Pendeln mit dem Fahrrad im Winter

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    • Pendeln mit dem Fahrrad im Winter

      Eigentlich sollte ich die Frage vielleicht besser in einem Rad-Forum stellen. Aber da ist der Frosch leider nicht angemeldet. ;)
      Aber hier sind ja auch Fahrrad-Pendler.

      Seit den Sommerferien zwinge ich mich dazu, die Strecke zur Schule und zurück mit dem Rad zurückzulegen. Machbar ist es - und mit Ausnahme einer Fortbildung habe ich es bisher auch geschafft.
      Es juckt mich etwas, das Ganze nach den Ferien fortzusetzen.

      Regen stört mich nicht - aber wenn es schneit etc. wird es schon krimineller.
      Hat da einer von euch Erfahrungen mit? Pendeln zur Schule im Schnee?

      kl. gr. frosch
      Man sollte darauf achten, seinen Kindern den richtigen Glauben zu vermitteln. ... Den an sich selbst.
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      Merke: wer auf dem Rad friert, fährt zu langsam. (By O.Meier ;) )
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      Die meisten meiner Beiträge entstehen auf einer tablet-Tastatur. Da es dort kein haptisches Feedback gibt, schleichen sich schneller Tippfehler ein. Sorry.
    • Im Winter bockt am meisten. Ich freue mich auf den ersten Schnee und ärgere mich meist, dass ich's nicht vorm Roimfahrzoich schaffe. Winterradeln macht Spaß.

      Aber wie immer braucht man die richtige Ausrüstung und muss wissen, was man tut. Auf dem Winterrad habe ich Spikes. Zur Frostfestigkeit alles schön fetten, bevor jemals Wasser eindringt. Fett auf die Enden der Außenzüge als Abdichtung. Durch deren Bewegung werden die Innenzüge automagisch nachgefettet. Für'n Notfall immer Ballistol am Mann haben.

      Klamotten so, dassd ie warm genug sind, man aber etwas ausziehen kann, wenn einem warm wird. Merke: wer auf dem Rad friert, fährt zu langsam. Wenn's richtig kalt wird Neopren-Maske für's Gesicht oder eincremen. Kopfbedeckung nicht vergessen! Und was für die Ohren!

      Ich habe meist drei paar Handschuhe mit. Ein paar Skihandschuhe zum Losfahren (muss erstmal 'nen Berg runter), dann ein Paar dünnere, die Tchibo zum Joggen anbietet, und für's letzte Drittel ein Paar fingerlose.

      Feste Schuhe mit Profil, falls man mal absteigen muss. Gamaschen als Lückenschluss gegen Kälte und Feuchtigkeit.

      Beim Fahren auf Schnee und Eis: Mäßig beschleunigen, behutsam bremsen und keine ruckartigen Lenkbewegungen. Mal auf Nebenstrecken üben. Ist etwas anstrengend, weil man sich mehr konzentrieren muss, aber man gewinnt fahrerisch enorm dazu.

      Naja, und halt mehr Zeit einplanen, man weiß nie, was kommt. Und außerdem braucht man noch fünf Minuten für den Kakao am Ziel ...
    • Danke für die Rückmeldung.
      Die Tipps von O.Meier sind auch echt gut. Keckks Warnung nehme ich zu Herzen.

      Mal schauen, wie lange ich es durchziehe.

      kl. gr. frosch


      Merke: wer auf dem Rad friert, fährt zu langsam.
      Damit mache ich mir mal ein T-Shirt. ;)
      Man sollte darauf achten, seinen Kindern den richtigen Glauben zu vermitteln. ... Den an sich selbst.
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      Merke: wer auf dem Rad friert, fährt zu langsam. (By O.Meier ;) )
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      Die meisten meiner Beiträge entstehen auf einer tablet-Tastatur. Da es dort kein haptisches Feedback gibt, schleichen sich schneller Tippfehler ein. Sorry.
    • Da schließe ich mich an, hätte eine Frage: Was zieht ihr da so an? Also einfach normal oder Radfahrer-Outfit oderoder...?
      Ich radle ca. 25 Minuten und da am Schluss noch ein langer Berg kommt, schwitze ich immer. Bisher hatte ich immer mein normales Zeug an und ein gutes deo in der Schule. Aber das war letzten Winter unbefriedigend.
      Erfahrungen? Danke!
    • laleona schrieb:

      Da schließe ich mich an, hätte eine Frage: Was zieht ihr da so an? Also einfach normal oder Radfahrer-Outfit oderoder...?
      Ich radle ca. 25 Minuten und da am Schluss noch ein langer Berg kommt, schwitze ich immer. Bisher hatte ich immer mein normales Zeug an und ein gutes deo in der Schule. Aber das war letzten Winter unbefriedigend.
      Erfahrungen? Danke!
      Kannst Du die Duschen der Sporthalle nutzen? Unsere Weit-Radler machen das so. (Und ich manchmal auch, selbst ohne Radfahren nutzt das beste Deo nix, wenn man bei 35° bis abends in der Schule hockt)
      I can't help about the shape I'm in
      I can't sing, I ain't pretty and my legs are thin.
      Don't ask me what I think of you,
      I might not give the answer that you want me to.
    • laleona schrieb:

      Was zieht ihr da so an?
      Du meinst im Winter? Fahrrad-Trikot/Funktionsshirt oder Merino-Shirt. Meist kurz mit Armlingen. Softshell-Fahhrad-Jacke vom Discounter. Da haben sich einige angesammmelt. Wenn's von den Temperaturen her ghet, noch in Jeans, sonst habe ich Thermohosen, die auch in der Schule nicht zu warm sind. Kann man aber nicht mehr kaufen.

      Mütze, meist dünne Fleecemütze, für arch kalt eine aus Strickfleece. Zwei Buffs, einen, um den Hals abzudichten, den anderen für die Ohren. Kann man zwischendrin runterstülpen oder ausziehen. Handschuhe wie oben beschrieben.

      Letztendlich muss man 'rumprobieren.

      In der Tasche habe ich dann zwei Baumwoll-T-Shirts für da, ein kurz- ein langärmeliges.
    • :ohh: Bin sehr beeindruckt von euch, alle Achtung. Kann nix dazu beitragen, außer eine Beobachtung als Außenstehende: Meine Kollegin trocknet ihre verschwitzen Fahrradklamotten immer im Damenklo, das finde ich nicht so toll...
      Be happy for the moment. This moment is your life.
      Leuchttürme laufen nicht herum, um Boote zu retten. Sie stehen einfach da und leuchten.
      Ein Esel ist ein Zebra ohne Streifen.
    • lamaison schrieb:

      :ohh: Bin sehr beeindruckt von euch, alle Achtung. Kann nix dazu beitragen, außer eine Beobachtung als Außenstehende: Meine Kollegin trocknet ihre verschwitzen Fahrradklamotten immer im Damenklo, das finde ich nicht so toll...
      ...das fände ich auch nicht so toll, eher unverschämt.
      @kleiner gruener frosch - denk auch immer dran, auch wenn du fahren kannst, fahren kaum kommt ne Schneeflocke die meisten wie auf Eiern.
      Was das Fahrrad angeht - passende geländegängige Reifen aufm Cruiser sollten reichen, vieles ist Schnickschnack. Manche strecken sind von ihrer Beschaffenheit einfach nicht fahrradtauglich im Winter, weil zu steil etc.

      Und... Shirt? Nö... aber der Spruch als Bodypainting beim nächsten WNBR...
      Der Zyniker ist ein Schuft, dessen mangelhafte Wahrnehmung ihn Dinge sehen lässt wie sie sind, nicht wie sie sein sollten. (Ambrose Bierce)
      Die Grundlage des Glücks ist die Freiheit, die Grundlage der Freiheit aber ist der Mut. (Perikles)
      Wer mit beiden Füßen immer felsenfest auf dem Boden der Tatsachen steht, kommt keinen Schritt weiter. (Miss Jones)
      Wenn der Klügere immer nachgibt, haben die Dummen das Sagen - das Schlamassel nennt sich dann Politik (auch Miss Jones)
    • Wenn dich Regen nicht stört, schaffst du auch den Winter.
      Tricky sind bei Schnee nur die Kurven, beim Geradeausfahren hatte ich (der Weg war bei mir zu 80% ein Radweg neben einer Landstraße) keine Probleme, musste nicht mal sonderlich langsam fahren. Und Schnee, der wirklich liegen blieb, gab es die letzten Jahre eh nur....5 Tage?

      Gute Handschuhe sind von der Kleidung her das Wichtigste, wenn es so richtig kalt wurde, hab ich noch ne Regenhose über die normale gezogen.
    • laleona schrieb:

      Könnte ich, da müsste ich aber früher losfahren und das geht nicht weil blablabla. Stinken tu ich nicht nach dem Radln, hab nachgefragt ;) bin halt nass. In meinen Baumwollklamotten und meiner Winterjacke :grimmig:
      Baumwolle ist ja auch was das angeht das denkbar schlechteste.
      - Entweder im Rucksack ein Wechsel-tshirt
      - Oder Wolle anziehen ;)
    • kleiner gruener frosch schrieb:

      Regen stört mich nicht - aber wenn es schneit etc. wird es schon kriminelleHat da einer von euch Erfahrungen mit? Pendeln zur Schule im Schnee?
      Als Schüler in den 80ern bin ich auch im Winter regelmäßig von unserem Dorf die 13km in die Kreisstadt zur Schule geradelt. Das ging eigentlich, wenn man warm angezogen war, weil Schnee im norddeutschen Flachland niemals so sonderlich dramatisch war. Die größte Schwierigkeit war, dass der Dynamo auf dem feuchten Fahrradreifen durchgerutscht ist und die Fahrradlampen nicht richtig leuchteten. Aber das ist ja heute kein Problem mehr. Am unangenehmsten waren die kalten Finger. Aber dafür hatten wir damals so eine Art Stulpen, die man an den Lenkergriffen festschnallte und die die Hände schützten.
    • keckks schrieb:

      ich hab das eine weile gemacht, einfach vierzig minuten durch die stadt. ich fahre auch mit spikes bei schnee oder eis nicht mehr (also bei unter null), da ich zwei unschöne stürze auf eis hatte. habe dann doch im winter eine monatskarte erworben.

      Hallo keckks,

      jetzt wollte ich gerade Spike-Reifen fürs Winterradeln wärmstens empfehlen, da schreibst du, dass die bei Eis nicht sicher sind.

      Nun weiß ich nicht, welche Art von Spikes du verwendet hast, aber ich bin jahrelang zu jeder Jahreszeit ca. 12 Kilometer hin und zurück zur Uni gependelt und hatte keinen einzigen wetterbedingten Sturz, auch bei Eis und Schneeglätte nicht. Nur bei Schneematsch muss man aufpassen, da bringen Spikes natürlich nichts.

      Gestürzt sind bei mir leider immer nur die andern, die mich sahen und nicht kapierten, dass ich nur wegen der Spikes so flott fahren kann. Die wollten es mir gleichtun und sind dann bedauerlicherweise auf der Nase gelandet. :pfeifen:

      der Buntflieger
    • Ich lese erst einmal noch schweigend mit - finde die Infos aber hochinteressant und denke, dass ich mein Radfahren auf jeden Fall noch etwas fortführen sollte.

      @Nele: bei mir sind es ein paar Kilometer mehr. Ungefähr 30. :)
      Davon 10 km quer durch die Großstadt und der Rest über Land bzw. Durch kleinere Orte.

      Kl.gr.Frosch
      Man sollte darauf achten, seinen Kindern den richtigen Glauben zu vermitteln. ... Den an sich selbst.
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      Merke: wer auf dem Rad friert, fährt zu langsam. (By O.Meier ;) )
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      Die meisten meiner Beiträge entstehen auf einer tablet-Tastatur. Da es dort kein haptisches Feedback gibt, schleichen sich schneller Tippfehler ein. Sorry.
    • @ O.Meier & chilipaprika: Dankeschön, erwäge Klamottenwechsel!
      Und danke für die interessante Diskussion.
      Übrigens fahre ich 10km mit dem Auto und dann hole ich mein Klapprad raus und fahre weitere 8km. 18km würde ich morgens zeitlich nicht schaffen (will meine Kinder noch sehen morgens).
    • Da SPON hier wahrscheinlich sowieso mitliest, um sich Anregungen für den nächsten Lehrer-Artikel zu holen, wie wäre es mit Folgendem:

      "70-jähriger Lehrer pendelt im Winter bei Eis und Schneeregen 20km mit dem Fahrrad zur Schule und ist glücklich dabei"

      "Die Behörde hat mich zwar zwangsverpflichtet, um dem Lehrermangel zu begegnen, und der Verdienst wird auf meine Pension angerechnet, aber was gibt es Schöneres als der Gesellschaft zu dienen und gleichzeitig die Umwelt zu schützen? Das gibt meinem Leben wieder einen Sinn!"

      Zeit für den nächsten Artikel, wie Lehrer wieder zu leuchtenden Vorbildern werden können...

      Gruß !
      Mikael - Experte für das Lehren und Lernen
    • Bei Eis und Schneematsch fahre ich nicht mehr aber das haben wir in Basel eh nur an 2 - 3 Tagen pro Winter. An Bekleidung kann ich Ortovox (buchstäblich!) wärmstens empfehlen. Ist teuer, aber das Geld ernsthaft wert. Daneben habe ich mir mal von Gonso so eine Art Thermo-Shorts geholt, die man über die normale Hose drüber ziehen kann damit einem die Oberschenkel nicht wegfrieren. Mein Arbeitsweg ist aber mit 6.5 km vergleichsweise kurz. An der Uni bin ich jahrelang 10 km pro Weg gefahren und das wirklich bei jedem Wetter.
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      Früher war mehr Lametta!