Meckerforum, hier darf alles rein, was doof ist

  • Ich fasse mal wieder zusammen: Die weiterführende Schule macht alles richtig, bekommt leider nur Dumme geschickt und Kinder, denen die Grundschullehrerinnen zu gute Noten gegeben haben, kann dann aufgrund mysteriöser Umstände selbst aber nur 4en verteilen und das bei jahrelangem Vermitteln von Regenbogenthemen, zu denen das Schulbuch zwingt. Es muss sehr belastend sein, so gar nichts im Berufsleben selbst verantworten zu können.

    Das habe ich weder geschrieben noch gemeint, sondern dass es an allen Schularten Schüler gibt, die die Schule erfolgreich abschließen, ohne die Mindestanforderungen zu erfüllen. Manche User hier zweifeln das nämlich regelmäßig an. Ursachen a la "Lehrer sind schuld" habe ich ebenfalls nicht angeführt, denn die sind absolut vielschichtig und unter anderem systemisch bedingt.


    Ich kann dieses "Dann gib halt realistische Noten", "Dann bring ihnen was bei" oder "Bei mir / uns ist das alles besser", das hier von den immer gleichen Usern ständig gebetsmühlenartig wiederholt wird, einfach nicht mir lesen!

  • Würde mich ja interessieren, wer von den Grundschullehrern (aus NRW) schon mal eine 5 auf dem Zeugnis gegeben hat, oder ein Kind in der Klasse hatte, das wiederholen musste. Also nix mit AOSF durchwinken.

    Man fragt sich, wofür das gut ist.

  • Das habe ich weder geschrieben noch gemeint, sondern dass es an allen Schularten Schüler gibt, die die Schule erfolgreich abschließen, ohne die Mindestanforderungen zu erfüllen.

    Ich hatte ja auch Maylin85 zitiert.

    Du schriebst wiederum, dass die Kinder der "Zulieferschulen" alle zu gute Noten hätten. Damit sind wohl die Grundschullehrkräfte gemeint.

  • Ich hatte ja auch Maylin85 zitiert.

    Du schriebst wiederum, dass die Kinder der "Zulieferschulen" alle zu gute Noten hätten. Damit sind wohl die Grundschullehrkräfte gemeint.

    Verdreh mir bitte nicht die Worte im Mund! Ich habe davon geschrieben, dass sie kaum 5 und 6 in den Zeugnissen haben, weil das im System Grundschule fast nicht möglich ist - wo ist da der Vorwurf an die Lehrkräfte?

  • Würde mich ja interessieren, wer von den Grundschullehrern (aus NRW) schon mal eine 5 auf dem Zeugnis gegeben hat, oder ein Kind in der Klasse hatte, das wiederholen musste. Also nix mit AOSF durchwinken.

    Hier! Mehrmals. Bist du echt der Meinung, dass das nicht vorkommt?

  • Würde mich ja interessieren, wer von den Grundschullehrern (aus NRW) schon mal eine 5 auf dem Zeugnis gegeben hat, oder ein Kind in der Klasse hatte, das wiederholen musste. Also nix mit AOSF durchwinken.

    Ich unterrichte zwar nicht in der Grundschule, sehe aber Grundschulzeugnisse. Ja, es gibt Wiederholung und dazu sind 5 oder gar 6 notwendig.

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  • Für freiwillige Klassenwiederholungen nicht unbedingt. Für Nichtversetzungen klar.

    Ich schrieb nicht von freiwilligen Wiederholungen, genau lesen. Du bist doch sonst immer so genau.

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  • Du schriebst von "Wiederholungen", was ich als Hyperonym für sowohl freiwillige als auch unfreiwillige auffasste. Entschuldige bitte, wenn ich das falsch verstanden habe.

    In der Praxis ist meine Wahrnehmung, dass es sowohl an den Grundschulen als auch bei uns (SBBZ mit Bildungsgang Grundschule) deutlich mehr freiwillige Wiederholungen als Nichtversetzungen gibt.

  • Ich weiß, dass es sehr selten vorkommt.

    Wie häufig ist sehr selten?

    Mal davon abgesehen, dass Förderung mehr hilft, als ein stumpfes Wiederholen.

    Zudem gibt es jahrgangsübergreifende Klassen, der eine benötigt ein Jahr für 2 Klassenstufen, der andere 3 Jahre. Ich vermute, dass letzteres offiziell nicht Wiederholung bedeutet.

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  • Ich weiß, dass es sehr selten vorkommt.

    Und das ist auch gut so. Anträge auf besonderen Förderbedarf (genauer: Anträge auf Feststellung des Bedarfs an sonderpädagogischer Unterstützung, der Förderschwerpunkte und des Förderortes gemäß AO-SF) sind übrigens auch selten.

    Beides spricht eigentlich für eine gute Arbeit der Grundschullehrkräfte.

  • Der Wortlaut:

    In den Grundschulen werden doch auch kaum 5 und 6 vergeben, durchfallen ist nahezu unmöglich - erzählen zumindestens befreundete GS-Lehrkräfte. Und auch die GS verlassen Schüler ohne grundlegende Kenntnisse im Lesen, Schreiben und Rechnen. Oder ist das nur an meinen Zulieferschulen so?

    Wenn Kinder, ohne lesen und rechnen zu können mit 4 in Deutsch und Mathe aus der 4. Klasse entlassen werden, ist das doch ein Appell an die Grundschulen oder verstehe ich das falsch?

  • Ich weiß, dass es sehr selten vorkommt.

    Eine sehr unkonkrete Statistik. Außerdem hat NRW eine verhältnismäßig hohe Inklusionsquote, allerdings sind die SuS fast nie an Gymnasien, es ist also gut möglich, dass du die Zeugnisse/Verfahren zur Überprüfung praktisch nie zu Gesicht bekommst.

  • Ich weiß, dass es sehr selten vorkommt.

    Woher? Wenn sie bei Dir ankommen, haben sie vielleicht wegen einer 5 oder 6 bereits wiederholt und diese ist dann nicht mehr da. Oder landen eben gar nicht erst am Gym.

  • Bevor ein Kind sitzen bleibt, hat es zuvor längst Gespräche zum freiwilligen Rücktritt gegeben und davor Gespräche über die Fördermöglichkeiten, Förderung im Rahmen der Möglichkeiten - also knapp an zieldifferent vorbei als Binnendifferenzierung, manchmal auch über Fördergruppen, Leseförderung durch Ehrenamtliche oder Programme etc., Gespräche über Mindeststandards und den Weg dahin/ das Aufholen sowie Beratung hinsichtlich außerschulischer Förderung und Ursachenforschung.

    Wenn das alles verpufft oder nicht ausreicht und die Eltern den freiwilligen Rücktritt ausschlagen, manchmal auch, weil sie meinen, dass das Kind doch noch aufholt und versetzt wird, dann kommt es dazu, dass das Kind die Klasse wiederholt.
    In NDS braucht es am Ende von Klasse 2 dafür keine schlechten Noten, da es Berichtszeugnisse gibt.

    Wenn eine Verbesserung durch Wiederholung völlig aussichtslos erscheint, wird ab Mitte Klasse 2 ein Gutachten LE geschrieben (ab Klasse 3 bei entsprechenden Noten und Arbeitsverhalten), zuvor geht auch GE, dann muss aber wirklich eine sehr deutliche Beeinträchtigung bestehen und extrem gut nachgewiesen werden, welche Förderung bereits erfolgt ist.

    Von „Durchwinken“ kann da keine Rede sein.

  • Bevor ein Kind sitzen bleibt, hat es zuvor längst Gespräche zum freiwilligen Rücktritt gegeben und davor Gespräche über die Fördermöglichkeiten, Förderung im Rahmen der Möglichkeiten - also knapp an zieldifferent vorbei als Binnendifferenzierung, manchmal auch über Fördergruppen, Leseförderung durch Ehrenamtliche oder Programme etc., Gespräche über Mindeststandards und den Weg dahin/ das Aufholen sowie Beratung hinsichtlich außerschulischer Förderung und Ursachenforschung.

    Wenn das alles verpufft oder nicht ausreicht und die Eltern den freiwilligen Rücktritt ausschlagen, manchmal auch, weil sie meinen, dass das Kind doch noch aufholt und versetzt wird, dann kommt es dazu, dass das Kind die Klasse wiederholt.
    In NDS braucht es am Ende von Klasse 2 dafür keine schlechten Noten, da es Berichtszeugnisse gibt.

    Wenn eine Verbesserung durch Wiederholung völlig aussichtslos erscheint, wird ab Mitte Klasse 2 ein Gutachten LE geschrieben (ab Klasse 3 bei entsprechenden Noten und Arbeitsverhalten), zuvor geht auch GE, dann muss aber wirklich eine sehr deutliche Beeinträchtigung bestehen und extrem gut nachgewiesen werden, welche Förderung bereits erfolgt ist.

    Von „Durchwinken“ kann da keine Rede sein.

    Ja, das ist hier auch so. Die meisten Wiederholer tun dies, weil die Lehrkräfte es anraten. Eltern und Kinder sind meist einverstanden, weil sie sich eine Verbesserung der Leistungen erhoffen. Nur in seltenen Fällen kommt es zu einer Nichtversetzung aufgrund der Noten - will heißen, wenn die Eltern trotz schlechter Leistungen das Kind so lange in der Ursprungsklasse lassen, bis es aufgrund der Noten nicht mehr geht.

    Nicht jeder wird es verstehen, und das ist okay!

  • Woher? Wenn sie bei Dir ankommen, haben sie vielleicht wegen einer 5 oder 6 bereits wiederholt und diese ist dann nicht mehr da. Oder landen eben gar nicht erst am Gym.

    Stimmt, die kommen eher nicht ans Gym. Woher ich weiß, dass wenig Fünfen gegeben werden? Na, wenn ich Freigang habe, kriege ich mit, was an anderen Schulformen passiert bzw. nicht passiert. Lebst du nur in deiner Schule?

    Der Wortlaut:

    Wenn Kinder, ohne lesen und rechnen zu können mit 4 in Deutsch und Mathe aus der 4. Klasse entlassen werden, ist das doch ein Appell an die Grundschulen oder verstehe ich das falsch?

    Kinder die in der 4 wiederholen dürften noch seltener als Fünfen auf dem Zeugnis sein. Die sind doch zum Halbjahr schon mit einem Bein an der weiterführenden Schule.

    Man fragt sich, wofür das gut ist.

  • Wiederholung in Klasse 4 passiert eigentlich nicht. Wer so schlecht ist, dass er vmtl. in KLasse 4 versetzungsgefährdet ist, dem raten wir, Klasse 3 zu wiederholen, was jedes Jahr auch vereinzelt angenommen wird. Die Kinder müssen sich schon zum Halbjahr, spätestens Anfang März an den weiterführenden Schulen anmelden ( also in BW). Da wir mit den Ferien spät dran sind, liegt da fast noch ein halbes Schuljahr vor denen. Wer schlechte Leistungen hat, dem wird zur Hauptschule oder Gemeinschaftsschule geraten. Gymnasium geht ja nicht mehr ohne Bestehen von Kompass 4 oder Vorlegen der entsprechenden Noten. Realschule geht aber immer noch, auch bei De 4, Ma 4.

    Nicht jeder wird es verstehen, und das ist okay!

  • Kinder die in der 4 wiederholen dürften noch seltener als Fünfen auf dem Zeugnis sein. Die sind doch zum Halbjahr schon mit einem Bein an der weiterführenden Schule.

    Kinder, die in der 4 wiederholen, sind spät dran, oft wiederholen sie schon zuvor ein Jahr und man überlegt sich dann genau, ob eine weitere Wiederholung in der Grundschulzeit dienlich ist.

    Häufiger ist ein freiwilliger Rücktritt von 3 nach 2 oder von 4 nach 3, der kann bei uns auch im laufenden Schuljahr erfolgen, oft im späteren Herbst oder nach den Halbjahreszeugnissen.

    Kinder, die trotz Wiederholung ihre Leistungen nicht verbessern können, können ein Gutachten Lernen erhalten.

    Die sind doch zum Halbjahr schon mit einem Bein an der weiterführenden Schule.

    Es gibt bei uns Beratungsgespräche im Herbst, und wenn gewünscht im Frühjahr. Die Anmeldung erfolgt mit dem Halbjahreszeugnis, die Termine zur Anmeldung liegen zwischen März und Mai.

    Je nach Klasse entwickelt sich dann der Abnabelungsprozess deutlicher oder auch nicht. Ein freiwilliger Rücktritt kann trotzdem erfolgen, eine Wiederholung auch.

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