Elternbriefe in verschiedenen Sprachen schreiben

  • Hallo alle,

    ich habe viele verschiedene Nationen in der Klasse und manche Eltern können weder deutsch noch englisch. Bei wichtigen Informationen helfe ich mir derzeit mit dem google-Übersetzer, aber ich glaube, der ist gar nicht so gut und es ist auch umständlich. Ich kopiere den übersetzten Text in word und schreibe alles nochmals in deutsch, aber es muss doch etwas Besseres geben....

    Man kann nur was aus dem Ärmel schütteln, wenn man vorher etwas reingetan hat.

  • deepl.com


    Ist von der Übersetzungsqualität Google und co deutlich überlegen (zumindest Deutsch-Englisch, den Rest kann ich nicht beurteilen) und kann auch ganze Dokumente übersetzen (hab ich aber noch nicht getestet)

    "In einer Gesellschaft in der Privatsphäre kriminalisiert wird, haben nur noch Kriminelle Privatsphäre" - Linus Neumann

  • deepl.com


    Ist von der Übersetzungsqualität Google und co deutlich überlegen (zumindest Deutsch-Englisch, den Rest kann ich nicht beurteilen) und kann auch ganze Dokumente übersetzen (hab ich aber noch nicht getestet)

    Ukrainisch ist natürlich nicht dabei. Ich möchte den Eltern derzeit ungern auf russisch schreiben, obwohl mein russisches Kind die ganze Zeit mit den Ukrainern auf russisch kommuniziert.

    Moldawisch gibt es auch nicht, aber da kann ich wohl rumänisch nehmen.

    Man kann nur was aus dem Ärmel schütteln, wenn man vorher etwas reingetan hat.

  • Leider habe ich auch keinen heißen Tipp. Wir nutzen an der Schule "Schoolfox", da können Eltern sich die Briefe automatisch übersetzen lassen. Aber auf welchem Übersetzungsprogramm das basiert, weiß ich auch nicht und wie gut das funktioniert, kann ich nicht beurteilen. Aber gerade wenn man viele verschieden Sprachen hat, reduziert es den Aufwand.

    Wenn ich diese Eltern anschreibe, bemühe ich mich um möglichst einfache Sätze und Wörter in der Hoffnung, dass es dann halbwegs vertändlich übersetzt wird.


    OT: wenn "mein" ukrainischen Kind in den Translator spricht übersetzt es mir regelmäßig völligen Quatsch. Ist das bei euch auch so? Oder liegt es an dem Kind? Eine unserer Erzieherinnen glaubt, dass er sich sehr speziell ausdrückt, weil das Problem bei anderen Kindern so nicht auftauchen würde.

    "Die Wahrheit ist ein Zitronenbaiser!" Freitag O'Leary

  • Wir haben jetzt auch einen ukrainischen Schüler, im beruflichen Gymnasium. Er saß am Donnerstag Morgen plötzlich bei einer Kollegin im Religionsunterricht (plötzlich für sie, da die Abteilungsleiterin leider vergessen hatte, ihr über diesen neuen Schüler Bescheid zu geben). Laut Auskunft der Schulleitung nimmt er aber am ukrainischen Online-Unterricht teil und wird jetzt im Sommer seinen Schulabschluss darüber erreichen. Bei uns ist er wohl nur, weil seine Mutter möchte, dass er "unter junge Leute kommt". Er spricht gut Englisch, hat aber zu der Religionskollegin gesagt, dass er im Moment keine Lust hat Deutsch zu lernen, weil er davon ausgeht, dass seine beiden Geschwister, seine Mutter und er bald wieder in die Ukraine zurückkehren werden.

    to bee or not to bee ;) - "Selbst denken erfordert ja auch etwas geistige Belichtung ..." (CDL)

  • Hallo alle,

    ich habe viele verschiedene Nationen in der Klasse und manche Eltern können weder deutsch noch englisch. Bei wichtigen Informationen helfe ich mir derzeit mit dem google-Übersetzer, aber ich glaube, der ist gar nicht so gut und es ist auch umständlich. Ich kopiere den übersetzten Text in word und schreibe alles nochmals in deutsch, aber es muss doch etwas Besseres geben....

    Bei uns werden die Briefe dann von den Arabisch-, Türkisch und Russichlehrern übersetzt, manchmal auch von Eltern, aber meist eben Muttersprachler, es muss jedenfalls niemand von uns per Übersetzer o.ä. übersetzen.

  • Wir haben teams, wobei sich nicht alle Eltern angemeldet haben. Ich habe von den Betroffenen teilweise auch keine e-mail-Adressen, so dass ich die Nachrichten dieser Kinder in Papierform weitergebe. Es funktioniert auch irgendwie, aber es nervt mich auf diese Art.

    Man kann nur was aus dem Ärmel schütteln, wenn man vorher etwas reingetan hat.

  • Ich habe auch noch keine tolle Lösung gefunden, sondern suche mir Teile aus fertigen Elternbriefen in den betreffenden Sprachen im Netz raus. Den Rest auch mit google oder deepl. Es gibt da ja viele Vorlagen. Ist nur immer umständlich, da ich nicht alle Briefe 1 zu 1 nehmen kann.


    Hier habe ich schon mal was von den Themen her gebrauchen können

    https://nzl.lernnetz.de/index.php/material-dolmetscher.html


    https://www.daz-kärnten.at/unterricht/mitteilungen-der-schule-in-verschiedenen-sprachen/


    https://www.schulentwicklung.n…in-mehreren-sprachen.html


    https://www.ostfriesischelandschaft.de/2810.html

  • Bei 4teachers gibt es diese Sammlung an Briefen.

    Du könntest dort auch nach "Expert:in für" ... ukrainisch/ moldawisch suchen und die Leute gezielt anschreiben.


    Noch eine Möglichkeit: Frag an der nächsten Uni nach, ob jemand im Fachbereich Slavistik helfen könnte.

  • Wow! Darf ich mal sagen, dass ich das wirklich großartig finde, wie viel Mühe Ihr euch offensichtlich macht um alle zu erreichen?


    Das ist leider noch immer nicht selbstverständlich. Ich erinnere mich gerade, wie sich an meiner ehemaligen Schule einige Kolleginnen darüber echauffiert haben, dass die Sozialarbeiterinnen die Einladung zum Elterncafe in mehreren Sprachen formuliert haben (an einer Schule mit einem sehr hohen Anteil an nicht deutsch sprechenden Familien), weil wir ja hier in Deutschland wären und die Eltern ja schießlich Deutsch lernen müssten! (aber wir hatten wir das schöne Siegel "Schule ohne Rassismus")

    "Die Wahrheit ist ein Zitronenbaiser!" Freitag O'Leary

  • Bei den Sammlungen ist alles mögliche dabei, aber gezielte Mitteilungen die Klasse/Organisation betreffend natürlich nicht. Es geht beispielsweise um kurzfristige Ausfälle von Unterricht, Ferienzeiten, Religionsunterricht usw. Habe natürlich jetzt nicht alles durchsucht, ob das dabei ist.

    Man kann nur was aus dem Ärmel schütteln, wenn man vorher etwas reingetan hat.

  • Ich bin ehrlich gesagt noch nicht auf die Idee gekommen, Briefe in alle gesprochenen Sprachen zu übersetzen. Ich kann weder arabisch, noch kurdisch, noch russisch, noch ukrainisch. Für wichtige Elterngespräche kümmere ich mich um ein*e Dolmetscher*in, weil es für die Kinder nicht gut ist, übersetzen zu müssen. Aber für Kurzmitteilungen der Schule müssen sich die Familien m.E. um jemanden kümmern, der beide Sprachen kann. Also zumindest hatte ich bislang nicht die Muße dafür aber ich denke darüber nach, ob anders besser wäre.


    Bei uns sind da die Elternvertreter auch sehr engagiert und wenn ihnen die Lehrer zulange brauchen, dann haben sie meist schon übersetzt ;)

    Das ist bei uns aufgrund der Klientel bislang nicht der Fall. Aber die Idee, bei der Organisation von Übersetzungskontakten zu helfen, gefällt mir.

  • Ich schreibe meine Elternbriefe weiterhin auf Deutsch, mache aber meist unten nochmal eine Kurzversion mit Stichpunkten. Beim Googleübersetzer (vielleicht auch mit anderen?) kann man mit der Kamera über ein Arbeitsblatt oder Brief gehen und die Schrift wird dann direkt an der jeweiligen Stelle durch die ausgewählte Sprache ersetzt. Total genial wie das funktioniert. Aber sowas kennen und nutzen eure Eltern sicher auch.


    Dann noch zu Russisch: Je nachdem, von wo eure Ukrainer kommen ist russisch möglicherweise sogar deren Muttersprache. Besonders um Kiew herum ist das bei vielen Ukrainern so (das war mir z. B. gar nicht klar, weil Kiew ja eher mittig liegt und nicht nahe der russischen Grenze).

  • Ich schreibe meine Elternbriefe weiterhin auf Deutsch, mache aber meist unten nochmal eine Kurzversion mit Stichpunkten. Beim Googleübersetzer (vielleicht auch mit anderen?) kann man mit der Kamera über ein Arbeitsblatt oder Brief gehen und die Schrift wird dann direkt an der jeweiligen Stelle durch die ausgewählte Sprache ersetzt.

    Danke für den guten Tipp!

    Tatsachen schafft man nicht dadurch aus der Welt, dass man sie ignoriert.

    Aldous Huxley

  • Dann noch zu Russisch: Je nachdem, von wo eure Ukrainer kommen ist russisch möglicherweise sogar deren Muttersprache. Besonders um Kiew herum ist das bei vielen Ukrainern so (das war mir z. B. gar nicht klar, weil Kiew ja eher mittig liegt und nicht nahe der russischen Grenze).

    Jedenfalls sind meine Russin und die ukrainischen Mädchen "beste" Freundinnen und ich habe zum Glück in ihr eine kleine Dolmetscherin. Also sie können russisch, zumindest verständigen sie sich und sie nehmen so sogar am Erzählkreis teil.

    Das mit der Kamera muss ich probieren, danke!

    Man kann nur was aus dem Ärmel schütteln, wenn man vorher etwas reingetan hat.

  • Das kam auch erst durch den Google-Übersetzer, mit dessen Hilfe wir mit dem Kind kommunizieren können, raus.

    Das muss ich dann mal mit den Eltern klären bei Gelegenheit, aber die sind überhaupt nicht helikoptermäßig und man sieht sie nicht.

    Man kann nur was aus dem Ärmel schütteln, wenn man vorher etwas reingetan hat.

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