• Und dazu:

    "Russlanddeutsche" sind deutsche Staatsbürger*innen. Aus welchen Gründen auch immer sie rechts wählen, sie sind Baden-Württemberger*innen wie du und jeder andere Wähler. Du kannst sie nicht einfach gedanklich ausgemeinden als nicht richtig dazu gehörend. Abgesehen von der Konnotation, die die Sichtweise hat (ertappen, du schreibst es selbst), ist es doch wieder eine Verharmlosung, "ohne die hätten wir nicht so ein blaues Ergebnis." Doch, habt ihr aber, alle zusammen habt ihr dieses Wahlergebnis.

    Nein. Du spekuliert schon wieder bzw. versuchst mir weiter zu sagen, was ich denke.

    Es gibt hier halt vier große Gruppen, die teilweise zu 50 % und mehr AfD wählen. Aber ich habe keine Lust und Zeit weiter mit dir zu diskutieren. Du hast dein Bild und stülpst es anderen über. Ich denke an Max Frisch. Bringt nichts. Ich ignoriere dich.

    Meine Beiträge werden auf einer winzigen Tastatur eines Tablets mit Autokorrektur geschrieben. Bitte entschuldigt Tippfehler. :mad:

  • Quittengelee


    Vlt. löst man das mal von der einseitigen Betrachtung Sachsen vs Baden-Württemberg. Deutschland ist als alternde und perspektivisch schrumpfende Gesellschaft zwangsläufig auf einen Fachkräfte-Nachschub aus dem Ausland angewiesen und in einigen Bereichen (z.B. Medizin, Pflege) sieht man das auch heute schon deutlich. Wenn gleichzeitig massiv gegen Personen aus dem Ausland gehetzt wird, dann sorgt das wiederum nicht gerade für einen Standortvorteil, der diese zum Kommen und Bleiben anregt, was sich sehr wohl auf Standortentscheidungen von Unternehmen auswirken kann. Es wirkt sich übrigens auch klar auf die Attraktivität als Wissenschaftsstandort aus, ein Sektor der sehr stark von internationalem Austausch und Personal abhängt. Der Befund ist übrigens nicht neu, schon 2015 machte sich die damalige sächsische Wissenschaftsministerin Stange darüber große Sorgen:

    Wenn Flüchtlingsheime brennen, Rechtsradikale in Heidenau aufmarschieren oder Pegida durch Dresden zieht, dann hat das auch „verheerende Auswirkungen“ auf den Wissenschaftsstandort Sachsen.

    „Der Imageschaden ist enorm“, sagt Sachsens Ministerin für Wissenschaft und Kunst Eva-Maria Stange (SPD). Das Problem beginne nicht erst bei Pegida. Man dürfe auch nicht vergessen, dass die NPD zwei Legislaturperioden lang im sächsischen Landtag vertreten gewesen sei. „Und das schreckt ausländische Wissenschaftler erheblich ab“, betont die SPD-Politikerin.


    Das Grundproblem gibt es quasi deutschlandweit, nur war es in einigen östlichen Bundesländern bisher am offensichtlichsten sichtbar. Dass ausländerfeindliche Positionen (und Taten!) gerade dort schnell auf fruchtbaren Boden fielen, kann man sich an frühen Erfolgen der AfD und auch Bewegungen wie Pegida schnell klar machen. Dass das bei weitem nicht nur auf die neuen Bundesländer beschränkt ist, können wir an den letzten Landtagswahlen natürlich auch gut sehen. Gleichzeitig gibt es nach wie vor eine große Abwanderungsbewegung insbesondere junger Menschen aus den neuen Bundesländern, was den Fachkräftemangel und die gleichzeitige Überalterung der Gesellschaft noch beschleunigt. Dass sich dies auf den Wirtschaftsstandort auswirkt, dürfte schnell klar sein.

  • CSU und Freie Wähler mit Rechtsextremen gleichzusetzen halte ich für nicht in Ordnung. Demokraten sollten nicht andere Demokraten verunglimpfen.

    Die Nazi-Keule ist eine unpräzise Waffe.

  • Du müsstest dann sicher einen eigenen Fred reservieren, denn in "Kuriose Schlagzeilen" passt dieses Streitgespräch genauso wenig wie hier in "Erfreuliches". :neenee:

    Done

    🍦 Eis macht Spaß! 🍦
    Schoko, Vanille – ganz egal,
    Hauptsache lecker jedes Mal! 😋

    Ich lese und schreibe nach dem Paretoprinzip.

  • Conni 10. März 2026 11:45

    Hat den Titel des Themas von „Wahlen in BW“ zu „Wahlen in BaWü“ geändert.
  • Nein. Du spekuliert schon wieder bzw. versuchst mir weiter zu sagen, was ich denke.

    Es gibt hier halt vier große Gruppen, die teilweise zu 50 % und mehr AfD wählen.

    Na dann erkläre doch, inwiefern das relevant ist. Baden-Württemberg hat kein Problem mit Rechtsextremismus, weil die AfD-Wählenden bestimmte Gruppen sind und zwar andere Gruppen als die Wählerinnen und Wähler in Ostdeutschland, die ein ganz massives Problem mit Rechtsextremismus haben?

    Ich ignoriere dich.

    Mach das. Geht übrigens auch ohne das letzte Wort zu haben, wenn man eigentlich gar nichts mehr sagen wollte.

  • CSU und Freie Wähler mit Rechtsextremen gleichzusetzen halte ich für nicht in Ordnung. Demokraten sollten nicht andere Demokraten verunglimpfen.

    Ich sage nur Aiwanger.

    Ich finde es schlimm, wie leicht es sich "der Westen" macht, während die AfD 152 Sitze im Bundestag hat. Die Sachsen-Anhalter finden sich genau so wenig extrem wie die extrem rechtskonservativen in Bayern, da gibt's halt bloß keine alteingesessene Alternative.

  • Ich sage nur Aiwanger.

    Ich finde es schlimm, wie leicht es sich "der Westen" macht, während die AfD 152 Sitze im Bundestag hat. Die Sachsen-Anhalter finden sich genau so wenig extrem wie die extrem rechtskonservativen in Bayern, da gibt's halt bloß keine alteingesessene Alternative.

    Also ist alles rechts der Grüne = Rechtsextrem?

  • Bei Analysen von Wählerverhalten schaut man immer auf verbindende Merkmale und Muster. Wenn Russlanddeutsche überproportional AfD wählen, dann ist das doch zunächst einmal nur eine Tatsachenbenennung. Kris hat nirgends geschrieben, dass sie deren Wahlverhalten als "nicht-baden-württembergisches Wahlverhalten" klassifiziert und rechte Strömungen beschönigt. Es macht aber für das politische Gesamtklima imo schon einen Unterschied, ob man ein Durchsickern in die Breite der Gesellschaft sieht oder einen Schwerpunkt bei bestimmten Gruppierungen.

    Dass es unter den Anthroposophen eine hohe AfD-Anhängerschaft gibt, war mir neu und wundert much spontan.

  • Dass es unter den Anthroposophen eine hohe AfD-Anhängerschaft gibt, war mir neu und wundert much spontan.

    Das wundert mich überhaupt nicht, um ehrlich zu sein.

  • Es macht aber für das politische Gesamtklima imo schon einen Unterschied, ob man ein Durchsickern in die Breite der Gesellschaft sieht oder einen Schwerpunkt bei bestimmten Gruppierungen.

    Und ich denke, dass wollte Kris (bei aller Pauschalität in Bezug auf die Russlanddeutschen, die er ja inzwischen abgemildert hat) auch sagen.

    In Baden-Würtemberg kommen die meisten afd-Wähler aus abgeschlossenen Gruppierungen. In Bundesländern wie Sachsen oder Thüringen (so mutmaßt er) gibt es keine abgeschlossenen Gruppierungen, aus denen die afd-Wähler kommen, sondern die afd-Wähler ziehen sich durch das ganze Bevölkerungs-Spektrum. (Hat da jemand Fakten zu? oder habe ich die hier im Thread nur überlesen?)

    Schule ist schön ... und macht Spaß.

  • Ich bin mir einigermaßen sicher, dass Kris24 eine Frau ist.

    Das ist das generische Maskulinum .... *duck und weg*

    Hast recht. Ich denke bei Kris immer an einen Mann. (Aber bevor es jetzt heißt, ich sehe die User hier alle als Männer an: nein, keine Sorge. Nur bei Kris ist das so. Ist halt bei mir "falsch abgespeichert.")

    Schule ist schön ... und macht Spaß.

  • Ich kenne die überwiegend eher aus der Ferne 😄

    Ich auch, aber mich faszinieren komische Menschengruppierungen. Da lese ich irgendwie gerne drüber. Ich entdecke immer wieder neue Dinge :D

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