Quereinstieg in Niedersachsen mit Berufserfahrung

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Quereinstieg in Niedersachsen mit Berufserfahrung

      Hallo zusammen,

      ich spiele seit längerer Zeit mit dem Gedanken mich in Niedersachsen als (Berufsschul)lehrer zu orientieren. Meine Ausbildung:

      2004-2008: Ausbildung zum Industriemechaniker
      2008-2009: FOS Technik
      2009-2013: Studium Wirtschaftsingenieur, FR Maschinenbau (FH)
      2013-2014: Master in International Business (Schottland, University of St Andrews)
      2014-heute: Führungskraft in der IT-Industrie für amerikanisches Softwareunternehmen (Kundenschulungen, technischer Service)

      Ich bin 31. Meine Frau und ich haben im LK Stade nun ein Haus gekauft und ziehen im Oktober um, aktuell wohnen wir noch in Berlin. Ich arbeite ab Oktober von unserem Hamburger Büro. Wir bekommen im Februar unser drittes Kind und ich überlege mir mittelfristig etwas dort in der Region zu suchen, um nicht pendeln zu müssen und Abends früher als 1830 zu Hause zu sein. Vom Gehalt her würde ich (glaube Niedersachsen zahlt A13) natürlich zurück stecken, da ich aber sowieso mittelfristig meine Arbeitszeit auf 80% reduzieren würde, käme es ungefähr auf das Gleiche hinaus. Aktuell verdiene ich (inkl. Bonus) ca. 5000 netto.

      Wenn ich an meine Lehrzeit und FOS-Zeit zurück denke, hätte ich wirklich Spaß am Unterrichten an der Berufsschule. Laut diesen Merkblättern für den direkten Quereinstieg würde ich die Voraussetzungen erfüllen. Wie läuft das mit der "Berechtigung" um welche Fächer zu unterrichten? Mein Master war natürlich sehr BWL-lastig, mein Bachelor-Studium und Ausbildung sehr techniklastig. Ich würde mir zutrauen auf Berufsschulniveau sowohl BWL, Mathe, Mechanik, Maschinenelemente, CNC-Technik, Webtechnologien, WiPo oder auch Englisch zu unterrichten (mein komplettes Masterstudium war auf Englisch und ich sitze jeden Tag in englischen Meetings). Kann man in der Berufsschule, wenn man zwei Fächer anerkannt bekommen hat, auch andere Fächer an derselben Schule unterrichten, wo gerade ein Mangel herrscht?

      VG

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Taschenonkel ()

    • nur der übliche Hinweis bzgl. der Arbeitszeiten: An berufsbildenden Schulen/BKs kann es auch Spätnachmittags- Samstag- oder Abendschule geben.

      Beim Rest halt ich mich raus, da anderes Land :)
      I can't help about the shape I'm in
      I can't sing, I ain't pretty and my legs are thin.
      Don't ask me what I think of you,
      I might not give the answer that you want me to.
    • Bist du sicher, dass du A13 bekommst? Ein Bekannter wurde mal von einer Berufsschule angefragt und er hat es dann wegen des Gehaltes abgelehnt. Er war allerdings nur Meister ohne Master. Ich würde mich aber auf jeden Fall vorher erkundigen, ob du als Quereinsteiger das gleiche Gehalt bekommst.
    • Tom123 schrieb:

      Bist du sicher, dass du A13 bekommst? Ein Bekannter wurde mal von einer Berufsschule angefragt und er hat es dann wegen des Gehaltes abgelehnt. Er war allerdings nur Meister ohne Master. Ich würde mich aber auf jeden Fall vorher erkundigen, ob du als Quereinsteiger das gleiche Gehalt bekommst.
      Also alle Stellenausschreibungen an Berufsschulen, die ich bisher gesehen habe, sprachen von A13 bzw. TVÖD 13. Die ganze Sache ist ja für mich natürlich nur bei Verbeamtung interessant. Ich habe mal eine Berufsschule in der Nähe meiner neuen Heimat kontaktiert und um einen Telefontermin gebeten.
    • Niedersachsen sucht ... so ziemlich alles.
      Man benötigt für den Quereinstieg einen Master einer Uni, sonst geht es nicht,
      für die Berufsschule gibt es für einzelne Fächer auch die Möglichkeit, es mit einem Master FH machen zu können - z.B. Maschbau

      So oder so ist die Landesschulbehörde ein Amt - man erinnere sich an Kafka - bei dem der eine nicht weiß, was der andere tut
      und gerade diese Anerkennungen sind langwierig und offenbar schwierig, ständig ist jemand anderes zuständig, ständig ändern sich die Bedingungen.
      Informationen hast du ja sicher unterhttps://www.eis-online-bbs.niedersachsen.de gefunden.
      ... und weil die Behörde so "aufgeräumt" ist,
      gibt es 2 weitere Seiten, auf denen die Infomationen angeobten werden.
      landesschulbehoerde-niedersach…dienseminare/quereinstieg
      mk.niedersachsen.de/startseite…en-schuldienst-89031.html
      Außerdem suche ich noch die Seite mit der Hotline für Lehramts-Interessenten, die gibt es auch.
      nämlich hier mk.niedersachsen.de/startseite…fte/wege_den_schuldienst/


      Gut wäre,
      a) ein Praktikum oder eine Hospitation, damit du dir selbst klar wirst, ob es das ist, was du dir vorstellst
      b) das Lesen der Arbeitszeitstudie Nds., damit du verstehst, dass es kein Halbtagesjob ist
      c) Initiativbewerbungen bei Berufsschulen mit dem Hinweis auf Unterricht, aber eben auch darauf, dass du den Quereinstieg absolvieren möchtest

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Palim ()

    • Palim schrieb:

      Niedersachsen sucht ... so ziemlich alles.
      Man benötigt für den Quereinstieg einen Master einer Uni, sonst geht es nicht,
      für die Berufsschule gibt es für einzelne Fächer auch die Möglichkeit, es mit einem Master FH machen zu können - z.B. Maschbau

      So oder so ist die Landesschulbehörde ein Amt - man erinnere sich an Kafka - bei dem der eine nicht weiß, was der andere tut
      und gerade diese Anerkennungen sind langwierig und offenbar schwierig, ständig ist jemand anderes zuständig, ständig ändern sich die Bedingungen.
      Informationen hast du ja sicher unterhttps://www.eis-online-bbs.niedersachsen.de gefunden.
      ... und weil die Behörde so "aufgeräumt" ist,
      gibt es 2 weitere Seiten, auf denen die Infomationen angeobten werden.
      landesschulbehoerde-niedersach…dienseminare/quereinstieg
      mk.niedersachsen.de/startseite…en-schuldienst-89031.html
      Außerdem suche ich noch die Seite mit der Hotline für Lehramts-Interessenten, die gibt es auch.
      nämlich hier mk.niedersachsen.de/startseite…fte/wege_den_schuldienst/


      Gut wäre,
      a) ein Praktikum oder eine Hospitation, damit du dir selbst klar wirst, ob es das ist, was du dir vorstellst
      b) das Lesen der Arbeitszeitstudie Nds., damit du verstehst, dass es kein Halbtagesjob ist
      c) Initiativbewerbungen bei Berufsschulen mit dem Hinweis auf Unterricht, aber eben auch darauf, dass du den Quereinstieg absolvieren möchtest
      Vielen Dank dafür, die Seite mit den Formblättern kannte ich in der Tat noch nicht. Ich könnte direkt beide Formblätter für Metalltechnik und Wirtschaft/Verwaltung ausfüllen, die Credits habe ich alle aus BSc und MSc-Studium. Mein Master ist von einer Universität und St. Andrews ist voll anabin akkreditiert, also mit einer deutschen Uni gleichgestellt.

      Die Arbeitszeitstudie kenne ich, danke. Ein Praktikum kommt nicht in Frage, einen Einkommensverlust ist für uns mit bald 3 Kindern und Frau, die aktuell nicht arbeitet, unmöglich. Ich bräuchte ab Tag 1 volles Gehalt, sonst kommt das Projekt nicht in Frage. Ich war selbst fast 5 Jahre auf einer Berufsschule für Metalltechnik und kann denke ich einigermaßen einschätzen, was dort verlangt wird. Auch wenn das Lehrerdasein natürlich anders ist, schieße ich damit denke ich nicht komplett ins Blaue.

      LG
    • Verbeamtung nur mit entsprechender Ausbildung. Master oder Staatsexamen plus Ref.

      Kannst du als Seiteneinsteiger alles nachmachen, gleichwertiges ohne pädagogisches Abschluss gibt es nicht.

      Die Idee, als Seiteneinsteiger gleich eine A13 Verbeamtung zu kriegen, ist auch absurd.

      du wirst mit e11 oder 12 eingestellt, e13 setzt päd abschluss oder vollwertiges zweitfach voraus. manche lehrer wollen auch nicht verbeamtet sein.
      Ich kann nur für Brandenburg und Berlin Sek 1 sprechen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von FrauFuchs ()

    • Das Praktikum muss ja nicht über mehrere Wochen gehen, ein paar Tage reichen für einen ersten Eindruck und ein paar Gespräche mit Lehrern. Das sollte doch mit Urlaubstagen machbar sein.
      Den es ist doch ein ziemlicher Unterschied zwischen Schüler- und Lehrersicht.
    • Noch ein Link

      zu einer Seite mit einem Link zu FAQ
      mk.niedersachsen.de/startseite…ienst/faq/faq-167464.html

      Da steht für BBS, direkten Quereinstieg


      NSchB schrieb:



      03. Ich habe ein Hochschulstudium mit dem Abschluss eines universitären Diploms, eines
      universitären Masters, FH-Masters oder Magister. Kann ich mich um den direkten
      Quereinstieg bewerben?
      Ja.
      Für die Einstellung müssen allerdings die Inhalte und Leistungen Ihres Studiums mindestens
      einer beruflichen Fachrichtung und einem allgemeinen Unterrichtsfach oder ausschließlich einer
      beruflichen Fachrichtung oder zwei Unterrichtsfächern entsprechend den fachwissenschaftlichen
      Anforderungen für das Lehramt an Gymnasien oder ausschließlich einem Unterrichtsfach,
      das Bestandteil der Stundentafel an berufsbildenden Schulen ist, zugordnet werden können.
      Sofern eine Verbeamtung bzw. Eingruppierung nach der Anlage TV EntgO-L in Entgeltgruppe
      13 TV-L beabsichtigt ist, müssen die für die Zuordnung eines Unterrichtsfaches erforderlichen
      Studien- und Prüfungsleistungen berufsbegleitend nachstudiert werden, wenn nur eine berufliche
      Fachrichtung zugeordnet werden konnte.

      (...)

      10. Kann ich verbeamtet werden?
      Die Einstellung erfolgt in der Regel im Tarifbeschäftigtenverhältnis. Eine Verbeamtung ist zu
      einem späteren Zeitpunkt grundsätzlich möglich, wenn die Studien- und Prüfungsleistungen
      bzw. Inhalte Ihres Studiums in dem erforderlichen Umfang einer beruflichen Fachrichtung und
      einem Unterrichtsfach oder zwei Unterrichtsfächern zugeordnet werden können. Wenn die
      abschließende Prüfung der Fächerzuordnung erfolgt ist, eine mindestens vierjährige berufliche
      Tätigkeit (nach den Vorgaben des § 8 NLVO-Bildung) nachgewiesen wurde und die sonstigen
      beamtenrechtlichen Voraussetzungen erfüllt sind, kann gegebenenfalls eine Einstellung als Beamtin
      oder Beamter auf Probe bei einem konkreten Stellenangebot nach dem Auswahlgespräch
      erfolgen. Der Wechsel von Tarifbeschäftigtenverhältnis ins Beamtenverhältnis auf Probe kann
      auch zu einem späteren Zeitpunkt unter den vorgenannten Voraussetzungen erfolgen.

      11. Wie werde ich eingruppiert?
      Die Eingruppierung ist von verschiedenen Kriterien abhängig und kann daher erst bei einem
      konkreten Stellenangebot nach dem Auswahlgespräch und der abschließenden Feststellung der
      Bewerbungsfähigkeit geprüft werden. Zu erwarten ist aber mindestens eine Eingruppierung
      nach der Anlage zum TV EntgO-L in die Entgeltgruppe 10 TV-L.
    • Taschenonkel schrieb:

      Ich bräuchte ab Tag 1 volles Gehalt, sonst kommt das Projekt nicht in Frage
      Knapp und kurz: wenn volles Gehalt für Dich A13 heisst, ist das natürlich nicht möglich...

      Im TB-Verhältnis wären bei Deinem Familienstand sicherlich auch nicht mehr als maximalst (!!) ca. 2500€ netto möglich (Achtung: Erfahrungsstufen sind wichtiger als Eingruppierung! Tarifgerechte Erfahrungsstufe wäre sicherlich 1, beachten musst Du noch, ob Du für volle Strundenzahl bezahlt wirst....) Das ist übrigens schon sehr gut, weil du als 'Einsteiger' nur unwesentlich weniger verdienst als ein voll ausgebildeter tarifbeschäftigter Lehrer mit 2. Staatsexamen...

      Wenn man mit 0 Schulerfahrung darein kommt, vergehen natürlich schon Jahre bis zur Verbeamtung (naja, zumindest 1,5 oder so - kenne die Regelungen in Nds nicht. Wie gesagt: wichtig ist vor allem die Erfahrungsstufeneingruppierung, da hat das Land Spielräume, es steht Dir aber nix zu, also nur 1)
    • Palim schrieb:

      Noch ein Link

      zu einer Seite mit einem Link zu FAQ
      mk.niedersachsen.de/startseite…ienst/faq/faq-167464.html

      Da steht für BBS, direkten Quereinstieg
      Vielen Dank, das Dokument kannte ich ja schon, deshalb kam ich ja erst auf die Idee. Vielleicht lese ich es ja falsch, aber so wie ich das verstehe, sollte ich doch die Ansprüche für eine Verbeamtung erfüllen:

      "Wenn die abschließende Prüfung der Fächerzuordnung erfolgt ist, eine mindestens vierjährige berufliche
      Tätigkeit (nach den Vorgaben des § 8 NLVO-Bildung) nachgewiesen wurde und die sonstigen
      beamtenrechtlichen Voraussetzungen erfüllt sind, kann gegebenenfalls eine Einstellung als Beamtin
      oder Beamter auf Probe bei einem konkreten Stellenangebot nach dem Auswahlgespräch
      erfolgen."

      Ich habe mal die Formblätter für den Quereinstieg grob überflogen, im Bereich Wirtschaft habe ich 140 ECTSs und im Bereich Metalltechnik rund 100 ECTS. Wenn ich dann noch ein konkretes Stellenangebot an einer Metallberufsschule habe (bin schon mit einer Schule im Gespräch), sollte doch, zumindest laut dem FAQ, eine Einstellung als Beamter (auf Probe) rein von den Voraussetzungen her möglich sein?
    • Die in der FAQ genannte 4-jährige berufliche Tätigkeit ist missverständlich.

      Die Vorgabe sind hier 4 Jahre Tätigkeit an einer Schule, nicht in einem freien Beruf (s. § 8 )

      D.h. in deinem Fall vermutlich Einstellung mit E12 Stufe 1 (~ 2100 Netto, zweites Jahr 2250...), 4 Jahre arbeiten und dann Antrag auf A13 stellen.

      Ausnahme:
      Soweit ich weiß, haben berufliche Schulen eine größere Autonomie und könnten daher bei Bedarf bei Eingruppierung und Stufen Zugeständnisse machen.
      Müsstest du bei der konkreten Schule anfragen.
    • loswo schrieb:

      Die in der FAQ genannte 4-jährige berufliche Tätigkeit ist missverständlich.

      Die Vorgabe sind hier 4 Jahre Tätigkeit an einer Schule, nicht in einem freien Beruf (s. § 8 )

      D.h. in deinem Fall vermutlich Einstellung mit E12 Stufe 1 (~ 2100 Netto, zweites Jahr 2250...), 4 Jahre arbeiten und dann Antrag auf A13 stellen.

      Ausnahme:
      Soweit ich weiß, haben berufliche Schulen eine größere Autonomie und könnten daher bei Bedarf bei Eingruppierung und Stufen Zugeständnisse machen.
      Müsstest du bei der konkreten Schule anfragen.
      Danke für Deine Antwort. Also in §8 steht nichts von Tätigkeit an einer Schule:

      (1) Die Lehrbefähigung für das Lehramt an Grund- und Hauptschulen, das Lehramt an Realschulen, das Lehramt für Sonderpädagogik, das Lehramt an Gymnasien oder das Lehramt an berufsbildenden Schulen hat auch erworben, wer
      1. ein anderes Hochschulstudium als ein Lehramtsstudium mit einem Mastergrad oder einem gleichwertigen Abschluss abgeschlossen hat, wenn der Abschluss zwei Fächern im Sinne der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung zugeordnet werden kann, und
      2. mindestens vier Jahre lang eine berufliche Tätigkeit nach Absatz 2 ausgeübt hat.
      (2) Die berufliche Tätigkeit muss
      1. fachlich an das Hochschulstudium anknüpfen sowie den fachlichen Anforderungen für das jeweilige Einstiegsamt entsprechen und
      2. im Hinblick auf Aufgaben der Laufbahn die Fähigkeit der Bewerberin oder des Bewerbers zu fachlich selbständiger Berufsausübung erwiesen haben.


      Verstehe ich das so falsch? Ich bin gerade mit einer Schule im Kontakt und habe schon eine Rückmeldung bzgl. Abstimmung der nächsten Schritte. Ich möchte natürlich bestmöglich vorbereitet da rein gehen.

      LG