• Bei meiner letzten schweren Erkrankung hätte ich mir gewünscht, dass meine Ärztin näher hingeschaut hätte, aber sie hat mir einfach nacheinander 2 schwere Antibiotika verschrieben und keins hat geholfen.

    Bei mir hat die Hausärztin Borreliose nicht erkannt und wollte mir nicht das Antibiotikum verschreiben, weil die Stelle untypisch aussah und ich keine Zecke gesehen habe. Ich habe aber das Hautbild im Internet trecherchiert, kam auf einen Arzt, der viel Erfahrung mit Borreliose publiziert hatte und wollte unbedingt das Antibiotikum wegen der Langzeitfolgen bei Borreliose. (Habe ich bei einem Bekannten gesehen, war nicht sehr witzig.) Dann bin ich zum Hautarzt - Gott sei Dank, kann man das als Privatpatient ohne Problme - der hat einen Test gemacht und es war tatsächlich Borreliose. Da leider inzwischen einige Zeit vertrödelt worden war, habe ich in Absprache mit dem Hautarzt sogar zeitweise eine hohe Dosis genommen.

  • und entscheidet dann, ob er mir Globuli gibt oder etwas anderes. Ich fühle mich einfach besser aufgehoben, als bei den 5-Minuten-Ärzten, die gleich mit der schweren Keule kommen und mich gar nicht genauer untersuchen, weil ja sowieso alles abgetötet wird.

    und das ist der entscheidende Unterschied. Du hast einen Arzt, der sich gekümmert hat, sich Zeit genommen hat. Bis auf die Tatsache, dass er dich mit den Globuli abzockt. Denn nichts anderes ist das. Meinetwegen sollen die Ärzte den Placebo Effekt ausnutzen und Zuckerkügelchen verteilen, aber nicht zu diesen überteuerten Preisen. Und nicht auf Kosten der Allgemeinheit über die Krankenkasse.

    Denn: Fakt ist nun mal, diese Kügelchen wirken bis auf den Placebo Effekt nicht, können wissenschaftlich überhaupt nicht wirken. Du kannst genauso gut auch auf Würfelzucker rumkauen.

  • und als Ergänzung. Ich habe auch eine tolle Ärztin, die genau hinschaut, notwendige Blutuntersuchungen oder ander Untersuchungen anordnet. Vorsichtig bei der Vergabe von Antibiotika ist und keine homöopatischen Mittelchen verschreibt, weil sie völliger Blödsinnn sind...

  • und als Ergänzung. Ich habe auch eine tolle Ärztin, die genau hinschaut, notwendige Blutuntersuchungen oder ander Untersuchungen anordnet. Vorsichtig bei der Vergabe von Antibiotika ist und keine homöopatischen Mittelchen verschreibt, weil sie völliger Blödsinnn sind...

    Ich bekomme nie ein Rezept. Er hat einen Schrank und füllt mir welche ab. Das kostet nichts.

    Nicht jeder wird es verstehen, und das ist okay!

  • Wenn du sowieso nicht dran glaubst... kann es ja nicht helfen ^^. Mir und meinen Kindern hat es schon oft geholfen.

    Bei mir helfen Antibiotika nicht immer. Letztes Jahr habe ich zwei unterschiedliche bekommen und der schlimme Husten ging trotzdem einfach wochenlang nicht weg. Bin in der Schule auf den Gang, um zu husten. War 2 Wochen zu Hause, dann war es mir zu langweilig. In der Schule musste ich mich am Treppengeländer festhalten, um die ganzen Stufen zu schaffen, so geschwächt war ich mittlerweile. So, und nun verteufle ich die Schulmedizin. Viele sind schon an Krebs gestorben, trotz mehrfacher Chemotherapien. Schulmedizin ist doch auch nicht das Allheilmittel.

    Bitte, informiere dich zur Wirkweise der gängigsten Medikamente.

    Antibiotika sind doch kein Allheilmittel für alles, was weh tut. Natürlich helfen sie nicht immer und sie werden auch zu oft verschrieben, was Resistenzen hervorruft.

    Antibiotika wirken in Bakterien, wenn du ein Virus hast beispielsweise, können sie nichts ausrichten.

    Bei Scharlach sind sie aber beispielsweise notwendig, weil die scharlachverursachenden Streptokokken ewig ansteckend sind und schwere Spätfolgen hervorrufen können.

    Dass "Schulmedizin" nicht das Allheilmittel ist, hat niemand gesagt, ein Diabetiker wird aber dankbar sein, dass jemand herausgefunden hat, was Insulin ist und wie man es ersetzen kann. Mit Globuli würde er schlicht und ergreifend nach kurzer Zeit sterben.

    Und "Naturheilverfahren" können ganz prima helfen, bestimmte Pflanzen helfen nachgewiesen bei bestimmten Erkrankungen. Dagegen hat niemand was einzuwenden.

    Vielleicht hast du einfach noch nie eine ernsthafte Erkrankung gehabt, dass du mit Abwarten gut durchgekommen bist?

  • Ich habe nie gesagt, dass ich Antibiotika ablehne. Sie sollten aber verantwortungsvoller und gezielt verabreicht werden.

    Nicht jeder wird es verstehen, und das ist okay!

  • Klar, aber du vergleichst alles Mögliche miteinander, was nichts miteinander zu tun hat. Jeder kann ja für sich entscheiden, wie er sich behandeln lassen möchte, aber Homöopathie bleibt persönlicher Glaube.

    Ich möchte auch nicht, dass die Krankenkassen Chlorbleiche bezahlen, wenn jemand drauf schwört, auch wenn der Liter nur 1,89€ kosten sollte. Es ist nicht nur mit mehr Folgekosten zu rechnen für die Allgemeinheit, sondern den Gläubigen wird vermittelt, dass es so falsch ja nicht sein kann.

  • Zur rein pflanzlichen Medizin möchte ich ein paar Beispiele anfügen :

    Digitalis

    Morphium

    Paclitaxel (Chemotherapie aus der Eibe), das habe ich wegen meiner Brustkrebserkrankung bekommen.

    Kleine Anekdote von früher :

    Ich habe meinem Vater ein Medikament als rein pflanzlich angepriesen. (er war Chemielehrer) Da meinte er nur, sag das mal dem Typen, der den Schierlingsbecher trinken musste. Auch rein pflanzlich!

  • Dann lies mal die Beipackzettel von (deinen) Medikamenten. Die Nebenwirkungen sind evidenzbasiert.

    Hm? Dieser Kommentsr passt nicht zum zitierten Abschnitt. Alles ist Chemie. Dieses dämliche "iih, böse Chemie" ist einfach Quatsch.

    Ich nehme nur ein Medikament gegen Magensäure. Das hat bei mir keine Nebenwirkungen. Den Menschen in meinem Umfeld, die Medikamente wegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Epilepsie oder Parkinson nehmen sind jedenfalls froh, dass es diese Medikamente gibt und sie nicht einfach sterben bzw. deutlich seltener/weniger starke Anfälle haben bzw. punktuell mehr oder weniger normal am Leben teilnehmen können. Medikamente nehmen die meisten Menschen nicht ohne Grund. Natürlich muss man den Nutzen mit Nebenwirkungen abwiegen. Welche homöopathische Alternative schlägst du denn gegen eine Herzinsuffizienz vor und würdest du deinem (ggf. hypothetische) Sohn ernsthaft empfehlen, auf Medikamente zuverzichten, wegen der bösen Chemie?

    Bei manchen Sachen muss man natürlich die Chemie nehmen, wenn andere Maßnahmen nicht mehr helfen und der Körper aus dem Gleichgewicht geraten ist.

    Vielleicht verwechwelst du Homöopathie mit natürlichen Heilmitteln? Homöopathie sindd überflüssige und unwirksame Zuckerkügelchen. Naturheilverfahren können bspw. bei der Symptomeindämmung helfen (aber auch nicht heilen).

    Wenn du sie einfach so ohne Grund einnimmst, dann ja.

    Nein, grundsätzlich. Alle nötigen Nährstoffe können in ausreichender Menge über Nahrung aufgenommen werden. Wenn man zu faul ist, sich ausgewogen zu ernähren, dann muss man natürlich Nahrungsergänzungsmittel nehmen. Ausnahme ist Protein bei Menschen im Muskelaufbau. Je nach Gewicht ist es teilweise schwierig genug Protein zu essen.

    Dann habe ich es mir eingebildet. Hauptsache, der wochenlange Husten, der mich nachts kaum schlafen ließ, war weg.

    Das waren bestimmt die "auf dich persönlich angestimmten" Zuckerkügelchen und nicht einfach der natürliche Verlauf von Husten. ;)

    Ich empfehle bei Husten übrigens Anginetten (ohne Zucker). Die helfen natürlich nicht gegen den Husten, sind sber sehr angenehm für den Hals.


    Es ist immer wieder irritierend, wie sehr magisches Denken bei gebildeten Erwachsenen immernovh verbreitet ist.

  • Ich nehme nur ein Medikament gegen Magensäure. Das hat bei mir keine Nebenwirkungen. Den Menschen in meinem Umfeld, die Medikamente wegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Epilepsie oder Parkinson nehmen sind jedenfalls froh, dass es diese Medikamente gibt und sie nicht einfach sterben bzw. deutlich seltener/weniger starke Anfälle haben bzw. punktuell mehr oder weniger normal am Leben teilnehmen können. Medikamente nehmen die meisten Menschen nicht ohne Grund. Natürlich muss man den Nutzen mit Nebenwirkungen abwiegen. Welche homöopathische Alternative schlägst du denn gegen eine Herzinsuffizienz vor und würdest du deinem (ggf. hypothetische) Sohn ernsthaft empfehlen, auf Medikamente zuverzichten, wegen der bösen Chemie?

    Hä? Habe ich mich so unverständlich ausgedrückt? Das, was du mir unterstellst, habe ich nie so geschrieben. Du steckst mich in der Schublade "Homöopathie" und siehst nicht bzw. überliest die Nuancen, die ich schreibe.

    Vielleicht verwechwelst du Homöopathie mit natürlichen Heilmitteln? Homöopathie sindd überflüssige und unwirksame Zuckerkügelchen. Naturheilverfahren können bspw. bei der Symptomeindämmung helfen (aber auch nicht heilen).

    Nein. Nimm mir einfach ab, dass ich mich schon sehr lange und regelmäßig mit vielen alternativen Heilmethoden beschäftige.

    Es ist immer wieder irritierend, wie sehr magisches Denken bei gebildeten Erwachsenen immernovh verbreitet ist.

    Ich denke nicht magisch. Wenn die Heilpraktikerin meint, sie müsse mir ein homöopathisches Mittel geben, probiere ich einfach, ob es hilft - aber jetzt nicht bei schwerwiegenden Erkrankungen, die ich Gott sei Dank bisher nicht hatte. Würde auch die Homöopathin nie befürworten.

    Bevorzuge aber eher pflanzliche Mittel und NEMs, je nachdem. Sollte aber alles nicht den Erfolg bringen, gehe ich halt auf die nächste Stufe und das sind pharmazeutische Mittel.

    Einmal editiert, zuletzt von Caro07 (25. September 2026 16:12)

  • M.E. werden Placebo und Nocebo Effekte noch zu wenig genutzt. Medizin ist keine exakte Wissenschaft und es gilt vermutlich wirklich: Wirkung = Arznei + Erwartung (sry für die Verwendung mathematischer Zeichen).

    Eigentlich ist es doch nur wichtig, dass etwas wirkt. Auch mein Onkologe zitierte mal den Spruch „Wer heilt, hat Recht.“ Ich selbst halte auch homöopathische Mittel für Unsinn, denke aber, dass der Placebo Effekt in vielen Fällen sehr, sehr mächtig ist.
    Die Frage, welche Dinge von der Allgemeinheit bezahlt werden sollten, ist da der Knackpunkt. Soweit ich weiß, sind besonders die Gespräche zwischen Arzt oder Ärztin und Patient:in hilfreich, werden aber zu wenig honoriert.

    https://www.aerzteblatt.de/archiv/placebo…91-b36f082d8015


    https://www.uniklinik-freiburg.de/presse/pressem…r-einnahme.html

    Die Weisheit des Alters kann uns nicht ersetzen, was wir an Jugendtorheiten versäumt haben. (Bertrand Russell)

  • Entscheidend ist bei einer Krebstherapie, dass man JEDE (auch homöopathische) Zusatzmedikation mit dem behandelnden Onkologen abspricht. Die o.g. Bekannte war bei Prof.Dr. Kanz in Tübingen in Behandlung. Dieser hatte in Tübingen auch den Lehrstuhl für seltene Krankheiten eingerichtet und wurde von Studierenden als "Dr.House von Tübingen" geehrt. Er hatte die bekannte vor der Einnahme von Vitamin C gewarnt, das in der Homöopathie gerne als Mittel gegen Krebs propagiert wird.
    Sein Satz war so einfach wie einleuchtend: "Wenn wir mit der Chemotherapie die Krebszellen zerstören wollen - und Sie diese mit Vitamin C wieder aufpäppeln, können wir es gleich lassen."
    Also: Erst fragen, dann einwerfen.

    BTW: Globuli können tödlich wirken. Bei Diabetikern.

    Meine Beiträge können Spuren von Ironie und Sarkasmus enthalten. "Tippfehler" sind beabsichtigt und dienen dem reflektierten Umgang mit Rechtschreibung und Sprache durch die werte Leserschaft. Wer einen Rotstift besitzt, darf diesen behalten und anderweitig nutzen.
    «Wissen – das einzige Gut, das sich vermehrt, wenn man es teilt.» (Marie von Ebner-Eschenbach)

  • Hä? Habe ich mich so unverständlich ausgedrückt? Das, was du mir unterstellst, habe ich nie so geschrieben. Du steckst mich in der Schublade "Homöopathie" und siehst nicht bzw. überliest die Nuancen, die ich schreibe.

    Wir sprechen hier über Homöopathie. Das sind Zuckerkügelchen ohne Wirkung. Genau darum geht es. Für was genau nimmst du Medikamente bzw. Zuckerkügelchen? Halsweh geht von selbst wieder weg, dafür muss man gar keine Medikamente nehmen und auch keine Zuckerkügelchen. Dasselbe gilt für Erkältungen und die meisten anderen Wehwechen. Die sitzt man aus und fertig. Wenn man keine Angst vor Chemie hat, trinkt man währenddessen viel Wasser. Die Fälle, in denen man Medikamente nimmt, sind diejenigen in denen man krank ist. Nicht kränklich, sondern ernsthaft krank. Für was genau willst du dann Zuckerkügelchen nehmen?

    Nein. Nimm mir einfach ab, dass ich mich schon sehr lange und regelmäßig mit vielen alternativen Heilmethoden beschäftige.

    Wieso verstehst du dann nicht, dass Zuckerkügelchen, auch, wenn sie "auf dich persönlich abgestimmt" sind, keine Wirkung haben (können)?

    Ich denke nicht magisch. Wenn die Heilpraktikerin meint, sie müsse mir ein homöopathisches Mittel geben, probiere ich einfach, ob es hilft

    Du glaubst daran dass Zuckerkügelchen dich heilen können. Das ist magisches Denken.

  • Du glaubst daran dass Zuckerkügelchen dich heilen können. Das ist magisches Denken.

    Niedergelassene Ärzte sind beim Thema "Zuckerkügelchen" zwiegespalten. Mein Hausarzt meinte mal: "Es gibt Patienten, die in der Sprechstunde erscheinen und nicht krank sind - oder kurz vor der Gesundung stehen. Sie haben jedoch die Erwartungshaltung, dass sie sich nur dann ernst genommen fühlen, wenn sie mit einem Rezept Nachhause gehen. Da sind Zuckerkügelchen eine willkommene Möglichkeit. Sie helfen nicht, aber sie schaden auch nicht."

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  • Niedergelassene Ärzte sind beim Thema "Zuckerkügelchen" zwiegespalten. Mein Hausarzt meinte mal: "Es gibt Patienten, die in der Sprechstunde erscheinen und nicht krank sind - oder kurz vor der Gesundung stehen. Sie haben jedoch die Erwartungshaltung, dass sie sich nur dann ernst genommen fühlen, wenn sie mit einem Rezept Nachhause gehen. Da sind Zuckerkügelchen eine willkommene Möglichkeit. Sie helfen nicht, aber sie schaden auch nicht."

    Die Erwartungshaltung von Patienten bzgl. einer Medikamentierung ist generell ein Problem.

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