Ich denke, ein Unterschied besteht auch darin, dass in unserer Gesellschaft der Anteil der Muslime, die ihren Glauben ernst nehmen, höher liegt als der Anteil der Christen, die das tun.
Und das macht dir Angst, weil?
Ich denke, ein Unterschied besteht auch darin, dass in unserer Gesellschaft der Anteil der Muslime, die ihren Glauben ernst nehmen, höher liegt als der Anteil der Christen, die das tun.
Und das macht dir Angst, weil?
Und das macht dir Angst, weil?
Schrieb ich, dass mir das Angst mache?
Es erklärt aber meines Erachtens, warum tendenziell öfter Christen zu muslimischen Veranstaltungen gehen als Muslime zu christlichen.
Schrieb ich, dass mir das Angst mache?
Es erklärt aber meines Erachtens, warum tendenziell öfter Christen zu muslimischen Veranstaltungen gehen als Muslime zu christlichen.
In absoluten Zahlen oder prozentual zu ihrem Anteil an der Bevölkerung? Zahlen und Quellen bitte! Keine Vermutungen aus dem Bauch heraus... ![]()
Wenn 94% der deutschen Bevölkerung nicht-islamischen Glaubens sind, können sich die absoluten Zahlen der "gegenseitigen Besuche" niemals die Waage halten. Nach meinen Erfahrungen verhält es sich genau umgekehrt. Ich kenne nur sehr wenige Menschen christlichen Glaubens, die jemals eine Moschee besucht haben.
BTW: An meiner ehemaligen Schule haben wir in Kooperation mit der daneben liegenden katholischen Kirche (deren Diakon unser Religionslehrer für kath. Religion war) jedes Jahr in der letzten Adventswoche einen ökumenischen Weihnachtsgottesdienst gestaltet. Die Kinder haben im Religions,- Musik- und Deutschunterricht Sketche, Lieder, Gedichte und Texte zur Besinnung vorbereitet. Der Großteil unserer türkischen und serbischen Kinder ging mit in die Kirche. Einfach, weil es ein nettes Erlebnis war.
Wenn jemand nicht mitgehen wollte, kam er/ sie eben erst zur 2.Stunde.
Den Zweiflern hab' ich ein Zitat von Billy Sunday (1862–1935) genannt, das oft in der zitierten Form Albert Schweitzer zugeschrieben wird und welches sich mancher Christ zu Herzen nehmen sollte:
"Man wird kein Christ, wenn man in die Kirche geht. Man wird ja auch kein Auto, wenn man eine Garage betritt."
("Going to church doesn’t make you a Christian any more than going to a garage makes you an automobile.")
Hier beginnst du selbst, Gemeinsamkeiten zu sehen. Derart "Fasten ist irgendwie Verzicht und viele Menschen fasten aus verschiedenen Gründen, das ist doch schön". Für einen überzeugten Moslem mag das aber gar nicht schön klingen, dass du seine tiefe Überzeugung, warum er fastet, damit für ihn quasi zum Lifestyle-Event herabwürdigst.
Wer setzt hier Fasten mit einem Livestyle-Event gleich oder würdigt es herab?
Ich habe Fasten nicht mit „irgendwie Verzicht“ betitelt, sondern benannt, dass es beim religiösen Fasten gerade nicht allein um den Verzicht auf Nahrungsmittel geht, es ist ja keine Diät. Immer hat es auch mit der eigenen Person, dem Glauben, der Reflexion, innerer Einkehr oder der Beschäftigung mit Glaubenssätzen zu tun.
Wenn du darin ein Livestyle-Event sehen willst, kannst du das machen.
Ich kann mich mit Menschen gleicher und anderer Religion darüber austauschen, Fragen stellen und zumindest versuchen, ihren Glauben ein Stück weit besser kennenzulernen, auch wenn zum Iftar Freunde eingeladen werden oder die christliche Fastenzeit mit „klimafasten“ begangen wird.
Jeder darf davon so viel erzählen und erklären, wie er oder sie mag.
Es gibt im Christentum die Möglichkeit, sich den Fastenvorsatz selbst zu wählen, das geht in anderen Religionen nicht, wenn das Fasten genauer vorgeschrieben ist. Es gibt Vorhaben, die ich gut finde (und sinnvoll umgesetzt, was aber ein neues Thema wäre), und andere, bei denen ich selbst den Kopf schüttle, es kann aber für andere Personen genau das Richtige sein.
Wer das ganze Jahr ohnehin auf etwas Bestimmtes verzichtet, wird dies nicht zum Fastenvorsatz wählen, weil es ja „normal“ ist. Mit Livestyle hat das für mich gar nichts zu tun, auch wenn man seinen Fastenvorsatz sicher für sich persönlich wählt und er damit auch mit dem eigenen Lebensstil in Zusammenhang steht.
Ein Stopp! gibt es meinerseits immer dann, wenn jemand die allein richtige Weise für sich in Anspruch nimmt und andere darin einschließt bzw. anderes generell ausschließt.
Dazu gehört in meiner Klasse gerade, dass alle Kinder von anderen Religionen erfahren, in denen gefastet wird. Kinder, die religiös erzogen sind, und Kinder, die damit kaum oder gar nicht damit aufwachsen, obwohl sie sich zu einer Religion zugehörig fühlen. Es gibt nicht nur die eine Religion und auch nicht nur die eine richtige Art und Weise. Christliches Fasten ist nicht muslimisches Fasten, das ist auch nicht der Anspruch, aber es gibt nicht nur das muslimische Fasten, weil das beim Frühstück der Kinder sichtbar ist, oder nur die katholische Fastenzeit mit der Feier der Osternacht in der Messe, die in meiner Region übrigens kaum jemand kennt.
Wer setzt hier Fasten mit einem Livestyle-Event gleich oder würdigt es herab?
Du, möglicherweise, wenn du sagst, Fasten gebe es überall und hätte ja im Kern dieselbe Bedeutung. Für Moslem XY ist sein Fasten aber was völlig anderes als für den, der Klima-Fasten betreibt.
Ich halte es für ein Beispiel dafür, dass die christliche Sicht, "wir haben doch ganz viel gemeinsam" und zwar so, wie ich es verstehe, weil ich nicht aus meiner Haut kann" möglicherweise untergräbt, was wir eben NICHT gemeinsam haben. Was die Religionen fundamental unterscheidet. Was die Identität der Personen ausmacht.
Du, möglicherweise, wenn du sagst, Fasten gebe es überall und hätte ja im Kern dieselbe Bedeutung.
Habe ich nicht, habe ich nun mehrfach dargestellt, aber du kommst nicht umhin, es mir noch einmal zu unterstellen.
Es ist deine Annahme, Christen würden alles aus ihrer Sicht umdeuten,
es ist deine Aussage, man würde alles Fasten gleich setzen,
es ist deine Behauptung, dadurch, dass man Verbindendes bemerkt, würde man Unterschiede negieren,
es ist deine Bezeichnung, Fasten mit Livestyle gleichzusetzen.
Indem du es mir unterstellst, das zu glauben oder zu denken, wird es nicht mein Glauben und meine Denkweise, auch nicht, wenn du es mir noch einmal unterstellst.
Kannst du das etwas ausführen? Danke.
Ja, kann ich. Braucht aber etwas Zeit, das schaffe ich vermutlich erst am Abend oder morgen.
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