Wie geht ihr dem Corona-Virus entgegen?

  • Respekt für den Plan aus Niedersachsen. Für meine beiden Kinder (2 Klasse/7 Klasse) bedeutet das, dass sie bis mindestens Ende Mai zu Hause sind. Mal gucken wie mein BL das so macht. Bis jetzt durften meine Kinder nicht in die Notbetreuung.

  • Respekt für den Plan aus Niedersachsen. Für meine beiden Kinder (2/7) bedeutet das, dass sie bis mindestens Ende Mai zu Hause sind. Mal gucken wie mein BL das so macht. Bis jetzt durften meine Kinder nicht in die Notbetreuung.

    Tja, mein Plan ist bisher ganz einfach, wenn mein AG kein HO mehr für mich anbieten kann, dann nehme ich erstmal meine 10 bezahlten Tage Freistellung, wären etwas über 3 Wochen. Dann nehme ich danach unbezahlte Freistellung.


    Aber ich bin mir fast sicher, dass sie dann doch Sachen im HO finden werden oder eben doch die Notbetreuung ausgeweitet wird. Mein Mann wird sicher nicht HO mit 3 Kindern hier zuhause machen und ich gehe arbeiten! Und falls jemand fragen sollte, warum, weil ich durch Steuerklassen und Teilzeit nur ca. 1/3 von seinem Einkommen habe.

  • Gehört das nicht zu unseren ganz normalen, jährlich wiederkehrenden Aufgaben?

    Ja, natürlich und ich habe nie was Gegenteiliges behauptet. Bzw darum geht es ja, viele von uns haben echt hart gearbeitet, nur eben nicht so viel vor Ort an den Schulen. Dafür stellen aber andere hier Thesen über alle Kollegen in den Raum sinngemäß "wir Lehrer arbeiten zur Zeit alle nur wenig und sollten froh sein, dass wir trotzdem bezahlt werden." Ebenso lasse ich mir auch nicht verbieten in diesem Zusammenhang über Arbeitszeiten zu schreiben. Wenn die vergangenen Wochen für euch so easy waren, freut es mich. Dann habt ihr ja auch genug Reserven, um die kommenden Wochen zu stemmen. Ich als Hessin habe zur Zeit im übrigen nur klägliche Infos. Ich weiß, dass es in einer Woche für die 12er Gym wieder losgeht, max 15 Schüler pro Klasse sollen es sein. Wie, keine Ahnung... 13er haben keine Anwesenheitspflicht, mdl Prüfungen im Mai. Über andere Schulformen weiß ich noch nichts

  • Die Vermischung von Privatem und Beruflichem haben wir aber doch sowieso ständig, sobald wir Klausurstapel mit nach Hause nehmen und abends oder am Wochenende korrigieren. Oder auch bloß Unterricht planen. Und gerade, was du beschreibst - zwischendurch mal Wäsche machen, eine Runde mit den Hunden drehen, kurz einen Kaffee in der Sonne trinken und nebenbei Schüleraufgaben lesen etc. - finde ich total entlastend und genieße den selbstbestimmten Zeitplan sehr. So sehr, dass ich mich frage, ob ich eigentlich im richtigen Job bin, denn bei uns funktioniert ja im Gegensatz zu den meisten anderen Leuten noch nichtmals Gleitzeit.

    Ja, das Problem des Unterrichtens ist wirklich dieses Gezwungensein auf die Minute pünklich voll präsent zu sein, keinerlei Pausen zu haben. Und man kann nicht mal eben kurz 5 Minuten rausgehen, wenn einem der Kopf brummt (oder man auf Toilette muss).

    Das habe ich z.B. in der Forschung während meiner Diplomarbeit sehr genossen, da konnte man auch mal fünf Minuten frische Luft ausserhalb des Labors schnappen, sich einen Kaffee machen. In den Pausen saß man mit den Doktoranden zusammen im Besprechungsraum, hat Tee getrunken, alles war ruhig und man konnte sich ohne Hektik unterhalten.

    Ich glaube während der Corona-Zeit im Home Office merkt man, dass eben nicht nur Geld einen Beruf ausmacht, sondern auch die Arbeitsbedingungen.

    Es empfinden viele als angenehm, dass man, wie in manchen anderen Berufen, eben selbstständiger und weniger fremdgesteuert (es klingelt... los!.... ich muss auf Toilette... geht nicht, Aufsichtspflicht!...... ich habe Pause.. von der Seite "dein Schüler aus der 8a hat in der Pause XY, das wollte ich dir nur sagen") arbeiten kann mit eigener Zeiteinteilung. Oder wie meine Klavierlehrerin, die gibt sehr viel Einzelunterricht, vor allem im Erwachsenenbereich.

    Alles andere sei ihr auch zu stressig (sie war vorher mal an einer großen Musikschule).

    Als Lehrer ist man eben ein Massenabfertiger.

    Allein, dass im Homeoffice nicht tausend Leute durcheinanderquaken, man ist deutlich entspannter. Wie viele KuK sind mittags nach 6 Stunden Unterricht erstmal platt. Um dieselbe Zeit im Homeoffice (oder in anderen Berufen) ist man noch recht entspannt.

    Deshalb lachen solche Leute auch darüber, wenn manche Lehrer mittags erstmal Mittagsschlaf machen. Die können sich gar nicht vorstellen, dass man eben nach so einem anstrengenden Vormittag nicht gleich an die Oberstufenklausuren gehen kann.

    Dafür hat man kein Verständnis, wenn man den ganzen Vormittag unter Erwachsenen war, die mit moderater Lautstärke sprechen, man immer mal 5 Minuten klönt.

  • Könnne wir bitte auch aufhören zu sagen "Da und da ist es ja viel besser?" und "als Lehrer hat man aber diese und jene Nachteile"?

    Wem der Job nicht gefällt, der möge doch bitte den Job an den Nagel hängen. Ein Bekannter von mir ist diesen Schritt gegangen.

    Das bringt doch sonst alles nix ...

  • Ich lese da raus, dass sich das nur auf die Schüler bezieht.


    der Leitfaden ist echt gut. So viel Konkretes hatte ich nicht erwartet. Ich war davon ausgegangen, dass die Schulen nur die Vorgabe bekommt „sorgt für Abstand“.

  • Yeah ... Ich bleibe noch bis mind. 8. Juni im Homeoffice, hat heute der Bundesrat verkündet. Primar und Sek I werden am 11. Mai wieder öffnen. Die Begrünung klingt für mich plausibel: Die SuS der Sek II sitzen morgens im ÖV, die Gymnasien und Berufsschulen sind bei uns viel grösser als die Volksschulen und die Jugendlichen haben am Nachmittag sehr viel mehr verschiedene soziale Kontakte als die Kleinen. Wäre ziemlich genau auch meine Logik gewesen. Kinderspielplätze sind bei uns die ganze Zeit schon nicht abgesperrt und werden auch rege bevölkert (heute Nachmittag haben sich vor unserem Haus sicher 10 Kinder zugleich mit ausgerissenen Löwenzahn beworfen ... manchmal wäre ich doch wieder gern eins von denen). Gruppenbildung ist bis 5 Personen erlaubt. Die letzten 4 Wochen hat sich recht eindeutig gezeigt, dass wir damit sehr gut fahren und so kann man jetzt auch optimistisch sein, dass die schrittweise Öffnung der Schulen nach den richtigen Kriterien geschieht.


    Ab dem 8. Juni soll dann - sofern bis dahin alles gut geht - die Versammlungsbeschränkung auf 5 Personen aufgehoben werden und damit wären endlich auch wieder Kontaktsportarten im Verein zulässig. Die grossen Fitnessstudio-Ketten sind jetzt schon dran Hygienepläne auszutüfteln, dass sie vorher evtl. mit den Bau- und Gartencentern sowie den Coiffeuren am 27. April schon öffnen können. Ganz hart trifft es die Gastronomie, für die gibt es immer noch kein konkretes Datum, wann die wieder öffnen soll. Aber auch da kann ich Herrn Bersets Argumentation folgen: Wer hat schon Lust in 2 m Abstand in der Beiz ein Bier zu trinken. Das hatten wir vor dem Lockdown noch ein Wochenende lang zaghaft versucht und sind kläglich gescheitert.


    Die für mich und meine Lebensgefährtin (gerissener Meniskus im rechten Knie) sicher beste Nachricht des Tages: Ab dem 27. April darf auch wieder uneingeschränkt operiert werden. Die Spitäler sind zum Teil jetzt schon so gähnend leer, dass ganze Belegschaften in Kurzarbeit geschickt wurden weil ausser vereinzelten Covid-19-Patienten nichts mehr los ist.

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    Chemie ist das was knallt und stinkt, Physik ist das was nie gelingt.

  • Ab dem 8. Juni soll dann - sofern bis dahin alles gut geht - die Versammlungsbeschränkung auf 5 Personen aufgehoben werden und damit wären endlich auch wieder Kontaktsportarten im Verein zulässig.

    Da wird ja hier noch gar nicht drüber gesprochen, hier ist immer noch offen, ob Berlin die Saison beim Handball noch zu Ende spielt oder doch abbricht und wenn ja, wie dann wertet. Ich hoffe ja immer noch, dass sie noch zuende gespielt wird, aber ab Ende Juni sind hier Ferien und da wird das wohl dann auch eher nichts. Gerade für die Kinder ist es schade, die wechseln beide die Altersklasse und hätten schon gerne noch die zwei Spiele gespielt in der alten Besetzung und mit den Trainern

  • Wie kommst Du denn darauf? Sind denn die Kriterien, nach denen in Deutschland getestet werden, irgendwie verändert worden? Soweit ich weiss, wird bei euch genau wie bei uns nach wie vor nur getestet, wenn starke Symptome vorliegen und nur in Einzelnen Ortschaften (Heinsberg, München) wird systematisch durchgetestet. Nur wenn man ALLE testet, kann man auch irgendeine Art von Dunkelfeld aufklären. Was heisst denn "Testkapazitäten ausgeschöpft"? Gab es irgendwann mal irgendwo den Zeitpunkt zu dem alle durchgeführten Tests positiv ausfielen? Soweit ich da auf die schnelle Zahlen finden konnte, lag der Anteil positiver Tests stets nur irgendwo zwischen 5 und 10 %.

    Um hierauf noch einmal zurückzukommen: Gerade heute gab es diesbezüglich in der NZZ ein Interview mit Marcel Salathé (das ist quasi unser Dr. Drosten), den ich hier leider nicht verlinken kann, weil er nur Abo-Kunden zugänglich ist. Er erklärt, dass in der Schweiz tatsächlich bis auf in der Containment-Phase immer nach den gleichen Kriterien getestet wurde und dies schon vor zwei Wochen zu der absurden Situation führte, dass die Testkapazitäten bei weitem nicht mehr ausgeschöpft wurden. Man hätte also längst schon auch Personen mit schwachen oder untypischen Symptomen testen können. Ich bin also wirklich nicht blöd im Kopf oder habe irgend ein Bio-Voodoo-Zeug übersehen wenn ich schreibe, die Trefferquote bei den Tests muss bei steigender Infektionszahl zwangsläufig steigen, wenn man nach immer den gleichen Kriterien testet.

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  • Söder gerade bei Maybrit Illner:

    Begründung warum die Schulen in Bayern später öffnen:


    Wir haben festgestellt, dass durch die Schulschließungen die Infektionszahlen signifikant gesunken sind.

  • In Niedersachsen gibt es schon lange bei der Notbetreuung eine Härtefallregelung. Allerdings haben wir trotzdem nur wenige Anfragen. Momentan ein Kind. Es bleibt ja letztlich dabei, dass es nur geht, wenn es keine andere Möglichkeit gibt. Wenn man im Homeoffice ist, ist man in der Regel raus. Da braucht man schon sehr gute Gründe.

  • Wir haben festgestellt, dass durch die Schulschließungen die Infektionszahlen signifikant gesunken sind.

    Wenn man unsere Zahlen anschaut, scheint "die Schulschliessungen" zu unspezifisch zu sein. Jugendliche sind offenbar ein grösseres Problem als Kinder. Aber jetzt werden wir eh nur abwarten können, dann werden wir schon sehen, was passiert. Mein ganz persönlicher Verdacht ist, dass bei uns die Schliessung der Grenzen einen grossen Effekt gebracht hat. Das lässt sich aber leider nicht mehr exakt nachvollziehen, weil ja irgendwie alles zugleich passiert ist. Zumindest Basel und das Tessin sind aber eindeutig nachvollziehbar hauptsächlich aus Frankreich und Italien "verseucht" worden. Das spräche für eine längerfristige Einschränkung der Reisefreiheit.

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  • Man darf ja nicht vergessen, was da alles dran hing. Der ganze Bereich Schülertransport. Den ganzen Nachmittagsfreizeitbereich. Seit den Schulschließungen gibt es bei uns auch keine Vereinsaktivitäten. Die Sporthallen und Schwimmbäder wurden dicht gemacht. Das kumuliert ja alles. Ich denke, dass das auch der Effekt ist, dass wenn die Schulen zu ist, ist es ernst. Dann reagieren die Leute auch mehr.


    Drosten meinte gerade noch bei Illner, dass man nicht genug über die Verbreitung durch Schulen weiß. Es ist ja auch die Frage, wie weit jüngere Kinder das Virus überhaupt verbreiten.

  • Wenn man im Homeoffice ist, ist man in der Regel raus. Da braucht man schon sehr gute Gründe.

    Ich war ja überrascht, wie schnell bei uns Eltern von Freitag auf Montag ins Homeoffice konnten. Man fragt sich nur, für wie lange. Bis 04.05. wahrscheinlich eher noch, aber dann?

    Ebbes isch emmer.


    Wenn man nicht immer alles weiss, nervt man sich unter Umständen weniger. (Froeschli, hat nichts mit dem hier anwesenden Frosch zu tun)

  • Die Dynamiken in kleinen aber sehr stark betroffenen Ländern wie der Schweiz, Belgien oder Luxemburg werden gerade völlig übersehen, weil sie halt in absoluten Zahlen nicht spektakulär genug sind. Dabei wäre es eigentlich spannend überall auf der Welt zu schauen um möglichst viel über die Infektionsketten zu lernen. Vor allem die Schweiz und Luxemburg (bei Belgien kenne ich mich nicht wirklich aus, mit Luxemburg habe ich noch direkten Kontakt) sind durch den Grenzgängerverkehr und den hohen Anteil an Migranten im Land sehr stark betroffen. In der Containment-Phase konnten in der Schweiz ALLE Infektionsketten auf entweder Italien oder Frankreich zurückgeführt werden. Bei den Verbindungen zu Italien handelte es sich ausschliesslich um Familienkontakte, kein einziges Infektionsgeschehen konnte in unmittelbaren Zusammenhang mit einer Schule gebracht werden. Das gleiche gilt für die Infektionswege, die nach Frankreich führen, hier hat in Basel das Treffen der evangelischen Freikirche "Porte Ouverte Chrétienne" zu einem rasanten Anstieg der Infektionszahlen geführt. Auch der Fall Ischgl (davon war vor allem Deutschland sehr stark betroffen) ist eigentlich bezeichnend und spricht dafür, vor allem die Reisefreiheit in den nächsten Monaten weiterhin einzuschränken.

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  • Ich war ja überrascht, wie schnell bei uns Eltern von Freitag auf Montag ins Homeoffice konnten. Man fragt sich nur, für wie lange. Bis 04.05. wahrscheinlich eher noch, aber dann?

    Klar, aber dann sind es ja auch andere Gründe. Ich wollte nur deutlich machen, dass wir Härtefallregelungen haben. Aber halt wirklich Notfälle. Solange jemand im Homeoffice ist, ist er das in der Regel nicht. Andererseits dürfen "gefährdete" Kinder auch in die Notbetreuung. Ich finde die Regelung schon gut.

  • Auch der Fall Ischgl (davon war vor allem Deutschland sehr stark betroffen) ist eigentlich bezeichnend und spricht dafür, vor allem die Reisefreiheit in den nächsten Monaten weiterhin einzuschränken.

    Auf jeden Fall. In Niedersachsen wurde auch darauf hingewiesen, dass wir gerade an den Grenzen zu NRW und Hamburg viele Fälle haben. Auf der anderen Seite hat Droste heute darauf hingewiesen, da es sich auf Dauer alles angleicht ... Reisebeschränkungen scheinen also auch nur ein Zeitgewinn.

  • In Bayern öffnen die Schulen nicht wirklich später: Wir starten mit der Q12 und allen anderen Abschlussklassen (edit: Förderzentren wohl nicht) aller Schulformen am 27.04. in den Präsenzunterricht. Trotz der Tatsache, dass wir das am meisten betroffene Bundesland sind.


    Und wenn man jetzt vorsichtig tastend schauen will, dass R wirklich unter 1 bleibt, dann ist es vielleicht auch nicht so schlau, erstmal das aufzumachen, dessen Schließung den größten Effekt hatte.

  • Wir starten mit der Q12 und allen anderen Abschlussklassen aller Schulformen am 27.04. in den Präsenzunterricht.

    Jupp, und wenn man Herrn Salathé z. B. zuhört bzw. zu"liest" sind das genau die Falschen. Aber nun ... ändern kann man es eh nicht, wir werden sehen, was passiert. Meiner persönlichen Logik entspricht das zumindest nicht.

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