• Wir haben Kindern und Eltern während Corona aber auch ständig gepredigt, dass schon ein bisschen hustende und verschnupfte Kinder zu Hause bleiben sollen. Mein Eindruck ist, dass sie genau das inzwischen tun.

    ich schicke konsequent keine aufgaben nach hause mit dem argument, dass krankheit manchmal durch überlastung getriggert wird und kranke kinder mal den kopf frei brauchen. nachholbare aufgaben bekommen sie erst, wenn sie wieder aufkreuzen. denn sonst könnten eltern ja denken: "wenn wie die aufgaben gleich geliefert kriegen, können wir ja zu hause auch mal homeschooling machen und etwas länger ausschlafen."

  • Das stimmt wohl nicht, dass seit Corona mehr krankgeschrieben wird. Allerdings gibt es regionale Unterschiede, in Meck-Pomm sind Leute mehr Tage krank als in Ba-Wü. Da würden mich die Ursachen interessieren.

    Edit:

    ...
    Heute habe ich in jeder Klasse eine Hand voll mit deutlich über 20 Fehltagen pro Jahr ohne besondere Grunderkrankung. ...

    Bist du sicher, dass es keine psychische Grunderkrankung ist? Die haben bei Jugendlichen während der Pandemie ja wohl tatsächlich zugenommen.

    Ansonsten ist die Idee eine Schnapsidee, wie alles, was man von dieser Regierung hört. Devise: Kürze an den Sozialsystemen und rede ganz viel darüber, so musst du dich nicht mit den eigentlichen Problemen rumschlagen.

  • Heute habe ich in jeder Klasse eine Hand voll mit deutlich über 20 Fehltagen pro Jahr ohne besondere Grunderkrankung.

    Dann komm' mal an eine BBS, da sind 20 Fehltage pro Halbjahr in einigen Schulformen nicht ungewöhnlich. Leider!
    Das war in diesen Schulformen, in denen eben auch viele SuS sind, die eigentlich gar keine Lust mehr auf (Vollzeit)Schule haben, aber auch schon vor 10-20 Jahren so.

    to bee or not to bee ;) - "Selbst denken erfordert ja auch etwas geistige Belichtung ..." (CDL)

  • Dieses Jahr war das höchste, was ich eingetragen habe, 604 Fehlstunden. Fehltage erfassen wir nicht. Ist aber ein Abgangszeugnis, steht also eh nicht drauf. Aus irgendeinem Grund hat der Schüler aber in Politik eine vier...

  • Fehlstunden. Fehltage erfassen wir nicht.

    Hier ist es genau umgekehrt und davon profitieren SuS, die gerne mal erst zur 3. Stunde kommen oder sich früher "verabschieden", ja sogar noch.

    Ist aber ein Abgangszeugnis, steht also eh nicht drauf.

    Nicht? In den meisten Schulformen/Bildungsgängen stehen bei uns auch auf den Abschluss- und Abgangszeugnissen die Fehlzeiten/Fehltage drauf, ebenso wie Arbeits- und Sozialverhalten.

    Aus irgendeinem Grund hat der Schüler aber in Politik eine vier...

    :huh:

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  • Aber ich bin leider schon wieder OT! Nicht, dass gleich wieder wer schimpft... Sorry!!!

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  • Hier ist es genau umgekehrt und davon profitieren SuS, die gerne mal erst zur 3. Stunde kommen oder sich früher "verabschieden", ja sogar noch.

    Nicht? In den meisten Schulformen/Bildungsgängen stehen bei uns auch auf den Abschluss- und Abgangszeugnissen die Fehlzeiten/Fehltage drauf, ebenso wie Arbeits- und Sozialverhalten.

    :huh:

    Abgangs- und Abschlusszeugnisse weisen keine Fehlzeiten auf. Die stehen nur auf den Halbjahreszeugnissen (die es aber nur in Vollzeitbildungsgängen gibt) und bei mehrjährigen Bildungsgängen auf den Jahreszeugnissen.

  • Abgangs- und Abschlusszeugnisse weisen keine Fehlzeiten auf. Die stehen nur auf den Halbjahreszeugnissen (die es aber nur in Vollzeitbildungsgängen gibt) und bei mehrjährigen Bildungsgängen auf den Jahreszeugnissen.

    Das ist in NDS anders. Laut BBS-VO können (nicht müssen) AV und SV und Fehlzeiten in allen Zeugnissen ausgewiesen werden und das wird an allen mir bekannten nds. BBSn auch so gemacht. Im §22 BBS-VO heißt es: "(6) In das Zeugnis können neben den Noten für die erbrachten Leistungen auch Bemerkungen zum Arbeits- und Sozialverhalten sowie entschuldigte und unentschuldigte Unterrichtsversäumnisse der Schülerin oder des Schülers aufgenommen werden."

    Halbjahreszeugnisse gibt es bei uns in der Berufsschule übrigens auch nicht.

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  • Menschen, die es ausnutzen, ohne krank zu sein, kenne ich nicht, allerdings eine Person, die vehement um die eigenen Rechte streitet. Abwarten, was da am Ende herauskommt.

    Ich kenne mehrere ... Vielleicht muss man auch einfach mal unterscheiden. Es gibt den einen oder anderen, der mit einer Kleinigkeit erstmal 3 Tage Zuhause bleibt und andere, die sich zur Arbeit quälen ...

    Ich kenne eine Menge Menschen, die chronisch krank sind, die immer mal ausfallen oder sich dennoch zur Schule bewegen. Diesen soll man dann sagen, dass sie zusätzlich zur Krankheit noch die Versicherung und die Querelen mit ihr auf sich nehmen sollen? Es folgen Vertrauensarzt der Krankenkasse, Hinauszögern oder Verweigerung der Leistungen. Das freut die Versicherungsbranche, gesünder wird man davon nicht.

    Das muss auch gar nicht. Es gibt schlicht dann 20% weniger für die Tage, die man krank ist. Ich wäre sogar für 30%. Und nach 6 Wochen geht man dann ins Krankengeld über. Ggf. kann ja tarifvertraglich etwas anderes vereinbart werden.

    Das mag für Gutverdienende (dazu zähle ich auch Lehkräfte) gelten,, aber für Arbeitnehmer, die gerade so eben über die Runden kommen (und ggf. einen Zweitjob haben) nicht.

    Die einen werden sich dann krank zur Arbeit schleppen (und alle anstecken) und diejneigen, die das System ausnutzen, wird es auch nicht jucken.

    Naja, wenn wir jetzt rechnen, dass die Deutschen im Schnitt rund 10 Tage pro Jahr krank sind. Dann haben wir laut KI 254 Arbeitstage im Jahr. Dann reden auf Jahressicht von rund 1% weniger Gehalt (10 von 254 Tage werden nur mit 80% bezahlt). Das wird niemanden in die Armut stürzen. Und selbst wenn man die 6 Wochen krank wird, wäre es nur ein geringer Verlust. Nach 6 Wochen haben wir auch heute schon die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall. Dazu gebe es noch die Möglichkeit das ganze tarifvertraglich oder im Arbeitsvertrag anders geregelt wird. Der Staat macht die Grundversorgung und alles andere regelt man über den Tarifvertrag etc..

    P.S. Dazu kommt auch, dass bei vielen im Krankheitsfall die Kosten sinken. Man fährt nicht mehr zur Arbeit, man isst vielleicht Zuhause Mittag statt auf der Arbeit, man geht nachmittags/abends nicht mehr los ... Dagegen stehen natürlich Kosten für eventuelle Arztbesuche, Medikamente oder Haushaltshilfe etc. Muss man also individuell sehen.
    Aber wenn man mit der klassischen Erkältung/Grippe/Corona/Magen-Darm etc. mal drei Tage flach liegt, wird man in der Regel weniger Geld ausgeben. Und hier geht es eigentlich um die nicht so schlimmen Krankheiten. Eine schlimme Diagnose mit der ich wochenlang ausfalle ist sowieso eine ganz andere Sache und da greift jetzt schon irgendwann das Krankengeld.

  • Ich verstehe überhaupt nicht, wieso davon ausgegangen wird, dass ständig direkt einwöchige Krankschreibungen vorliegen würden. Was habt ihr alles für Ärzte? Mein Arzt schreibt grundsätzlich erstmal nur 2-3 Tage krank und dann wird ggf. verlängert. Vielleicht ist nicht die Regelung an sich das Problem, sondern unseriös arbeitende Ärzte.

    Ich fände ein Attest ab Tag 1 übrigens gut. Die Unart, sich wegen ein bissi Unwohlsein mal einen Tag rauszuziehen oder sich mal 2 Korrekturtage zu genehmigen, ist zumindest in meinem Umfeld durchaus zu beobachten. Alternativ fände ich den Ansatz über Gehaltsabsenkung auch okay. Aber den Eindruck, dass tendenziell zu viel krank gefeiert wird und man irgendwie gegensteuern sollte, würde ich durchaus teilen.

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