Hoher Stundenlohn, minimaler Aufwand – wie realistisch ist das als Lehrer in Österreich?

  • ...Bei einer anderen Sache, die ich nicht vertrage, kann man es meistens riechen oder ich lasse andere am Tisch probieren, aber das geht bei Gluten nicht.

    ...

    Ich habe neulich einen Hund gesehen, der Gluten anzeigt, die können das offenbar riechen. Hunde mit Job finde ich sehr niedlich :verliebt:

  • Jaaaaa :verliebt: das hab ich auch gesehen, Gluten Detection Dogs oder Celiac Service Dogs. Kosten um die 20000€, aber sind bestimmt eine richtig gute Sache, besonders für Kinder.

    Ach und noch was: Dass es diese Petition gibt Petition glutenfrei zeigt eben auch nochmal, was alles noch im Argen liegt.

  • Und zu den Facebookgruppen, ja, ich finde sie tatsächlich eine gute Quelle. Es gibt sie für viele Städte, es gibt sie deutschlandweit, und es vernetzt Betroffene. Man erfährt einiges, bekommt viele Einkaufs- und Restauranttipps (Es schreiben da also nicht nur Leute, wenn was nicht lief!) und eben auch Warnungen.

    Mir geht es darum, dass dort in der Regel die Menschen schreiben, bei denen es nicht läuft. Eine Aussage, wie gut Krankenhäuser ihr "Allergiekonzept" umsetzen, ist daher aus meiner Sicht damit nicht möglich. Das fängt doch schon damit an, dass die einzelnen Stationen in den Krankenhäusern oft schon sehr unterschiedlich gut sind. Für Tipps etc. sind solche Gruppen natürlich gut.

    Im Übrigen bin ich da im Hinblick auf Schule einmal mehr bei dem Wunsch nach einem zentralen medizinischen Dienst. Wenn ich heute eine Schüler:in mit der Diagnose (z.B. Zöliakie) bekomme, möchte ich spätestens übermorgen eine grobe Einschätzung des Krankheitsbildes auf dem Tisch haben und einen Fragenkatalog, um Wichtiges/ Individuelles in der Schule und mit der Familie absprechen zu können

    Theoretisch eine Aufgabe des Gesundheitsamtes, die natürlich auch vollkommen überlastet sind.

  • Ach und noch was: Dass es diese Petition gibt Petition glutenfrei zeigt eben auch nochmal, was alles noch im Argen liegt.

    Ist alles eine Geldfrage. Eine glutenfreie Alternative kann bei öffentlichen Einrichtungen gerne zusätzlich angeboten werden, aber dann steigen, bedingt durch Kostenumlage, die Preise für alle Gerichte - und gerade bei Speiseangeboten in öffentlichen Einrichtungen reagieren Menschen in Deutschland leider sehr preissensibel.

  • Theoretisch eine Aufgabe des Gesundheitsamtes, die natürlich auch vollkommen überlastet sind.

    Nein, weil das Gesundheitsamt kommunal ist, die Lehrkräfte aber Landesbedienstete sind. Auch dieser Bereich hat mit Arbeitszeit und Fürsorge zu tun:

    Wenn in Hannover (oder wo auch immer) 1-2 Personen zur Beratung sitzen, die allgemeine, neuste Infos zusammenstellen und allgemeine Möglichkeiten, die durch Lehrkräfte in Schulen umgesetzt werden können, dazu Beratungsstellen, Hilfsmittel usw.,

    dann muss genau das nicht mehr jede Lehrkraft im Internet recherchieren, sondern lediglich aus den Maßnahmen oder Optionen wählen oder daraus individuelle Möglichkeiten ableiten. Und zwar nicht allein medizinisch, sondern auch pädagogisch, sodass man das im Unterricht und im Schulalltag bedenken kann.

    Das hat etwas mit Professionalisierung zu tun, aber auch damit, dass man Lehrkräfte unterstützt und sie nicht den unzähligen Anforderungen überlässt.
    Gerade in diesem Bereich fände ich es sehr hilfreich, auch wenn ich durchaus in der Lage bin, mich zeitnah in sehr vieles einzuarbeiten und bei ähnlichen Notwendigkeiten schnell auf einen neueren Stand bringen kann.

  • Ist alles eine Geldfrage. Eine glutenfreie Alternative kann bei öffentlichen Einrichtungen gerne zusätzlich angeboten werden, aber dann steigen, bedingt durch Kostenumlage, die Preise für alle Gerichte - und gerade bei Speiseangeboten in öffentlichen Einrichtungen reagieren Menschen in Deutschland leider sehr preissensibel.

    Ist es aber nicht ausgerechnet Aufgabe des öffentlichen Sektors, Vorbild zu sein?
    Und sorry, aber gerade ging es um Krankenhäusern.
    1) Wenn ich im Krankenhaus bin, habe ich keine Wahl (ja, ich kann mir Essen bringen lassen, aber es ist kein Wellness, das Krankenhaus soll dafür sorgen, dass ich nicht verhungere und dass ich vielleicht nebenbei auch nicht sterbe, wenn ich gerade nur für eine Bein-OP drei Tage da war.)
    2) im Krankenhaus reagieren nicht die "Menschen" preissensibel, sondern vielleicht die Krankenkassen und die Politik.

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