Schulwechsel: Mitnahme von Unterrichtsmaterial?

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    • Plattenspieler schrieb:

      Johannes Philipp schrieb:

      Wenn Lehrkräfte Medien selbst erstellen, haben sie daran nicht immer das alleinige Urheberrecht. Sofern das Werk im Rahmen der Unterrichtstätigkeit einschließlich der Vor- und Nachbereitung entstanden ist bzw. entstanden sein kann, beansprucht der Arbeitgeber, also das jeweilige Bundesland, in der Regel das einfache Nutzungsrecht.


      Ja, und? Durch die Mitnahme wird das Nutzungsrecht des Arbeitgeber/Dienstherren ja nicht strittig gemacht. Steht irgendwo, dass es Rechte der jeweiligen Schule an dem Werk gibt? Wobei man hier wohl tatasächlich zwischen dem Werk als schöpferischer Idee und der Ausführung (laminierte Kärtchen) unterscheiden muss. Aber, ich bin kein Jurist.

      Pragmatische Lösung: Mitnehmen. Abwarten.
    • O. Meier schrieb:

      laleona schrieb:

      Ich muss das auch alles selbst zahlen
      Nein, musst du nicht, du tust es.
      Okeeeee.... und wen frage ich, ob Geld dafür da ist? Also, wenn ich zu den Sekretärinnen gehe und nach Geld dafür frage, heißt es: Gibt keines. Daher kaufe ich das selbst (und beschränke mich dabei sehr). Wo ist denn der offizielle Pott dafür (erntgemeinte Frage!)?
    • laleona schrieb:

      O. Meier schrieb:

      laleona schrieb:

      Ich muss das auch alles selbst zahlen
      Nein, musst du nicht, du tust es.
      Okeeeee.... und wen frage ich, ob Geld dafür da ist? Also, wenn ich zu den Sekretärinnen gehe und nach Geld dafür frage, heißt es: Gibt keines. Daher kaufe ich das selbst (und beschränke mich dabei sehr). Wo ist denn der offizielle Pott dafür (erntgemeinte Frage!)?
      Dein Ernst? Was es nicht gibt, gibt es halt nicht. Dafür schmälert man doch nicht sein eigenes Gehalt, das ist dein Job und du nicht die Wohlfahrt.
    • laleona schrieb:

      Wo ist denn der offizielle Pott dafür (erntgemeinte Frage!)?
      es gibt verschiedene Pötte. Welcher für was ist, weiß der Schulleiter. Bestimmte Dinge kann man zu Schuljahresbeginn oder Kalenderjahresbeginn beantragen. Oder die einzelnen Gruppen bekommen Geld zugeteilt. (Bei uns in etwa: Werkenlehrer dürfen zusammen heuer 127,- auf den Kopp hauen, bis zum soundsovielten, ab jetzt...).

      Verbrauchsmaterial liegt manchmal im Sekretariat, darüber wachen Sekretärinnen mit Argusaugen und teilen nach Gefühl zu. ("Na gut, 3 Laminierfolien sind okay" oder "was, schon wieder?! Jetzt werd mal nicht unverschämt")

      Manchmal, so glaube ich, wird auch vom Staat plötzlich was lockergemacht, dann gibts plötzlich neue Computertische für 30.000 Eur, die nie einer vermisst hat. Das Geld muss aber dann jetzt in den Computerraum fließen und darf nicht für was ausgegeben werden, was man braucht.

      Manchmal kann man auch anderweitig Geld kriegen, für eine AG oder von einer Stiftung (Anträge ausfüllen), irgendwelche Preise gewinnen...
    • Hmmmmm, das ist bei uns komplett Usus, jede Menge selbst zu kaufen und ich bin da wahrlich nicht an der Spitze. Dieses Jahr waren das 15 große Bögen Tonpapier und je 15 Laminierfolien A3 und A4. und wahrscheinlich ein paar Sachen, die ich jetzt vergessen habe. Das ist nichts im Vergleich zu den KollegInnen.
      Aber ja, an meiner alten Schule gab es das alles in einem schönen Schrank.
      Im Sekretariat gibt es wirklich nix, wir werden hier von der Stadt finanziert, in der alten Schule war es der Landkreis.
      Und da habe ich "früher" schon immer von Kollegen gehört: Was ihr hier auf dem Land alles habt und wir in der Stadt nicht.
      Hmmmm....
      Ich werde darüber nachdenken. Und Zeugnisse schreiben.
    • laleona schrieb:

      Und da habe ich "früher" schon immer von Kollegen gehört: Was ihr hier auf dem Land alles habt und wir in der Stadt nicht.
      Dann malt man in der Stadt im Kunstunterricht halt nur mit Wasserfarben auf Zeichenblockblätter. So einfach ist das.

      @all: Gibt es hier Kunstlehrerinnen, die echt die kompletten Bastelmaterialien für ein ganzes Schuljahr aus eigener Tasche zahlen?
    • Also die echten Werklehrerinnen, die haben ein Budget. Ich geb ja "nur" Kunst und da habe ich auch nix gekauft. Hab tatsählich nur Wasserfarben malen lassen ;) Fand ich aber schon fast schäbig von mir, da keine tollen Bastelpapiere zu kaufen. Aber ihr habt ja Recht.
      Aber für so Klassenplakate und Belohnungstabellen, so´n Klassleiterkram halt...
      Vielleicht kann ich mal photgraphieren, was da die KollegInnen schickes haben, uiuiui.
    • laleona schrieb:

      Okeeeee.... und wen frage ich, ob Geld dafür da ist?
      Ernsthaft? Das ist deine Frage? Du weißt nicht, wen du fragen sollst? Wenn dir gar nichts anderes einfällt, gehste mal nachem Schulleiter hin. Der leitet die Schule, der muss so etwas wissen.

      laleona schrieb:

      Also, wenn ich zu den Sekretärinnen gehe und nach Geld dafür frage, heißt es: Gibt keines.
      Inwiefern sollten die mit der Budgetverwaltung betraut sein? Und: wenn kein Geld da ist, aknn auch nichts gekauft werden.

      laleona schrieb:

      Daher kaufe ich das selbst (und beschränke mich dabei sehr).
      Das ist aber lieb von dir, da freut sich die Schulträgerin, dass du ihr 'was schenkst. Ihre Dankbarkeit merkst su in etwa voran? Gar nicht? Ach!

      laleona schrieb:

      Wo ist denn der offizielle Pott dafür (erntgemeinte Frage!)?
      Keine Ahnung, wie das in deinem Bundesland geregelt ist. Ich weiß noch nicht mal, wie das in meinem Bundesland geregelt sit. Aber der Schulleiter weiß es (s.o.). Wenn der mir sagt, das Geld da ist für A oder B, dann ist's mir doch wurschtewumpe, aus welchem "Pott" das kommt. Und wenn kein Geld da ist, will ich auch nicht wissen, in welchem Pott nichts ist.

      Andersherum geht aber auch: jemand bekommt mit, dass es irgendwo ein Schnubbeldieduppel-Programm zur Förderung von irgendeinem Sche, na, irgendetwas Wichtigem gibt. Dann sagt man dem SL Bescheid und der kuckt, ob wir den Topf anzapfen können.

      Pott, ey.

      laleona schrieb:

      Hmmmmm, das ist bei uns komplett Usus, jede Menge selbst zu kaufen und ich bin da wahrlich nicht an der Spitze. [...] Das ist nichts im Vergleich zu den KollegInnen.
      Weniger schlimm ist immer noch schlimm. Die Höhe ist sekundär, die Nachricht an die Schulträgerin, dass sie sich um nichts kümmern muss, kommt trotzdem an.

      laleona schrieb:

      Fand ich aber schon fast schäbig von mir, da keine tollen Bastelpapiere zu kaufen.
      Ich find's schäbig von der Schulträgerin, keine Bastelpapiere zu kaufen und dir damit auch noch ein schlechtes Gewissen zu machen.
    • Die Diskussion haben wir ja hier schon öfter geführt. Es gibt eben, v.a. im Grund- und Förderschulbereich, Dinge, die das Leben leichter machen. Klasenleitermaterial kauft man ja auch nur einmal. Und das Klassenzimmer ist außerdem ein Ort, an dem man sich viel aufhält, dort möchte es sich der eine oder die andere auch gemütlich machen. Aber muss ja niemand ;)
    • eigentlich ist es ein bisschen off topic, aber am Rande gehört es natürlich schon dazu. Deshalb habe ich den thread noch nicht geteilt. Sagt mir, wenn ich es tun soll ;)

      nun aber:

      Kokosnuss schrieb:

      @all: Gibt es hier Kunstlehrerinnen, die echt die kompletten Bastelmaterialien für ein ganzes Schuljahr aus eigener Tasche zahlen?
      nein. Wir haben ein Budget für Kunstmaterial, wie hoch auch immer es sein mag.
      Zusätzlich zahlt jeder Schüler 5,- pro Schuljahr.

      Damit kommen wir gut hin.
      Aus einem anderen Topf werden Unterrichtsmaterialien wie Plakatpapier o.ä. für andere Fächer/Klassenleiterangelegenheiten bezahlt, aus einem wieder anderen Topf werden Ausgaben für AGs beglichen.
      Ach ja, UND es gibt einen Topf für Projektwochenmaterial.

      Falls ich zu Hause Kunstmaterialien habe, die ich persönlich nicht mehr brauche, schenke ich die der Schule. Why not? :)
      pingo, ergo sum
    • Frechdachs schrieb:

      Habe ich es richtig gelesen, dass du schon zumindest teilweise selbst Geld in das Material gesteckt hast?
      meinst du mich?

      ich male privat. Das ist mein Hobby. Ein sehr intensives Hobby, für das ich einen Riesenfundus an Material zu Hause habe. Wenn nun z.B. eine Farbsortiment, das ich privat gekauft habe, meinen Ansprüchen als Malerin nicht genügt, die Anschaffung ein Flop war und ich es nicht mehr behalten will, dann schenke ich es der Schule/ den Schülern. Besser als wegschmeißen, in meinen Augen ;)

      und nein, online Auktionen sind keine Alternative, weil zu aufwändig.
      pingo, ergo sum
    • Friesin schrieb:

      Frechdachs schrieb:

      Habe ich es richtig gelesen, dass du schon zumindest teilweise selbst Geld in das Material gesteckt hast?
      meinst du mich?
      ich male privat. Das ist mein Hobby. Ein sehr intensives Hobby, für das ich einen Riesenfundus an Material zu Hause habe. Wenn nun z.B. eine Farbsortiment, das ich privat gekauft habe, meinen Ansprüchen als Malerin nicht genügt, die Anschaffung ein Flop war und ich es nicht mehr behalten will, dann schenke ich es der Schule/ den Schülern. Besser als wegschmeißen, in meinen Augen ;)

      und nein, online Auktionen sind keine Alternative, weil zu aufwändig.
      Sorry, nein ich meinte Käseundkuchen.

      Ich nehme auch mal Geräte meines Hobbys mit in die Schule, zum Beispiel ein Teleskop. Wir machen dann statt einer Lesenacht eine Nacht der Forschung. Lesen aber trotzdem vor dem Schlafengehen noch eine Geschichte vor. Auch für Werken sammele ich mal privat etwas oder bekomme es von Firmen geschenkt. Aber ich würde kein Geld in Ausstattung oder Verbrauchsmaterial stecken. Lediglich mal ein Eis für meine Klasse oder mal ein Fachbuch (wenn ich es nicht leihen kann, gehört aber ggf. für Physik auch zu meinem Hobby).
    • kekseundkuchen schrieb:


      Darf die Schulleitung mit dies verbieten mit der Begründung, dass die Schule die Materialkosten bezahlt hat?
      Tut sie das konkret oder ist das eine Vermutung?

      Oder findet ihr es gerechtfertigt, der Schule zum Ausgleich einen bestimmten Geldbetrag zu geben?
      Wahrscheinlich nicht - in der wirklichen Welt(tm) der Privatwirtschaft gehört das, was du in deiner Arbeitszeit produzierst und gestaltest, dem Arbeitgeber. Ich weiß nicht, ob das im öffentlichen Dienst auch so ist, aber aus dem Bauch heraus würde ich vermuten, dass es ins nichts führen würde, dem Schulträger/Dienstherren eine Rechnung zu schreiben.
    • Ich will mich hier zwar nicht unbeliebt machen, aber so klar, wie hier scheinbar alle meinen, dass das Material mit nach Hause genommen werden darf, sehe ich das nicht. Das Grundmaterial (Papier, Ausdrucke etc.) ist von der Schule gestellt worden und die eigentlichen Materialien sind in der bezahlten Arbeitszeit für die Arbeit hergestellt worden. Insofern würde ich tatsächlich nicht davon ausgehen, dass die Sachen einfach mit nach Hause genommen werden dürfen.
    • Frechdachs schrieb:

      Habe ich es richtig gelesen, dass du schon zumindest teilweise selbst Geld in das Material gesteckt hast?
      Teilweise ja. Ab und zu habe ich eigene Laminierfolien genommen oder es zu Hause ausgedruckt.
      In die Ausstattung des Klassenraums habe ich auch privat Geld hineingesteckt. Diese Dinge nehme ich aber auf jeden Fall wieder mit.

      Meerschwein Nele schrieb:

      Tut sie das konkret oder ist das eine Vermutung?
      Wahrscheinlich nicht - in der wirklichen Welt(tm) der Privatwirtschaft gehört das, was du in deiner Arbeitszeit produzierst und gestaltest, dem Arbeitgeber. Ich weiß nicht, ob das im öffentlichen Dienst auch so ist, aber aus dem Bauch heraus würde ich vermuten, dass es ins nichts führen würde, dem Schulträger/Dienstherren eine Rechnung zu schreiben.
      Sie hat schon vor einigen Jahren, als ich neu an die Schule kam, geäußert, dass das Material ja im Klassenraum bleiben müsse, wenn man die Schule verlässt. Habe dem damals aber nicht viel Bedeutung beigemessen und ich war ja auch gerade neu und ein Wechsel war nicht in Sicht.
      In den letzten Wochen hat sie mich mehrmals direkt oder indirekt ("Du hast ja auch ein paar wenige private Sachen im Klassenzimmer, die du noch packen musst") drauf angesprochen. Ich habe darauf immer ausweichend geantwortet.

      Wenn dann würde ich ja der Schule Geld geben, dass ich die Materialien mitnehme, und nicht umgekehrt. Möchte ungern die ganze Arbeit nochmal neu machen.

      Das meiste ist übrigens von Seiten wie Zauber1x1, diversen Lehrerblogs o.ä. ...
    • kekseundkuchen schrieb:


      Sie hat schon vor einigen Jahren, als ich neu an die Schule kam, geäußert, dass das Material ja im Klassenraum bleiben müsse, wenn man die Schule verlässt. Habe dem damals aber nicht viel Bedeutung beigemessen und ich war ja auch gerade neu und ein Wechsel war nicht in Sicht.In den letzten Wochen hat sie mich mehrmals direkt oder indirekt ("Du hast ja auch ein paar wenige private Sachen im Klassenzimmer, die du noch packen musst") drauf angesprochen. Ich habe darauf immer ausweichend geantwortet.
      Warum diskutierst du das ganze? Pack ein, was du für wichtig hältst, also auch deine Unterrichtsmaterialien, und fertig ist. Genau so schwierig, wie es für dich wäre, Geld für deine Materialen zu bekommen, so schwierig wäre es auch für deine Schulleitung, deine Materialien wieder in die Hand zu bekommen. Aufgrund welcher Rechtsgrundlage? Deine Aussage ist, dass es sich um dein Privateigentum handelt, soll die Schulleitung doch das Gegenteil nachweisen. Und überhaupt, wem gegenüber? Und wie soll die Rückgabe durchgesetzt werden?

      Als Lehrer sollte man seinen Sun Tsu gelesen haben - du musst die Regeln bestimmen, du musst das Schlachtfeld auswählen.
    • Meerschwein Nele schrieb:

      Warum diskutierst du das ganze?
      Als Lehrer sollte man seinen Sun Tsu gelesen haben - du musst die Regeln bestimmen, du musst das Schlachtfeld auswählen.
      Danke für deine Meinung!

      Ich habe gar nichts diskutiert und auch nicht nachgefragt. Sie kam immer von selbst damit an. Von selbst wäre ich auch nie auf die Idee gekommen, die Sachen dazulassen...

      Kannst du mir noch sagen, was Sun Tsu ist? Das mit den Regeln bestimmen (i.S.v. Durchsetzungsfähigkeit) ist tatsächlich eins meiner Lernfelder und das übe ich auch in den letzten Tagen an dieser Schule. Leider gehen wir nicht im Guten auseinander...