• Schmidt, das stimmt nicht, auch wenn du es häufig und immer unbelegt behauptest. Dabei zählt nicht nur die rechtliche Gleichstellung, sondern die Realität, die, anders als möglicherweise in deinem eigenen Umfeld, ist wie sie ist.

    Die rechrliche Gleichstellung ist alles, was eine Gesellschaft vorgeben kann. Details und die eigene Lebensgestaltung hat jeder weitgehend selbst in der Hand.

    Zitat

    Frauen werden bei gleicher Eignung seltener zu Bewerbungsgesprächen v.a. in männerdominierten Berufen eingeladen:


    https://www.boeckler.de/de/boe…ng-vom-start-weg-3809.htm

    Bitte Sachverhalte nicht verkürzt darstellen. Es geht dabei um Ausbildungsplätze. Das ist kein gesellschaftliches Problem. Es gibt Ausbildungsplätze im ganzen Land in ausreichender Anzahl. Dass ein paar alte Herren nicht damit umgehen können, dass jetzt auch Frauen Mechatroniker werden wollen, ist eben so.


    Zitat

    Frauen übernehmen nach wie vor mehr Carearbeit, was sich auch im Paygap und mangelnden Aufstiegschancen widerspiegelt:


    https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/t…die-gleichstellung-137294

    Eigene Lebensentscheidungen mündiger Erwachsener sind kein gesellschaftliches Problem.

    Einen gender pay gap gibt es übrigens nicht. Wer nicht arbeitet und/oder die Arbeit lange für die Familie unterbrochen hat, wer weniger Überstunden macht und sich für eine schlecht bezahlte Branche entscheidet, verdient weniger, als der Ingenieur beim Daimler. Das trifft alle, egal welchen Geschlechts.

    Zitat

    Bei Gewalt in der Partnerschaft mit Todesfolge sterben zu fast 90 % Frauen:

    https://www.ndr.de/kultur/Femi…t-zurueck,femizid100.html

    Joa und generell werden mehr Männer als Frauen ermordet. Komisches Argument dafür, dass Frauen so furchbar benachteiligt sein sollen. Mord/Totschlag ist bereits verboten. Was genau soll sich da im Bezug auf die Gleichberechtigung ändern?


    Man redet Mädchen schon im Kindesalter ein, dass sie Opfer seien. Wir genau macht das irgendetwas anders? Ich wäre Menschen wie dir sehr verbunden, wenn sie nicht ständig versuchten, Mädchen und Frauen in die Opferrolle zu pressen. Die verinnerlichte Opferhaltung ist ein gesellschaftliches Problem.

    • Offizieller Beitrag

    Kein Widerspruch.


    Nur noch einmal - es kann doch nicht die Lösung des Problems sein, am Ende des Bildungswegs nach den genannten Kriterien zu sortieren. Wenn mehr Gerechtigkeit das Ziel ist, muss bei den Chancen, nicht am Ergebnis angesetzt werden.


    Von den völlig absurden Konsequenzen im konkreten Fall nicht zu reden - wie dunkel genau muss die Haut sein, wie schmal die Augen, um als Afroamerikaner oder Asiate durchzugehen?

    So lange diejenigen, die für die Diskriminierung aktiv verantwortlich sind, in den entsprechenden Positionen sitzen, wird es diese Chancen und damit die erwünschte Gerechtigkeit nicht geben.

    Wir können das auch auf Schule runterbrechen. Es gibt doch dieses schöne Bild mit den ungleich großen Menschen, die über eine Mauer schauen wollen. Bekommen nun alle gleich große Hocker (bzw. viele Chancen), oder bekommt jeder so große Hocker, dass vom Endergebnis her alle über die Mauern schauen können.

    Gleiche Unterstützung und ungleiches Ergebnis, oder ungleiche Unterstützung und gleiches Ergebnis?

  • Die rechrliche Gleichstellung ist alles, was eine Gesellschaft vorgeben kann. Details und die eigene Lebensgestaltung hat jeder weitgehend selbst in der Hand.

    Nein. Ich bringe verschiedene Beispiele, die belegen, dass Frauen noch nicht gleichgestellt sind, auch nicht in Deutschland. Du behauptest, dass das halt deren eigenes Problem ist. Dass Männer häufiger Opfer von männlichen Gewalttätern sind, ist übrigens ein schlechtes Beispiel für deine Argumentation.


    Möchtest du denn auch behaupten, Afroamerikaner*innen seien selbst für ihre Probleme verantwortlich? Vom Tellerwäscher zum Millionär, wenn man nur fest genug will, für alle gleich? Oder ist die Problemlage halt doch komplexer, egal was auf dem Papier steht und auch unabhängig davon, was der einzelne erreichen kann (es gab einen farbigen Präsidenten, wie wir wissen.)

    • Offizieller Beitrag

    Möchtest du denn auch behaupten, Afroamerikaner*innen seien selbst für ihre Probleme verantwortlich? Vom Tellerwäscher zum Millionär, wenn man nur fest genug will, für alle gleich? Oder ist die Problemlage halt doch komplexer, egal was auf dem Papier steht und auch unabhängig davon, was der einzelne erreichen kann (es gab einen farbigen Präsidenten, wie wir wissen.)

    Zumindest für die Weißen war "from rags to riches" über lange, lange Zeit das Credo, was den Brutalo-Kapitalismus in den USA zugelassen und befördert hat. Dieses Credo ist gewissermaßen die "Religion" bzw. das Opium für das amerikanische Volk.

    Für die Afro-AmerikanerInnen heißt das (aus Sicht der Weißen) heute: "Was wollt Ihr denn? Ihr habt doch jetzt Eure Freiheit, Eure Bürgerrechte, werdet nicht mehr (ganz so doll) diskriminiert. Wieso schafft Ihr es denn dann nicht endlich einmal, etwas aus Euch zu machen?" Das ist blanker Hohn. Die Mechanismen, die hier greifen, sind von der Wirkungsweise bei der Gleichstellung von Frauen wie der der Afro-AmerikanerInnen identisch.

  • Nein. Ich bringe verschiedene Beispiele, die belegen, dass Frauen noch nicht gleichgestellt sind, auch nicht in Deutschland. Du behauptest, dass das halt deren eigenes Problem ist.

    Das sind ja auch ihre eigenen Probleme. Was genau kann "die Gesellschaft" dafür, dass sich Frauen dazu entscheiden, in der Familie nur dazuzuverdienen, während ihr Mann der Hauptbroterweber ist? Dass es immer mehr Familien gibt, in denne das anders geregelt wird, zeigt, dass "die Gesellschaft" da gar nichts für kann und bspw. die Aufgabenaufteilung in der Familie individuellen Präferenzen geschuldet ist. Frauen sind nicht Opfer der Gesellschaft, sondern mündige Erwachsene, die ihr Leben selbst gestalten können. Ich verstehe nicht, wieso du ihnen diese Handlungsmacht absprichst. Ist wahrscheinlich einfacher, als sich einzugestehen, dass zuhause die Kinder hüten gar nicht so verkehrt ist und es eher ein Privileg ist, das machen zu können. Ich jedenfalls bin froh, dass meine Frau eine erfolgreiche, selbstbewusste und mündige Erwachsene ist, die mehr verdient als ich und ich mich um Haus, Hof und Kind kümmern kann, während sie den Großteil unseres Einkommen erwirtschaftet. Hausarbeit ist wesentlich weniger anstrengend, als Erwerbsarbeit.

    Und wenn beide arbeiten müssen, weil das Geld sonst nicht reicht: wer oder was schreibt Frauen vor, den Großteil der Carearbeit zu übernehmen? Unter mündigen Erwachsenen teilt man sich das gleichmäßig auf. Wer das nicht macht, ist selbst schuld.


    Deine Beispiele sind schlicht und ergreifend keine für eine mangelnde Gleichstellung von Frauen.

    Zitat

    Dass Männer häufiger Opfer von männlichen Gewalttätern sind, ist übrigens ein schlechtes Beispiel für deine Argumentation.

    Du behauptest, dass Männer es in der Welt viel keichter haben, nicht diskriminiert werden und Frauen unterdrückte Opfer sind. Das ist falsch. Es gibt Kriminelle und Arschlöcher in der Welt. Die sind mal männlich, mal weiblich, mal sind Männer Opfer, mal Frauen. Die allermeisten Männer werden, wie die allermeisten Frauen, nie straffällig. Die Arschlochquote ist vei Männern und Frauen wahrscheinlich ungefähr gleichhoch. Das ist doch kein Beleg für die Diskriminierung von Frauen.

    Zitat

    Möchtest du denn auch behaupten, Afroamerikaner*innen seien selbst für ihre Probleme verantwortlich?

    Nein, denn in den USA werde Schwarze tatsächlich diskriminiert und zwar durch alle Gesellschaftsschichten und, viel schlimmer, durch den Staat selbst. Daher ist der Vergleich von Frauen in Deutschland mit Schwarzen in den USA witzig. So realitätsfern, dabei auch nur eine Vergleichbarkeit anzudeuten, kann eigentlich nur jemand sein, dem jeder Bezug zur Realität abhandengekommen ist.

    Zitat

    Vom Tellerwäscher zum Millionär, wenn man nur fest genug will, für alle gleich?

    Wie kommst du darauf?

    Zitat

    Oder ist die Problemlage halt doch komplexer, egal was auf dem Papier steht und auch unabhängig davon, was der einzelne erreichen kann (es gab einen farbigen Präsidenten, wie wir wissen.)

    Ich habe die Situationen von Schwarzen in den USA und Frauen in Deutschland nicht gleichgesetzt. Die Situation von Schwarzen in den USA ist kompliziert. Die Situation von Frauen in Deutschland nicht.

  • In der Realität zeigt sich immer wieder was für eine Augenwischerei das Rumgejammer ist.

    Die Grundschule des Kindes unserer engsten Freunde hat eine neue Schulleitung gesucht. Wer ist der einzige Bewerber auf diese Stelle? Richtig, der einzige Mann im Kollegium. Sorry, aber wenn keine Frau Lust auf so eine Stelle hat, braucht sich wirklich niemand darüber beklagen, dass es angeblich zu wenige weibliche Schulleitungen gebe.

    Wenn in einem Studiengang nur 30% der Promotionen und 10% Habilitationen von Frauen erfolgen, dann gibt es natürlich weniger weibliche Professoren. Wieso sollte aus 90/10 aufeinmal 50/50 werden?

    Wenn Mädchen über Jahre, überwiegend von anderen Frauen, eingeredet wird, sie seien ja als Erwachsene so oder so für die Kinder zuständig, weil die bösen Männer das so wollten, braucht es niemanden zu wundern, dass Mädchen das glauben und entsprechend handeln.


    Ganz ehrlich, dieses Opfergetue ist manchmal wirklich anstrengend.

  • Sorry, aber wenn keine Frau Lust auf so eine Stelle hat, braucht sich wirklich niemand darüber beklagen, dass es angeblich zu wenige weibliche Schulleitungen gebe.

    Wenn in einem Studiengang nur 30% der Promotionen und 10% Habilitationen von Frauen erfolgen, dann gibt es natürlich weniger weibliche Professoren. Wieso sollte aus 90/10 aufeinmal 50/50 werden?

    Nun, es wird ihnen bereits bei den Spielwaren aufgezeigt, dass Mädchen Krankenschwestern werden und Jungs Ärzte.


    https://rosa-hellblau-falle.de/rosahellblaufalle/


    Lies gern mal nach.

  • weibliche Schulleitungen

    Schulleiterinnen.

    weibliche Professoren

    Professorinnen.


    Ehrlich ... Niemand, und ich meine wirklich absolut NIEMAND in meiner Umgebung schreibt oder sagt "weibliche Schulleitung". Am wenigsten übrigens die Informatikerinnen und Informatiker an der Uni unter denen es tatsächlich nur geschätzte 20 % Frauen gibt. An meiner Schule folgt übrigens gerade auf eine Frau im Rektorat wieder eine Frau im Rektorat.

  • Nun, es wird ihnen bereits bei den Spielwaren aufgezeigt, dass Mädchen Krankenschwestern werden und Jungs Ärzte.

    Meine Frau hat als Mädchen in den 90ern am liebsten mit WWF Figuren, Matchbox und Turtles gespielt. So wie ich auch. Der Schlüssel sind die Eltern, die ihr Kind annehmen müssen, wie es ist und nicht versuchen, es in Schubladen zu stecken. Die Probleme ergeben sich eher in der Pubertät.

    Zitat

    Da steht nichts Neues.

    Solange Eltern/Erwachsene das Geschlecht an allen Ecken und Enden überbetonen, bleiben die Probleme bestehen. Sich von den Schubladen, die Erwachsene aufgemacht haben zu lösen, ist für Kinder und Jugendliche mindestens schwierig. Als Erwachsene mit entsprechendem Reflektionsvermögen wird es zur Entscheidung, die man aus Bequemlichkeit nicht trifft. Oder die meisten Frauen finden es dann doch nicht so schlimm, überwiegend für die Carearbeit zuständig zu sein.

  • Schulleiterinnen.

    Professorinnen.


    Ehrlich ... Niemand, und ich meine wirklich absolut NIEMAND in meiner Umgebung schreibt oder sagt "weibliche Schulleitung". Am wenigsten übrigens die Informatikerinnen und Informatiker an der Uni unter denen es tatsächlich nur geschätzte 20 % Frauen gibt. An meiner Schule folgt übrigens gerade auf eine Frau im Rektorat wieder eine Frau im Rektorat.

    Ok

    Und weiter?

  • Ja, weiter? Was willst du denn nur immer mit deinen "weiblichen Schulleitungen"? Was hält dich denn davon ab, normales Deutsch zu schreiben?

  • Wer es als Afro-Amerikaner oder ethnischer Asiate einen Bildungsweg bis vor die Tore einer Elite-Uni hinlegt, ...

    Es fängt schon mal damit an, dass man Afro-Amerikaner und Amerikaner mit asiatischen Wurzeln in einem Topf schmeißt, obwohl sie sich in fast allen Statistiken an entgegengesetzten Enden wieder finden. Asiaten in den USA sind weit überdurchschnittlich gebildet und verdienen sehr gut.

    Das ist übrigens der Probleme der Demokraten. Sie richten ihr politisches Engagement für Minderheiten sehr eindimensional an Afroamerikanern aus. Viele latino-stämmige Amerikaner (die inzwischen die größte Minderheit sind) sehen das sehr kritisch, darum hat Biden zB Florida verloren, obwohl die dort sehr starke Gemeinde der Latinos eigentlich eine Steilvorlage für sie wäre. Die haben aber zum überraschend starken Teil Trump gewählt.

  • Es fängt schon mal damit an, dass man Afro-Amerikaner und Amerikaner mit asiatischen Wurzeln in einem Topf schmeißt, obwohl sie sich in fast allen Statistiken an entgegengesetzten Enden wieder finden. Asiaten in den USA sind weit überdurchschnittlich gebildet und verdienen sehr gut.

    Ich habe genauer nachgeschaut und muss zugeben, dass ich mich bezüglich der Asiaten geirrt habe. Diese wurde bis vor kurzem nicht etwa bevorzugt, sondern im Auswahlverfahren benachteiligt. Die ganze Absurdität des System fasst dieser Artikel in der SZ gut zusammen:


    Die "Asian-Americans" müssen beim Hochschulzugang besondere Hürden nehmen. Beim Zulassungstest für Harvard etwa brauchen sie 140 Ergebnispunkte mehr als weiße Studenten und sogar 450 mehr als schwarze.

    Asiaten gehörten im 19. und 20. Jahrhundert zu den meistdiskriminierten Minoritäten in den USA, ihnen steht eigentlich besondere Wiedergutmachung zu. Das und ihre guten Noten müssten sie in die Unis katapultieren. Dort aber fördert man lieber Schwarze oder Latinos oder Schwule und Lesben oder Behinderte oder andere - einst - Diskriminierte.


    Asiatischstämmige Amerikaner zogen gegen die Praxis vor Gericht und haben 2023 in der höchsten Instanz gewonnen - die sogenannte "Affirmative Action" - das gezielte Bevorzugen oder Benachteiligen anhand der Hautfarbe ist seither nicht mehr zulässig - s. Tagesschau.


    Es ist schon sehr befremdlich, dass ausgerechnet die Demokraten sich für ethnische Diskrimierung aussprechen, und die Republikaner unter Trump dagegen. Der Artikel in der SZ zeigt dabei sehr gut die argumentativen Verrenkungen zur Rechtfertigung dieses Systems auf.


    Auch wenn die Praxis letztlich nur einen kleinen Bruchteil der Amerikaner konkret betroffen hat, ist sie wohl einer der "Bausteine" der immer radikaleren gesellschaftlichen Spaltung in den USA.

  • Es ist schon sehr befremdlich, dass ausgerechnet die Demokraten sich für ethnische Diskrimierung aussprechen, und die Republikaner unter Trump dagegen. Der Artikel in der SZ zeigt dabei sehr gut die argumentativen Verrenkungen zur Rechtfertigung dieses Systems auf.


    Auch wenn die Praxis letztlich nur einen kleinen Bruchteil der Amerikaner konkret betroffen hat, ist sie wohl einer der "Bausteine" der immer radikaleren gesellschaftlichen Spaltung in den USA.

    Ich glaube, das, was du betreibst, nennt man Klitterung.

    Irgendwie scheinst du ein ganz besonderes Problem mit Demokraten und Schwarzen zu haben, wenn du dich diesem Thema so ausführlich hier widmest.

  • Zitat

    Ich glaube, das, was du betreibst, nennt man Klitterung.

    Irgendwie scheinst du ein ganz besonderes Problem mit Demokraten und Schwarzen zu haben, wenn du dich diesem Thema so ausführlich hier widmest.

    Sich über ein Thema zu informieren und dazu zu lernen ist etwas Schlechtes? Wie bist du denn drauf?


    Die Einteilung von Zulassungsquoten nach Ethnien ist mindestens befremdlich. Warum werden Asian-Americans dafür benachteiligt, dass andere Asian-Americans überdurchschnittlich leistungsfähig sind?

  • Ich glaube, das, was du betreibst, nennt man Klitterung.

    Irgendwie scheinst du ein ganz besonderes Problem mit Demokraten und Schwarzen zu haben, wenn du dich diesem Thema so ausführlich hier widmest.

    Ich habe ein Problem damit, wenn Menschen wegen ihrer Hautfarbe oder ihres Geschlechts benachteiligt werden. Da einige Politiker der Demokraten eine Diskriminierung anhand dieser Kriterien explizit einfordern, habe ich "ein Problem" genau aus diesem Grund mit besagten Politikern, ja.


    Dass ich ein Problem mit Schwarzen hätte, ist eine Unterstellung, die ich mir verbitte.


    Hätte ich die US-amerikanische Staatsbürgerschaft, wäre der letzte Republikaner, den ich noch gewählt hätte, Ronald Reagan gewesen. Seither hat eine immer weitergehende Radikalisierung stattgefunden, die ich völlig irrrational finde und weder nachvollziehen noch gutheißen kann. Das heißt aber nicht, dass ich nicht auch mit den Demokraten massive Bauchschmerzen hätte. Ich halte sie definitiv für mitschuldig an der Spaltung der Gesellschaft. Ich würde sie derzeit aber dennoch wählen, um zu helfen, Trump zu verhindern.

  • Die Studienplatzvergabe nach affirmativ action ist Jahrzehnte alt und hat offensichtlich überhaupt kein Problem gelöst.

    Die Paradoxie sieht man ja schon an der zitierten Zulassungsregel nach unterschiedlichen Punkten im Zulassungstest, die bei anderen Universitäten noch ausgeprägter ist, es gibt Universitäten, an denen PoC mit 1P zugelassen werden, sprich jeder, der sich anmeldet wird auch genommen. Gleichzeitig wurden in einigen Staaten Mindeststandards für den High-School Abschluss in Bezug auf reading und mathematics abgeschafft, ebenfalls mit der Begründung, diese würden Farbige überproportional benachteiligen. Die Benachteiligung entsteht aber nicht durch die Diagnostik der Leistungen.

    Jemandem, der mit starken Defiziten aus dem Schulsystem kommt, nützt es überhaupt nichts, wenn man ihn dann an die Universität unter andere Studenten steckt, die nicht diese Probleme mitbringen. Nach der Logik könnte man auch jedes Jahr Hauptschüler auslosen und die ohne weitere Förderung in eine Gymnasialklasse stecken.

    Das Problem entsteht schon in jüngster Kindheit und zwar dadurch, dass jede bessere US-Schule Schulgeld verlangt.

  • Der fortgesetzte Fehler der Demokraten ist, dass sie einen hochbetagten Kandidaten mit erkennbaren Ausfallerscheinungen aufstellen und Trump damit ins Amt verhelfen, obwohl er solche Dinge von sich gibt,

    • Offizieller Beitrag

    Sich über ein Thema zu informieren und dazu zu lernen ist etwas Schlechtes? Wie bist du denn drauf?


    Die Einteilung von Zulassungsquoten nach Ethnien ist mindestens befremdlich. Warum werden Asian-Americans dafür benachteiligt, dass andere Asian-Americans überdurchschnittlich leistungsfähig sind?

    Ich glaube, das Grundproblem ist, dass die Schwarzen strukturell seit 400 Jahren benachteiligt werden und es eigentlich erheblicher (finanzieller wie bildungspolitischer) Hilfen bedarf, um diese Benachteiligung zu kompensieren. Das war seinerzeit bei den asiatischstämmigen AmerikanerInnen auch so, doch zählen sie mittlerweile zu den "Guten". Das liegt aber eben auch daran, dass der Rassismus gegenüber Schwarzen viel älter ist und die Schwarzen viel weiter unten anfangen mussten. Während Weiße ihren Reichtum im 19. Jh. weitervererben konnten, mussten Schwarze bei Null anfangen und wurden konsequent "unten" gehalten - teils bis heute.


    Zulassungsquoten nach Ethnien mögen befremdlich wirken und dem Gleichheitsgrundsatz widersprechen. Schaut man sich die vor-universitäre Karriere der Ethnien an, müsste man im schulischen Bereich erst einmal gleiche Bedingungen schaffen, damit theoretisch jede/r, der/die sich ins Zeug legt, auch eine Chance hat, an die Uni zu gehen.

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