Umgang mit Verschwörungstheorien in der Schule

  • Nun ja. Eine Diskussion regt man besonders gut an, indem man eine kontroverse Meinung äußert. Das habt ihr nicht getan.


    Und da hier bereits mehrere geäußert haben, dass sie diese Erfahrungen gar nicht gemacht haben, ist Eure Ausgangsannahme - jeder Lehrer hätte in der Schule damit zu tun - vielleicht schon eine Fehlannahme. Das wäre dann durchaus auch ein "Forschungsergebnis" (müsste man natürlich belegen).

  • Lieber CDL,


    ich bin der Meinung, dass wir doch bereits konkrete Fragen formuliert haben, die zu einer Diskussion anregen. Ich bin immer offen und dankbar für Verbesserungsvorschläge, allerdings kann ich in diesem Fall nicht erkennen, was zu verbessern ist. Meiner Meinung nach haben wir bereits diese Fragen soweit konkretisiert, wie Sie das auch schon getan haben. Ich erkenne da keinen Unterschied. Von daher würde ich mich freuen, wenn ihr eure Erfahrungen zu diesem Thema mit uns teilt (insofern ihr welche gemacht habt).

    Danke für die Antwort. Leider ist das noch immer keinerlei inhaltliche Aussage eurerseits zum Thema eurer Debatte. Bitte versucht doch die vielen Hinweise die ihr inzwischen erhalten habt aufzugreifen und bezieht selbst Stellung zum Thema, grenzt ein, wo für euch "Verschwörungstheorien" beginnen etc. Themen reinwerfen und eine Debatte fordern von der man- abgesehen von der fortlaufenden Metadiskussion- bislang kein aktiver Teil sein möchte funktioniert offenkundig nicht, was ehrlich gesagt in einem Lehrerforum erwartbar war. Wenn ihr selbst anfangt mehr als eine Metadiskussion zu führen freue ich mich auf eine spannende Debatte. Ihr habt es auch weiterhin in der Hand eine inhaltliche fruchtbare Debatte anzustoßen, indem ihr euch dafür entscheidet Teil einer solchen inhaltlichen Debatte zu werden, statt nur über sie als potentielles Ziel zu debattieren.

    "Benutzen wir unsere Vernunft, der wir auch diese Medizin verdanken, um das Kostbarste zu erhalten, das wir haben: unser soziales Gewebe, unsere Menschlichkeit. Sollten wir das nicht schaffen, hätte die Pest in der Tat gewonnen. Ich warte auf euch in der Schule." Domenico Squillace

  • Ich versuche es nochmal anders: Verschwörungsmythen sind Teil der Methoden zur Desinformation. Was wäre eure These, wie man dagegen sinnvoll vorgehen könnte?


    (Meine These wäre, dass das in Schulen vermutlich noch besser als bei Facebook funktioniert.)

    “The oppressed will always believe the worst about themselves.”
    Frantz Fanon

  • Wir sind der Meinung, dass Verschwörungstheorien dazu beitragen, dass man auf eine skandalöse Art und Weise versucht, Falschinformationen/Informationen, die nicht bewiesen werden können, zu verbreiten. Dagegen vorgehen könnte man, indem man die SchülerInnen dazu auffordert, ihre Meinungen kund zu geben und daraufhin zusammen darüber redet und aufklärt, warum die Theorie (nicht) zutreffend sein kann.

  • Zitat

    Wir sind der Meinung, dass Verschwörungstheorien dazu beitragen, dass man auf eine skandalöse Art und Weise versucht, Falschinformationen/Informationen, die nicht bewiesen werden können, zu verbreiten.


    Diese Definition ist mir zu allgemein und erklärt nicht im engeren Sinne den Inhalt von Verschwörungstheorien (oder -mythen).


    Wettervorhersagen verbreiten auch Falschinformationen, die finde ich auch gelegentlich skandalös :D

  • Hier mal ein Zitat, dass wir unseren Forschungen zugrunde gelegt haben. Wir sind der Meinung, dass Verschwörungstheorien sich von Fake News abgrenzen und man diese beiden Begriffe nicht in einen Topf werfen kann.


    "Verschwörungstheorien können Fake News sein, also absichtlich verbreitete Fehlinformationen, die darauf angelegt sind, bestimmte Personen zu
    diskreditieren und/oder ein anderes Ziel zu erreichen. Allerdings sind nicht alle Verschwörungstheorien Fake News und umgekehrt. Viele Verschwörungstheoretiker sind genuin überzeugt, einem Komplott auf die Schliche gekommen zu sein; und nicht jede bewusst
    verbreitete Fehlinformation behauptet eine Verschwörung." - Michael Butter

  • st Ihnen in ihrem Unterricht schon einmal ein Fall begegnet, in dem bestimmte SchülerInnen ihre Theorie/Vermutungen geäußert haben, zu dem Thema "Was ist Corona" oder "Woher kommt Corona"?

    nein.


    ich weiß nicht, wie weltfremd ihr seid bezüglich "der " Schüler, aber meine Schüler sind gut informiert

  • Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht, was es da zu diskutieren gibt.

    Wenn SuS irgendwelchen Quark äußern und man gerade die Zeit dazu hat, erläutert man, warum das Quark ist oder fragt gemeinerweise nach Quellen für die Behauptungen. Völlig egal, ob es sich dabei um Coronageschwurbel oder sonstigen Dünnsinn handelt.


    Dasselbe gilt auch, wenn Eltern oder andere Personen das tun. Nur dass dann evtl. gar kein weiterer Anlass besteht, dazu überhaupt zu sprechen, weil man z.B. keine Lust hat oder weil es meist keinen Sinn hat. Bei SuS kann man bisweilen noch ein Nachdenken erreichen.


    Lediglich dann, wenn es irgendwelche Handlungskonsequenzen aus dem gemeinten Unsinn geben sollte, müsste man entsprechend agieren.


    Beispiel: In meinem Physikunterricht behauptet jemand, ich sei von Bill Gates angestiftet, über Elektronen zu sprechen, die es aber in Wirklichkeit nicht gebe. Daher wolle man meinen Unterricht nicht mehr besuchen- Konsequenz bei Leistungsverweigerung: Note ungenügend.


    Bei ernsthaftem Diskussionswunsch über die Frage der Existenz von Dingen kann man sich bei mir auf eine saubere Unterhaltung zur Erkenntnistheorie gefasst machen.

    Die Weisheit des Alters kann uns nicht ersetzen, was wir an Jugendtorheiten versäumt haben. (Bertrand Russell)

  • Wir sind der Meinung, dass Verschwörungstheorien dazu beitragen, dass man auf eine skandalöse Art und Weise versucht, Falschinformationen/Informationen, die nicht bewiesen werden können, zu verbreiten. Dagegen vorgehen könnte man, indem man die SchülerInnen dazu auffordert, ihre Meinungen kund zu geben und daraufhin zusammen darüber redet und aufklärt, warum die Theorie (nicht) zutreffend sein kann.

    Das mag in Schule vielleicht funktionieren, in anderen Kontexten wird das aber schon schwierig, weil es ja gerade Teil der Mythen ist, sich Fakten und Wissenschaft zu verweigern. Es geht halt in den seltensten Fällen wirklich um Fakten, sondern um politisch motivierte Konstrukte.

    “The oppressed will always believe the worst about themselves.”
    Frantz Fanon

  • ich weiß nicht, wie weltfremd ihr seid bezüglich "der " Schüler, aber meine Schüler sind gut informiert

    Wie kommen Sie denn auf weltfremd? Vielleicht sind Ihre SchülerInnen in dieser Hinsicht aufgeklärt, aber es gibt doch bestimmt SchülerInnen, die bezüglich dieses Themas irritiert sind/werden von Freunden, Familie, etc.

    Eben da es so viele unterschiedliche Meinungen zu diesem Thema gibt. Es kann doch immer der Fall sein, dass Kinder im Internet/Radio/Fernsehen Meinungen aufgegriffen haben und darüber diskutieren möchten. Oder sind Sie da anderer Meinung?

  • Wir sind der Meinung, dass Verschwörungstheorien dazu beitragen, dass man auf eine skandalöse Art und Weise versucht, Falschinformationen/Informationen, die nicht bewiesen werden können, zu verbreiten. Dagegen vorgehen könnte man, indem man die SchülerInnen dazu auffordert, ihre Meinungen kund zu geben und daraufhin zusammen darüber redet und aufklärt, warum die Theorie (nicht) zutreffend sein kann.

    Hm, da wäre mein erster Einwand als Politiklehrerin, dass meine SuS viel meinen dürfen den lieben langen Tag lang, was ihnen auch bewusst ist ("Hey, Meinungsfreiheit Frau CDL und so!") , weshalb ich dem Problem damit allein nicht erfolgreich begegnen kann im Rahmen von Schule und Unterricht. Aufklären über Fakten halte ich für einen guten Ansatz, um Vermutungen, Halbwissen, RTLII-News, Social Media-Blase und Fakten voneinander zu trennen. Das kann aber nur klappen, wenn es sich noch nicht um verhärtete Vorurteile der SuS handelt, diese Fakten also noch zugänglich sind, bzw. auch noch das Vertrauen haben, dass man als Lehrkraft diese unabhängig von der eigenen Meinung herauszustellen vermag. Wer selbst nur noch alternativen Fakten Glauben schenkt ist einer solchen Debatte nicht mehr zugänglich. Das betrifft dann aber nicht nur Verschwörungsmythen (Danke für das Wort Birgit , das hatte ich für mich gesucht gehabt), sondern auch beispielsweise Themen wie Rechtsextremismus, Antisemitismus, Islamismus...

    Bei der Aufklärung in Schule und Unterricht wäre - gerade in meinen Fächern- der Beutelsbacher Konsens ein wichtiger, zu beachtender Standard. Das Ziel wäre es zu einem begründeten politischen Urteil zu finden mit SuS, um eben nicht nur auf der Ebene von Meinungen zu verharren. Politische Urteile setzen eine inhaltliche Auseinandersetzung mit der Faktenlage voraus. Dort, wo es völlig ausgeschlossen ist, dass SuS sich mit dieser tatsächlichen Faktenlage auseinanderzusetzen bereit wären- und gerade im Kontext von Verschwörungsmythen könnte das durchaus der Fall sein, zumindest im Bereich der Oberstufe- halte ich es für zwingend geboten solchen Positionen kein Forum zu bieten, sondern basierend auf demokratischen Regeln, Werten Gepflogenheiten und natürlich der tatsächlichen Faktenlage eine sehr deutliche Grenze zu ziehen. Debatten- auch pädagogische Debatten im Rahmen von Schule und Unterricht- können nur diejenigen erreichen, die noch keine völlig verhärteten Positionen haben. Nachdem ich nur Sek.I unterrichte gehe ich davon aus, dass ich grundlegend viele meiner SuS noch erreichen und ein Umdenken bzw. kritisches fakten- und wertbasiertes Mitdenken anstoßen kann unter Beachtung des Beutelsbacher Konsenses.


    (Das war btw. so ganz grob die Antwort auf die Abschlussfrage in meinem 1.Staatsexamen, wie ich als Lehrerin mit rechtsextremen/rechtspopulistischen Äußerungen in meinem Unterricht ganz konkret umgehen würde. War im Examen in der Summe der weiteren Antworten eine 1,0 wert und ist- erfreulicherweise- auch das, was ich in der Praxis genau so handhabe bei Bedarf. Ersetzt man die Worte rechtsextrem/rechtspopilistisch durch Verschwörungsmythen passt das auch dazu als "pädagogische Herangehensweise", ebenso wie zum Umgang mit anderen - ismen.)

    "Benutzen wir unsere Vernunft, der wir auch diese Medizin verdanken, um das Kostbarste zu erhalten, das wir haben: unser soziales Gewebe, unsere Menschlichkeit. Sollten wir das nicht schaffen, hätte die Pest in der Tat gewonnen. Ich warte auf euch in der Schule." Domenico Squillace

  • Ich verstehe tatsächlich, was die Studenten hier wollen, mein Prof. wollte bei meiner Diplomarbeit auch eine qualitative Befragung.

    Dies hier soll eine Online Diskussion sein, die mit der dokumentarischen Methode oder der Grounded Theory ausgewertet werden soll.

    der Satz hier weckt Erinnerungen. Ich fand das damals Ultra ätzend und hatte eigentlich gehofft mein Thema mit schönen, ankreuzbaren (und leicht Auswertbarkeiten) Fragebögen abzuarbeiten.


    Naja, ich habe mich halt eingelesen und zum Schluss meine Diplomarbeit auch recht gut bestanden.


    Als kleines Feedback an euch Studierende: wenn die gegebenen Antworten nicht zu eurer Fragestellung passen, dann habt ihr die Fragen falsch gestellt. Bei dieser Art der qualitativen Forschung ist die Fragetechnik besonders wichtig. Der Befragte soll frei aus seiner Erfahrung berichten können. Fragen, die mit ja/nein zu beantworten sind funktioniert für solche Befragungen nicht. Eine funktionierende Fragestellung wäre wahrscheinlich gewesen

    Zitat

    Liebe Lehrer*innen,


    Wir forschen gerade zu Verschwörungsmythen im schulischen Kontext. Dazu würden uns ihre Erfahrungen interessieren. Bitte berichten Sie von Ihren Erfahrungen, die Sie in Letzter Zeit in Bezug auf Verschwörungsmythen im Unterricht gemacht haben.


    Ich muss allerdings zugeben, ich hätte wahrscheinlich nicht auf diese Frage geantwortet, es ist einfach zu viel zu tun aktuell in der Schule. Die anderen User hier schrieben ja bereits, dass das hier unsere Freizeit ist.


    Das tut mir für euch natürlich Leid, ich unterstütze immer gern die Studenten und mache auch oft bei den Umfragen mit, aber ich bin, wie viele Kollegen hier auch, einfach aktuell an der Belastungsgrenze und da muss man dann auch erstmal an sich denken.


    Zumal es wohl eher selten passiert, dass ein Schüler wirklich voll in den Verschwörungsmythen aufgeht. Was ich häufig habe ist unüberlegtes Nachplappern von dummen Sprüchen wie „der Bundes-Jens ist ja nur Bankkaufmann, kein Wunder, dass er Gesundheitsminister nicht kann“. Aber das ist kein Problem für mich, sowas diskutiere ich kurz mit den Schülern, lasse recherchieren, was Spahn studiert hat und welche Qualifikation man wohl braucht um ein großes Unternehmen zu führen (ob der Vorstand von VW wohl Autos reparieren kann?) und dann gehts wieder ab ans Unterrichtsthema.

    Sei konsequent, dabei kein Arsch und bleib authentisch. (DpB):aufgepasst:

  • Es wird von einem sehr lieben Herren mit Doktortitel betreut.

    :rofl:Danke dafür! Ich hoffe, er hat auch Brille und ergrauten Bart? Das würde dein Anliegen noch glaubwürdiger machen :_o_D


    Wir sind der Meinung, dass Verschwörungstheorien dazu beitragen, dass man auf eine skandalöse Art und Weise versucht, Falschinformationen/Informationen, die nicht bewiesen werden können, zu verbreiten. Dagegen vorgehen könnte man, indem man die SchülerInnen dazu auffordert, ihre Meinungen kund zu geben und daraufhin zusammen darüber redet und aufklärt, warum die Theorie (nicht) zutreffend sein kann.

    Was meinst du mit "skandalös"? Wer ist "man"? Und woher kommt die Idee, dass reden, aufklären und widerlegen hilfreich sein könnten? Ist Verschwörungsglaube deiner "Meinung" nach nur eine Art Desinformation? Der Meinungsbegriff passt schon nicht. Was weißt du, worauf gründet sich deine Meinung? Definiere doch erst mal.


    Mein Tip: Rede mit überzeugten Verschwörungsjüngern und gucke, was passiert. Du wirst so viele Informationen um die Ohren gehauen bekommen, dass du nicht mehr weißt, wo oben und unten ist. Ich kenne einen solchen, er verhält sich wie ein Mensch, der an Schizophrenie erkrankt ist. Wer ernsthaft glaubt, dass in der Erde Wesen leben, die mit Juden gemeinsam Pläne schmieden, was willst du dem mit Informationen kommen? Allenfalls kann man einem lediglich noch skeptischen Menschen Fragen stellen. Fragen, die dazu anregen, über die Behauptungen nachzudenken, die der Skeptische irgendwo aufgeschnappt hat.


    Du hast dich unter Garantie in keinem Seminar mit dem Thema beschäftigt. Und solange wie von dir kein substantieller Beitrag kommt, wirst du auch keine brauchbaren Antworten erhalten.

  • Ich verstehe tatsächlich, was die Studenten hier wollen, mein Prof. wollte bei meiner Diplomarbeit auch eine qualitative Befragung.

    :schreck: das hier ist keine qualitative Forschung, bitte!

  • Wie kommen Sie denn auf weltfremd? Vielleicht sind Ihre SchülerInnen in dieser Hinsicht aufgeklärt, aber es gibt doch bestimmt SchülerInnen, die bezüglich dieses Themas irritiert sind/werden von Freunden, Familie, etc.

    Eben da es so viele unterschiedliche Meinungen zu diesem Thema gibt. Es kann doch immer der Fall sein, dass Kinder im Internet/Radio/Fernsehen Meinungen aufgegriffen haben und darüber diskutieren möchten. Oder sind Sie da anderer Meinung?

    Der Umstand, dass Kinder/Jugendliche etwas aus TV/Internet/Whatsapp etc. aufschnappen und diskutieren möchten ist keine Meinung, sondern eine Tatsache, die niemand hier in dieser Absolutheit leugen wird ungeachtet individueller Verschiedenheiten.


    Meine SuS schnappen vieles auf, das sie zuallererst mit ihren Mitschülern diskutieren. Bereits dadurch wird manches relativiert, weil sie sich meist ergänzen. Ich habe im ersten Halbjahr mit meinen SuS in GK zu Rechten (Grundgesetz, Kinderrechte...) gearbeitet und viele Debatten dabei mit aktuellen Coronathemen verknüpft, um den SuS einerseits ein unterrichtliches Forum zum Austausch zu bieten und andererseits Probleme an denen sie hängen aufklären zu können. Die Fragen an denen meine SuS festhingen waren dabei sämtlich Fragen, an denen auch wir Erwachsene wahlweise zu knabbern hatten oder zu denen wir auch mit sich ständig ändernden Informationen infolge weiterer wissenschaftlicher Erkenntnisse umgehen mussten. Ich kann meinen SuS beispielsweise nichts gesichert sagen über Langzeitfolgen der Impfungen- denn dazu müssten diese erst einmal eine ausreichend lange Zeit auf dem Markt sein. Was ich in solchen Fällen machen kann ist es zu informieren über den aktuellen Stand der Wissenschaft soweit mir dieser bekannt ist, hervorzuheben, dass es normal ist, dass die Informationen sich ändern (oder detaillierter begründbar werden) mit zunehmendem Erkenntnisfortschritt und deutlich zu machen, was ich gesichert weiß und was ich nicht weiß, höchstens vermuten kann und wenn ich vermute, was mich zu genau dieser Vermutung veranlasst (Werte/Wissen/Haltungen...). Diese Unterscheidung zwischen gesichertem Wissen, persönlicher Meinung/Haltung (und damit verknüpften Werten), Mutmaßungen und Wünschen ist meiner Erfahrung nach besonders fruchtbar, weil sie den SuS erlaubt die eigene Haltung differenzierter auszuloten, ohne überwältigt zu werden von den Mutmaßungen von Autoritätspersonen (womit wir im Kontext von Schule und Unterricht wieder beim Beutelsbacher Konsens wären).

    "Benutzen wir unsere Vernunft, der wir auch diese Medizin verdanken, um das Kostbarste zu erhalten, das wir haben: unser soziales Gewebe, unsere Menschlichkeit. Sollten wir das nicht schaffen, hätte die Pest in der Tat gewonnen. Ich warte auf euch in der Schule." Domenico Squillace

  • Eben da es so viele unterschiedliche Meinungen zu diesem Thema gibt.

    Zum Thema "Was ist Corona und woher kommt es" gibt es verschiedene Meinungen?


    Ich schlage vor, dass wir diesen Thread nicht weiter befeuern, solange uns der TE nicht sagt, an welcher Uni in welchem Fach er unter welchem Namen studiert.

  • Wir sind der Meinung, dass Verschwörungstheorien dazu beitragen, dass man auf eine skandalöse Art und Weise versucht, Falschinformationen/Informationen, die nicht bewiesen werden können, zu verbreiten

    Das ist übrigens auch so ein Punkt. Bei qualitativer Sozialforschung ist es super wichtig keine Wertung und eigene Meinung einzubringen.


    Deswegen muss man sich ja auch alle Fragen und möglichen Nachfragen auch vorher schon überlegen. Damit eben keine Suggestivfragen o.ä. rausrutschen.


    Ich bin mir nicht sicher, ob das für euch hier mit eurer Fragestellung so noch klappen wird. Ich würde euch empfehlen euch noch mal genauer in die Technik der qualitativen Sozialforschung einzulesen und dann noch mal ne mit einer Befragung zu starten. Wahrscheinlich würde ich eine persönliche ggf. telefonische Befragung empfehlen, weil sowas schriftlich einfach schwierig ist. Da wird einfach wenig Diskussion rauskommen. Und insgesamt wird wenig bei der Befragung rauskommen, es lauert ja nicht in jeder Klasse ein Verschwörungsgläubiger.

    Sei konsequent, dabei kein Arsch und bleib authentisch. (DpB):aufgepasst:

  • :schreck: das hier ist keine qualitative Forschung, bitte!

    Das habe ich nicht behauptet:victory: ich sehe nur, dass dies versucht wurde.


    Und ich vermute, dass die Studenten noch nicht überblicken können, was man alles für qualitative Forschung braucht. Ich hab das damals auch erst mal unterschätzt gehabt und dachte, ich stell halt einfach ne Frage. 8)

    Sei konsequent, dabei kein Arsch und bleib authentisch. (DpB):aufgepasst:

  • Okay, mag sein. Ich hab eher den Eindruck, dass jemand billig O-Ton für seinen online-Artikel braucht.

  • In meiner Schulzeit wurde immer gesagt, man antwortet nicht mit „Ja“ und „Nein“ sondern gibt eine Begründung dazu ab.

    In Situationen, in denen eine Begründung möglich war, weil Sie vorher etwas dazu gelernt hatten. Ihre Lehrer hatten einen Input vorbereitet und den Lernprozess strukturiert.

    Das ist hier leider nicht geschehen:


    Zitat

    1 Sind Sie in der Schule schon mit Verschwörungstheorien konfrontiert worden?

    2. Gibt es Schüler/innen, Eltern oder auch andere Pädagog/innen, die Verschwörungstheorien in die Schule tragen?

    Was genau soll man hier begründen?

    1. Ja, weil ich mich leider nicht ständig in einer Milchglaskapsel einschließen kann.

    2. Ja, für eine Begründung müssen Sie die Personen direkt fragen. Wäre reine Spekulation.

    Klassenregel Nr. 17: "Niemand lecke am Würstchen des anderen."

    Klassenregel Nr. 20: "Ich helfe anderen beim Angeln."

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