Wie teuer ist Eure PKV?

  • (Hessen und Bayern). .... Wer wechselt z.B. mit Pauschaler Beihilfe schon gerne in ein Bundesland ohne?

    Wer bei den Besten sein will, muss auch zurückstecken können :D

  • Ich zahle für 30% Absicherung nun (KV+PV) 330 € im Monat. Als ich in die Versicherung als Berufsanfänger eingestiegen bin, war sie die Billigste. Trotzdem würde ich nie in die "Pauschale Beihilfe" wechseln oder auf Chefarztbehandlung verzichten. Im Alter zwickt es hier, zwickt es da - und wenn es zwickt, rufe ich in der Privatsprechstunde der Uniklinik an, habe Ruckzuck einen Termin - auch für ein MRT - und werde nicht (weil das KKH seine Kosten decken muss) sofort in den OP geschoben.

    Mein Hausarzt nimmt sich Zeit. Auch für ein nettes Schwätzchen.
    Bei Kassenpatienten kann er sich das nicht leisten. Da kommt es auf "Durchsatz an, damit die Kosten gedeckt sind.

    Zitat

    Für einen durchschnittlichen Erwachsenen (30 Jahre) erhält ein Hausarzt im Jahr 2026 beim ersten Besuch im Quartal insgesamt etwa 30 € bis 35 € (Versichertenpauschale + Vorhaltepauschale). Weitere Termine im selben Quartal sind durch diese Pauschale "mitbezahlt", sofern keine speziellen Zusatzleistungen anfallen.

    Für den Preis bekommst du keinen Klempner - besonders bei chronischen Problemen.

    Ich gönn' mir. Das bin ich mir wert.

    Privatpatient:

    Zitat
    • Leistung (GOÄ-Ziffer)BeschreibungBetrag (2,3-fach)
      Ziffer 3: Eingehende Beratung (mind. 10 Min.) 20,11 €
      Ziffer 7: Vollständige Untersuchung (z.B. Organsysteme) 21,45 €
    • Der Steigerungssatz: Bei besonderem Aufwand (z. B. schwierige Diagnose, sehr lange Dauer) kann der Arzt den Faktor bis auf 3,5 anheben. Dann kostet allein die Beratung (Ziffer 3) plötzlich 30,60 € statt 20,11 €.
    • Zusatzkosten: Materialkosten (z. B. teure Verbände), Wegegeld bei Hausbesuchen oder Porto für Briefe werden eins zu eins weitergegeben.

    Fazit: Ein Hausarzt verdient an einem einzigen, etwas ausführlicheren Termin bei einem Privatpatienten oft schon doppelt so viel wie an der gesamten Quartalspauschale eines Kassenpatienten (die bei ca. 30–35 € liegt).
    Jeder Termin kostet extra: Während beim Kassenpatienten weitere Besuche im selben Quartal oft "umsonst" für die Praxis sind (da durch die Pauschale abgegolten), schreibt der Arzt beim Privatpatienten für jeden Kontakt eine neue Rechnung.

    Meine Beiträge können Spuren von Ironie und Sarkasmus enthalten. "Tippfehler" sind beabsichtigt und dienen dem reflektierten Umgang mit Rechtschreibung und Sprache durch die werte Leserschaft. Wer einen Rotstift besitzt, darf diesen behalten und anderweitig nutzen.
    «Wissen – das einzige Gut, das sich vermehrt, wenn man es teilt.» (Marie von Ebner-Eschenbach)

  • Na, ja, für wie viele ist die pauschale Beihilfe tatsächlich eine sinnvolle und realistische Option? Der Anteil bei Beamten dürfte doch eher gering sein.

    Ich würde eine Menge Geld sparen mit pauschaler Beihilfe.

  • Auch wenn der grundsätzliche Ansatz stimmt, gibt es schon noch ein paar weitere Punkte die ein Arzt in Bezug auf Personen in der GKV abrechnen kann. Pauschalen für Menschen mit chronischen Erkrankungen z.B. und gewisse Untersuchungen. Auch gab es zum neunen Jahr noch weitere Änderungen, wodurch Praxen durch ihr Angebot zusätzliche Beträge bekommen können.

    Unabhängig davon ist das natürlich ein Problem des Systems. In dem System gibt es aber eben auch sehr viele Menschen die gar keine Chance haben Mitglied einer PKV zu werden.

    Und nur mal so am Rande, mit einer pauschalen Beihilfe würde ich jeden Monat mehrere hundert Euro sparen, dann wäre ich auch wieder eher bereit gewisse Leistungen selbst zu bezahlen.

  • Und nur mal so am Rande, mit einer pauschalen Beihilfe würde ich jeden Monat mehrere hundert Euro sparen, dann wäre ich auch wieder eher bereit gewisse Leistungen selbst zu bezahlen.

    Manche Leistungen kannst du gar nicht selbst bezahlen. Mein Urologe vor Ort wollte sofort operieren. Er ist gleichzeitig Belegarzt am KKH und muss hier für Umsatz sorgen. Mein Urologe Prof.Dr.Dr. der Uniklinik war näher am aktuellen Forschungsstand. Er hat mir Medikamente verschrieben und gemeint: "Das beobachten wir zunächst." Ich bin seit 7 Jahren im Beobachtungsturnus und beschwerdefrei. Mit OP müsste ich evtl. Windel tragen.
    Mein Orthopäde meinte, mein Sprunggelenk müsste man aufschneiden und "ausschaben", evtl. verschrauben. Der Prof.Dr. der Uniklinik meinte, dass sie da mittlerweile minimalinvasive Verfahren hätten. Kurze OP, 6 Wochen z6ur Entlastung an Krücken und ich kann wieder joggen.
    Meer Wie du mit Pauschaler Beihilfe "mehrere hundert Euro" pro Monat sparen willst, musst du mir mal vorrechnen. Das wäre bei mir dann bei 300 € KV-Beitrag kostenlose Versorgung. :cash:

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  • Die Uniklinik behandelt doch nicht nur Privatpatienten. Verstehe jetzt nicht, was Wolfgangs Fälle mit der PKV zu tun haben. Sich eine zweite Meinung einzuholen ist doch grundsätzlich sinnvoll.

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