Frage zum fachfremden Unterricht

  • Hallo,


    ich habe eine Bekannte, welche am Gymnasium als Chemikerin fachfremd Mathematik in der Klasse 5, 6, 7 unterrichtet. Sie macht das schon seit Jahren. Sie hat gemeint das fachfremder Unterricht besser ist, als ausgefallener Unterricht. Mich würde interessieren, wie hier die Gesetzeslage aussieht. Hat der Schulleiter die Freiheit zu sagen Frau XY hat die Kompetenz Mathematik zu unterrichten, oder ist das ganz genau genommen nicht ganz rechtens.
    Meiner Bekannten gefällt es sehr gut und sie will das Fach auch weiterhin unterrichten. Ist soetwas im Schulalltag halbwegs normal?

  • Kommt auf Bundesland, Schulart und geltende schulrechtliche Bestimmungen an.


    In der Primarstufe ist es denke ich bundesweit (auf jeden Fall aber in BaWü) normal, dass ein Großteil der Fächer fachfremd unterrichtet werden, da das Klassenlehrerprinzip gilt (mit einzelnen Fachausnahmen, wie z.B. Reli, für die man missio oder vocatio benötigt).
    In der Sek.I in BaWü wird und darf auch sehr viel fachfremd unterrichtet werden (ebenfalls mit Ausnahmen wie Reli), auch wenn der Wunsch nach Fachunterricht besteht. Wenn aber eben die Lehrkräfte in bestimmten Fachbereichen knapp sind, kommt es darauf an, ob andere Lehrkräfte bereit sind fachfremd einzuspringen. Bei uns an der Schule gibt man das bei der Deputatsplanung direkt mit an, welche Fächer (+ ggf.in welchen Klassenstufen) man auch fachfremd unterrichten würde. Bei Bedarf und vermutlicher Eignung könnte mein SL mich dann auch tatsächlich für ein von mir genanntes Fach einsetzen. Hauptfächer werden dabei aber wenn irgend möglich nicht fachfremd unterrichtet. Ob es eine Sperre gibt für Abschlussklassen müsste ich nochmal nachlesen, da bin ich spontan nicht sicher.
    In der Sek.II müsste ich mich nochmal nach der genauen schulrechtlichen Regelung für BaWü erkundigen, meine aber zumindest, dass es außerordentlich unerwünscht ist fachfremden Unterricht erteilen lassen zu müssen. Möglicherweise gibt es da auch im Hinblick auf das Abitur Beschränkungen. Da bin ich aber jetzt wie gesagt im Bereich der Mutmaßungen unterwegs.


    Wenn deine Bekannte das bislang macht und sich nicht sicher ist über die schulrechtlice Lage, könnte sie einmal Personalrat oder Gewerkschaft ansprechen und nachfregen, ob das rechtlich sauber ist in ihrem Bundesland und ihrer Schulart.

    "Benutzen wir unsere Vernunft, der wir auch diese Medizin verdanken, um das Kostbarste zu erhalten, das wir haben: unser soziales Gewebe, unsere Menschlichkeit. Sollten wir das nicht schaffen, hätte die Pest in der Tat gewonnen. Ich warte auf euch in der Schule." Domenico Squillace

  • Sie mag das ja, also sie hat kein Problem und möchte da sicherlich keine schlafenden Hunde wecken.
    Mich interessiert das Ganze hauptsächlich für meine eigene Planung. Ich habe nämlich den Bachelor in NWT wie gesagt fast ganz angerechnet bekommen. Mir gefällt auch Mathe sehr gut und würde früher, oder später auch sehr gerne Mathe unterrichten. Die Sek 1 wäre für mich ein guter Kompromiss.
    Aus meinem Maschinenbaustudium bringe ich 15 Leistungspunkte in Mathematik mit. Ich habe gehört, dass Seiteneinsteiger 30 Leistungspunkte nachweisen müssen, um Sek 1 Mathe unterrichen zu dürfen.
    Meine Überlegung ist nun: NWT + Geografie zu studieren und nebenbei noch Mathevorlesungen zu besuchen um diese 30 Leistungspunkte zu erreichen. Dann wäre ich für NWT, Geografie und Mathe Sek 1 einsetzbar, was mMn. ein gesuchter Mix ist/wäre.


    Da ich aber als NWT/Geo Absolvent kein Seiteneinsteiger bin, frage ich mich, ob dieser Weg (Mathe Sek 1 mit 30 Leistungspunkten unterrichten zu dürfen) überhaupt für mich offen steht. Kennt sich hiermit jemand aus? Die fehlenden 15 Leistungspunkte würden sich gegebenenfalls auch nach dem Ref noch nachstudieren lassen, wenn sich daraus ein Nutzen für mich ergibt --> Mathe Sek1 unterrichten zu dürfen. Ich weiß allerdings nicht, ob das möglich ist.


    Wenn fachfremder Unterricht im Schulalltag allerdings leger gehandhabt wird (wie bei meiner Bekannten), könnte ich meinem zukünftigen Schulleiter auch nach X Jahren Berufserfahrung und Eignung mitteilen, dass ich prinzipiell offen bin, als Mathelehrer in den niedrigen Klassen eingesetzt zu werden... soweit mein Gedankengang :)

  • Wie gesagt: Bundesland- Schulart- geltende schulrechtliche Bestimmungen. :) Also: in welchem BL ist deine Bekannte tätig am Gymnasium? In welchem BL und welcher Schulart willst du tätig werden? Mit diesen Angaben sind deine Chancen hier im Forum eine präzise Antwort zu bekommen denke ich ziemlich gut.

    "Benutzen wir unsere Vernunft, der wir auch diese Medizin verdanken, um das Kostbarste zu erhalten, das wir haben: unser soziales Gewebe, unsere Menschlichkeit. Sollten wir das nicht schaffen, hätte die Pest in der Tat gewonnen. Ich warte auf euch in der Schule." Domenico Squillace

  • Soweit ich weiß, ist fachfremd in aller Regel zulässig. Für Ethik/Reli und Sport gelten besondere Bestimmungen.


    Es ist also durchaus möglich, dass du mal fachfremd unterrichten wirst. Ich möchte dir aber raten, dich mit Mathedidaktik auseinanderzusetzen, da es entgegen landläufiger Meinung nicht reicht, selbst etwas zu können, um es anderen zu vermitteln.


    Ich muss an der Förderschule fast ausschließlich fachfremd unterrichten und bin mir ehrlich gesagt nicht so sicher, ob das besser ist als Unterrichtsausfall. Für unsere Schüler vielleicht schon, weil für sie lesen üben besser ist als im Einkaufszentrum abzuhängen und Drogen zu probieren.


    Aber Kindern etwas Falsches zu vermitteln oder etwas, das sie nicht verstehen, kann in manchem Falle mehr Schaden anrichten als Unterrichtsausfall.


  • In der Sek.I in BaWü wird und darf auch sehr viel fachfremd unterrichtet werden (ebenfalls mit Ausnahmen wie Reli), auch wenn der Wunsch nach Fachunterricht besteht. Wenn aber eben die Lehrkräfte in bestimmten Fachbereichen knapp sind, kommt es darauf an, ob andere Lehrkräfte bereit sind fachfremd einzuspringen. Bei uns an der Schule gibt man das bei der Deputatsplanung direkt mit an, welche Fächer (+ ggf.in welchen Klassenstufen) man auch fachfremd unterrichten würde. Bei Bedarf und vermutlicher Eignung könnte mein SL mich dann auch tatsächlich für ein von mir genanntes Fach einsetzen. Hauptfächer werden dabei aber wenn irgend möglich nicht fachfremd unterrichtet. Ob es eine Sperre gibt für Abschlussklassen müsste ich nochmal nachlesen, da bin ich spontan nicht sicher.

    Also Bei Hauptfächern in Abschlussklassen habe ich das auch noch nie erlebt. Auch Fremdsprachen werden eigentlich nie fachfremd unterrichtet. Ansonsten kann ich sagen, dass ich auch schon sei Jahren Geschichte fachfremd unterrichte (auch in Abschlussklassen => hier gibt es ja aber auch keine Prüfung). Ich kenne viele Kollegen, die irgendwann mal angefangen haben ein Fach fachfremd zu unterrichten und sich im Laufe der Jahre Hintergrundwissen angeeignet haben. Dass das nicht ein Studium ersetzen kann, steht noch einmal auf einem anderen Blatt. Anderseits gab es in BaWü auch einige Jahren eine Prüfungsordnung an den PHs, bei der drei Fächer studiert wurden. Das dritte Fach galt als sog. "affines Fach". Nach Aussage der Referendare, hatten sie in diesem affinen Fach allerdings kaum Veranstaltungen belegt und mussten das Fach dann mehr oder weniger fachfremd im Referendariat belegen (und prüfen lassen!). Was ich damit sagen will: fachfremdes Unterrichten ist in der Sek. 1 (zumindest an Realschulen) ziemlich normal.

  • Meine Bekannte arbeitet am Gymnasium in BW (Chemie + Biologie + Mathe fachfremd ).
    Realschullehrerin: Vielen Dank für deine Informationen. Meine Bekannte unterrichtet nur Klasse 5-7, also keine Abschlussklassen.
    Vielen Dank Krabappel für den hilfreichen Tipp mit Mathedidaktik. Diese Kurse kann ich ohne Probleme neben meinem Studium belegen, um so die 30 Leistungspunkte zu sammeln. Jetzt muss ich nur noch herausfinden, ob diese 30 Leistungspunkte mir in BW den Weg öffnen, offiziell als Sek1 Mathelehrer anerkannt zu werden.

  • NRW (und vermutlich überall): Fachfremder Unterricht ist überall zulässig, außer bei den abschlussprüfungsrelevanten Teilen (sprich: Q1/Q2 am Gym, 10. Klasse an der Realschule, usw...).
    Er ist nicht nur zulässig, sondern kann auch gegen unseren Willen angeordnet werden.
    Ausnahmen (nicht gegen unseren Willen bzw. nie ohne Qualifikation): Religion und Sport.


    Klar, an reinen Sek 1-Schulen ist fachfremder Unterricht häufiger an der Tagesordnung als am Gym, aber rein theoretisch...

  • Meine Bekannte arbeitet am Gymnasium in BW (Chemie + Biologie + Mathe fachfremd ).
    Realschullehrerin: Vielen Dank für deine Informationen. Meine Bekannte unterrichtet nur Klasse 5-7, also keine Abschlussklassen.
    Vielen Dank Krabappel für den hilfreichen Tipp mit Mathedidaktik. Diese Kurse kann ich ohne Probleme neben meinem Studium belegen, um so die 30 Leistungspunkte zu sammeln. Jetzt muss ich nur noch herausfinden, ob diese 30 Leistungspunkte mir in BW den Weg öffnen, offiziell als Sek1 Mathelehrer anerkannt zu werden.

    Wenn du die Kurse eh nebenbei belegst, dir etwas anrechnen lassen kannst, dann prüfe auf jeden Fall, ob du dir Mathematik nicht als offizielles drittes Fach anerkennen lassen kannst und dann das Staatsexamen in diesem Fach machen kannst. (Wäre in BY möglich, weiß nicht wie das in BW ist - am besten direkt bei der Studienberatung nachfragen)


    Das wäre langfristig gesehen deutlich besser.

  • Es ist also durchaus möglich, dass du mal fachfremd unterrichten wirst. Ich möchte dir aber raten, dich mit Mathedidaktik auseinanderzusetzen, da es entgegen landläufiger Meinung nicht reicht, selbst etwas zu können, um es anderen zu vermitteln.

    Das kann ich nur unterstreichen, ich komme mit meinen Fächern da schon in die Bredouille. Ich habe natürlich viel Rechnen dabei, kann es auch selbst, aber anderen vermitteln? Fällt mir noch sehr schwer. Denn vieles sollten die Schüler zwar aus der Sek I können, oft ist dem aber nicht so.


    NRW (und vermutlich überall): Fachfremder Unterricht ist überall zulässig, außer bei den abschlussprüfungsrelevanten Teilen (sprich: Q1/Q2 am Gym, 10. Klasse an der Realschule, usw...).
    Er ist nicht nur zulässig, sondern kann auch gegen unseren Willen angeordnet werden.
    Ausnahmen (nicht gegen unseren Willen bzw. nie ohne Qualifikation): Religion und Sport.


    Ich unterrichte auch schon mehr oder weniger fachfremd. im dualen System ist es auch egal. Für die gymnasiale Oberstufe hole ich mir nun aber noch meine Fakulta, LK oder Prüfungen sind nicht möglich.
    Bei mir gehts da aber um die Fachinhalte, bzw auch noch einmal ein Praktikum in dem Bereich.


    Wenn es geht empfehle ich dir daher auch das Erweiterungsstudium / Drittfachstudium.


    Ausnahme ist hoffentlich aber auch fachfremd im Chemielabor zu stehen? Da könnte auch viel mehr Schaden als Nutzen entstehen. ;)
    Weiß aber gar nicht, wie das offiziell geregelt ist.

  • Zwecks Drittfach habe ich mich bereits beim Mathedekan an der Uni informiert. Dieser hat mir erklärt, dass das Drittfach vom Umfang nicht sonderlich reduziert ist. Das Fach muss ebenso 10 Semester studiert werden. Das hatte ich nicht erwartet und das schaffe ich neben NWT und Geo nicht (da ich ja auch noch arbeiten werde/muss).
    Aus diesem Grund ist der Weg die 30 Leistungspunkte zu erreichen, die einzige sinnvolle Option.

  • Ich kenne jetzt nicht die Bestimmungen, aber hier musst du die Praktika fürs Lehramt nicht machen, also nur noch die fachwissenschaftlichen Inhalte. Die betragen ja nicht die vollen 10 Semester in der Regel, Pädagogik nimmt ja auch einiges ein.


    Abgesehen davon muss das Drittfach doch nicht fertig sein, wenn du ins Ref gehst?


    Ich habe während meines Masters mit dem Drittfach angefangen und bin aktuell noch dabei es fertig zu studieren. Bin seit 01.11. Vollzeit-Lehrerin und schaue, dass ich mir den Rest an Punkten noch hole, die fehlen.


    Das Ref ist vom Drittfach ja unberührt oder ist das in BW so anders?

  • Fürs Abitur finde ich ins Nds:


    Verordnung über die Abschlüsse in der GO, §6


    (3) 1Das vorsitzende Mitglied der Prüfungskommission beruft Lehrkräfte der Schule als Mitglieder der Fachprüfungsausschüsse; abweichend davon kann die Schulbehörde auch Lehrkräfte anderer Schulen berufen. 2Angehörige eines Prüflings dürfen nicht zu stimmberechtigten Mitgliedern berufen werden. 3Die drei stimmberechtigten Mitglieder des Fachprüfungsausschusses sollen in dem jeweiligen Fach die Lehrbefähigung für das Lehramt an Gymnasien oder für das Lehramt an Berufsbildenden Schulen besitzen.


    "sollen"
    Vorsitzendes Mitglied ist meist der/die Schulleiter/in. Wenn die SL dich in einem Kurs der Q-Phase einsetzt (und man möchte), dann spricht auch dort nix gegen fachfremd, oder? Solange es von den Qualifikationen Sinn macht..

  • Ausnahme ist hoffentlich aber auch fachfremd im Chemielabor zu stehen? Da könnte auch viel mehr Schaden als Nutzen entstehen. ;)
    Weiß aber gar nicht, wie das offiziell geregelt ist.

    Ich habe leider zu wenig Ahnung von den Naturwissenschaften, um hier fachgerecht zu antworten, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass an Sek-1-Schulen sehr oft Chemie fachfremd unterrichtet wird. Vom Biolehrer, vom Physiklehrer, usw... Halt nicht vom Geschichtslehrer :-D
    Jemand, der das Fach unterrichtet, muss aber natürlich auch die Sicherheitsbedingungen auch erfüllen.
    Ich weiß zb nicht mehr, was @hanuta studiert hat, aber ich glaube, sie unterrichtet mehr oder weniger ziemlich alles, was in einem Labor oder mit Zahlen (und Buchstaben) zu tun hat.

  • Zwecks Drittfach habe ich mich bereits beim Mathedekan an der Uni informiert. Dieser hat mir erklärt, dass das Drittfach vom Umfang nicht sonderlich reduziert ist. Das Fach muss ebenso 10 Semester studiert werden. Das hatte ich nicht erwartet und das schaffe ich neben NWT und Geo nicht (da ich ja auch noch arbeiten werde/muss).
    Aus diesem Grund ist der Weg die 30 Leistungspunkte zu erreichen, die einzige sinnvolle Option.

    Du willst NWT und Geo in BaWü für Sek.I studieren? Vielleicht so ein kleiner Tipp aus der Praxis: Zwei Nebenfächer mit vollem Deputat bedeutet, dass du unglaublich viele verschiedene Klassen haben wirst, was mehr Elternabende und mehr Elterngespräche und mehr Klassenkonferenzen bedeutet bei weniger Möglichkeiten eine gute L-S-Beziehung mit deinen SuS aufzubauen, die die Basis eines jeden UNterrichts ist. Je schlechter die L-S-Beziehung, desto störungsreicher und anstrengender kann der Unterricht (je nach Klasse) werden.


    Ich weiß, die aktuelle Prüfungsordnung in BW erlaubt es solche in der Praxis eher unsinnigen Kombis zu studieren, aber wenn du noch vor der Entscheidung stehst, dann nimm Mathe anstelle eines der Nebenfächer. Ich habe nach alter Prüfungsordnung in BW noch drei Fächer studiert, alles letztlich Nebenfächer - würde ich mit der Praxiserfahrung nicht unbedingt mehr so machen- da es aber zumindest drei Fächer sind, komme ich in meinen Lerngruppen dennoch auf ausreichend Stunden in der Regel, habe aber eben auch Klassen, die ich wirklich nur eine Stunde/Woche sehe. Da auf eine vernünftige Basis zu kommen ist bedeutend anstrengender, als in Klassen, in denen ich wenigstens 2-3 Wochenstunden habe.


    P-S.: Fachfremd weitere Fächer zu übernehmen mag später eine Option sein, erstmal musst du aber ein Ref überstehen und mit deinen Lerngruppen eine vernünftige Basis für Unterrichtsbesuche/Lehrproben erarbeiten. Mit gerade einmal einer gemeinsamen Wochenstunde ein zähes Unterfangen... Ganz nebenbei bemerkt wirst du nach dem Abschluss mit Mathe + X deutlich mehr Auswahl bei schulscharfen Stellenausschreibungen haben als bei NWT und Geo.
    Last but not least: In BaWü finden die Studiengänge für Sek.I an der PH statt (mit Fachvorlesungen die teilweise gemeinsam mit Universitäten erfolgen). Also ggf.nochmal ergänzend zur Studienberatung der Uni die Studienberatung der PH aufsuchen, wenn nicht bereits geschehen.

    "Benutzen wir unsere Vernunft, der wir auch diese Medizin verdanken, um das Kostbarste zu erhalten, das wir haben: unser soziales Gewebe, unsere Menschlichkeit. Sollten wir das nicht schaffen, hätte die Pest in der Tat gewonnen. Ich warte auf euch in der Schule." Domenico Squillace

  • Du willst NWT und Geo in BaWü für Sek.I studieren?

    NWT ist in BW am Gymnasium ein 4 stündiges Hauptfach. Man wählt den naturwissenschaftlichen Zweig (NWT) oder eine weitere Fremsprache (sprachlicher Zweig).



    Vielleicht so ein kleiner Tipp aus der Praxis: Zwei Nebenfächer mit vollem Deputat bedeutet, dass du unglaublich viele verschiedene Klassen haben wirst, was mehr Elternabende und mehr Elterngespräche und mehr Klassenkonferenzen bedeutet bei weniger Möglichkeiten eine gute L-S-Beziehung mit deinen SuS aufzubauen, die die Basis eines jeden UNterrichts ist. Je schlechter die L-S-Beziehung, desto störungsreicher und anstrengender kann der Unterricht (je nach Klasse) werden.

    Danke CDL, das kann ich voll und ganz nachvollziehen. Ich habe zwar erst ein Jahr im Ausland unterrichtet, war dort aber in einer Klasse als Klassenlehrer tätig. Die anderen Klassen habe ich lediglich eine, oder zwei Stunden die Woche gesehen. Ich habe das bereits in dem Jahr genau so empfunden. In der eigenen Klasse baut man dadurch, dass man sich oft sieht, eine engere Beziehung zueinander auf und kann dann auf Spannungen, Mobbing, Schüler die sich nicht am Unterricht beteiligen etc. eingehen und schauen, wie sich die Sache entwickelt. Bei Klassen die man nur einmal die Woche sieht, ist man quasi ein Fremder und kann solche Probleme kaum verfolgen. Genau das ist es aber, was mich am Lehrerberuf interessiert


    Kiggie: Merci für den Input. Das wusste ich nicht, dass man das Drittfach nicht bis zum Ref fertig studiert haben muss. Werde mich dahingehend nochmal informieren

  • Ah, dann war das ein Missverständnis, weil oben etwas von Sek.I stand. Entschuldige bitte. Vielleicht magst du ja dein Profil einfach noch ergänzen um den Hinweis Sek.II und die zumindest mal zur Auswahl stehenden Fächer samt Bundesland. Das macht es leichter bestimmte Nachfragen oder Beiträge einzuordnen. :)

    "Benutzen wir unsere Vernunft, der wir auch diese Medizin verdanken, um das Kostbarste zu erhalten, das wir haben: unser soziales Gewebe, unsere Menschlichkeit. Sollten wir das nicht schaffen, hätte die Pest in der Tat gewonnen. Ich warte auf euch in der Schule." Domenico Squillace

  • Da habe ich mich dann vllt falsch ausgedrückt. Ich dachte, wenn man am Gymnasium ein Fach nur bis zur 10ten Klasse unterrichten darf, sagt man auch Sek1. Ist das falsch?


    Ich warte mit der Eintragung in meinem Profil besser noch eine Woche, bis ich mich eingeschrieben habe. Wenn ich meinen Verlauf anschaue, dann wechselt es wöchentlich, ob ich nun Mathe, oder NWT studiere :D:D:D

  • Das ist dann eine kleine Fakultas (erstmal Sek.I, aber eben Sek.I-Gym, dieser Ergänzung bedarf es in dem Fall, sonst denkt man in BaWü an Real- oder Gemeinschaftsschulen). Wenn du ansonsten für gymnasiales Lehramt noch zusätzlich für Sek.II studieren wirst, bist du am Ende eben Sek.II-Lehrer_in ggf.dann eben mit großer Fakultas in einem (oder zwei) Fächern und kleiner Fakultas in einem Fach.

    "Benutzen wir unsere Vernunft, der wir auch diese Medizin verdanken, um das Kostbarste zu erhalten, das wir haben: unser soziales Gewebe, unsere Menschlichkeit. Sollten wir das nicht schaffen, hätte die Pest in der Tat gewonnen. Ich warte auf euch in der Schule." Domenico Squillace


  • Ausnahme ist hoffentlich aber auch fachfremd im Chemielabor zu stehen? Da könnte auch viel mehr Schaden als Nutzen entstehen. ;)

    stimmt, für Chemie gibt's auch Einschränkungen. Ich darf nicht mit den Kids in die Sporthalle, kein Ethik erteilen und in Chemie nicht an den "Giftschrank". Ich darf aber aus dem Lehrbuch Chemie unterrichten.


    Vermutlich gibt's da jeweils extra Erlasse...

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