Völlig verspätet - längst überfällig: Der "Wahl-In-Den-USA-Thread"

  • Der nächste Clou des "Jokers":

    Fox News zitiert gerade das Fachmagazin Defense News dahingehend, dass der Senat gar nicht in der Lage sei, den von Trump heute per Twitter vorgestellten "neuen Verteidigungsminister" Christopher C. Miller bis 2021 formell als Verteidigungsminister zu bestätigen, da ein Bundesgesetz die Ernennung von Einzelpersonen auf dieses Amt innerhalb von sieben Jahren nach ihrem Militärdienst verbiete, aus dem Miller erst im Jahr 2014 schied.


    https://www.foxnews.com/politi…g-us-secretary-of-defense

  • Für die Sicherheitsdienste ist das gar nicht lustig, wie Defense News mitteilt:



    https://www.defensenews.com/pe…-as-secretary-of-defense/

  • Ich habe diese Thesen zur Diskussion gestellt, um zu sehen, ob hier jemand mehr auf dem Kasten hat, außer dem üblichen oberflächlichem Trump-Bashing. Nicht mehr oder nicht weniger. Aber ohne, dass hier jemand Stellung nimmt, kann auch keine Diskussion entstehen, oder?


    Von mir aus fangen wir hier an: "Der ′′Clown′′ im Weißen Haus ist der erste Präsident, der die USA seit Eisenhower nicht in einen Auslandskrieg verwickelt hat." Ist für mich ein sehr wichtiger Punkt, vor allem wenn man sich die Friedens (Kriegs-)politik seines Vorgängers anschaut.

    Ich kopier jetzt auch einfach mal ...


    https://eu.usatoday.com/story/…thout-new-war/6086636002/

    "We rate this claim FALSE, based on our research. Trump's term in office has not been the first four-year term since Eisenhower without a new war. Carter, Ford and Nixon all served after Eisenhower and did not bring the country into new wars."


    Ein Großteil der Aspekte Deiner kopierten Liste ist übrigens so falsch / an den Haaren herbei gezogen, dass es sich wirklich nicht lohnt, darüber viele Worte zu verlieren.

  • Ein Großteil der Aspekte Deiner kopierten Liste ist übrigens so falsch / an den Haaren herbei gezogen

    Quatsch. Das sind alternative Fakten!

    The penis

    Mightier than the sword.

    - frei nach Edward Bulwer-Lytton

  • Aber ist kein Problem, habe auch nichts anderes erwartet hier im Forum.

    Wenn du sowieso nichts anderes "hier im Forum" erwartet hast, warum willst du dann partout irgendwas ausdiskutieren? Dies ist ein Forum für Lehrkräfte, in dem es zumindest mir um den Austausch mit Kolleg*innen über berufliche Dinge geht und nicht um politische Diskussionen.

  • <Mod-Modus>

    Zitat von DaVinci

    Ist nicht alles zu hundert Prozent korrekt, aber im Grundsatz stimmen die meisten Dinge schon.

    Muss ich dich noch einmal daran erinnern, dass die Nutzungsbedingungen untersagen, unwahre Aussagen im Forum zu verbreiten.


    Falls du den Beitrag noch editieren kannst, solltest du das machen. Ansonsten werde ich ihn heute Abend editieren.


    kl. gr. frosch, Moderator

    Man sollte darauf achten, seinen Kindern den richtigen Glauben zu vermitteln. ... Den an sich selbst.
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    "Angst ist ein unfähiger Lehrer." Jean-Luc Picard

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    "Urteile nie über einen Moderator dieses Forums, bevor Du nicht einen Mond lang in seinen Mokassins gelaufen bist." (frei nach Firelilly)

  • Ich würde gerne noch etwas ergänzen:

    Wenn politische Thesen so krude sind und im Gesamtzusammenhang fast schon zynisch wirken, dann wirken sie stärker aus sich selbst heraus als durch irgendeine Diskussion.

    Man wird sicherlich auch für andere Autokraten der heutigen Zeit (Putin, Lukaschenko, Orban, Erdogan etc.) zahlreiche "echte" Errungenschaften ausweisen können. Und jeder noch so grausame Diktator des 20. Jahrhunderts hat ebenfalls positive Errungenschaften vorzuweisen. Über diese Errungenschaften jedoch eine Diskussion anzufangen nach dem Motto, schaut her, es wird zu viel negativ über XY berichtet, man muss auch das Positive sehen, verhöhnt die Opfer der jeweiligen Politik. Das gilt besonders für damals, aber nicht minder für heute.

    Selbst wenn alle Thesen, die DaVinci kopiert hat, wahr wären, so sehe ich noch keine Verschwörung der Medien oder dieses Forums gegen Trump. Man ja auch einmal andersherum fragen. Wie kommt es zu dem Phänomen, dass die Mehrheit der User in diesem Forum hier - obwohl oder weil sie Akademiker sind - von Trump angewidert ist. Leiden wir alle unter Wahrnehmungsstörungen oder sind wir alle manipuliert? Oder liegt es vielleicht doch daran, dass es handfeste Gründe dafür gibt, von Trump angewidert zu sein?

  • Ist nicht alles zu hundert Prozent korrekt, aber im Grundsatz stimmen die meisten Dinge schon.

    Na dann ist ja prima und wir müssen das nicht weiter diskutieren. Nur schade, dass das politische Genie es nicht geschafft hat, der eigenen Bevölkerung zu vermitteln, wie toll er das gemacht hat, und so abgewählt wurde.


    Vielleicht hatten die auch einfach keine Lust mehr ihm zuzuhören und waren seiner Superlative müde.

    "Ihr sollt nicht wähnen, dass ich gekommen sei, Frieden zu senden auf die Erde. Ich bin nicht gekommen, Frieden zu senden, sondern das Schwert."
    Matthäus 10.34

  • Lindbergh: Magst Du uns nicht vielleicht doch mal erläutern, wann und warum Du den "verwirrend"-Smiley einsetzt? Ich persönlich finde Beitrag #151 völlig klar in seiner Aussage. Daran ist doch nichts verwirrendes!

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  • Ich habe es an der Schule für Kranke ja öfter mal mit Schülern zu tun, für die es eine große Leistung ist, sich eine Stunde in die Schule zu setzen und sich halbwegs sozialadäquat zu benehmen. Insofern muss man es Trump vielleicht wirklich zugute halten, dass er es zumindest geschafft hat, während seiner Amtszeit die Welt nicht komplett in Schutt und Asche zu legen.

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  • Habe doch untendrunter den Verfasser geschrieben.

    Du weißt wirklich nicht, wie man zitiert?

    Falls das doch missverständlich war entschuldige ich mich.

    "Sich entschuldigen" -- das Reflexivpronomen sagt es -- ist etwas das man allein zu Hause macht. Öffentlich bittet man um Entschuldigung. Eien solche pflege ich zu gewähren, wenn absehbar ist, dass so etwas nicht mehr vorkommt. Also fühestens, nachdem du zitieren gelernt hast.

    Mir ging es eher um die neutrale Auseinandersetzung mit seinen politischen Taten, da sich sowohl hier, als auch in den Medien, immer nur auf alles gestürzt wird, was ihn schlecht da stehen lässt (genug Munition gibt er zweifellos).

    Ah, unbedingt. Eine neutrale Diskussion leitet man am besten im einem unscharfen Zitat aus dubioser Quelle ein. Sonst noch was?

    Schade finde ich, dass zum Beispiel ein kriegstreibender, aber aalglatter und freundlich lächelnder Obama bei den selben Leuten und Medien in den Himmel gehoben wird.

    Nein, das haben die Medien nicht getan. Insbesodnere in den Rückblicken auf seine Amtszeit. Kan man nachlesen. Abgesehen davon bedienst du dich ziemlich krasser persönlicher Angriffe auf Obama. Das ist der Stil der Auseinandersetzung mit ehemaligen Präsidenten, der dir vorschwebt? Dnn lass' moch noch ergänzen, dass Obama neben allem anderen auch noch zivilisiert war.

    Aber einen Blick hinter die Fassade wirft selten jemand. Schade.

    Doch. Statt pauschaler Medienschelte, die niemals treffen kann, weil es "die Medien" als Objekt der Kritik nämlich nicht gibt, könntest su das tun, was du von anderen erwartest: recherchieren.

    insofern dass ich es auch nicht mag, wenn Obama ausschließlich als der Gute oder Trump ausschließlich als der Schlechte in den Medien dargestellt werden.

    Nein, nochmal: Obama wurde nciht als ausschließlich gut dargestellt. Für die Darstellung Trumps dürfte Trump mitverantwortlich sein. Dass der Hafenaufreißer ziemlich oft als Haufenaufreißer dargestellt wird. Könnte nämlich daran liegen, dass er so oft und nachhaltig den Hafen aufreißt.


    Trotzdem gibt es auch Anhandlungen über die z. B. wirtschaftliche Entwicklung unter Trump. Zu "den Medien" muss ich ja wohl nichts mehr sagen.

    Ich würde mir da bei Zeiten eine etwas differenziertere Betrachtungsweise wünschen,

    Ich wünschte mir bei Zeiten eine differenzierte Wahrnehmung der Medien wünschen.

    Das passiert eben, wenn man schön mit dem Strom schwimmt und sich von den Leitmedien blenden lässt.


    Aber recherchieren und kritisch hinterfragen ist auch schwieriger als alles unreflektiert nachplappern.

    Bekanntes Muster. Kreatinisten, Esoteriler, Quer"denker", QAnnonse, Trump-Anhänger sind schnell bei der Hand, eigenes Denken, eigene Recherchen und kritische Auseinandersetzung einzuforden, während sie selbst ihr alternatives Wissen druch unreflektiertes Nachplappern windiger Online-Quellen erwerben. Wissenschaftliche Quellen oder anständig recherchiertes Material lehnen sie ab, weil das kommt ja von den Leitmedien, der Lügenpresse und anderen Verschwörern. Das war jetzt mal eine etwas unsachliche Einlassung. Sachlich kommen wir hier vielleicht nicht weiter.

    Dass die Persönlichkeit Trumps nicht gerade sonderlich sympathisch erscheint kann ich verstehen, aber meiner Meinung nach sollte die Politik im Vordergrund stehen.

    Seine Persönlichkeit bestimmt seinen persönlichen Stil. Dass die von Selbstbeweihräucherung geprägt ist, mag ja sein. Auch, dass er dabei die meisten und besten Superlative verwendet, sei hm zugestanden, wenn er sich derart blamieren möchten. Wähle jede ihre Schmach selbst. Die Respektlosigkeit, die er aber allem und jeder entgegenschleudert, ist durchaus einer öffentlichen und medialen Betrachtung wert.


    Diese Respektlosigkeit präsentiert er nochmal deutlich in seinem Verhalten bezüglich des Wahlausganges und der Amtsübergabe.


    Dabei ist es nicht der Kern, dass er ein Arschloch ist. Das muss man wohl sein, um in der Politik was zu werden. Macht bekommt man nicht durch Gutschigutschi. Dass er sich aber aufmacht, dass größte (TM) und dreckiste (TM) Arschloch aller Zeiten zu sei, darf man durchaus medial kommentieren.

    Gerade von Akademikern hätte ich da mehr erwartet.

    Ja, was man als Außenstehender von Akademikern immer so erwartet. Aber es steht dir frei, mit gutem Beispiel voranzugehen.


    PS: Nachtrag zu den Medien. Es gibt an diesen einiges zu kritisieren. Insbesondere über den Verfall der Qualität bei den öffentlich-rechtlichen oder "großer" Printmedien gäbe es einiges anzumerken. Die haben noch immer keine Antwort auf das Schnellschnell, mit denen die Online-Wahrnehmung sie vor sich hertreibt, gefunden. Aber daraus zu machen, dass [Sytem/Leit/Lügen]-Medien as alles falsch machten, ist falsch und unverschämt.

    "Ihr sollt nicht wähnen, dass ich gekommen sei, Frieden zu senden auf die Erde. Ich bin nicht gekommen, Frieden zu senden, sondern das Schwert."
    Matthäus 10.34

  • Ich verstehe die ganze Diskussion hier nicht, vor allem die Aufregung.

    Trump hat vor vier Jahren knapp gewonnen und jetzt knapp verloren. Er wird schreiend und trumpelnd die Gerichte anrufen und verlieren. Und gut ist es.

    Wäre Corona erst 2021 gekommen, hätte es Trump wohl noch einmal knapp geschafft. Das Virus hat nicht gewartet. Pech für ihn und seine < 50 % Wähler. Glück für die anderen > 50 %.


    Wenn Bidens altersbedingte Aussetzer nicht schlimmer werden (ich wünsche ihm Gesundheit), wird er als Übergangspräsident wieder Ruhe in das Land bringen. Das "New York Magazin" bezeichnet ihn zwar schon jetzt als "lame duck", was wohl vorschnell geäußert ist.

    Evtl. wird Harris übernehmen. Wenn das geschieht, wird sie es aber nicht leicht haben, da große Teile der US-amerikanischen Bevölkerung für eine Präsidentin noch nicht bereit sind.


    In vier Jahren hat sich hoffentlich alles wieder beruhigt und es werden zwei neue Kandidaten ihr Glück versuchen.

    Trump wird als peinlicher Ausrutscher in die Geschichte eingehen.


    Bei Nixon denkt man sofort an Watergate, bei Clinton an Lewinski, bei dem zweiten Bush an seine nur mangelhaft ausgeprägte Intelligenz und bei Trump wird man sich eben an sein chaotisches "Zwitschern" erinnern. Das ist eben Geschichte.

  • [...] polemisch [...] "Superlative".

    Hör' mal hin, wenn er spricht. Hat er dann irgendwann mal ein Adjektiv im Positiv oder Komparativ verwendet? Bei dem ist doch alles immer "greatest ever" oder "least racist".


    Nee, da war nun keine Polemik.

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    Einmal editiert, zuletzt von O. Meier ()

  • Willst du wirklich die Diskussion über Abtreibung aus dem Gendersprachthread hier wieder aufleben lassen?

    Das sit durchaus eine relevante Frage. Zumal diejenige sie stellt, die den Begriff "Lebensschutz" in den Thread gebracht hat.

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  • Zitat

    muss man es Trump vielleicht wirklich zugute halten, dass er es zumindest geschafft hat, während seiner Amtszeit die Welt nicht komplett in Schutt und Asche zu legen.


    Aber er hat doch noch nicht fertig. :grimmig:

  • Das "New York Magazin" bezeichnet ihn zwar schon jetzt als "lame duck", was wohl vorschnell geäußert ist.

    Der Begriff "lame duck" wird in den USA generell für Präsidenten nach der Wahl genutzt, wenn sie abgewählt sind und nur noch bis zur Vereidigung des Nachfolgers im Amt sind. Das ist nicht Trump-spezifisch oder so.

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