1. Klasse Deutsch daheim unterstützen

  • Kurze Frage zum eigenen Kind (ich hatte zwar schon ne 1. Klasse, unterrichte aber kein Deutsch).

    Mein Sohn ist jetzt in der 1. Klasse. Ich hab ihm das Lese-Mal-Heft von Karibu besorgt um ihn daheim etwas zu unterstützen. Seine Schule benutzt das nicht, er arbeitet also nicht in deren Heften vor. Die Aufgaben könnte er jetzt aber nicht alleine schaffen. Sollte er die Sätze schon lesen können?

    Die Silben kann er erkennen, wenn ich ihm das Wort sage. Die Leuchter findet er auch. (Seine Erstsprache ist Englisch und er kennt viele der Wörter nicht unbedingt auf Deutsch, zumindest sagt er das ständig...bin mir nicht sicher, ob es nur Faulheit ist. Seine Klasse hat das Heft mit dem Küken. Er könnte die Wörter dann zwar wahrscheinlich lesen, weiss aber nicht immer, was das Wort eigentlich sein soll.)

    Ist das OK, wenn ich ihm damit derzeit noch helfen muss? Danke.


    (Zum Vergleich: Auf Englisch kennt er die meisten einfachen Laute, ein paar "digraphs" ebenfalls und arbeitet nun langsam auf "trigraphs" und "split digraphs" hin. Weiss nicht, wie das auf Deutsch heisst. Er kann einfache Wörter, Sätze und seine Erstlesebücher lesen. In Deutsch arbeiten die aber mit Silben, was in Englisch nicht der Fall ist.)

  • Wie viele Wochen hattet ihr? Bei uns sind es 6 Wochen und die Kinder können erste Buchstaben und wenige Silben. Mehr nicht.

    Vermutlich setzt die Schule das Heft (JETZT NOCH) nicht ein, weil die Schüler:innen dabei zu viele demotivierende Misserfolge hätten, später aber gerne an diesen Aufgaben arbeiten.


    Vielleicht solltest du, das haben wir schon öfter mal gesagt, von den exorbitant hohen Leistungen an deiner Privatschule Abstriche machen und dein Kind nicht unter Druck setzen, sondern Angebote finden, die es schaffen kann und damit das Kind stärken, damit es nicht auf die Idee kommt, es sei schlecht, weil es deinen Anforderungen nicht folgen kann - zumal es zweisprachig ist.


    Wenn es Probleme mit dem deutschen Wortschatz gibt, dann guckt euch Bilderbücher/ Wimmelbücher an und erzählt euch gegenseitig, was ihr dort seht.

    Du kannst ihm mit einem sprechenden Stift weitere Möglichkeiten eröffnen, könntest ihn Podcasts/Geschichten auf Deutsch hören lassen.

    Für unsere DaZ-Schüler:innen haben wir einen booki-Stift und die Lies-Mal- und DaZ-Hefte, die mit diesem Stift genutzt werden können (das meinst du vermutlich auch mit "Heft mit dem Küken"). Mit Hilfe des Stiftes werden die Bilder benannt, sind damit bekannt, die Kinder erbringen die Leseleistung und Zuordnung trotzdem und lernen nebenher Begriffe.


    "trigraphs" meint vermutlich Konsonantenhäufung wie sp/st, sch etc., die kommen in einem gewöhnlichen Leselehrgang Ende Klasse 1 dran, werden aber in Klasse 2 wiederholt und in RS-Übungen in Klasse 3+4 erneut aufgegriffen.

  • Palim hat alles gesagt. Bei uns darf das Lesenlernen übrigens theoretisch 2 Jahre dauern. Begleite dein Kind bei aktuellen Dingen, die gerade in der Schule dran sind und ansonsten lass es spielen.

  • Wir hatten inzwischen 4 Wochen Schule. Er hatte aber letztes Jahr in der Vorklasse auch Deutsch und ist derzeit am Buchstabenheft 2 (Flex und Flora).

    Ich weiss nicht, wie schnell oder langsam das in Deutsch gehen sollte, deswegen frage ich ja.


    Ich setze mein Kind nicht unter Druck sondern will ihn einfach ein bisschen vorbereiten, damit der dann im Unterricht nicht ständig denkt, er könne Sachen nicht. Ich hab bei meinen Nicht-Muttersprachlern gesehen, dass sie auch das Küken-Heft schwierig fanden, weil sie die Bildern nicht erkennen konnten oder die Wörter nicht kannten. Ich meine, in seinem jetzigen Heft sind Wörter drin wie "Mimose"... und auf der einen Seite war ein Bild von einem alten Holzofen.

    Tiptoi und sowas haben wir, mag er aber nicht. Seine Toniebox wird gelegentlich genutzt.

  • Liebe DEJAna,

    spricht dein Sohn noch wenig Deutsch? Du schreibst, dass seine Erstsprache Deutsch sei. Ist es das Problem, dass er die Begriffe nicht kennt oder hat er die Lautsynthese noch nicht verstanden? Ich würde mit ihm zuerst die Buchstaben nehmen, die er hat und üben, dass er sie zusammenziehen kann. Leider schreibst du nur, dass die Klasse mit dem Kükenheft arbeitet. Mir würde es leichter fallen, die Hilfestellungen zu empfehlen, wenn ich den Ansatz der Schule genauer kennen würde. Vielleicht kannst du dazu etwas schreiben.


    Das Kükenheft, das du beschreibst, geht davon aus, dass die Kinder alle Buchstaben schon kennen und zu Lauten zusammenziehen können.

    Das geht, wenn du zuerst die Anlauttabelle einführst und fitte Kinder hast, die die Laute schnell abspeichern. Oder man führt es für Kinder ein, die schon große Buchstabenkenntnis bei der Einschulung haben. Wenn das bei deinem Sohn der Fall ist und es nur um die Begriffe geht, könntest du sie ihm aufs Handy sprechen oder mit viel Mühe: QR Codes anfertigen und ausdrucken (gibt es nicht bei Worksheet auch mittlerweile eine Kooperation mit einem Stift, der sprechen kann???).


    Es gibt auch eine Herangehensweise, die mehr übt - und vor allem an den eingeführten Buchstaben übt. Man geht zuerst über Silben - und übt sie, ohne direkt an das Leseverständnis zu gehen.


    Wenn es dir um Deutschförderung im Rahmen DAZ geht: Kennst du Anton? Da gibt es Übungen zu DAZ - vielleicht ist etwas dabei -es gibt auch Leseübungen und vor allem, wird dir etwas vorgesprochen.

    Wenn du sagst, dass seine Erstsprache Englisch sei, könntest du dir auch die Jahndorfhefte anschauen - dort gibt es auch einfache DAZ - Hefte.

    flip

  • Danke. Das gibt doch schon mal nen Anhaltspunkt.

    Er bekommt Bücher geschenkt auf denen "1. Klasse" drauf steht. Auf keinen Fall könnte er die bereits lesen, weshalb ich das ein bissl verwirrend fand und mich dann eben frage, wie weit er denn schon sein soll. Ich hätte von Erstlesebüchern erwartet, dass sie auch von Leseanfängern lesbar sind. Wir hatten damals ne Fibel mit Wörtern und Bildern drin. Die konnte ich auch nach ein paar Wochen schon lesen. (Ich bin aber alt und war an ner ganz stinknormalen DDR Grundschule, weiss also nicht, wie und wann das heutzutage gemacht wird.)

  • Sprich doch bitte einfach mit der Lehrerin deines Kindes. Hier wir dir niemand sinnvoll sagen können, was er jetzt schon können sollte und ob es (neben der Erweiterung des Wortschatzes) noch zusätzliche Übung über die Hausaufgaben hinaus braucht. Dazu müssten wir wissen, was im Unterricht schon gelaufen ist (zumal in der Vorschule, die wir hier z.B. gar nicht haben) und wir müssten dein Kind kennen.

    "Die Wahrheit ist ein Zitronenbaiser!" Freitag O'Leary

  • Irgendwie habe ich parallel geschrieben - Flex und Flora kenne ich auch - bei uns sind die Erstes gerade bei der Einführung des U - es gibt allerdings keine Vorklasse. Also eher wie Zauberwald, denn wir haben ca. 6 Wochen Schule hinter uns.

  • Bis Weihnachten sind meist schon so viele Buchstaben erlernt, dass dann die Texte in den Fibeln sinnvoller werden und man den Eindruck hat, dass viele schon "lesen" können. Oft können die Kinder die Sätzchen aber auch auswendig. War bei mir so. Ich dachte, ich könnte schon lesen, aber ich kannte einfach die Fibel von meiner großen Schwester und hatte mir dann viel einfach so gemerkt.

  • Sprich doch bitte einfach mit der Lehrerin deines Kindes. Hier wir dir niemand sinnvoll sagen können, was er jetzt schon können sollte und ob es (neben der Erweiterung des Wortschatzes) noch zusätzliche Übung über die Hausaufgaben hinaus braucht. Dazu müssten wir wissen, was im Unterricht schon gelaufen ist (zumal in der Vorschule, die wir hier z.B. gar nicht haben) und wir müssten dein Kind kennen.

    Hab ich schon. Da kommt nicht viel bei rum.

    Hausaufgaben gibt es an seiner Schule nicht und ich finde es etwas schwer zu wissen, woran die denn derzeit arbeiten und ob er Hilfe braucht oder nicht.

  • Bei uns waren es jetzt auch 6 Wochen Schule, wir haben 4 Buchstaben, üben gerade die Synthese. Wenn er im zweiten Flex-und Flora -Heft ist, wird er das sicher auch mal mit nach Hause nehmen? Kann er die kleinen Sätze darin lesen? Wenn er das kann ist es prima, wenn nicht, braucht er eben noch etwas Zeit. Dann würde ich nur mit den bisher bekannten Buchstaben einfache Silben üben in KV - Struktur, dann anschließend kurze lautgetreue zweisilbige Wörter mit den bekannten Buchstaben. Das Kükenheft hat auf den ersten Seiten Übungen, wo man immer die erste Silbe einem Wort zuordnen muss - das ist toll, wenn das Kind die entsprechenden Buchstaben kennt, ansonsten ist es zu schwer.

    Wenn du ihn unterstützen möchtest, würde ich das auch eher im sprachlichen Bereich tun. Anton App wurde schon vorgeschlagen, vorlesen, oder auch das Wortmaterial aus Flex und Flora als Bild entsprechend zu Memorys etc. verarbeiten, so dass er in den Heften mitarbeiten kann und die entsprechenden Wörter kennt.

    Nach so kurzer Zeit sind die Kinder doch erst mal mit „Ankommen“, „Schulkind werden“ , „Freunde finden“ beschäftigt, da ist es doch prima, wenn es keine Hausaufgaben gibt, und wenn es ein Problem gibt, dann würde die Schule sich doch bestimmt melden?

  • Ich setze mein Kind nicht unter Druck sondern will ihn einfach ein bisschen vorbereiten, damit der dann im Unterricht nicht ständig denkt, er könne Sachen nicht.

    Ich finde sowas schwierig, bei allem Verständnis dafür, dass man das eigene Kind fördern und unterstützen will. Aber es bleibt eine Gratwanderung.

    Es gibt Kinder, denen es hilft, ja.


    Es gibt andere,

    - die dann zu Hause denken, dass sie es nicht können, weil viel zu viel verlangt wird,

    - die zu Hause denken, dass sie nichts können, weil mit ihnen geübt wird, das Kind denkt dann, die Eltern würden meinen, es sei schlecht in der Schule,

    - die zusätzlich zu Hause üben (müssen) und dann in der Schule zum einen selbst nichts mehr entdecken dürfen und der Lernerfolg nie auf diesen Entdeckungen basiert und darüber belohnt wird,

    - die sich in der Schule langweilen, nicht anstrengen müssen, keine Anstrengungsbereitschaft entwickeln, was einem sehr viel später auf die Füße fällt.


    Die Bücher, die ihr für die Schule angeschafft haben solltet, sollen in der Regel für das 1. Schuljahr ausreichen und nicht Weihnachten fertig sein. Wir brauchen sogar bis zu den Herbstferien im 2. Schuljahr, bis wir alle Buchstaben erarbeitet haben. Wir schaffen es am Anfang nicht, 1 pro Woche einzuführen, zu den Zeugnissen im Halbjahr habe ich etwa 12 Buchstaben (je nach Jahrgang und Schulanfang im Sommer), der Rest kommt dann. Dennoch können nun viele Kinder Sätze lesen, wenig auch Texte.

    Und auch bei uns gilt offiziell, dass man 2 Jahre Zeit bekommt.


    Erstlesebücher sind eher etwas für Kinder in Klasse 2+3,

    die Lesefähigkeiten der Erstklässler in der DDR gelten als legendär, vielleicht kann Quittengelee oder jemand anderes das einordnen - es gab damals auch eine Vorschule und meines Wissens 12 Std. Deutsch, in denen auch SU abgedeckt wurde (kann auch falsch sein).


    Dazu kommt dann noch "hat er zwar, aber mag er nicht".

    Wenn dein Kind soweit ist, dass ihm die Aufgaben leichter fallen, dann nimmt es sich selbst Fibeln oder Material der 1. Klasse.

    Wenn TipToi mit Stift doof ist, kann man gemeinsam Bücher anschauen oder vorlesen und hinterher noch drüber reden oder die Geschichte weiterspinnen, bevor man weiterliest oder nachdem das Buch fertig ist. Das ist nicht Lesen im klassischen Sinn, fühlt sich nicht wie Schule an und fördert trotzdem das Lesen. Um den deutschen Wortschatz zu fördern, kannst du es auf Deutsch machen, um das Lesen/ den Umgang mit Texten zu fördern, kann es auch in der Erstsprache sein, das überträgt sich auch auf die Zweitsprache und fördert die Sprachkompetenz.

  • Wenn du wirklich denkst, dass du mit deinem Kind den Wortschatz gezielt trainieren müsstest:

    Von Jandorf gibt es die Bilder, die in den Heften sind, auch als Spielkarten-Material (Bild-Wort-Karten). Ich habe das Set mit den 416 Karten für den Daz-Unterricht.

    Damit kann man sehr schöne Spiele machen und darüber die Wörter üben und dann auch andere Sachen trainieren. Wenn du denkst, dass du das mit ihm üben willst, guck dir das Material an, die Übungen kann ich dir gerne demnächst hier herein kopieren

  • Ist das OK, wenn ich ihm damit derzeit noch helfen muss?

    Ich finde die Frage interessant, weil du dem Kind Übungen raussuchst, die es für die Schule gar nicht machen müsste. Es ist also gar kein äußerer Zwang da, irgendwas zu tun, nicht zu tun oder zu helfen, du kannst es frei entscheiden. Wieso denkst du, dass es nicht okay sein könnte, sie mit ihm gemeinsam zu bearbeiten? Also wer sollte etwas dagegen haben oder warum sollte es kontraproduktiv sein?


    Ich finde, sowohl in einer Zweitsprache lesen zu lernen als auch gleichzeitig seinen Wortschatz zu erweitern, ist ein spannender und lang dauernder Prozess, der Spaß machen darf und vor allem möglichst normal sein sollte. Die Idee mit dem Wimmelbuch fand ich z.B. spontan ansprechend, weil so Kinder lernen...


    Zum Begriff der "Faulheit": Ich bin nicht in der DDR groß geworden, aber ich habe eine Vermutung, wo dieses Gefühl für dich herkommt. Aber nee, Erstklässler sind nicht faul, sie lieben das Lesenlernen, wenn man es schafft, daraus keinen Krampf zu machen. Also auch von mir ein "Lasst euch getrost Zeit".


    Generell so für die nächsten Jahre: Hausaufgabenkämpfe mit den eigenen Kindern sind nichts Unnormales, die kennen sehr viele Eltern, ich vermute, vor allem Sohn-Eltern... Zu Hause sind manchmal Dinge, die mit Schule zu tun haben, irre anstrengend, die in der Schule selbstverständlich sind, weil alle mitmachen und die Lehrerin sowieso eine Halbgöttin ist. Ich denke mir inzwischen: zum Glück. Wenn es andersrum ist und in der Schule alles ein riesen Thema, sind es wirklich Probleme, um die man sich Gedanken machen sollte.

  • Hausaufgaben wurden von meinem Sohn nur gemacht, wenn der Kater daneben auf der Küchenbank saß. Zum Glück war der schlau und wusste, wann es Zeit ist, auf die Bank zu steigen. Ging bis einschließlich Klasse 6. Dann war das Hausaufgabendrama plötzlich Geschichte und Sohn saß allein in seinem Zimmer und bereitete power point oder Ähnliches vor, was ihm vorher eigentlich niemand gezeigt hat. :weissnicht:

    Und ich oute mich als schlechte Mutter, die nie Vokabeln oder sonstiges abgefragt hat. Also, ich habe nie gefragt, ob ich soll :rotwerd: Meine Kinder haben es allein gemacht (oder nicht?)...gab keine Beschwerden.

  • Hab ich schon. Da kommt nicht viel bei rum.

    Ja aber sie wird dir doch hoffentlich deine Frage beantwortet haben, ob grundsätzlich zusätzliche Übungen notwendig sind, oder nicht? Wenn nicht, würde ich immer darauf vertrauen, dass es so in Ordnung ist, wie es ist und nicht noch irgendwelche zusätzlichen Hefte anschaffen (wie gesagt: Wortschatz erweitern ist sicherlich sinnvoll)


    Was ich mich aber auch frage: auch wenn es keine schriftlichen Hausaufgaben gibt, ist Lesenüben ja in der Regel trotzdem "Dauerhausaufgabe" (vor allem in Klasse 1). Das sage ich "meinen" Eltern immer wieder auf den ersten Elternabenden. Ich gebe dann aber auch Lesematerial mit nach Hause, mit dem geübt werden kann (Lesebuch und differenzierte Leseblätter), gerade weil die Bücher, die man so erwerben/ausleihen kann für den Anfang noch nicht funktionieren (Es gibt dann immer einzelne Überflieger, die auch schon anderes lesen. Das dürfen sie dann auch, aber ich erwarte das nicht) Gibt es da bei euch wirklich gar nichts?

    "Die Wahrheit ist ein Zitronenbaiser!" Freitag O'Leary

  • Danke. Das gibt doch schon mal nen Anhaltspunkt.

    Er bekommt Bücher geschenkt auf denen "1. Klasse" drauf steht. Auf keinen Fall könnte er die bereits lesen, weshalb ich das ein bissl verwirrend fand und mich dann eben frage, wie weit er denn schon sein soll. Ich hätte von Erstlesebüchern erwartet, dass sie auch von Leseanfängern lesbar sind.

    Die 1. Klasse ist ja ein wahnsinnig langer Zeitraum. Leseanfänger sind die Kinder auch im Februar oder Mai noch, nur haben sie dann die meisten Buchstaben gelernt und in der Regel das Zusammenlesen verstanden. Dann können sie auch Erstlesebücher lesen. Nach 6 Wochen Schule ist das doch ein bisschen viel verlangt für die meisten Kinder.

    Eigentlich müsste auf Büchern, die dein Sohn jetzt lesen kann, draufstehen "Kommt gerade frisch aus dem Kindergarten" und nicht "1. Klasse". ;)


    Ich habe das Gefühl, dass du dir zu viele Gedanken machst. Du warst bei der Lehrerin, es kam nichts raus bei dem Gespräch, scheinbar ist alles also im Rahmen. Zusatzaufgaben zuhause können den Kindern ziemlich schnell die Lust verderben, wenn sie ständig von den Eltern initiiert werden. Dann sind sie kontraproduktiv. Hat dein Sohn denn Lust darauf und fordert es von alleine ein, oder musst du ihn dazu überreden?


    Wortschatz erweitern geht übrigens ganz wunderbar durch vorlesen. Kuschelt euch abends zusammen hin und dann lies du ihm etwas vor.

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