Freistellung Bewerbungsgespräch , Unterrichtszeit/Arbeitszeit nachholen?

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    • Freistellung Bewerbungsgespräch , Unterrichtszeit/Arbeitszeit nachholen?

      Hallo,
      da ich immer wieder Vertretungslehrer bin und zurzeit wieder befristet (nur bis zu den Weihnachtsferien), bewerbe ich mich natürlich wieder auf andere Stellen, bevor ich wieder rund 4 Monate arbeitslos bin. Die Schule, wo ich derzeit bin, stellt mich (was ja auch mein Recht ist) für Vorstellungstermine frei.
      Nun möchte der Schulleiter aber noch, dass ich die ausgefallenen Stunden nachhole.
      Darf er das Verlangen?

      Laut Arbeitsrecht: DGB Seite steht das hier :
      "Während der Freistellung besteht der Lohnanspruch weiter, der Arbeitnehmer muss die ausgefallene Zeit auch nicht nachholen."

      Und das hier fand ich auch im Netz:

      "Arbeitgeber sind verpflichtet, Mitarbeiter für Vorstellungsgespräche bezahlt
      freizustellen, wenn sie aufgrund einer Kündigung durch den Arbeitgeber auf
      Jobsuche sind. Sie müssen die ausgefallene Zeit auch nicht in Form von
      Überstunden nacharbeiten. Grundlage hierfür ist der § 629 BGB . Der Gesetzgeber wollte damit für gekündigte Beschäftigte eine Erleichterung schaffen, eine
      unmittelbare Anschlussbeschäftigung zu finden."


      Wie ist es in Schule bei tarifangestellten Vertretungslehrern?
    • fossi74 schrieb:

      Genauso. Lass Dir nichts anderes erzählen. Und falls doch, soll Dein SL Dir mal schön schriftlich und unter Angabe der Rechtsquelle begründen, warum das so sein sollte.
      Habe fossis Beitrag mal noch ergänzt. Du wirst sehen, spätestens nach diesem - sehr freundlichen Hinweis deinerseits wird dein aktueller SL das Thema ganz schnell fallen lassen (oder ein sehr peinliches Gespräch mit seinen dienstlichen Vorgesetzten führen müssen).
    • Ich finden den "Und das fand ich auch im Netz"-Passus nicht so passend (und vermisse eine Quellenangabe).

      Von dort übernimmst du "... wenn sie aufgrund einer Kündigung durch den Arbeitgeber ..."
      Liegt denn eine Kündigung vor? Davon schreibst du nichts.

      Auf dieser Seite einer Versicherung wird explizit auch

      "Das Ende des jetzigen Arbeitsverhältnisses ist absehbar, weil
      .... Sie einen befristeten Arbeitsplatz haben"

      genannt. (Wobei eine VV oder ähnliches sicher als Beleg besser ist, als die Seite einer Versicherung...).
      Soetwas würde ich der SL eher zur Lektüre empfehlen.


      Die Zeit ist als Quelle vielleicht noch seriöser, wobei der der Aspekt des kurzfristigen Arbeitsverhältnisses hinzu kommt ("Wer sich in der Probezeit oder einer kurzfristigen Beschäftigung befindet, hat dieses Recht jedoch nicht.").

      Vielleicht gibt es aber auch noch andere Tarifliche Regelungen? Nach der Quelle vorstellungsgespraech.org/frei…er-vorstellungsgespraech/ kann zumindest die Bezahlung (§ 616) durch Tarifvertrag ausgehebelt werden.

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Nitram () aus folgendem Grund: Link zur "Zeit" eingefügt

    • Neu

      Wenn Du von Arbeitslosigkeit bedroht bist (§ 17 SGB III) musst Du für die Stellensuche/Bewerbungsgespräch freigestellt werden (§ 629 BGB)
      Das Gesetz steht natürlich über einen beliebigen Tarifvertrag o.ä.
      Musste mein voriger Arbeitgeber in Person eines Schuldirektors auch erst lernen. Er meldete dies als unentschuldigtes Fehlen.
      Hat er in mir aber den "Falschen" dafür erwischt
      Aus Gründen der Höflichkeit solltest Du Dich vorher abmelden.
      Du teilst aber den Fakt an sich nur mit.
      Du musst auch keine Details über den neuen Arbeitgeber mitteilen noch irgendetwas dort
      bestätigen oder nachweisen lassen.