Mathematikabitur

  • Meinst du den Casio fx-85 MS, der hier auf meinem Schreibtisch liegt? Den ich immer noch für sämtliche Berechnungen heranziehe? Für 10 Euro in der 7. Klasse bekommen, immer noch mein Favorit :D

  • Meinst du den Casio fx-85 MS, der hier auf meinem Schreibtisch liegt? Den ich immer noch für sämtliche Berechnungen heranziehe? Für 10 Euro in der 7. Klasse bekommen, immer noch mein Favorit :D

    Nicht ganz. Der Casio fx-991ES. Den aus der 7. Klasse habe ich auch noch. Mein Sohn (4) spielt sehr gerne damit :D


    Ich habe übrigens noch nie Batterien tauschen müssen. Obwohl die sehr viel im Gebrauch waren/sind.


    Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.


    Albert Einstein

  • Nicht ganz. Der Casio fx-991ES. Den aus der 7. Klasse habe ich auch noch. Mein Sohn (4) spielt sehr gerne damit :D


    Ich habe übrigens noch nie Batterien tauschen müssen. Obwohl die sehr viel im Gebrauch waren/sind.


    Man ist halt Fan des Rechners, den man selbst immer genutzt hat. Richtige Pioniere der Solartechnik diese Rechner :D

  • Richtige Pioniere der Solartechnik diese Rechner

    Ja, Solar war echt eine Innovation. Wir schalten dann immer in der Aula das Licht an, damit die Solarrechner laufen. Voll Öko. Ich habe einen TI-30 irgendwas mit Dual Power.

    „Kinderlähmung ist grausam, Schluckimpfung ist süß.“

  • Dazu noch der Bildungswahn des Mittelstandes. Wer nicht Abi hat und studiert muss sich auf Familienfesten schon erklären...

    Ich finde es auch schlimm, wenn Leute aus der Mittelschicht sozial aufsteigen wollen. Die sollen das bitte den Eliten überlassen. Schuster bleib bei deinen Leisten.


    [/Ironie]



    Du meinst damit sicher, dass es eher darum geht, einen bestimmten Abschluss zu erreichen, statt sich möglichst gut zu bilden. So besteht auch heute in der Mittelschicht noch sehr oft die Ansicht, das Kind solle doch bitte "etwas Vernünftiges" studieren.


    Letztendlich geht es (zumindest den Eltern) eher um beruflichen Erfolg und dadurch sozialen Aufstieg, nicht wirklich um Bildung.


    Die Inflation der Bildungsabschlüsse ist ein bekanntes Phänomen, das schon lange zu beobachten ist. Es ist in meinen Augen ein bildungspolitischer Weg, um Chancengleichheit bzw. eigene bildungspolitische Leistung vorzutäuschen. Sofern es überall stattfindet, ändert sich im Hiblick auf NCs an der Uni nicht viel.

    Schlecht ist es eher für Personen mit niedrigen Schulabschlüssen, die oft keine Chance mehr bekommen und sozial herabgewürdigt werden, auch wenn der Hauptschulabschluss, den jemand vor 20 Jahren gemacht hat, oft wahrscheinlich kaum niedriger vom Niveau her ist als mancher Realschulabschluss heute.


    Das ist ein langer Prozess. In den 60ern konnte man mit einem sehr guten Volksschulabschluss noch eine Banklehre beginnen. Heute dürfte man ohne (Fach-)Abitur schlechte Chancen haben, überhaupt in die engere Auswahl zu kommen, ein Hauptschulabschluss wäre mit Sicherheit ein absolutes Ausschlusskriterium, und das leider auch in vielen weniger ansspruchsvollen Ausbildungsberufen.

    3 Mal editiert, zuletzt von MrJules ()

  • Ich denke auch, dass es bestenfalls sekundär noch um Bildung geht und primär um Lebenschancen und sozialen Aufstieg bzw. Halten des sozialen Niveaus der Eltern. Bildung als Mittel zum Zweck für ein komfortables Leben. Klingt erst einmal befremdlich, dürfte bei uns allen aber insbesondere in unserer Jugend zugetroffen haben.

    Denn: Welche(r) Jugendliche ist sich des ideellen und langfristigen Werts von Bildung allen Ernstes bewusst? Dieser Wert und das Wertschätzen und Vertiefen einer solchen Bildung und der immerwährenden Erweiterung selbiger hat sich bei mir erst so richtig deutlich jenseits der 30 eingestellt.
    Heute geht es um Noten, um Zehntel für den NC, mitunter um Tricksen und Täuschen, um die Position zu erlangen, die einem aus der eigenen Sicht zusteht.

    Ich habe das früher nie so empfunden, aber heute scheint der Druck, den die Jugendlichen empfinden, deutlich höher zu sein als zu meiner Zeit - vielleicht liegt das aber auch daran, dass ich mich diesem Druck immer irgendwie verweigert habe und erst später die Konsequenzen eines Nicht-Einser-Examens zu spüren bekam. (OK, es waren sechs Monate Vertretungstätigkeit, die je nach Fächerkombi auch die EinserkandidatInnen schieben mussten...)


    Am Rande: Die Banklehre mit Realschulabschluss war vor zwei Jahrzehnten noch möglich - bereits um 2007 warb eine Sparkasse aus dem Ruhrgebiet jedoch für Azubis und setzte die FHR als Abschluss voraus. Wenn ich andererseits aus dem Bekanntenkreis höre, was die heutigen RealschülerInnen können bzw. nicht können, dann kann ich mich eines gewissen Verständnisses für diese gestiegenen Einstiegsansprüche nicht vollständig verwehren.

  • Am Rande: Die Banklehre mit Realschulabschluss war vor zwei Jahrzehnten noch möglich - bereits um 2007 warb eine Sparkasse aus dem Ruhrgebiet jedoch für Azubis und setzte die FHR als Abschluss voraus. Wenn ich andererseits aus dem Bekanntenkreis höre, was die heutigen RealschülerInnen können bzw. nicht können, dann kann ich mich eines gewissen Verständnisses für diese gestiegenen Einstiegsansprüche nicht vollständig verwehren.

    Eigentlich schon frech, denn gerade Sparkassen zahlen nun wirklich nicht gut. Auch was ich so bei meiner Schwester mitbekommen habe, sind die Inhalte auch nicht wirklich schwierig, dass man einen besonderen Schulabschluss dafür bräuchte.

    Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.


    Albert Einstein

  • Man müsste halt anfangen den anderen Schulformen wieder Wertschätzung entgegen zu bringen. Deutschland wiegt ja auch geistige Leistung höher als körperliche Leistung. Zumindest im Gehalt. Der Akademiker, der fließend Latein spricht, kommt bei Leuten immer bessern an als der Maurermeister, der eine perfekte Wand ziehen kann. Wieso? Gute Frage.

    Ich finde, dass körperliche und geistige Talente gleich viel Wert sein sollten. Wenn sowieso nur Abi zählt, wozu dann das dreigliedrige System?

    Doch wo anfangen? Müssen die Arbeitnehmer wieder anfangen sich zu öffnen? Müssen Schulen besser aussieben wieder? Ich weiß es nicht.

    Aber dass jeder Hinz und Kunz an die Uni zieht kann so nicht weiter gehen. Das verwässert nicht nur die Qualität der Hochschule, sondern zwingt Leute in Bereiche rein, wofür sie manchmal einfach kein Talent besitzen. Will nicht wissen, wie viele erstklassige Mechaniker oder Maler eher unterklassige Anwälte geworden sind. Ist doch eine Schande?

  • ... , auch wenn der Hauptschulabschluss, den jemand vor 20 Jahren gemacht hat, oft wahrscheinlich kaum niedriger vom Niveau her ist als mancher Realschulabschluss heute.

    "oft wahrscheinlich kaum", hm. Poste doch mal vergleichsweise Abschlussufgaben Hauptschule/2001 und Realschule 2021, dann könnte man Vergleiche ziehen, ohne zu spekulieren.

  • Eigentlich schon frech, denn gerade Sparkassen zahlen nun wirklich nicht gut. Auch was ich so bei meiner Schwester mitbekommen habe, sind die Inhalte auch nicht wirklich schwierig, dass man einen besonderen Schulabschluss dafür bräuchte.

    Begründung einer Bank, bei der ich einen Schulpraktikanten besuchte, warum sie das Abitur für die Bankkaufmann-Lehre fordern:

    1) sie fordern auch den Führerschein. Ich wohne zwar auf dem Land und ja, die Busse zwischen den verschiedenen "Stationen / Filialen" fahren nicht alle 20 Minuten, aber: sie haben einfach zu oft die Erfahrung gemacht, dass viele dann den Bus verschlafen, viel zu spät kommen oder dann die Ausbildung abbrechen, weil es ihnen zu viel Stress sei, den Bus zu nehmen.

    2) sie seien reifer.


    Womöglich gibt es auch inhaltliche Gründe, aber diese "persönlichkeitsbezogenen" Kriterien schienen grundlegend zu sein.
    (Da mein damaliger 9t-Klässler damit geglänzt hatte, in der ersten Woche schon 2 mal zu spät gekommen zu sein, bei 5 Minuten Fussweg, konnte er sich die Ausbildung nach Klasse 10 schön abschminken.

  • Ich habe mein ganzes Studium mit dem Casio (Vorgängermodell) bestritten. Ich hatte zwar auch einen GTR, aber der war mir zu umständlich und man brauchte ihn wirklich nur sehr selten.

    Taschenrechner im Studium? :staun::staun::staun::staun:

    Holy Moses met the Pharaoh

    Yeah, he tried to set him straight

    Looked him in the eye,

    "Let my people go!"

    Holy Moses on the mountain

    High above the golden calf

    Went to get the Ten Commandments

    Yeah, he's just gonna break 'em in half!

  • Taschenrechner im Studium? :staun::staun::staun::staun:

    Ja braucht man durchaus. Auch ein Studium besteht nicht nur aus Herleitungen.


    In den Praktika habe ich den viel benötigt. In den Vorlesungen wüsste ich bei ET aber auch keine spontan.

  • ich habe meinen TR im Chemiestudium verwendet, nicht in Mathe.


    :aufgepasst: Merke, Lehrer studieren nicht nur ein Fach. ;)

    Meine Beiträge werden auf einer winzigen Tastatur eines Tablets mit Autokorrektur geschrieben. Bitte entschuldigt Tippfehler. :mad:

  • Ich in Physik, da wurde der alte Casio richtig rangenommen, deshalb bin ich so nostalgisch, er hat mich durch Mittel- und Oberstufe sowie durch das Physikkstudium begleitet. Heute addiert er die Punkte in Klausuren, die ich korrigiere.

  • Merke, Lehrer studieren nicht nur ein Fach.

    Ich habe eines studiert und zwei anerkannt bekommen. Aber egal, es ging mir darum, dass die Aussage, man bräuchte im Studium einen Taschenrechner, einigermaßen unspezifisch ist. Dass man in Fächern, in denen viel gerechnet wird, einen zur Hand nimmt, ist ja trivial. In vielen anderen Fächern braucht man halt keinen.

    „Kinderlähmung ist grausam, Schluckimpfung ist süß.“

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