Flüssigkreidestifte

  • Bisher habe ich an einer Schule mit analogen Whiteboards unterrichte. Ab kommender Woche bin ich an einer Schule mit klassischen Kreidetafeln. Nachdem ich einerseits extrem trockene Hände habe, die durch die Kreide zusätzlich austrocknen und aufreißen (kenne ich noch aus meiner Schulzeit- soviel kann ich gar nicht cremen, da muss ich dann jede Nacht Handschuhe tragen, damit die Spezialcreme einziehen kann), anderseits den Kreidestaub lungenbedingt nur so semilustig finde und schließlich motorisch talentiert bin, weshalb ich garantiert (wie mein Vater) täglich mit lustigen Kreideflecken im Gesicht und an der Kleidung durch die Schule rennen würde, würde ich gerne auf klassische Tafelkreide verzichten zugunsten von Flüssigkreidestiften (staubt nicht beim Schreiben oder Trockenwischen, durch die Stifthalterung hat man die Kreide nicht direkt an den Fingern). Hat jemand von euch Erfahrung mit diesen Stiften? Im Internet steht meist dabei, sie würden auf allen "glatten" Tafeln (/Oberflächen) funktionieren, nicht aber auf porösen Oberflächen, die klassische Kreidetafeln aber sehr oft haben. Nutzt noch jemand diese Stifte und kann mir erzählen, wie diese auf der Tafel funktionieren, ob man sie auch auf möglicherweise poröseren Oberflächen wieder abwischen kann? Gibt es spezifische Nachteile, die sich aus dem Umgang ergeben?


    Sollte irgendein total verarmter Refi hier übrigens Whiteboardstifte samt "Tankstellen" (in diversen Farben) benötigen, möge er/sie eine PN an mich senden. Ich habe hier noch ein Sortiment, das ich wohl die nächsten 10 Jahre mindestens nicht mehr brauchen werde. ^^

    "Benutzen wir unsere Vernunft, der wir auch diese Medizin verdanken, um das Kostbarste zu erhalten, das wir haben: unser soziales Gewebe, unsere Menschlichkeit. Sollten wir das nicht schaffen, hätte die Pest in der Tat gewonnen. Ich warte auf euch in der Schule." Domenico Squillace

  • Ich hab mir mal welche gekauft, die ich persönlich recht teuer fand (im Vergleich zu Kreide). Die hatten das Problem, dass sie nicht so einfach mit Schwamm und Wasser abzuwaschen waren (obwohl sie das laut Beschreibung sein sollten). Man musste sehr viel Wasser und Kraft investieren, um einen halbwegs akzeptablen Zustand hinzubekommen. Ich habe sie deswegen nicht wieder gekauft, obwohl ich das Konzept und die Deckkraft der Farben echt toll fand

    "Unfähigkeit ist kein Dienstvergehen und kann nicht geahndet werden."

    "Die Pädagogik die Du bei uns (am BK) brauchst ist mit "sei konsequent, dabei kein Arsch und bleib authentisch" nahezu abschließend zusammengefasst."


    Rechtschreibfehler entstehen nur, wenn ich am Handy schreibe. Eine andere Möglichkeit ist ausgeschlossen!

  • Verflixt, das liest sich ärgerlich. Trotzdem danke natürlich für deine Antwort Kalle.


    Sind das auch die Erfahrungen anderer hier mit den Stiften oder könnte das an der speziellen Marke gelegen haben (oder an den allzu porösen Tafeln)?

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  • Ehrlich gesagt weiß ich auch nicht, ob unsere Tafeln nun glatt oder porös sind :-). Die hängen halt da zwischen zehn und dreißig Jahre.


    Ich hab meine bei TimeTex bestellt. Vielleicht kaufst du dir einfach einen Stift und machst mal einen Probeanstrich. Vielleicht sind meine Erfahrungen auch nur so, weil ich die falschen Dinger bestellt habe. Ich empfehle nur nicht, zu Beginn ein vierseitiges Tafelbild eng beschrieben damit zu fabrizieren. Der Reinigungsaufwand danach ist höher als der Aufwand fürs Erstellen gewesen :-)

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  • Vierseitige handschriftliche Tafelbilder gibt es bei mir nicht und wird es bei mir auch niemals geben. Dafür habe ich nicht die passenden Fächer. ;-) Aber mal an einer kleinen Ecke versuchsweise starten klingt nach deiner Beschreibung auf jeden Fall vernünftig.

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  • Hilft dir vielleicht ein Kreidestifthalter? Finde es viel angenehmer die Kreide damit zu halten, hilft aber nur gegen die Hälfte des Problems. Und die Kreide an meiner Schule passt leider nicht in meine Kreidestifthalter...

    Only Robinson Crusoe had everything done by Friday.

  • Der Kreidestifthalter wäre meine (suboptimale) Lösung (zusammen mit Handschuhen) gewesen, bis ich von den Flüssigkreidestiften erfahren habe, die halt schon arg praktisch wären, weil sie gleich mehrere Dinge lösen könnten.

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  • Dafür habe ich nicht die passenden Fächer.

    Ich lerne also: "prima Fächer" sind Fächer ohne Tafelbilder :-)


    Kreidehalter sind momentan auch meine Lösung. Die helfen tatsächlich nur ein bißchen, denn der Staub fällt immer noch an :-(

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  • Ich lerne also: "prima Fächer" sind Fächer ohne Tafelbilder :-)


    Kreidehalter sind momentan auch meine Lösung. Die helfen tatsächlich nur ein bißchen, denn der Staub fällt immer noch an :-(

    Prima Fächer bedeutet in meinem Fall GK und Wirtschaft (einstündig, und die 45min in der Woche verbringt man nicht damit die Tafel vierseitig vollzumalen, dafür ist die knappe Zeit zu kostbar, insofern arbeite ich da viel mit AB, Folien/Präsentationen und natürlich auch vor allem mündlich neben dem Einsatz des Schulbuchs). Außerdem Französisch, wo man zwar in einer Doppelstunde mit Grammatikeinführung durchaus eine große Whiteboardtafel zweimal voll bekommt, aber auch da eben die Zeit mir zu kostbar ist, um lang selbst zu schreiben, weshalb ich auch da viel mit Folien (und ggf.Lücken) bzw. Präsentationen arbeite neben den vielen Momenten, in denen die SuS schülerzentriert arbeiten und ich an der Tafel am Ende höchstens noch bei der Besprechung Ergebnisse kurz verschriftliche, um die korrekte Schreibung sicherzustellen.


    Ich habe dafuer OHPs benutzt :)

    Wenn die funktionieren und in ausreichender Anzahl vorhanden sind (werde ich ab kommender Woche dann herausfinden) ist das eine gute Ergänzung, dennoch hätte ich schon ganz gerne die Tafel mitgenutzt, um ggf. auch etwas zusätzlich visualisiert zu haben (z.B. neue Grammatikregel, die dann mündlich auf die über OHP/Beamer visualisierten Aufgaben angewendet werden muss etc.).

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  • eine ganz andere Idee für dich...

    was möchtest du an der Tafel abbilden? zB Konjugationstabellen?


    Post Its.

    In groß.

    Vorbereiten.

    In entsprechender Anordnung ankleben.

    Braucht keine Kreide.

    Der Zyniker ist ein Schuft, dessen mangelhafte Wahrnehmung ihn Dinge sehen lässt wie sie sind, nicht wie sie sein sollten. (Ambrose Bierce)
    Die Grundlage des Glücks ist die Freiheit, die Grundlage der Freiheit aber ist der Mut. (Perikles)
    Wer mit beiden Füßen immer felsenfest auf dem Boden der Tatsachen steht, kommt keinen Schritt weiter. (Miss Jones)
    Wenn der Klügere immer nachgibt, haben die Dummen das Sagen - das Schlamassel nennt sich dann Politik (auch Miss Jones)

  • Ich bin vor 15 Jahren auch auf die Idee gekommen, Flüssigkreide zu verwenden. Für dauerhafte Anschriebe ist die prima - für den täglichen Gebrauch aufgrund des erhöhten Beseitigungsaufwands nicht geeignet. Ich habe mich damals bei einigen alteingesessenen Kollegen deswegen sehr unbeliebt gemacht bis hin zur Aufforderung, keine Flüssigkreide mehr zu verwenden.

    Ich habe den Kreidestaub damals nolens volens hingenommen - eine annehmbare Lösung habe ich aber bis jetzt noch nicht gefunden.

  • Ich bekomme von Kreide auch immer offene Stellen an den Fingern und finde sie irgendiwie eklig. :stumm:


    Über die Flüssigkreide habe ich auch schon mal nachgedacht und bin dann aber auch wieder davon abgekommen eben wegen dem Problem mit dem Abwischen (hab ich irgendwo schon mal gelesen).


    wie ich mir bisher helfe:

    • an meiner letzten Schule gab es, neben der Tafel, große digitale Whiteboards, auf denen man mit digitalen Stiften ganz gut schreiben konnte. Die haben tatsächlich sehr zuverlässig funktioniert und hatten kaum Probleme mit dem "verziehen". Da habe ich eigentlich nur noch auf den Whiteboards geschrieben. Fanden die Schüler auch gut, da brauchts nämlich keinen Tafeldienst.;)
    • leider gibt es die an meiner neuen Schule nicht, da helfe ich mir aktuell mit einem Kreidehalter, der funktioniert tatsächlich ganz gut für meine Finger, aber ich versuche wenig wirkliche Tafelbilder zu machen
    • und mit dem Visualizer/Beamer. Die Technik funktioniert bei uns zwar nur so semi gut, weil der Beamer echt schlecht ist und man daher nicht viel Platz für ein Tafelbild hat, aber mit vorstrukturierten Arbeitsblättern geht es ganz gut (da kann man ja dann auch nur auf das halbe Blatt zoomen und die Schüler bekommen trotzdem mit, wo sie schreiben sollen.
    • Im Referendariat habe ich an einer Schule dann auch wirklich viel am Overhead gemacht, das funktioniert ja ähnlich wie mit dem Visualizer

    Ich hoffe ja noch auf den Digitalpakt und darauf, dass ich meine Schule komplett mit sinnvollen digitalen Tafellösungen ausstatten kann...

    Sei konsequent, dabei kein Arsch und bleib authentisch. (DpB):aufgepasst:

  • Ich tue mich auch schwer mit Kreide und Kreidestaub, hatte mit der Flüssigkreide aber ebenfalls das Wegwischproblem. Falls es keine andere Lösung gibt, kann eigene (weniger staubende) Kreide und Keidehhalter ein bisschen Abhilfe schaffen, löst das Problem aber natürlich nicht komplett.


    Falls du einen festen Raum hast, wäre vielleicht abwaschbare und selbstklebende Whiteboardfolie eine Variante.

  • Ich tue mich auch schwer mit Kreide und Kreidestaub, hatte mit der Flüssigkreide aber ebenfalls das Wegwischproblem. Falls es keine andere Lösung gibt, kann eigene (weniger staubende) Kreide und Keidehhalter ein bisschen Abhilfe schaffen, löst das Problem aber natürlich nicht komplett.


    Falls du einen festen Raum hast, wäre vielleicht abwaschbare und selbstklebende Whiteboardfolie eine Variante.

    Die gibt es auch magnetisch, dann muss man nicht kleben.

  • Das mache ich tatsächlich auch schon, weil es so schneller geht an der Tafel, wenn man vor allem vorgefertigte Bausteine ergänzt. Postist sind auf jeden Fall ein guter Tipp wie ich das ab jetzt weiterhin umsetzen kann, denn wenn mich nicht alles täuscht halten Tafelmagnete nicht an klassischen Tafeln. :heul:

    Die gibt es auch magnetisch, dann muss man nicht kleben.

    Das ist ein klasse Hinweis, danke! Muss ich mir mal anschauen, wie groß und sperrig die Dinger sind und wie gut sie haften (denn feste Räume gibt es in der Sek.I natürlich (?) nur für die Klassen als Klassenzimmer, aber nicht für uns Lehrkräfte), aber das wäre eine gute Alternative.

    "Benutzen wir unsere Vernunft, der wir auch diese Medizin verdanken, um das Kostbarste zu erhalten, das wir haben: unser soziales Gewebe, unsere Menschlichkeit. Sollten wir das nicht schaffen, hätte die Pest in der Tat gewonnen. Ich warte auf euch in der Schule." Domenico Squillace

  • Tafelmagnete halten normalerweise sehr gut an klassischen Tafeln, außer wenn die seeeeeeeehr alt und oft überstrichen worden sind. Dann hält da allerdings auch die Kreide nicht mehr richtig ; ) Wieauchimmer: hast Du es schonmal mit staub"freier" Kreide probiert? Ich finde, der Unterschied ist gigantisch und mit der in der Schule angebotenen möchte ich garnicht mehr schreiben - da läufts mir kalt den Rücken runter, wenn ich sie benutze.



    edit zur staub"freien" Kreide: die Robercolorgibts sogar enrobée, also eingekleidet. Sie ist zwar nicht komplett staubfrei, aber staubt deutlich weniger, das Quietschen ist auf ein Minimum reduziert und die Strichstärke ist super. Ein Versuch ist es mE definitiv wert. Der Hunderterpack, den ich mir vor Jahren gekauft habe, wird vermutlich bis zu meiner Pensionierung reichen und hat ca 5 Euro gekostet.

    Einmal editiert, zuletzt von qchn () aus folgendem Grund: Ergänzung - nicht wichtig genug fuer ne neuen Post.

  • Das mache ich tatsächlich auch schon, weil es so schneller geht an der Tafel, wenn man vor allem vorgefertigte Bausteine ergänzt. Postist sind auf jeden Fall ein guter Tipp wie ich das ab jetzt weiterhin umsetzen kann, denn wenn mich nicht alles täuscht halten Tafelmagnete nicht an klassischen Tafeln. :heul:

    Das ist ein klasse Hinweis, danke! Muss ich mir mal anschauen, wie groß und sperrig die Dinger sind und wie gut sie haften (denn feste Räume gibt es in der Sek.I natürlich (?) nur für die Klassen als Klassenzimmer, aber nicht für uns Lehrkräfte), aber das wäre eine gute Alternative.

    Eine Kollegin hat das. Man kann sie sogar zusammenrollen.

  • Ich lese tatsächlich in diesem Thread hier zum ersten Mal etwas von staubfreier Kreide. Danke auf jeden Fall für den Hinweis, die muss ich auch testen. Wobei es mir ja schon beim Gedanken an das Geräusch von Kreide auf Tafel direkt in den Zähnen zieht. Die Whiteboardfolie wäre mir als Alternative denke ich lieber (sollte sie gut handhabbar sein).

    Jetzt weiß ich zumindest, wie die Kollegin aus dem RLP sich im letzten Jahr gefühlt hat, die staunend meinte, sie kenne Whiteboards gar nicht, nur Kreidetafeln und welche Stifte man denn benötige, wie man die wische, ob Magnete haften würden etc. ^^

    "Benutzen wir unsere Vernunft, der wir auch diese Medizin verdanken, um das Kostbarste zu erhalten, das wir haben: unser soziales Gewebe, unsere Menschlichkeit. Sollten wir das nicht schaffen, hätte die Pest in der Tat gewonnen. Ich warte auf euch in der Schule." Domenico Squillace

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