Pädagogische Einführung

  • Hallo liebes Forum,

    Ich bin seit diesem Jahr Quereinsteigerin für Kunst und Deutsch an einem Gymnasium in NRW.

    Ich habe eine, zwei Fragen zu der PE. Beginnt diese am 1.2.21 am jeweiligen ZfsL? Ist man die ersten drei Monate dem ZfsL zugeordnet und ab dem 1.5.21 der Schule + parallel dem ZfsL?

    Ganz verstanden habe ich den zeitlichen Ablauf leider nicht. Ich bedanke mich im Voraus für Rückmeldungen!

  • Die Regelungen in de PE dürften identisch zu denen beim OBAS sein. Was ich gerade nicht verstehe: PE ist doch eigentlich nur für ein Fach, wieso hast du zwei Fächer? Gibts da eine besondere Regelung?


    Du beginnst am 1.2. mit dem Seminar beim ZfsL und zeitgleich mit dem Unterricht an deiner neuen Schule. Du hast also nicht drei Monate lang durchgehend Seminar, sondern unterrichtest bereits. Die Seminartermine bis zum 1.5. sind auch nicht wöchtentlich, die Fachseminartermine sogar noch seltener. In diesen drei Monaten kommen noch relativ viele OBASler und PEler dazu, die auf Grund ihrer Kündigungsfrist nicht früher dabei sein konnten. Entsprechend schmalspurig ist die Ausbildung am Seminar in diesen drei Monaten.


    Wünsche dir einen guten und erfolgreichen Start :-)

    "Unfähigkeit ist kein Dienstvergehen und kann nicht geahndet werden."

    "Die Pädagogik die Du bei uns (am BK) brauchst ist mit "sei konsequent, dabei kein Arsch und bleib authentisch" nahezu abschließend zusammengefasst."


    Rechtschreibfehler entstehen nur, wenn ich am Handy schreibe. Eine andere Möglichkeit ist ausgeschlossen!

  • Lieber Kalle29,

    Vielen Dank! Das hilft mir weiter.

    Mein Rektor sprach erstmal nur von einem Fach, welches er ausschreiben wird. Daher dachte ich direkt es sei nur die PE möglich. Aber sowie es aussieht, darf ich auch OBAS machen. Yippie!

    Viele Grüße

  • Das wäre natürlich toll - mehr Geld und Verbeamtung möglich (wenn ich deinen Benutzernamen so sehe). An den oben genannten Dingen ändert sich aber nichts. Die Leute mit PE und mit OBAS saßen bei mir bis zum 1.5. im gleichen Seminar.

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  • Lieber Kalle29,

    Siehst Du ganz richtig.

    Ich habe momentan einen befristeten Vertrag bis Sommer 2021 an dem Gymnasium.

    Wenn nun alles klappt, würde ich ab Februar 2021 an einem zugeteilten ZfsL beginnen und ab Mai ein OBASler sein, richtig?

    Ich habe meine Schule dann beim ZfsL Jülich gefunden. Das ZfsL Jülich schrieb mir nun, dass sie ab Mai 2021 mit dem neuen Seminar beginnen. Sollte ich die Stelle vorher antreten, müsste ich mich um ein anderes ZfsL wie Leverkusen / Aachen kümmern.

    Die Bezirksregierung Köln schrieb wiederum, dass alle OBAS oder PE Ausbildungen ab Februar 2021 beginnen. Wie ist das zu verstehen? Teilt mich die Bezirksregierung einem ZfsL zu?


    Nochmal vielen Dank!

  • Sollte ich die Stelle vorher antreten, müsste ich mich um ein anderes ZfsL wie Leverkusen / Aachen kümmern.

    Wie Calmac schon schrieb - du musst dich um gar nichts kümmern. Du bekommst irgendwann dann einen Brief, wann du wo zu erscheinen hast. Das kann entweder gut sein (Seminar nebenan) oder schlecht (Seminar in Kleve, Schule in Solingen). Ich drück dir die Daumen.

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  • Die Seminare beginnen in NRW immer zum 1.5 und zum 1.11. ggf. wird man als OBASler aber früher eingestellt. Was ich persönlich in meinem Fall auch sehr wertvoll fand, weil man schon ein bisschen Erfahrung an der Schule sammeln kann bis das Seminar als weiterer Termin mit UB's und Co. dazu kommt.

    Geldtechnisch wäre es für dich wahrscheinlich am Besten, wenn dein aktueller Vertrag als Vertretungslehrerin so schnell wie möglich zu einem Vertrag als OBAS umgewandelt wird. Allerdings weiß ich aktuell nicht genau, ob es an den öffentlichen Schulen ein frühestes Datum gibt, ab wann Sie für den neuen Jahrgang einstellen, da ich an einer privaten Schule bin und die da natürlich mehr Freiheiten haben. Ich bin letztes Jahr zum Schuljahresbeginn an der Schule angefangen und dann zum 1.11. am Seminar. Dort hatte ich dann ein halbes Jahr ein spezielles Kernseminar für OBAS und Bildungswissenschaft. Seid Mai bin ich mit den "normalen" Refis zusammen, bzw. in einem Fachseminar war ich auch schon früher, was ich auch sehr hilfreich fand.

    Ich bin z.B. auch nicht am "Stamm ZfsL", da sich die ZfsLs in der Region mit den Einstellungsterminen abwechseln, sprich manchmal ist eins für einen Jahrgang zu und dann wird man automatisch einem anderen ZfsL zugewiesen. Da gibt es dann aber Post von der Bezirksregierung bzw. dem ZfsL

  • Vielen Dank für die Informationen!

    Da mein Vertretungsvertrag bis Sommer 2021 läuft, warte ich jetzt auf den neuen Vertrag ab dem 1.2.21. Dann würde die OBAS Ausbildung ab Mai 21 an einem mir zugewiesenen Seminar beginnen.

    Ich unterrichte momentan 20Std an einem Gymnasium.

    Die Stunden am ZfsL werden dann von den 20Std abgezogen? Und wenn ich es richtig verstanden habe, wird es einen festen Tag am ZfsL geben?

    Kann jemand vielleicht noch einmal erläutern wie viele Besuche es im Unterricht bei OBAS gibt und bei PE. Worin unterscheidet sich die Ausbildung? (Außer in der Dauer - 1 Jahr und 2 Jahre). Hat man an seiner Schule dann sozusagen einen Mentor?

    Ich danke herzlichst!

  • Die Stunden am ZfsL werden dann von den 20Std abgezogen?

    Ja, du bekommst für 7 Stunden am ZfsL 6 Stunden auf deine Unterrichtsverpflichtung angerechnet. Es gibt aber einen Mindestwert an Unterrichtsstunden, den du leisten musst. Wo der ganz genau liegt, weiß ich nicht. Könnte aber (knapp) bei dir passen, er liegt nach meiner Erinnerung irgendwo zwischen 12 und 16 Stunden verbleibendem Unterricht (bei OBAS)


    Bei OBAS gibt es 6 Besuche pro Fach, das ist einer mehr als bei Referendaren aus dem Lehramt. Die werden auch später benotet. Mein gefährliches Halbwissen sagt mit, dass bei PE auch "Beratungen im Unterricht" (beachte den sprachlichen Unterschied zu Unterrichtsbesuch) stattfinden, diese aber glaube ich bewertungsfrei sind.


    Die Schule bekommt bei OBAS eine Anrechnungsstunde für die Betreuung des OBASler. Die sackt sich entweder der Ausbildungsbeauftrage ein oder du bekommst tatsächlich jemanden an die Seite gestellt, der dank einer Stunde Entlastung auch Motiviation hat, dir zu helfen :-)

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  • Joa, schon ein paar Jahre her - aber ich habe auch hier im Forum angefangen, mich zu informieren :-)

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  • Also man muss mindestens 14 Unterrichtsstunden machen als OBAS. Von daher wäre der Vertragsumfang von 20 Stunden abzüglich der 6 Stunden fürs Seminar ok. In der Regel ist OBAS aber eine volle Stelle, sei denn du willst reduzieren.

    Bezüglich der Unterrichtsbesuche ist das allerdings von Seminar zu Seminar etwas unterschiedlich. In der Ordnung für OBAS (https://www.schulministerium.n…LEOTexte/Erlasse/OBAS.pdf) steht, dass man mindestens 20 Beratungen machen muss. Beratungen kann man aber unterschiedlich auslegen. Bei den ZfsLs in meiner Region ist es für BK so, dass man 14 UBs also 7 pro Fach machen muss. Davon sind 2 je Fach unbewertet. Das sind auch die UBs die wir mehr machen als die sonstigen Referendare. Zusätzlich müssen wir pro Fach 3 sonstige Beratungsanlässe durchführen. Da kann man sich dann einfach ein Thema aussuchen über das man mit dem Fachleiter sprechen möchte. Diese Beratungen werden auch nicht bewertet.

    Ich weiß aber, dass für GyGe die Anzahl der UBs anders ist. Ich glaube da hatte ein Kollege in Bildungswissenschaften was von 12 insgesamt, also 6 pro Fach erzählt.


    Ansonsten verdienst du mit OBAS mehr Geld und hast am Ende ein vollwertiges zweites Staatsexamen, bist also allen grundständig ausgebildeten Lehrern gleichgestellt. Heißt du kannst verbeamtet werden etc. Daher würde ich, wenn man die Wahl hat immer OBAS empfehlen. Man kann OBAS theoretisch auf 18 Monate verkürzen. Da zumindest an meinem Seminar die Anzahl der UBs dann aber trotzdem bei 14 bleibt habe ich mich dagegen entschieden. Man muss die ganze Sache ja nicht stressiger machen als sie eh ist.


    Offiziell hast du als OBAS Anrecht auf eine Stunde Ausbildungsunterricht pro Woche. Wie das tatsächlich umgesetzt wird hängt stark von der Schule ab.


    Viele Grüße

  • dass man mindestens 20 Beratungen

    Ja stimmt, ich erinnere mich. Das war in dem mit Sinnlosigkeiten geprägten Seminarzeugs einer der maximal sinnlosesten Dinge. Ich hab mich einige Male mit meinem Seminarleiter treffen müssen und da über spannende Themen sprechen müssen wie z.B. "Umgang mit Unterrichtsstörungen". Thema war tatsächlich frei wählbar, rum gekommen ist natürlich nix. Aber immerhin konnte man einen Haken hinter dem Beratungsanlass machen.


    Letztlich sind die Rahmenbedingungen am Seminar relativ egal, die kannst du eh nicht ändern. Das Ziel hat Meer gut zusammengefasst.

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  • Mein Rektor sprach erstmal nur von einem Fach, welches er ausschreiben wird. Daher dachte ich direkt es sei nur die PE möglich. Aber sowie es aussieht, darf ich auch OBAS machen. Yippie!

    Deutsch und OBAS am Gymnasium? Ich will es nicht ausschließen, aber das halte ich für sehr unwahrscheinlich, da man die Straße pflastern kann mit grundständig ausgebildeten GyGe Deutsch/beliebig Kollegen

    Zumal dein Schulleiter gesagt hat, er kann nur ein Fach ausschreiben - deswegen vermute ich, dass es PE und Kunst sein wird.


    Mach dich bitte schlau, nicht dass du da von völlig falschen Voraussetzungen ausgehst

  • Sollte jemand eine PE Stelle annehmen, dennoch die formalen Voraussetzungen für die OBAS erfüllen, kann diese Person die OBAS im Anschluß an die PE machen.


    Mir sind zwei PE Fälle bekannt, die die OBAS direkt angeboten bekommen haben, d.h. ohne Wartezeit.

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