Revision NRW - Studiendirektor zur Koordination schulfachlicher Aufgaben /Digitalisierung Gesamtschule

  • Zwischen "Ankündigung", dass eine Stelle angedacht ist und jetzt.
    Die Bewerbung war vor 6 Monaten.

    Tatsächlich wurde die Stelle im Januar 24 der Schule gemeldet, die hat dann den Ausschreibungstext an die Behörde geschickt und dann wurde sie erst im Frühjahr 25 ausgeschrieben. Ich persönlich finde das schon extrem lang.

    Wir hatten fest damit gerechnet, dass ich innerhalb von 6 Monaten revidiert werde, bevor mein Kin zur Welt kommt und bevor ich anfange zu bauen.

    Das man die Sache dann 2 Jahre erstmal für "lau" macht, hat bei mir ehrlicherweise schon Frust ausgelöst, weil schließlich trotzdem ein Externer erfolgreicher sein kann und dann alles für die Füße war.

  • Sieh es so. Du hast Glück, dass sie dann doch ausgeschrieben wurde.

    Die Verzögerung deutet darauf hin, dass da zwischenzeitlich ein Unterbringungsfall unterwegs war.

    Glaube ich nicht. Soweit ich weiß betraf das sehr, sehr viele Stellen. Auch mehrere A14 Stellen an meiner Schule. Das war also eher n allgemeines Problem.


    Aber was genau ist ein Unterbringungsfall?

  • Glaube ich nicht. Soweit ich weiß betraf das sehr, sehr viele Stellen. Auch mehrere A14 Stellen an meiner Schule. Das war also eher n allgemeines Problem.

    BR Köln? Ja, das scheint ein generelles Problem gewesen zu sein. Die vorherigen Verfahren waren wohl nicht abgeschlossen und vorher wollte man die neuen wohl nicht starten. Hab ich gehört.

    Bei uns wurden sogar bereits ausgeschriebene Stellen wieder "eingefroren".

    There are only 10 sorts of people - Those who know binaries and those who don't.

  • Ein A15er, der auf einer Stelle gesessen hat, die er nicht mehr weiter bekleiden soll/kann - z. B. im Auslandsschuldienst oder eine Abordnung zu einer Behörde.

    Bei uns heißt das Versorgungsfall. Die meisten Schulen wehren sich dagegen, oftmals aus gutem Grund.

  • Naja, es entfällt halt in so einem Fall die (inoffizielle) Einflussnahme auf die Auswahl. Das ist ja generell der Pferdefuß am ganzen Versetzungssystem. Auch als Schule hat man eigentlich das Bedürfnis einen zur Schule passenden Kandidaten zu bekommen.

  • Bei Wanderpokalen kann ich das verstehen. Bei Abordnungen in die Behörde o.ä. nicht so ganz.

    Naja es gibt auch Abordnungen an die Behörden, die man bei uns als "Schulflüchtlinge" bezeichnet. Die wollen dann befördert werden, damit sie weniger oder gar keinen Unterricht mehr machen müssen. Dies als Hauptmotivation möchte man nicht in der SL haben.

    Man kennt sich in der Regel aber...

  • Naja es gibt auch Abordnungen an die Behörden, die man bei uns als "Schulflüchtlinge" bezeichnet. Die wollen dann befördert werden, damit sie weniger oder gar keinen Unterricht mehr machen müssen. Dies als Hauptmotivation möchte man nicht in der SL haben.

    Man kennt sich in der Regel aber...

    Also die habe ich bislang noch nicht kennengelernt. Die Behörden achten aber auch sehr stark auf die Motivationslage in den Auswahlgesprächen. Abgesehen davon erteilt man nur ab A15Z signifikant weniger Unterricht - und für die Beförderung nach "Z" braucht man eine volle Revision außerhalb der Behörde.

    Die PMs, die ich kennengelernt habe, sind - sofern sie in der Behörde nach A15 befördert wurde - als Koordinatoren für XY an die Schulen zurück. Da wurde im Vorfeld seitens der BR bei den Schulen nachgehorcht, wie es aussieht; oft wussten die Dezernenten auch schon im Vorfeld, wo ein Posten vakant ist.

    Gruß
    #TheRealBolzbold

    Ceterum censeo factionem AfD non esse eligendam.

  • Naja, es entfällt halt in so einem Fall die (inoffizielle) Einflussnahme auf die Auswahl. Das ist ja generell der Pferdefuß am ganzen Versetzungssystem. Auch als Schule hat man eigentlich das Bedürfnis einen zur Schule passenden Kandidaten zu bekommen.

    Richtig - und die DezernentInnen haben ebenfalls ein Interesse daran. Somit wird da dann auch auf ein Mindestmaß an Passung geschaut. Alles andere würde auch für eine/n DezernentIn irgendwann zu stressig werden.

    Gruß
    #TheRealBolzbold

    Ceterum censeo factionem AfD non esse eligendam.

  • die "Schulflüchtlinge" werden sich wohl aber kaum auf eine Leitungsposition an einer Schule bewerben, oder?

    Das wird hier im Forum seit geraumer Zeit immer wieder postuliert. Die ganzen Revisionen und das EFV zu durchlaufen, macht man bzw. frau auch nicht mal eben nebenbei, wenn man/frau Schulflüchtling ist. Auch als stv. SL kann man daneben greifen und eine SL haben, die einen als "Dackel" (O-Ton meines ersten stv. SLs) erachtet oder sehr gängelt. Es braucht dann schon sehr viel Sitzfleisch, um auf A16 zu kommen und dann ggf. wirklich weniger zu unterrichten.
    Da ich ja mittlerweile mitreden kann, wage ich zu behaupten, dass die Schulflüchtlinge damit aber sicherlich nicht glücklich werden. Die Anzahl der Aufgaben, die Arbeitszeit und mögliches Konfliktpotenzial, das sich aus den Aufgaben und der Funktion ergibt, wird ja nicht weniger...

    Gruß
    #TheRealBolzbold

    Ceterum censeo factionem AfD non esse eligendam.

  • die "Schulflüchtlinge" werden sich wohl aber kaum auf eine Leitungsposition an einer Schule bewerben, oder?

    Manche schon, wenn sie in der Behörde nicht Fußfassen konnten.

  • und dann unterstützt die Behörde, dass sie eine Leitungsstelle bekommen?

    (Ja, ich merke selbst, wie naiv und gutgläubig ich bin. Ich bin ein Kind des meritokratischen Prinzips, die Leute haben das verdient, was sie haben. (Außer ich, ich hatte Glück).)


    (Ja, ich weiß, dass du Recht hast und es auch solche Fälle gibt und die Behörde sie sogar loswerden will, nach dem Motto "nach mir die Sintflut, mir egal, was sie an der Schule tun".)

  • und dann unterstützt die Behörde, dass sie eine Leitungsstelle bekommen?

    nein das nicht, aber sie bewerben sich auf entsprechende Stellen. Das sind auch nicht besonders viele.

    Bei uns gibt es auch keine Revisionen wie bei euch. Die Besetzungsverfahren bestehen aus einer dienstlichen Beurteilung mit UB (wenn man 100% an der Behörde ist, dann natürlich ohne UB) und evtl. Auswahlgespräche.

  • Ich erinnere mich dunkel daran, dass Meike in meinem alten Karrierethread einmal davon sprach - dann scheint das in Hessen tatsächlich anders abzulaufen - und dann kann ich die Bedenken verstehen.

    Bei uns wirst Du nicht auf eine Leitungsstelle gehievt, ohne dass Du vorher abliefern musst. Mein Chef erzählte von seinem EFV und den Erfahrungen, die er und die KollegInnen gemacht haben. Dort fallen auch immer wieder Leute durch, so dass das beileibe kein Selbstläufer ist.

    Gruß
    #TheRealBolzbold

    Ceterum censeo factionem AfD non esse eligendam.

  • Manche schon, wenn sie in der Behörde nicht Fußfassen konnten.

    Theoretisch denkbar - aber Abordnungsstellen sind von Anfang an zeitlich begrenzt. Dass PMs in der Behörde Fuß fassen, gibt es immer wieder - aber dann müssen sie sich auch dort bewährt haben. Wenn sich "Schulflüchtlinge" dorthin abordnen lassen, ist immer klar, dass sie früher oder später in den Schuldienst zurück müssen.

    Gruß
    #TheRealBolzbold

    Ceterum censeo factionem AfD non esse eligendam.

  • Mein Chef erzählte von seinem EFV und den Erfahrungen, die er und die KollegInnen gemacht haben. Dort fallen auch immer wieder Leute durch, so dass das beileibe kein Selbstläufer ist.

    Das kann ich bestätigen: Die Schulleitungsqualifikation SLQ (die mit keinen Prüfungen o. ä. abschließt) im Rahmen von 104 Stunden ist ganz nett. Sie ist die Voraussetzung für die Teilnahme am EFV. Aber das EFV macht man nicht mal so nebenbei. Bei meinem wurde eine Durchfallquote von 20% genannt; ob das stimmt, weiß ich aber nicht.

  • Das kann ich bestätigen: Die Schulleitungsqualifikation SLQ (die mit keinen Prüfungen o. ä. abschließt) im Rahmen von 104 Stunden ist ganz nett. Sie ist die Voraussetzung für die Teilnahme am EFV. Aber das EFV macht man nicht mal so nebenbei. Bei meinem wurde eine Durchfallquote von 20% genannt; ob das stimmt, weiß ich aber nicht.

    Soll zumindest im vergangenen Jahr so gewesen sein.

    Ich finde, dass das in NRW eigentlich auch alles ganz gut geregelt ist. Komme ursprünglich aus einem anderen Bundesland hierher. Da gab es die Posten ab A15 teilweise nur mit "Vorstellungsgespräch". Das wäre mir in meiner aktuellen Situation zwar deutlich lieber, es war aber teilweise durchaus dubios, wer da welche Posten besetzt hat.

    Wie dem auch sei. Bei mir hat die Dauer des Verfahrens auf jeden Fall enormen Frust ausgelöst und mich eigentlich auch ein bisschen demotiviert.. Beim A14 Verfahren ging das deutlich smoother. Da wurde gegen Ende der Probezeit mit mir ein Gespräch geführt und kurz nach Ende der Probezeit konnte ich die Stelle schon antreten.

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