Praktikumsbericht - Auskunft Benotungskriterien

  • Manchmal hilft es auch, sich in Erinnerung zu rufen, dass es zum Beispiel in der Oberstufe bzw. für Abiturprüfungen ein "noch sehr gut" (13 Notenpunkte) bereits mit 85% (!) der erreichbaren Bewertungseinheiten gibt. Selbst für die höchste Punktzahl von 15 Punkten sind nicht 100%, sondern "nur" 95% verlangt. Durch die Gestaltung der Aufgaben wird natürlich erreicht, dass man in diesen Notenbereich nur kommt, wenn man auch Leistungen im Anforderungsbereich III erbringt. Eine Bewertung nach dem Motto "die 1 gibt's nur, wenn's mich komplett vom Hocker haut" ist nicht vorgesehen.


    Ansonsten wurde schon alles geschrieben, was ich auch dazu geantwortet hätte.

  • Ja, das muss sich aber in der eigenen Klasse nicht abbilden

    Das habe ich auch geschrieben.

    und die Hochbegabung muss sich ebenso nicht im Notenbild zeigen.

    Nicht zwingend, aber keine andere gängige, messbare Größe korreliert stärker mit schulischem Erfolg als der gemessene IQ und der ist das Kriterium für Hochbegabung.

  • Also bei meiner Schule ist es absolut unüblich den Schülern im Detail zu erklären, warum sie genau welche Note bekommen haben. Wir haben sogar auf Initiative der Schulleitung mal im Kollegium besprochen, das explizit nicht zu tun, damit wir uns im Zweifelsfall nicht angreifbar machen. Wenn die Schüler es nicht genau wissen, wird auch weniger diskutiert. Ich fühle mich ganz wohl damit und möchte mir da auch nicht zu sehr in die Karten schauen lassen, denn das macht nur Arbeit. Ich habe den Eltern jetzt allgemein geantwortet, dass für eine sehr gute Leistung die Erwartungen übertroffen werden müssen und das bei ihrem Sohn eben nicht der Fall war, eine gute Leistung aber auch ein Ergebnis ist, auf das man stolz sein kann. Hoffentlich geben sie sich damit zufrieden.

  • Ich hoffe, dass sich die Eltern damit, mit Recht, nicht zufrieden geben. Ich kann es wirklich kaum glauben, was du hier schreibst. Außerdem wer soll dir schon in die Karten schauen? Du kennst deine Hand ja selbst nicht.

    • Offizieller Beitrag

    dass für eine sehr gute Leistung die Erwartungen übertroffen werden müssen und das bei ihrem Sohn eben nicht der Fall war, eine gute Leistung aber auch ein Ergebnis ist, auf das man stolz sein kann. Hoffentlich geben sie sich damit zufrieden

    Ich würde mich nicht zufrieden geben.

  • Also bei meiner Schule ist es absolut unüblich den Schülern im Detail zu erklären, warum sie genau welche Note bekommen haben. Wir haben sogar auf Initiative der Schulleitung mal im Kollegium besprochen, das explizit nicht zu tun, damit wir uns im Zweifelsfall nicht angreifbar machen. Wenn die Schüler es nicht genau wissen, wird auch weniger diskutiert. Ich fühle mich ganz wohl damit und möchte mir da auch nicht zu sehr in die Karten schauen lassen, denn das macht nur Arbeit. Ich habe den Eltern jetzt allgemein geantwortet, dass für eine sehr gute Leistung die Erwartungen übertroffen werden müssen und das bei ihrem Sohn eben nicht der Fall war, eine gute Leistung aber auch ein Ergebnis ist, auf das man stolz sein kann. Hoffentlich geben sie sich damit zufrieden.

    Sowohl deine Schulleitung/Kollegium als auch du agieren in dieser Frage schlicht unprofessionell und missachten grundlegende schulrechtliche Vorgaben zur Notentransparenz und Leistungsmessung.


    Ich hoffe sehr, dass diese Familie sich damit nicht abspeisen gibt. Spätestens über den Rechtsweg wird euch euer Vorgehen nämlich zurecht um die Ohren fliegen.

    Wer noch nicht einmal dazu fähig ist klar und kriterial zu definieren, was eine sehr gute Leistung ausmacht, wer das auch nicht so in seinen Ergebnisbogen einzubauen vermag, dass nicht jemand mit 100% der Punkte nur eine 2 erhält, sondern entweder die 1 oder eben deutlich unter 100% landet, der hat schlichtweg keine gerichtsfeste Notengebung.

    Der saubere Weg wäre es gewesen jetzt, wo du ertappt würdest wurdest, zu deinem Fehler zu stehen und diesen zu korrigieren, nicht stattdessen irgendwelchen unprofessionellen Mist darüber zu verzapfen, dass du dir nicht in die Karten schauen lassen wolltest.


    Vielleicht finden die Eltern ja auch diese Diskussion hier und nutzen das entsprechend.

    "Benutzen wir unsere Vernunft, der wir auch diese Medizin verdanken, um das Kostbarste zu erhalten, das wir haben: unser soziales Gewebe, unsere Menschlichkeit. Sollten wir das nicht schaffen, hätte die Pest in der Tat gewonnen. Ich warte auf euch in der Schule." Domenico Squillace

    Einmal editiert, zuletzt von CDL ()

  • Ich könnte echt heulen, für alle Haupt- und Realschüler*innen, deren Eltern nicht in der Lage sind, gegen so eine Schule vorzugehen.

    Danke. Daran muss ich bei diesem Thread auch die ganze Zeit denken.

    "Benutzen wir unsere Vernunft, der wir auch diese Medizin verdanken, um das Kostbarste zu erhalten, das wir haben: unser soziales Gewebe, unsere Menschlichkeit. Sollten wir das nicht schaffen, hätte die Pest in der Tat gewonnen. Ich warte auf euch in der Schule." Domenico Squillace

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