Ihr Lieben! Mal ein kleines update zu der Situation. Ich war mittlerweile zu einem Nachgespräch zur Revision eingeladen auf die ich motiviert wurde weiter zu machen. Ich weiß auch aus anderen Quellen dass in den Verfahren in denen ich drin war A15er waren - ich hatte also eigentlich von vorn herein fast keine Chance. Ich habe im Gespräch mit dem Dez. explizit darauf hingewiesen, dass ich nicht "verbrannt" werden möchte. Mir wurde gesagt "ich kann Ihnen ein Weg aufzeigen wie ich Sie persönlich in Ihrer Entwicklung begleiten kann, Sie müssen aber bereit sein Ihre Schule zu verlassen". Ich wäre "einfach nicht nicht so weit". Daraufhin fragte Der Dez. wie es mir denn an meiner jetzigen Schule noch ginge. Ich sagte, wie es auch so ist - mit der Situation die danach entsteht, als man sich "auf den Weg" woanders hin gemacht hat und doch nicht geht - hatte ich mich nicht eingestellt. Für die Kollegen scheint es trotzdem so zu sein als ob man auf dem Weg raus sei. Ich bekam 3 Tage Frist mich zu entscheiden ob ich mir eine Versetzung an eine von 2 bestimmten Schulen vorstellen könne. Ich habe entschieden den Weg zu gehen und meine Bereitschaft dazu geschrieben. Der Dez. rief dann bei meiner SL an, die ihm dann sagte das geht so nicht - ich sie unersetzbar für die Schule. Daraufhin bat mich der Dez. darüber nachzudenken einen normalen Versetzungsantrag zu stellen. Dies hab ich getan - meine SL war darüber sehr enttäuscht. Ich bin entsprechend momentan völlig im "freischwebenden" Raum und weiß eigentlich gar nicht mehr ein oder aus. Eure Meinung hierzu würde mich sehr interessieren.... Danke für die Hinweise die ihr mir bislang gegeben habt!
Meines Erachtens ist das Teil des "Spiels", das man wahlweise mitspielen oder es lassen kann. Letzteres führt in der Regel zum Ende der Karriere, es sei denn, man versucht über andere Wege das Spiel im Rahmen der vorgegebenen Regel mitzuspielen, aber die für einen selbst günstigen Regeln quasi "auszunutzen".
Zur konkreten Situation selbst: Der Dezernent ist ja nicht allmächtig und müsste sich im Falle einer von ihm angedachten Versetzung mit den Personalern auseinandersetzen - gerade, wenn die Schulleitung sagt, dass sie Dich nicht entbehren kann. Bis der vom Dezernenten erwähnte Versetzungsantrag durch ist, können im schlimmsten Fall fünf Jahre vergehen. Ich würde Dir empfehlen, die gegenwärtigen Optionen und Konsequenzen genau zu überdenken und dann eine Entscheidung zu treffen, die Du konsequent durchziehst. Du wirst womöglich Porzellan zerschlagen, Schulleitung oder Kollegen verärgern, aber das darf Dir in dem Moment, wo Du ein Ziel hast und Dich auf den Weg gemacht hast, nichts ausmachen.
Ich habe mich mit meinen Kolleginnen und Kollegen an meiner alten Schule gut verstanden, es sind Freundschaften entstanden und ich hatte die eine oder andere Nische für mich, in der ich mich "ausleben" konnte. Da ich mir aber nicht vorstellen konnte, das die nächsten 25 Jahre ohne Weiterentwicklung zu machen und die Schulleitung mit letztlich keine Perspektive eröffnen konnte (oder wollte), musste ich für mich eine Entscheidung treffen, ob ich so weitermachen möchte oder ob ich aus diesem System gewissermaßen ausbreche, allerdings ohne das System gänzlich zu verlassen. Ich hatte großes Glück und die jetzige Arbeit macht mir Spaß und erfüllt mich, wenngleich auf andere Art und Weise. Gleichzeitig habe ich die Möglichkeit, mir andere Perspektiven zu erarbeiten.
Entscheidend ist also das, was DU willst.