Hoher Stundenlohn, minimaler Aufwand – wie realistisch ist das als Lehrer in Österreich?

  • Vielleicht ist es nicht nur ein Problem, das Menschen mit Migrationshintergrund haben. Sondern viele, auch wenn man es nicht vermutet.

    Interessanter Satz.
    Ich hatte mich mit meiner Darstellung tatsächlich nicht als Mensch mit Migrationshintergrund gesehen.
    Oder doch. Aber mit innerdeutscher Migration.
    Grundsätzlich ist es tatsächlich so: die meisten Menschen bleiben da, wo sie aufgewachsen sind. Und spätestens nach der Unizeit neue Freundschaften schließen halte ich für schwierig.
    Just letzte Woche habe ich mich mit jemandem aus meiner Stadt getroffen. "Frisch verrentnert", seit über 30 Jahren in dieser Stadt, mittlerweile zwei erwachsene Kinder. Das war auch sein Fazit: Viele Bekanntschaften, die allermeisten Kontakte aus beruflichen Gründen gehabt, auch wenn es aufs Private überging. Jetzt trifft er sich auch auf ein Kaffee mit Menschen, aber richtig viele Freundschaften hätte er nicht gemacht.

  • Und spätestens nach der Unizeit neue Freundschaften schließen halte ich für schwierig.

    Ich finde, es gibt da zwei Bereiche, in denen man nach der Unizeit neue Kontakte knüpft und wo sich dann Freundschaften entwickeln können: die Arbeit und Eltern der Freunde der eigenen jungen Kinder. Abgesehen davon halte ich es auch für schwierig.

  • Ich finde, es gibt da zwei Bereiche, in denen man nach der Unizeit neue Kontakte knüpft und wo sich dann Freundschaften entwickeln können: die Arbeit und Eltern der Freunde der eigenen jungen Kinder. Abgesehen davon halte ich es auch für schwierig.

    (Sport-)Vereine sind dafür auch ganz gut geeignet.

  • wenn man keine kinder hat, kann man dafür besser im kulturellen real life leute kennenlernen.

    Was Zauberwald ansprach, war im Grunde nicht das Kennenlernen, sondern Freundschaften. Ich habe auch erfahren, dass richtige Freundschaften in neuer Umgebung, am neuen Wohnort nur sehr schwer entstehen. So richtig verlassen kann man sich meist nur auf Menschen, mit denen man sich vor Jahrzehnten schon gut verstanden hat. Ausnahmen bestätigen die Regel.

  • ...So richtig verlassen kann man sich meist nur auf Menschen, mit denen man sich vor Jahrzehnten schon gut verstanden hat. Ausnahmen bestätigen die Regel.

    Woran das liegt, würde mich schon interessieren. Wahrscheinlich ist man als junger Mensch einfach offener, später wird man immer kritischer?

    Oder Leute arbeiten, haben ihre*n Partner*in und dann treffen sie sich regelmäßig noch mit diesen "alten Freunden" und haben schlicht kein Interesse an (und keine Zeit für) weiteren, neuen tiefen Kontakten. Man muss als neu irgendwo Hingezogener wahrscheinlich viel intensiver Kontaktaufbau betreiben als mit 15 oder 20 Jahren. Wer irgendwo verankert ist, fragt die beste Freundin, ob sie mit ins Kino geht oder den Mann, ob er sich eine Ausstellung mit ansieht, man käme nicht auf die Idee, eine Bekannte anzurufen, die vor 2 Jahren in die Stadt gezogen ist... Eine Mischung aus Gewohnheit und Vertrauen irgendwie.

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