Als Fachlehrer ganz andere Unterrichtsweise als Klassenlehrer

  • War mir grad nicht sicher, wie ich den Thread nennen soll... klingt irgendwie wirr, bin ich derzeit auch...
    Ich stoße gerade an meine Grenzen und brauche einen Rat bzw. wollte eure Erfahrungen hören bzw. didaktischen Konzepte diesbezüglich...


    Ich bin seit einem halben Jahr Fachlehrerin in einer 3. Klasse. Nun haben die KL und ich eher gegensätzliche Vorstellungen von Unterricht bzw. organisieren diesen anders und haben unterschiedliche Erwartungen: So haben die Kids mit wenig bis keinerlei Konsquenzen zu rechnen, wenn hausaufgaben nicht gemacht werden, wenn die Klassenregln nicht eingehalten werden, wenn Unterrichtsstörungen eintreten, wenn sie sich nicht an Anweisungen / Absprachen gehalten wird. Kurzun: Es ist chaotisch, kaum ein "normales" Arbeiten möglich, die Kids (und Eltern) nehmen sich Sachen raus, die (auch aus Sicht der Kollegen) nicht in Ordnung sind. Die Klasse ist weit im Stoff hinterher, so dass ich zwar nicht unbedingt "pauken" , aber doch etwas anziehen möchte, denn sonst kommen wir im 4. Schuljahr arg ins Schwimmen. Da die Kollegin eher einen offenen Unterrciht verfolgt, in dem die Kinder aber machen was sie wollen (nämlich nix), bin ich in der Bredouille, da ich streng und unbeliebt bin und Hausaufgaben aufgebe, Arbeiten schreibe - somit täglich mit Machtspielchen zu kämpfen habe, die mich derzeit sehr fordern.


    Belohnungssysteme, Gesprächsrunden etc. hatten wir schon, gefruchtet hat es leider nicht - da die KL die Sachen nicht unterstützt und nicht mitträgt.
    Insofern: Habt ihr ein Belohnungssystem, das sich bewährt hat, wenn man es nur im Fachunterricht einsetzt?

  • Zitat

    Original von flocker
    Da die Kollegin eher einen offenen Unterrciht verfolgt, in dem die Kinder aber machen was sie wollen (nämlich nix), bin ich in der Bredouille, da ich streng und unbeliebt bin und Hausaufgaben aufgebe, Arbeiten schreibe - somit täglich mit Machtspielchen zu kämpfen habe, die mich derzeit sehr fordern.


    Wer für alles offen ist, kann nicht ganz dicht sein. 8)


    Aber im Ernst, die beschriebenen Folgen des Unterrichtsstils deiner Kollegin sprechen doch für sich. Heutzutage muss man sehr vorsichtig sein, wie Hartmut von Hentig mal sagte: " Ein Lehrer sollte nur so viel Staub aufwirbeln, wie er auch schlucken kann." Möglicherweise ist es für deine Lehrergesundheit besser, wenn du dich moderat verhältst. Demnächst gibt´s neue Kinder mit besserer KL und besseren Eltern. Das hört sich für einen motivierten Lehrer zwar zynisch an, ist aber die Erfahrung aus 15 Berufsjahren. Manch graues Haar und manch Sorgenfalte hätte ich noch nicht, wenn ich solche Kämpfe konsequent vermieden hätte. Lass die Heiden toben...


    Tesla

  • aber es ist auch nicht gesund für flocker, das so laufen zu lassen, sie hat da immerhin noch 1,5 jahre.
    welcher fachunterricht ist es denn? in englisch würde ich das anders sehen/angehen, als in mathe. und um wie viele stunden handelt es sich?

  • Zitat

    Original von Tesla
    Wer für alles offen ist, kann nicht ganz dicht sein. 8)


    :D :D :D


    Aber zum Problem: verabschiede Dich von der Idee, die KL könnte helfen oder mit Dir zusammenarbeiten. Das tut sie wohl leider nicht. Also entwirf ein eigenes Regelsystem mit Konsequenzen (Regeln schreiben, Elternbriefe, in ein anderes KLassenzimmer "verbannen" mit Arbeit etc.). Belohungssysytem: Wenn es weniger als z.B. 7 Störungen in der Stunde gibt, dann spielen wir die letzten 5 Minuten. Schließe Dich mit anderen Fachlehrern besagter Klasse zusammen und frage andere Lehrer, die keine KL sind, wie sie es machen.
    Gruß
    Anna

  • Schrecklich. Tut mir total leid für dich, Flocker!


    Ich würde auch meine eigenen Regeln (mit positiver Verstärkung) aufstellen. In manchen Klassen male ich z.B. zu Beginn der Stunde fünf Sternchen oben an die Tafel. Für jede Unterrichtsminute, die durch Störungen verloren geht, streiche ich einen Stern. Die Sterne am Ende stehen für die Zahl der Minuten, die wir zum Schluss etwas spielen. Das finden die Klassen toll (zumindest eine Zeit lang).


    Ich würde selbstverständlich deine Regeln durchziehen, beispielsweise bei mehrmals nicht gemachten Hausaufgaben Eltern Briefe schreiben oder sie anrufen. Und wenn Eltern meckern, rückfragen: "Wollen Sie, dass ihr Kind etwas lernt?"


    Viel Kraft!

  • Zitat

    Original von Tesla
    ....wie Hartmut von Hentig mal sagte: " Ein Lehrer sollte nur so viel Staub aufwirbeln, wie er auch schlucken kann."



    :D
    Den merk' ich mir... :tongue:

    Vorurteilsfrei zu sein bedeutet nicht "urteilsfrei" zu sein.
    Heinrich Böll

  • Normalerweise gehöre ich auch eher zu den Lockeren, stehe als Fachlehrer auf der anderen Seite (KL sehr streng - ich als FL eher etwas gelassener in vielerlei Dingen).


    In einer von dir beschriebenen Situation war ich aber auch mal.
    Glücklicherweise war die 4. Klasse aber dennoch überwiegend leistungsorientiert eingestellt.
    Dann habe ich immer es übermäßig viel Transparenz versucht.
    Mit Transparenz arbeitet natürlich jeder, aber ich hab es da etwas übertrieben.


    Zur ganzen Klasse , fast nie zu einzelnen Kindern...
    "Achte darauf, dass du.. . Das brauchst du später, wenn du..."
    In der vierten Klasse half auch die "Weiterführenden Schulen-Keule" : "Das ist besonders später in der 5. und 6. Klasse wichtig, weil,..."
    "Wenn du (...) nicht machst, hast du es später bei dem und dem Thema schwer, wenn wir.."
    Wollt den Kindern keine Angst machen, hab mir daher fast ausschließlich vorher passende Sätze überlegt - in denen die positive Verstärkung und mein Wille, die Kinder weiter zu bringen, rausklang.
    Auch in Einzelgesprächen während der Kontrolle von erledigten Aufgaben habe ich immer wieder bei den einzelnen Kindern angemerkt, dass die Selbstdisziplin beim Arbeiten sich in den Ergebnissen bemerkbar macht.
    "Merkst du das, wenn du... dann..."
    Das Lob hab ich dann an das einzelne Kind gerichtet, aber die richtige Lautstärke gewählt, so dass es auch andere mitbekamen.


    Manchmal kam ich echt blöd und auch nicht immer authentisch vor, so etwas zu sagen, in meiner Unerfahrenheit und in der Situation war es aber effektiv:
    Ich hatte etwas mehr Disziplin in der Klasse, es war mehr Zeit für den Stoff.
    Und ich bekam positive Rückmeldung der Eltern.


    (Zugegeben: Es hat auch mit dieser Methode bei einer anderen Lerngruppe nicht funktioniert - also kein Allheilmittel).

  • sei du !!!


    Authentizität bringt dich am weitesten. Kinder spüren sehr deutlich, ob du deine eigenen Ziele und Methoden verfolgst oder so zu sein wie jemand anders.
    Ich habe durchaus auch schon zu Kindern gesagt: "Hey, ich bin nicht Frau XY, bei mir geht das un ddas nicht!" Nach etlichen Jahren nun, merke ich immer wieder: Kinder können sich gut einstellen, wer ihnen was abverlangt.

  • Zitat

    Original von der PRINZ
    sei du !!!


    Authentizität bringt dich am weitesten. Kinder spüren sehr deutlich, ob du deine eigenen Ziele und Methoden verfolgst oder so zu sein wie jemand anders.
    Ich habe durchaus auch schon zu Kindern gesagt: "Hey, ich bin nicht Frau XY, bei mir geht das un ddas nicht!" Nach etlichen Jahren nun, merke ich immer wieder: Kinder können sich gut einstellen, wer ihnen was abverlangt.



    Dem kann ich nur zustimmen.
    Mach dein eigenes Ding.
    Überleg dir Regeln und Konsquenzen, die bei dir gelten und mach sie den Schülern deutlich.


    Die Schüler haben meist kaum Probleme sich da von einem auf den anderen Lehrer umzustellen.


    Und wenn du länger an einer Schule bist, spricht sich das auch unter den Schülern rum.


    Regeln aufstellen und durchziehen, dabei nett, freundlich, aber konsequent bleiben.
    Normalerweise honorieren das die Schüler.

    • Offizieller Beitrag

    Ich stimme auch mit Prinz überein: du hast deine Regeln, deinen Unterrichtsstil - damit müssen die Kinder leben. Und das können sie auch. Klar probieren die solche Nummern, wie "Bei Frau XY dürfen wir aber... müssen wir nicht..." etc.
    Ich sage dann halt, ich bin aber nicht Frau XY und bei mir gelten andere Regeln. Das können sie dann ungerecht finden oder nicht - irgendwann haben sie sich daran gewöhnt.


    Es ist ein Trugschluss zu glauben, dass Kinder nur mit dem einen Unterrichts- bzw. Erziehnungstil klarkommen, den sie gewöhnt sind. Meistens können sie sehr gut unterscheiden, wer vor ihnen steht und sich entsprechend verhalten. Natürlich muss das zuerst eingeübt werden. In dieser Phase bin ich dann meist strenger und konsequenter. Später, wenn alles läuft, lasse ich auch mal Fünfe gerade sein (bin auch nicht so der absolut autoritäre Typ, aber zugunsten meiner Nerven müssen bestimmte Strukturen und Regeln schon sein).


    Du schaffst das schon! Bleib du selbst und behalt deine Methode bei.


    Gruß
    Melo

  • Danke für eure Tipps und Meinungen!
    das hilft schon ungemein, und bei den Sprüchen musst ich doch schmunzeln =)


    Ja, ich bin schon authentisch, zähle mich auch zu den "konsequenten" lehrern (aus anderen Klassen höre ich "streng aber lieb") - was mir auch recht so ist. Aber an dieser speziellen Klasse beiße ich mir die Zähne aus - so viele Auffälligkeiten, Störungen, individuelle Bedürfnisse, begründungen für nicht gemachte HA, dass 45Minuten am Tag nicht ausreichen um nebenher noch was zu lernen. Manchmal hab ich hier einen extrem strengen, autoritären Tonfall, den ich an mir so nicht kenne (und nicht mag).


    Mit Spielen am Ende der Stunde ist das so eine Sache: Meist können die Kids sich nicht einigen und wenn abgestimmt wird, fühlen sich die überstimmten furchtbar unfair behandelt, dass die 5 Min um sind, bevor gespielt werden kann. Wenn wir zum Einstieg ein Spiel haben, ist es das Gleiche in grün, nur dass ich das daraus resultierende Unterrichtsgespräch um neue Lerninhalte zu thematisieren... Also lassen wir das spielen...


    Habe mich entschlossen, nun doch eine Lektüre zu lesen, viell. ist das doch zusätzliche Motivation... Aber ich sehe es schon kommen: Falls es eine LeseHA gibt (ein Kapitel weiter lesen o.ä.) haben 90% der Klasse sie nicht gemacht...


    Dude, deine Sätze könnten von mir sein ;) Genau diese Schiene fahre ich seit ca 2 Wochen, ein bisschen was kommt an... Das raubt aber natürlich auch viel Zeit...


    Die Kids haben seit der ersten Klasse KLassenregeln, die wurden auich zu beginn der 3. Klasse nochmal thematisiert
    Habt ihr eine Idee, mit welchem Verstärkersystem ich sie belohnen/bestrafen kann? Eben welches sich konkret für 1Std am Tag gut einsetzen lässt (ich hatte anfangs ein Wochensystem für die Tischgruppen mit smilies und Murmeln, aber das hat überhaupt nicht geklappt)

  • Wenn das Spielen nur an dem "sich nicht einigen können" scheitert, würde ich sie einfach nicht entscheiden lassen. Meine haben auch so die Tendenz, und wenn wir nur noch wenig Zeit haben, bestimme ich auch einfach mal, was wir jetzt spielen. Ich begründe ihnen das auch, indem ich sage, wenn wir jetzt erst lange abstimmen, dann haben wir keine Zeit mehr zum spielen. Alternativ (um sie doch mehr mit einzubeziehen) könntest du auch alle beliebten Spiele auf Zettel schreiben lassen und dann jedesmal ein Spiel auslosen, so kommen dann auch alle mal dran...

    "Die Wahrheit ist ein Zitronenbaiser!" Freitag O'Leary

  • Die Klassenlehrerin meiner neuen Religionsklasse kam letzte Woche zu mir und meinte: "Was machst du eigentlich mit meinen Kids? Ich hab die gefragt wie ihnen Religion gefallt. Und da meinte XY "Frau .... do migscht debaisai, die Fr. millie is jo sooo schdreng." (Das war pfälzisch und heißt: Da solltest du mal dabeisein, die Fr. millie ist ja so streng) Sie fragte mich mit Augenzwinkern, aber es scheint so, dass ich einen andren Zug fahre als sie. Und das nur, weil ich den Jungs verboten hatte, in Religion zu essen...Naja, ich mach in meine Richtung weiter, solange die Kids merken dass ich authentisch bin, denke ich dass sie sich daran auch gewöhnen werden.

  • Zitat

    Original von flocker
    Aber an dieser speziellen Klasse beiße ich mir die Zähne aus - so viele Auffälligkeiten, Störungen, individuelle Bedürfnisse, begründungen für nicht gemachte HA, dass 45Minuten am Tag nicht ausreichen um nebenher noch was zu lernen. Manchmal hab ich hier einen extrem strengen, autoritären Tonfall, den ich an mir so nicht kenne (und nicht mag).


    Ich hab dieses Jahr eine Klasse mit recht hohem Foerderbedarf (sowohl im Bereich Lernen, als auch beim Verhalten), weshalb ich ziemlich hinter meinen Kids her bin. Ich erkundige mich regelmaessig bei Fachlehrern, wie die Stunden gelaufen sind...und Beschwerden haben fuer meine Schueler dann auch Konsequenzen.
    In Mathe hatte ich zwei Jahre lang ne absolute Chaosgruppe. Die liessen sich nur mit Hilfe baendigen, irgendwann lief's dann aber. Unsere Stufenleiterin kam zu Beginn regelmaessig rein; ich hab verschiedene Methoden und Belohnungsmodelle versucht und eine Dame von der Sonderschule kam auch mal zum Beobachten. Fazit: "Furchtbare Gruppe, wer hat die denn zusammen gestellt?" Na danke. Letztedlich hat eine sehr geregelte Stundeneinteilung geholfen, viel sture Wiederholung und Pauken des Stoffes, viel Arbeit mit dem Buch, viel Arbeiten in Stille. Sowas mach ich eigentlich nicht gerne, aber es ging einfach nicht anders. Sobald sie sich dann wieder eingekriegt hatten, konnten wir auch interessantere Sachen machen. Allerdings fang ich in Mathe auch jetzt mit meiner neuen Gruppe (und die sind nett) nie mit nem Spiel an - viel zu schwierig, sie wieder "runter" zu holen. Wenn wir am Ende der Stunde spielen, entscheide ich, was gespielt wird. Entweder sie sind gluecklich damit, oder wir lassen es ganz bleiben...



    Zitat

    Original von flocker Habe mich entschlossen, nun doch eine Lektüre zu lesen, viell. ist das doch zusätzliche Motivation... Aber ich sehe es schon kommen: Falls es eine LeseHA gibt (ein Kapitel weiter lesen o.ä.) haben 90% der Klasse sie nicht gemacht...


    Hausaufgaben geb ich nur in Mathe regelmaessig auf. Der Tag an dem Hausaufgaben aufgegeben und eingereicht werden hat sich seit Schuljahrsbeginn nicht geaendert. Meine Schueler wissen genau, wann der Kram da sein muss. Sie wissen auch, dass ich sie in der Pause zum Nachmachen drinbehalte, wenn sie am Morgen nicht eingereicht wurden. Da bin ich ziemlich gnadenlos (die Ausrede "gemacht, aber daheim vergessen" zieht nicht). Hat etwas Uebung gebraucht, aber inzwischen hab ich nur noch einen Schueler, der seine Hausis "vergisst"...und dem tut's dann auch ganz gut, die in der Pause zu machen.


    Zitat

    Original von flocker Habt ihr eine Idee, mit welchem Verstärkersystem ich sie belohnen/bestrafen kann? Eben welches sich konkret für 1Std am Tag gut einsetzen lässt (ich hatte anfangs ein Wochensystem für die Tischgruppen mit smilies und Murmeln, aber das hat überhaupt nicht geklappt)


    Wir haben ein schulweites System, das alle Lehrer benutzen.
    Als Belohnung gibt's "Housepoints" fuer individuelle Schueler. 15 geben eine Lobpostkarte, die nach Hause geschickt wird. Nach der 5. Lobpostkarte schick ich meine Kids zur Schulleiterin, die ihnen dann nochmal extra gratuliert und einen Lobbrief nach Hause schickt.


    Bei Stoerungen gibts:
    - verbale Warnung
    - Name an Tafel
    - erster Strich neben Namen
    - zweiter Strich neben Namen (und Gespraech mit mir in der Pause)
    - dritter Strich (und Klassenverweis zur Stufenleiterin)


    ->drei Klassenverweise -> Brief nach Hause
    (obwohl ich persoenlich Eltern schon nach dem ersten Klassenverweis anrufen wuerde,...ist in meiner Klasse noch nicht vorgekommen, denn unsere Kids sind noch ein bissl jung um sich so hoch zu schaukeln...eine Junge in der Parallelklasse hat aber schon zwei solche Klassenverweise erhalten... 8o )

    • Offizieller Beitrag

    90% machen keine Lesehausaufgaben? Schreib ne HÜ über den Text. :evil: Wenn schon fies, dann richtig. ;)


    Irgendwie liest es sich für mich aber ein bisschen so, als fühltest du dich nicht sicher oder wohl in deiner Rolle als strengere Lehrerin.

  • Zitat

    Original von Melosine
    90% machen keine Lesehausaufgaben? Schreib ne HÜ über den Text. :evil: Wenn schon fies, dann richtig. ;)


    Irgendwie liest es sich für mich aber ein bisschen so, als fühltest du dich nicht sicher oder wohl in deiner Rolle als strengere Lehrerin.


    Doch, ich fühl mich wohl in meiner Rolle als strenge Lehrerin :D, bin auch authentisch darin! Ich komm halt mit dieser Strenge halt nicht weit bzw. die Kids machen ihre Hausaufgaben trotzdem nicht... Ja, das mit der HÜ werd ich auf jeden Fall machen, wahrscheinlich muss es dann doch über die Notenschiene geschehen (die Halbjahresnoten waren auch nicht berauschend, aber anscheinend nicht "Warnung" genug) Hatte ja schon an mir gezweifelt, ob ich zu anspruchsvoll bin, aber ich denke nicht, dass es zu anspruchsvoll ist, jeden Tag gemachte hausaufgaben zu erwarten und ein gewisses Maß an Regeleinhaltung (bzw. nicht nur ein gewisses Maß sondern komplett).


    Dejana, solch ein Regelsystem haben wir nicht, hört sich aber toll an, wenn es für die ganze Schule gilt! Haben wir leider so nicht...

  • Hallo flocker,
    du kannst doch ein ähnliches Regelsystem wie Dejana in deinen Stunden einführen! Den Eltern würde ich es in einem kurzen Elternbrief erklären, du hast ja auch weniger Zeit als die Klassenlehrerin und willst mit deinem Stoff durchkommen - das werden die Eltern schon verstehen. Und eine Lob-Karte kannst du einmal entwerfen und dann kopieren (handschriftlich den Namen des Kindes eintragen und unterschreiben) - und wenn du sie dem Kind selbst gibst und nicht mit der Post schickst - es ist trotzdem eine Auszeichnung für das Kind! (und es wird bei den anderen auch Wirkung zeigen!)
    Du packst das!!


    Viele Grüße
    venti :)

Werbung