Elternbrief

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    • Elternbrief

      Liebe Kolleginnen/Kollegen,

      ich habe leider ein kleines Problem und hoffe, dass ihr mir ein paar Tipps geben könnt. Ich habe im Jahrgang 10 eine Klassenarbeit geschrieben und diese ist äußerst schlecht ausgefallen, obwohl alle Aufgaben wurden im Unterricht behandelt wurden und ein Großteil eine Wiederholung der letzten Schuljahre war. Nun soll ich einen Elternbrief verfassen, indem dieses nochmal deutlich werden soll. Auch die Noten der ersten und zweiten Klassenarbeit soll dort zur Information der Eltern nochmal aufgelistet werden. Leider fehlt mir ein Einleitungssatz und ein passender Satz, der zur der Noteninformation führt. Hat jemand schon mal so einen Elternbrief verfasst und kann mir bei der Einleitung helfen?

      Meine Idee war: "Sehr geehrte Eltern/Erziehungsberechtigte, hiermit möchte ich Sie über den derzeitigen Leistungsstand im Fach Mathematik informieren."
      Wie könnte es fortgeführt werden? Oder habt ihr einen besseren Vorschlag?

      Vielen Dank und liebe Grüße :)
    • wer sagt, dass du sollst? Den würde ich fragen.

      Ansonsten würde ich auf den Notenschluss vorm Halbjahr verweisen und dass bis dahin noch x Tests über Thema blablub geschrieben werden. Wenn die Noten jetzt schon festgeklopft sind, kann man sich die Botschaft m.E. sparen. 1. Die Arbeiten wurden eh zur Kenntnis genommen unterschrieben und 2. bringen Noten nur etwas, wenn sie auf Bereiche Rückschlüsse zulassen, wo was getan werden muss.
    • Ich verstehe auch nicht, warum Du das sollst. Ich fände das sogar ziemlich ungeschickt, weil Du Dich damit direkt rechtfertigst für etwas, was eigentlich ganz normal ist: Die SuS haben halt mal eine Arbeit verkackt. Da muss man nicht gleich ein Fass aufmachen. Wenn sich einzelne Eltern wundern, können sie ja immer noch das direkte Gespräch mit Dir suchen. Wir kommunizieren mit den Eltern unserer 15/16-jährigen so wenig wie irgendwie möglich, die Jugendlichen sollen ja gross werden und für sich selbst Verantwortung übernehmen.
    • Maxina schrieb:

      Leider fehlt mir ein Einleitungssatz und ein passender Satz, der zur der Noteninformation führt.
      "Sehr geherte Erziehungsberechtigte,
      ihre zu Erziehenden haben bisher folgende Leistungen (nicht) erbracht:
      ...

      Die Aufgaben wurden im Unterrcht behandelt und waren eine Wiederholung des letzten Schuljahres.
      Dies zeigt, dass ihre zu Erziehenden trotz schulischer Unterstützung schlicht zu faul waren sich entsprechend vorzubereiten.
      Dadurch wird langfristig der Lernerfolg des Schuljahres und damit eine Versetzung gefährdet.

      Ich bitte um Abstellung dieses Zustandes/dieser Arbeitshaltung.

      Mit freundlichen Grüßen
      ..."
      Planung ersetzt Zufall durch Irrtum. :_o_P

      8_o_) Politische Korrektheit ist das scheindemokratische Deckmäntelchen um Selbstzensur und vorauseilenden Gehorsam. :whistling:

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von SteffdA ()

    • Ich kenne eine ähnliche Situation aus der Sicht von Eltern. Eltern: "...offensichtlich wurde im letzten Schuljahr was vom Vorgänger versäumt oder Kind hat die Hälfte vergessen/ Kind muss jetzt halt ranklotzen..." 10. Klasse ist ja noch mal so ne Weichenstellung, da ist keiner begeistert über ne 5 in Mathe zum Halbjahr.

      Das bedeutet aber nicht, dass es deswegen massenhaft Proteste ggü. des/r TE geben muss. Eltern sorgen sich in aller Regel und wollen wissen, was passieren muss, damit das Kind die Noten verbessern kann.

      Ich finde den Brief außer der Reihe auch sinnlos. Aber wenn er geschrieben werden soll, würde ich nicht zum Präventivschlag ansetzen, sondern eher Sorge mitteilen und Fördermöglichkeiten aufzeigen. "Lückenhafte Vorkenntnisse in XY, anstehendes Thema yz/bis zum Jahreszeugnis noch 3 Klassenarbeiten" oder wie auch immer.
    • Ich kenne durchaus Kollegen die solche Elternbriefe schon mal geschrieben haben, einfach um die Eltern über die fehlende Leistungsbereitschaft der Klasse zu informieren. Dann auch mit konkreten Beispielen z.B. Aufgabe 5 in der SA ziemlich ähnlich zu Übungsblatt 2 und konkreten Ansagen über die Zukunft: z.B. was noch erwartet wird, wie man nacharbeiten kann ...
      Der Brief wurde immer an die gesamte Klasse geschrieben, also ohne konkrete Notenangaben einzelner Schüler.


      Bei uns waren die Reaktionen meist positiv, d.h. die Eltern haben sich die Informationen zu Herzen genommen oder einfach ignoriert. Es gab auch die Rückmeldung, dass sich die Eltern über die konkreten Hinweise gefreut haben.
      Den Vorwurf, dass es an der Lehrkraft selbst lag, habe ich noch nie mitbekommen. Aber da kommt es wahrscheinlich auch darauf an, wie davor und danach mit den Schülern und den Eltern kommuniziert wird und wie der Einsatz der Lehrkraft im Allgemeinen war.
    • Was ist denn der Sinn des Briefes?

      - Nachhilfe organisieren?
      - Einforderung, selbst mit dem "Kind"zu lernen (wenn man es kann)?
      - Vorbereitung auf schlechte Zeugnisnoten/Abschlüsse?
      - Rundumschlag, damit man nicht mit so vielen Eltern reden muss?
      - Wahrscheinlich Erziehungsmaßnahmen einfordern....

      ….Ich klinke mich jetzt mal aus, ich glaube, ich habe heute irgendeinen Blues.... :rose: :)
      Be happy for the moment. This moment is your life.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von lamaison ()

    • lamaison schrieb:

      Was ist den der Sinn des Briefes?

      - Nachhilfe organisieren?
      - Einforderung, selbst mit dem "Kind"zu lernen (wenn man es kann)?
      - Vorbereitung auf schlechte Zeugnisnoten/Abschlüsse?
      - Rundumschlag, damit man nicht mit so vielen Eltern reden muss?
      - Wahrscheinlich Erziehungsmaßnahmen einfordern....

      ….Ich klinke mich jetzt mal aus, ich glaube, ich habe heute irgendeinen Blues.... :rose: :)
      Die Fragen sollte man auf jeden Fall für sich klären, bevor man den Brief verfasst.
      Alles auf einmal würde wahrscheinlich schief gehen.
    • Um die Grundproblematik auch in Hinblick auf den MSA oder sonstige Abschlüsse deutlich zu machen, kann ein solcher Brief zu diesem Zeitpunkt sinnvoll sein.
      Ich habe das selbst vor einigen Jahren mit einem Brief, später noch einmal mit einer außerordentlichen Klassenpflegschaftssitzung gemacht, weil die Klasse einfach ganz, ganz schwach war.

      Natürlich hat das mehr als nur einen Hauch von Rechtfertigung - es kann aber eben auch der Transparenz dienen und ggf. Missverständnisse seitens der Elternschaft aus dem Weg räumen. Wenn der Brief nicht so herablassend wie von einigen KollegInnen hier vorgeschlagen formuliert wird, dann kann so etwas durchaus positiv aufgefasst werden, gerade weil solche Informationen für gewöhnlich nicht per Elternbrief zugestellt werden.

      Wichtig ist, dass die Eltern das Gefühl haben, dass man mit ihnen zusammenarbeiten möchte. Einseitige Schuldzuweisungen etc. wären hier völlig kontraproduktiv.
      Gruß
      Bolzbold



      Ich bin ein Ar***, und deswegen konnte ich nur Lehrer werden.
    • Wollsocken80 schrieb:

      Wir kommunizieren mit den Eltern unserer 15/16-jährigen so wenig wie irgendwie möglich, die Jugendlichen sollen ja gross werden und für sich selbst Verantwortung übernehmen
      Exakt....Jugendliche sind für sich selbst verantwortlich. Mich kotzt dieses "Harmoniebedürfnis" mit den Eltern einfach nur an!! :uebel: :uebel:
    • Bolzbold schrieb:

      Um die Grundproblematik auch in Hinblick auf den MSA oder sonstige Abschlüsse deutlich zu machen, kann ein solcher Brief zu diesem Zeitpunkt sinnvoll sein...
      ja, wobei offenbar nur in einem Fach die Noten rapide gesunken sind, sonst hätte der SL wohl eine allgemeine Rückmeldepflicht aller Kollegen im November eingefordert oder so. Könnte man ja auch mal vorschlagen, viele LehrerInnen hier informieren regelmäßig mit kleinen, vorgedruckten Zettelchen, das nimmt dem Ganzen das Besondere...
    • Maxina schrieb:

      Nun soll ich einen Elternbrief verfassen
      Sagt wer?


      Maxina schrieb:

      indem dieses nochmal deutlich werden soll.
      "Liebe Eltern,

      bei der Mathe-Note Ihrer Kinder ging alles mit rechten Dinge zu. Wir haben keine formalen Fehler geamcht."

      Häh? Nee, irgendwie verstehe ich nicht, was ein solcher Brief bringen soll, außer als Rechtfertigung missverstanden zu werden.

      PS: Nutze die Zeit lieber, um mit den Schülern zu schauen, wie die fachlich wieder in die Spur kommen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von O. Meier ()

    • In unseren dritten Klassen sind vor kurzem auch die Klassenarbeiten extrem schlecht ausgefallen. So schlecht, dass sie genehmigt werden mussten. Auch unsere SL bestand darauf,dass es einen Brief an die Eltern gibt. Dort haben die Kolleginnen geschrieben, dass sie schlecht ausgefallen ist, dass sie genehmigt wurde, dass das Übungsmaterial passend und der Schwierigkeitsgrad angemessen war. Außerdem ein dringender Appell an die Eltern mehr das sinnentnehmende Lesen zu Hause zu üben (war im Bereich Lesen).