohne Härte“, in beiden Religionen ist es eine Zeit der inneren Einkehr.

    Grundversorgung in NDS sind 2 Std. pro Klasse pro Woche, die nicht gewährt werden, weil Lehrkräfte fehlen.

    „Inklusion“ muss an vielen Stellen ohne weiteres Personal auskommen, weil keines da ist.

    Ich führe gerade Gespräche mit Eltern, deren Kinder im Sommer zur Schule kommen werden, alle Kinder sind schon jetzt i-Kinder, haben Förderung bekommen. Das ändert aber nichts an den Ressourcen in den Schulen, die Förderung kann nicht aufrecht erhalten werden, weil nicht einmal die winzige Grundversorgung ausgestattet werden kann. Das hat mit einer Bevorzugung bestimmter Kinder oder Familien gar nichts zu tun.

    Ich verstehe, dass Familien eine andere Vorstellung von Inklusion haben, die habe ich auch, aber dies trifft in der Realität nicht zu. Die Familien sind enttäuscht, das gilt aber für alle Familien. Keine der Familien ist dafür verantwortlich (zu machen), das das eigene Kind oder ein anderes Kind zu wenig Förderung bekommt.

    aber bis zur 8. Klasse ist ein digitales Gerät quatsch.

    Vielleicht solltest du dir anschauen, wozu die Geräte genutzt werden und wann und wo sie eingesetzt werden.
    Ich bin dankbar für die Möglichkeiten, Tablets einsetzen zu können, für 2 Kinder benötige ich sie fast täglich (Inklusion), für 3 weitere nicht mehr so oft (DaZ), ab und an für die ganze Klasse.

    Ich wüsste nicht, dass die Kinder nebenbei etwas anderes machen, dafür ist der Unterricht zu gelenkt.

    Viel heftiger finde ich die privaten Möglichkeiten, die weit über die FSK-Empfehlungen oder Richtlinien der sozialen Medien hinaus gehen.

    Davon abgesehen frage ich mich, welche Vorstellung du vom Unterricht und der. Ermittlung von lesen, schreiben und rechnen hast.

    Das ist aber auch krass. Grundsätzlich nicht?

    Doch, ab mehr als 180 Schüler:innen, die man über Jahre halten muss.

    Das ist aber in den zumeist 2-zügigen Grundschulen (kurze Beine, kurze Wege) nicht möglich, entsprechend haben viele Schulen nur die eine SL-Stelle, alles andere wird intern verteilt ohne Posten und nahezu ohne Entlastung (wird auch nach Anzahl der Schüler:innen gewährt, allerdings mit Faktor, der bei kleinen Kindern ganz klein ausfällt).

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