Kleine Fachschaften - Wie organisiert ihr euch?

  • Wie organisiert ihr Treffen, Dienstbesprechungen etc. in kleinen Fachgruppen? Habe immer den Eindruck, besonders flexibel sein zu müssen, wenn z.B. eine Person erkrankt ist, eine weitere auf Fortbildung ist und wir dann zu zweit in der DB sitzen. Trefft ihr euch dafür umso mehr inoffiziell oder wie löst ihr das?


    À+

  • Wir treffen uns in der Mathematikfachschaft einmal im Halbjahr. Wer da ist, ist da. Was soll es da zu organisieren geben?

  • Wie organisiert ihr Treffen, Dienstbesprechungen etc. in kleinen Fachgruppen? Habe immer den Eindruck, besonders flexibel sein zu müssen, wenn z.B. eine Person erkrankt ist, eine weitere auf Fortbildung ist und wir dann zu zweit in der DB sitzen. Trefft ihr euch dafür umso mehr inoffiziell oder wie löst ihr das?


    À+,

    An meiner Schule trifft sich jedes Fach- und Bildungsgangteam einmal pro Halbjahr zu einer Teamsitzung; andere Treffen gibt es zumindest in den "Fachgruppen", die bei uns eben "Teams" heißen, nicht ("Dienstbesprechungen" gibt es dann erst wieder auf Abteilungsebene; daran nehmen aber natürlich mehr Lehrkräfte teil). Wir haben darunter ein paar Teams, die nur aus drei oder vier Lehrkräften bestehen, aber die treffen sich genauso oft (oder selten ;) ) wie die größeren Teams. Wenn abzusehen ist, dass jemand aus diesen kleinen Teams fehlen wird - wegen Fortbildung o. ä., wo der Termin recht weit im Voraus bekannt ist -, wird eben ein anderer Termin für die Teamsitzung vereinbart. Und wenn dann noch jemand spontan - z. B. wegen plötzlicher Erkrankung - ausfällt, ist es eben so und man trifft sich notfalls halt zu zweit.

    Mir geht es diesbezüglich wie s3g4 . Ich sehe da kein Problem, wenn nur wenige KuK bei diesen Treffen dabei sind.

    to bee or not to bee ;) - "Selbst denken erfordert ja auch etwas geistige Belichtung ..." (CDL)

  • Ihr seid dann aber nicht nur 4 KuK, oder? An meiner Schule haben wir drei sehr kleine Fachkonferenzen (so heißt das in NRW), mit 2, 3 und 4 Mitgliedern.

    Wenn da zwei Mitglieder krank oder auf Fortbildung sind, wird das schnell eng mit der Beschlussfähigkeit, von sinnvoller Arbeit in der FK gar nicht zu reden. Da muss man dann ggf. einen Termin verschieben.

    Was allerdings besser klappt als in großen FKs, ist die Zusammenarbeit und Absprachen auf alltäglicher Basis, da ist ein Termin mit wenig Leuten schnell gemacht.

    Es könnte alles so einfach sein - ist es aber nicht.

    • Offizieller Beitrag

    in meinen Fächern sind wir jeweils nur zu zweit. Warum sollte das kompliziert ein? Man trifft sich einmla pro Halnjahr, das Meiste wird eh zwischendurch besprochen.
    Die Termine für die FaKos setzen wir selbst fest.

    Lange Zeit war ich mit Latein alleine an der Schule, die Spanisch- und Französischkollginnen ebenfalls, da haben wir uns umso mehr untereinander abgesprochen.

  • Ich werde das Bedürfnis überhaupt eine "Konferenz" einzuberufen wohl nie verstehen. Wir sind einfach da. Echte Sitzungen finden bei uns, wenn es denn unbedingt sein muss, vor einem Gesamtkonvent statt, dann sind nämlich sowieso alle da. Das "einfach da sein" klappt aber auch bei uns im Schulhaus einzig in der Chemie.

  • Spontane Fachkonferenzen (eine FK pro Schuljahr ist verpflichtend) gibt es in Niedersachsen nicht, da hierzu auch Eltern- und Schülervertreter eingeladen werden müssen. Insofern können DBen, da ohne Eltern- und Schülerbeteiligung, noch einigermaßen spontan einberufen werden - was angesichts anderer Termine aber auch nicht immer möglich ist.


    Der Stellenwert von Fachkonferenzen ist daher schon höher und wenn dort jemand fehlt, nunja, dann ist das eben so. Aber gerade die DBen sind aus meiner Sicht gerade für gemeinsame Absprachen, Diskussionen etc. nützlich. Wenn dann nur zwei Personen die Absprachen treffen, könnten die anderen dann hinterher wiederum mit guten Argumenten gegen die Absprache kommen, was wiederum eigentlich ein neues Treffen nach sich zieht, bei dem dann wieder zwei fehlen könnten etc.


    À+

  • Ich werde das Bedürfnis überhaupt eine "Konferenz" einzuberufen wohl nie verstehen. Wir sind einfach da. Echte Sitzungen finden bei uns, wenn es denn unbedingt sein muss, vor einem Gesamtkonvent statt, dann sind nämlich sowieso alle da. Das "einfach da sein" klappt aber auch bei uns im Schulhaus einzig in der Chemie.

    FKs sind nicht einfach eine Sitzung, sondern in NRW ein Organ der Schulmitbestimmung https://recht.nrw.de/lmi/owa/br_show_historie?p_id=2458 Eine FK beschließt u.a. z.B. die Grundsätze der Leistungsbewertung in einem Fach. Zu einer FK gehören die LuL, die das Fach studiert haben oder unterrichten sowie gewählte Vertreter der Schüler_innen und Eltern.


    Ergänzung: Mindestens eine pro Schuljahr ist Pflicht, es muss mit Tagesordnung mindestens 14 Tage vorher schriftlich eingeladen werden.

    Es könnte alles so einfach sein - ist es aber nicht.

  • Spontane Fachkonferenzen (eine FK pro Schuljahr ist verpflichtend) gibt es in Niedersachsen nicht, da hierzu auch Eltern- und Schülervertreter eingeladen werden müssen. Insofern können DBen, da ohne Eltern- und Schülerbeteiligung, noch einigermaßen spontan einberufen werden - was angesichts anderer Termine aber auch nicht immer möglich ist.

    Nur noch als kleine Anmerkung dazu: Das ist an den BBSn anders, denn bei uns gibt es keine "Fachkonferenzen" sondern nur "Sitzungen der Fachgruppen" bzw. "Teamsitzungen", zu denen wir dann dementsprechend keine SuS- und Elternvertreter*innen einladen müssen. Nichtsdestotrotz haben wir an meiner Schule den Donnerstag als "Konferenztag"/"Sitzungstag" gewählt, so dass eben auch die Bildungsgang- und Fachteamsitzungen möglichst an einem Donnerstag stattfinden sollen. Wenn es nicht anders passt, kann aber auch mal an einem anderen Wochentag eine Sitzung stattfinden.

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  • Meine kleine Fachschaft ist tatsächlich besonders flexibel. Das ist aber mit 3-4 Leuten auch deutlich einfacher als mit den 20 der großen Fachschaft.

    Entscheidungen gehen auch viel schneller, sachorientierter und konstruktiver. Vielleicht liegt das auch am Fach.

  • Wir sind zu viert in meiner einen Fachschaft. Das meiste besprechen wir also nebenbei im Lehrerzimmer, weil das bei so wenigen Personen problemlos funktioniert, vieles klären wir darüber hinaus über Teams- auch das ist bei so wenigen Personen schnell erledigt. Zumindest, wenn alle das konstruktiv angehen, empfinde ich kleinere Fachschaften als bedeutend einfach zu organisieren in der Zusammenarbeit. Zumindest an meiner aktuellen Schule ist so meine kleinste Fachschaft die am besten organisierte meiner vier Fachschaften. An meiner Refschule war dank meines Mentors, der zwei Fachschaften sehr gut geleitet und organisiert hat, meine kleinste Fachschaft dagegen die mit den meisten Unruhen.

    "Benutzen wir unsere Vernunft, der wir auch diese Medizin verdanken, um das Kostbarste zu erhalten, das wir haben: unser soziales Gewebe, unsere Menschlichkeit. Sollten wir das nicht schaffen, hätte die Pest in der Tat gewonnen. Ich warte auf euch in der Schule." Domenico Squillace

  • Das was uns immer etwas zurückwirft und kurzfristige Sachen leider nicht so einfach macht, ist der Punkt, dass in Berlin und Brandenburg die Elternvertreter zur Fachkonferenz eingeladen werden müssen und es realistische Zeiten sein sollen (und das ist 12 Uhr Mittags, wie das die Schule meines jüngsten Kindes oft macht, in der Regel eben nicht unbedingt, wobei sich seit Hybrid da viel machen lässt).

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