Hallo liebe Community,
ich hoffe, ihr könnt mir mit euren Erfahrungswerten weiterhelfen, denn das Warten und die Ungewissheit sind gerade ziemlich nervenaufreibend.
Ich arbeite inzwischen seit fünf Jahren an derselben Schule bzw. demselben Standort, der mir ehrlich gesagt von Anfang an nicht wirklich gefallen hat. Die ersten zwei Jahre war ich dort im Referendariat, danach bin ich geblieben und nun seit drei Jahren verbeamtet. Der Hauptgrund, warum ich damals überhaupt geblieben bin, war meine Ex-Partnerin, die hier verwurzelt war. Diese Beziehung besteht längst nicht mehr und damit auch der Hauptgrund, hier zu bleiben.
Was das Ganze nicht leichter macht:
Ich habe seit drei Jahren eine eigene Klasse, mit der ich wirklich sehr glücklich bin. Die Arbeit mit den Schüler:innen macht mir Spaß, das Kollegium ist okay, und fachlich läuft es gut. Trotzdem merke ich immer stärker, dass mir meine Heimat, meine Familie und meine Freunde fehlen. Emotional bin ich hier nie wirklich angekommen, und ich wünsche mir sehr, in meiner Heimat an einer Schule zu arbeiten und dort langfristig anzukommen.
Nach fünf Jahren insgesamt (bzw. drei Jahren im Beamtenverhältnis) habe ich nun endlich die Freigabe der Schulleitung erhalten.
Zusätzlich habe ich beim Personalrat angerufen, und mir wurde telefonisch bestätigt, dass bei meinem Namen „Freigabe“ vermerkt ist. Es fehlt aktuell nur noch die Freigabe des Dezernenten.
Zwischenzeitlich hatte ich dem Dezernenten bereits vor der Freigabe der Schulleitung einmal geschrieben, um grundsätzlich zu verstehen, wie das Verfahren abläuft. Seine Antwort war damals, dass sich der Dezernent in der Regel dem Votum der Schulleitung anschließt. Der Personalrat meinte am Telefon ebenfalls, dass diese Mail ,gerade weil die Schulleitung mich nun freigegeben hat, ein gutes Zeichen sei.
Was mich gerade verunsichert:
Ich bekomme wohl nicht vor Mitte bzw. Ende Februar eine endgültige Rückmeldung. Der Personalrat hat mir geraten, mich dann noch einmal zu melden, dann falle die finale Entscheidung.
Parallel dazu bin ich bereits proaktiv:
Ich habe Kontakt zu Schulen in meiner Heimat aufgenommen und in den kommenden Wochen Hospitationstermine, einfach um vorbereitet zu sein, falls es klappt.
Jetzt meine Frage an euch, vor allem an diejenigen mit Erfahrung im Versetzungsverfahren:
- Wie realistisch schätzt ihr meine Chancen ein, dass die Versetzung durchgeht?
- Wenn die Schulleitung freigegeben hat und der Dezernent selbst schreibt, dass er sich in der Regel daran orientiert – wird das eurer Erfahrung nach meist auch so umgesetzt?
- Oder habt ihr schon Fälle erlebt, in denen es trotz allem noch gescheitert ist?
Ich weiß, eine Garantie gibt es nie aber vielleicht hilft mir eure Einschätzung, diese Wartezeit etwas besser zu überstehen.
Vielen Dank euch fürs Lesen und für jede Rückmeldung! 🙏