• Ökumene bezieht sich auf eine innerchristliche Bewegung.

    Und innerhalb des Christentums gibt es auch leider immer noch keine Einigung über einen gemeinsamen Termin für das Osterfest zwischen Ost und West.

    ... was an der Anwendung von zwei unterschiedlichen Kalendersystemen liegt (julianisch/gregorianisch). Tradierte Traditionen umzuwerfen ist beinahe unmöglich, zumal es sich hier um den Termin des höchsten kirchlichen Feiertages im Christentum handelt.

    Meine Beiträge können Spuren von Ironie und Sarkasmus enthalten. "Tippfehler" sind beabsichtigt und dienen dem reflektierten Umgang mit Rechtschreibung und Sprache durch die werte Leserschaft. Wer einen Rotstift besitzt, darf diesen behalten und anderweitig nutzen.
    «Wissen – das einzige Gut, das sich vermehrt, wenn man es teilt.» (Marie von Ebner-Eschenbach)

  • Wenn man nicht definiert, was man meint, kann man sich überhaupt nicht vernünftig unterhalten, weil der Gegenstand, zu dem man sich eine Meinung bilden will, nicht festgelegt ist.

    Ökumene steht für Einheit, Dialog, Verständigung. Da ist die Übertragung der der Ökumene innewohnenden Werte von "Einheit, Dialog, Verständigung" auf weitere Konfessionen sicherlich erlaubt - auch durch die Wortwahl. Und scheinbar gibt es diese Übertragung auch schon in theologischen Kreisen. (siehe Valerianus)

    Man muss nur die innerchristliche Perspektive dafür verlassen.

    Schule ist schön ... und macht Spaß.

  • ...

    Man muss nur die innerchristliche Perspektive dafür verlassen.

    Ich denke, dafür muss man die Glaubensperspektive komplett verlassen. Es sind immer die (meist evangelischen) Christen, die sich für tolerant halten und kein Problem darin sehen, wenn alle Religionen doch irgendwie einen (eigentlich: ihren) gemeinsamen Nenner haben. Für gläubige Moslems ist es aber nicht derselbe liebe Gott, wenn Christen von der Dreifaltigkeit reden und sie fasten nicht aus denselben Gründen wie diejenigen, die 6 Wochen aufs Autofahren verzichten.

    Ich bin weiß Gott (haha) kein Religionsspezi. Aber ich schätze, deswegen fällt mir auch auf, wie häufig Gläubige nicht wahrnehmen, wie sehr sie von ihrem Weltbild geprägt sind und nicht sehen können, dass andere was anderes für wahr und essenziell halten.

  • Es sind immer die (meist evangelischen) Christen, ...

    ich bin zur Kommunion gegangen und gefirmt.

    Solltest du mich damit also meinen (weil du mich zitiert hast)....

    die sich für tolerant halten und kein Problem darin sehen, wenn alle Religionen doch irgendwie einen (eigentlich: ihren) gemeinsamen Nenner haben.

    .... danke für die unnötige Unterstellung.

    ---

    Jetzt noch inhaltlich:

    Für gläubige Moslems ist es aber nicht derselbe liebe Gott, wenn Christen von der Dreifaltigkeit reden und sie fasten nicht aus denselben Gründen wie diejenigen, die 6 Wochen aufs Autofahren verzichten.

    Da sagst du nichts Neues. "Ökumene" meint auch nicht "Gleichheit", sondern Dialog und Verständnis auf einer gemeinsamen Basis. Nicht auf einer identischen Auslegung.

    Ich bin weiß Gott (haha) kein Religionsspezi. Aber ich schätze, deswegen fällt mir auch auf, wie häufig Gläubige nicht wahrnehmen, wie sehr sie von ihrem Weltbild geprägt sind und nicht sehen können, dass andere was anderes für wahr und essenziell halten.

    Ähm .... Ökumene heißt nicht, dass man "nicht sehen kann, dass andere was anderes für wahr und essenziell halten". Sondern

    Zitat

    "(Horizontale) Ökumene bezeichnet den interkonfessionellen Dialog zwischen christlichen Konfessionen und zunehmend auch den interreligiösen Austausch (z.B. mit Judentum und Islam) auf Augenhöhe.

    Ich persönliche begrüße und freue mich über interreligiöse, ökumenische Zusammenarbeit zum Austausch und zur Verständigung und zum Respekt. Eine "wir-wissen-besser-dass-ihr-eigentlich-an-das-gleiche-glaubt-wie-wir"-Unterstellung versteckt sich da nicht hinter.

    Schule ist schön ... und macht Spaß.

  • Ökumene steht für Einheit, Dialog, Verständigung. Da ist die Übertragung der der Ökumene innewohnenden Werte von "Einheit, Dialog, Verständigung" auf weitere Konfessionen sicherlich erlaubt - auch durch die Wortwahl. Und scheinbar gibt es diese Übertragung auch schon in theologischen Kreisen. (siehe Valerianus)

    Man muss nur die innerchristliche Perspektive dafür verlassen.

    Mich interessiert es nur, inwieweit dadurch die Welt friedlicher wird!8)

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