Formulierung eines Elternbriefes, da ein Coronatest bei einer Schülerin negativ war

  • Liebe Forumsmitglieder,


    ich würde gerne um die Mithilfe zur Formulierung eines Elternbriefes bitten.

    Ich würde wie folgt anfangen:


    Sehr geehrte Eltern der OGS.....,

    es gab kurzzeitig den Verdacht, dass eine Schülerin der Grundschule sich mit Corona infiziert hat.der durchgeführte Corona-Test bei einer Schülerin aus dem dritten Jahrgang war negativ. Diese hat sich lediglich eine Grippe eingefangen.


    Mit freundlichen Grüßen Justin Klein


    Ps: Ich bin kein Deutschlehrer, trotzdem wäre ich für jeden Tipp dankbar

  • muss in dem Brief unbedingt stehen, dass es eine Schülerin aus dem 3. Jahrgang war?

    Und muss da stehen, dass sie sich mit einer Grippe infiziert hat ("eingefangen" schriebe ich schon mal gar nicht)? In dem fall passt auch die Ergänzung "lediglich" nicht. Auch die Grippe ist potenziell tödlich.

    "Ihr sollt nicht wähnen, dass ich gekommen sei, Frieden zu senden auf die Erde. Ich bin nicht gekommen, Frieden zu senden, sondern das Schwert."
    Matthäus 10.34

  • "lediglich eine Grippe" finde ich auch nicht ganz angemessen. Es ist auch eine meldepflichtige Krankheit und kann gesundheitliche Folgen haben. Ich würde das ganz weglassen, was die Schülerin ansonsten hatte.


    (Sorry, habe #3 zu spät gelesen)

  • Sehr geehrte/liebe Eltern der OGS,


    der Verdacht, dass ein/e Schüler/in der Grundschule/der OGS sich mit Corona infiziert habe/hätte, wurde nicht bestätigt. Ein entsprechender Test fiel negativ aus.


    (Evtl. dann noch: der Betrieb der OGS kann also ohne Einschränkungen ab dem... wieder aufgenommen werden/alle SuS können ab dem ...wieder unbesorgt die OGS besuchen.)


    Mit freundlichen Grüßen


    ....(für die Leitung der OGS/Grundschule - Funktion sollte genannt werden)

    Die Weisheit des Alters kann uns nicht ersetzen, was wir an Jugendtorheiten versäumt haben. (Bertrand Russell)

  • Ich würde beides weglassen, also sowohl den Jahrgang, in dem die Schülerin ist, als auch ihre eigentliche Krankheit (insbesondere letzteres geht m. E. niemanden etwas an).

    Bist du übrigens sicher, dass diese Schülerin wirklich die (echte) Grippe hatte oder nicht doch eher einen grippalen Infekt? Denn wie oben schon geschrieben wurde: die zoonotische Influenza ist meldepflichtig.

  • Wissen die anderen Eltern von dem Test? Gab es deswegen im Vorfeld schon Konsequenzen?

    Ansonsten frage ich mich, ob es die Eltern überhaupt etwas angeht oder ob es eher noch mehr Unruhe stiftet.

  • Wir informieren andere Eltern nicht. Es gab jetzt auch 2 negative Tests in meiner Klasse. Warum sollte ich dass allen Eltern mitteilen? Natürlich wissen es teilweise die Eltern, da die Kinder untereinander davon erzählt haben bzw. erzählt haben wie der Test ablief.

  • Wäre es möglich, dass sich Eltern hier gegenseitig Stress machen? Ich würde niemanden informieren, dass irgendein Test negativ ausgefallen ist und erwarte das auch nicht von anderen. Ich würde auch keine anderen Gesundheitsdaten (m)eines Kindes veröffentlichen.


    Nicht so lustiger Funfact: Aids muss man niemandem anzeigen. Wenn also ein Kind eurer Schule HIV haben sollte, erfahrt ihr das nicht.

  • Grundsätzlich finde ich den Brief von Marie passend - wenn es überhaupt einen Brief geben muss. Ich informiere ja auch nicht jeden Tag die Eltern meiner Schüler, dass alle Kinder heute gesund und ansteckungsfrei in der Schule waren.


    Bzgl. Stress machen: im Nachbarkreis waren bei einer dreizügigen Schule am vorletzten Schultag zwei Klassen von Corona betroffen. Gemäß der üblichen Vorgehensweise hätte man am letzten Schultag die beiden Klassen zu Hause gelassen. Die Eltern der Schule haben aber am Nachmittag so viel Stress gemacht, dass der Schulträger und die Schulleitung am späten Nachmittag beschlossen haben, die Schule am letzten Schultag für keine Klasse mehr zu öffnen.

    Man sollte darauf achten, seinen Kindern den richtigen Glauben zu vermitteln. ... Den an sich selbst.
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    "Angst ist ein unfähiger Lehrer." Jean-Luc Picard

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    "Urteile nie über einen Moderator dieses Forums, bevor Du nicht einen Mond lang in seinen Mokassins gelaufen bist." (frei nach Firelilly)

  • Der TE hat doch nur nach einer Formulierung gefragt, nicht danach, ob so ein Brief verschickt werde soll. Falls es eine akute Aufregung/Unruhe/Gerüchteküche gegeben hat, kann so ein Brief durchaus sinnvoll sein. Ansonsten sollte man einen allgemeineren Brief schreiben, etwa in der Form:


    „Sehr geehrte/liebe Eltern,


    wir möchten Sie darüber informieren, dass sich niemand mit einem positiven Coronabefund (evtl. zusätzlich : oder jemand, der als enge Kontaktperson gilt,) bei uns an der Schule aufhält.

    (Dieser erste Absatz evtl. nur bei aktuellen Nachfragen oder Gerüchten, ansonsten nur der folgende Text.)


    Bei Corona-Verdachtsfällen halten wir uns an die vom Schulministerium bzw. dem örtlichen Gesundheitsamt angeordnete Vorgehensweise (evtl. Dokument zur Vorgehensweise anhängen oder kurz ausführen, wie die Vorgehensweise ist).


    Informationen bezüglich einzelner Verdachtsfälle und/oder Erkrankungen von Personen an unserer Schule bzw. deren Familienmitgliedern unterliegen dem Datenschutz und werden selbstverständlich nicht weitergegeben.


    Mit freundlichen Grüßen

    (Name und Funktion) „

    Die Weisheit des Alters kann uns nicht ersetzen, was wir an Jugendtorheiten versäumt haben. (Bertrand Russell)

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