Umfrage: Wie läuft das mit den Eltern-Unterschriften an eurer Schule?

  • Zum gefälschte-Unterschriften-Punkt: Nein, bei mir selbst kam das nicht vor.

    Das ist das, was du glaubst. ;)

    Eine Unterschrift auf Papier lässt sich forensisch prüfen, ein Klick nicht.

    Wer genau soll warum im Schulkontext eine Unterschrift forensisch prüfen lassen?

  • Zu den gefälschten Unterschriften:


    Das ist mir absolut vollkommen egal!! Ich habe eine Unterschrift. Punkt - Fertig - Ende - Aus

    Woher diese kommt kann ich höchstens nachweisen, wenn die Eltern bei mir am Tisch unterschreiben. Alles andere kann und will ich vor allen Dingen nicht prüfen und stelle es auch nicht in Frage

  • Zum Mach-es-oder-lass-es-Punkt: Ich will erstmal verstehen, ob das Problem überhaupt existiert - und wenn ja, wie es aussieht. Wenn es sich bestätigt, kann man über Lösungen nachdenken (Ideen habe ich). Was es kostet und wer es bezahlt - das ist Schritt drei, nicht Schritt eins.

    Das Problem existiert in der Praxis nicht.

    Zum gefälschte-Unterschriften-Punkt: Nein, bei mir selbst kam das nicht vor. Aber das ändert nichts am Argument - beide Systeme haben das Problem, nur mit unterschiedlicher Nachweisbarkeit. Eine Unterschrift auf Papier lässt sich forensisch prüfen, ein Klick nicht.

    Keine Schule lässt eine Unterschrift forensisch prüfen.

    Zum Eltern-sehen-ja-den-Account-Punkt: Es geht nicht darum ob Eltern sehen können, was geschrieben wurde. Sondern darum ob WIR beweisen können, dass SIE es waren. Bei einer Krankmeldung ist das weniger kritisch - da reicht die Information. Aber bei einer Einwilligung (Filmaufnahmen, Kind geht allein vom Ausflug nach Hause) ist das was ganz anderes. Da muss ich als Lehrer sicher sein: DIESER Elternteil hat zugestimmt. Nicht irgendwer mit dem Passwort. Die Krankmeldung war nur ein Beispiel, dass die Lücke existiert.

    Die Schule hat hier schlicht keine Nachweispflicht, dass die erhaltene Einverständniserklärung (sei es nun analog oder digital) auch wirklich vom mutmaßlichen Urheber kommt, wenn dieser dies anzweifelt. Analoge Unterschriften haben einen hohen Beweiswert und auch bei digitalen Systemen (hier: Account der Eltern für die Schulplattform) ist ein hinreichend sicheres Passwort zu wählen und unter Verschluss zu halten. Verstöße hiergegen haben sich die Betreffenden zuschreiben zu lassen, wenn nicht gerade eine nachvollziehbare Sicherheitslücke des Systems zum Missbrauch von Nutzerdaten führte.

    Zum Briefkastenschlüssel-Punkt: Du sagst, wer den Schlüssel hat haftet. Einverstanden. Aber was nützt mir das in der Praxis? Ich klicke auf "Senden", jemand klickt auf "Gelesen", und zwei Wochen später sagt der Elternteil: "Davon weiß ich nichts." Ich hab eine Lesebestätigung im System, aber sie beweist nur dass IRGENDWER geklickt hat — nicht wer. Rechtlich mag der Empfänger haften - aber nachweisen muss ICH. Und das kann ich nicht. Genau deshalb verschicken wir wichtige Briefe ja auch als Einschreiben mit Rückschein und zahlen ein paar Euro extra - nur um sicher zu sein, dass genau diese Person es bekommen hat.

    Siehe oben. Für den rechtssicheren Zugang eines Schreibens ist gerade nicht die Unterschrift genau dieser Person erforderlich. Ein Einwurfeinschreiben (bzw. das digitale Äquivalent....nämlich der Zugang in die direkte Einflusssphäre der Zielperson) reicht bereits aus. Den gewünschten Nachweis, wer dort "Gelesen" geklickt hat, hat man über den personenbezogenen Nutzeraccount, dessen Zugang nach Nutzungsbedingungen ausschließlich bei der betreffenden Person liegen darf.

  • Ein Großteil deines Posts besteht aus grundsätzlichen Argumenten gegen digitale Elternbriefe (die ich nicht teile aber egal). Ich kann nicht erkennen, was deine Lösung anders machen würde, damit diese Argumente weniger gelten.

    Wenn diese Probleme existieren würden, hättest du sie mit deiner Zusatzlösung genau so, wie mit IServ oder Webuntis.

    Fairer Punkt. Dann lass mich es beschreiben.

    So funktioniert's für den Lehrer:

    1. Klasse anlegen - CSV mit Schülerdaten (Name, Eltern-E-Mail, -Telefon) importieren.
    2. Elternbrief hochladen - PDF/DOCX. System nummeriert Kinder durch und trennt lesbaren Teil vom Unterschriften-Teil.
    3. Senden - ein Klick. System verschickt E-Mails (mit Link + 3-stelliger Nummer) oder SMS (nur Nummer). Für Eltern ohne Mail: QR-Code zum Ausdrucken + 3-stelliger Nummer.
    4. Live-Dashboard - siehst in Echtzeit: wer hat unterschrieben, wer nicht.
    5. Erinnerung - nach ein paar Tagen automatisch per E-Mail und SMS.
    6. PDFs entschlüsseln - mit deinem privaten Schlüssel. Ablegen.

    So funktioniert's für die Eltern:

    Erstes Mal (~30s):
    Link in E-Mail klicken → 3-stellige Nummer eingeben → auf Canvas unterschreiben → Fertig.

    Jedes weitere Mal (~1s):
    Link klicken → Nummer eingeben → Face ID / Touch ID → Gespeicherte Unterschrift wird automatisch eingesetzt → Fertig.

    Danach (automatisch, für Eltern unsichtbar):
    PDF wird im Browser gebaut. PDF wird mit Schlüssel des Lehrers verschlüsselt. Verschlüsseltes PDF geht an Server → Server relayt an Lehrer → Server löscht. Server kann das PDF nicht lesen. Zero-Storage + End-2-End-verschlüsselt.

    Was der Server speichert:
    - credential_id ↔ parent_uuid (für WebAuthn)
    - 3-stellige Nummern (für Verifikation)
    - Temporär: verschlüsselte Blobs (kann sie nicht lesen)

    Was der Server nicht speichert:
    - Lesbare PDFs
    - Unterschriften

    Unterschied zu IServ/Sdui/WebUntis:
    - Eltern brauchen keinen Account, keine App, kein Passwort
    - Face ID beweist wer unterschrieben hat (nicht "irgendwer hat auf Link geklickt")
    - Server kann PDFs nicht lesen (E2E)
    - Funktioniert auch für Eltern ohne E-Mail/App: QR-Code auf Papier
    - Ist ein Knopf, nicht zehn


    Ich bin auf eure Fragen gespannt!

  • Danke dir für den ausführlichen Kommentar - solches Feedback hilft mir sehr das Ding schärfer zu denken.

    In diesem Thread sind ja die meisten mit ihren Tools zufrieden. Aus anderen Diskussionen weiß ich aber: es gibt auch die Gegenseite. Da ist dann die Rede von Papier-Wahnsinn, Zetteln die selten bis nie zurückkommen, zwei Systeme parallel (sowohl digital, als auch Papier). Beides ist real - je nach Schule, Kommune, Elternschaft.

    Mir geht's nicht darum, jemandem die bestehende Lösung wegzunehmen. Sondern ein Angebot für die zu machen, bei denen es eben nicht rund läuft.

  • Das ist das, was du glaubst. ;)

    Wer genau soll warum im Schulkontext eine Unterschrift forensisch prüfen lassen?

    Hehe, da hast du recht 😅

    Aber zum forensischen Prüfen: das war nie das Argument. Papier-Unterschrift kann man fälschen, digitale kann man fälschen. Beides passiert im Schulalltag. Der Punkt ist ein anderer: ich will nicht zwei Wochen auf einen Zettel warten und dann hinterhertelefonieren. Face ID ist dafür kein notarieller Beweis - aber mindestens so gut wie „irgendwer hat den Zettel unterschrieben".

  • Ich hätte ja nie gedacht, dass ich mal so eine Abneigung KI gegenüber entwickeln würde. Man war so hoffungsvoll, als es rauskam. Jetzt ist es nur dieser bekloppte KI-Slop, energiefressende Datenzentren und eine gigantische KI-Blase, die in absehbarer Zeit die Weltwirtschaft einstürzen lassen wird.

    Ich hab keine Lust mit einer KI zu schreiben. Geh woanders hin. In diesem Forum schreiben zumindest noch Menschen und nicht Bots.

  • Im Kern ist der einzig relevante Unterschied die Verwendung von FaceID statt Passwort, was man problemlos für die bestehenden Lösungen auch implementieren könnte, wenn der Bedarf da wäre, was er offenbar nicht ist.

    Die Vorteile auf der Sicherheitsebene theoretisierst du dir zusammen, das mag sein, ist aber für den Endnutzer schlicht nicht relevant, so lange die Nutzung der vorhandenen Lösungen als juristisch ausreichend eingestuft wird, was der Fall ist. Lachen muss ich aber bei "Ein Knopf nicht zehn", denn der Satz ist ganz offenkundig völlig aus der Luft gegriffen - jetzt ist die Versendung eines Elternbriefes ein Klick, bei deiner Lösung muss ich erst mal wieder anfangen Userdaten zu importieren und QR-Codes auszudrucken und der Aufwand ist ein Vielfaches.

  • Ich denke, das sind jetzt auch mal genug KI-Beiträge. Programmier deinen Kram und spam das Forum nicht zu.

    KI-Beiträge? :D Ich bin Lehrer. Und der Thread offenbar interessiert's jemanden.

    Dir passt das Thema nicht? Kein Problem. Es gibt einen einfachen Weg, keine „KI-Beiträge" mehr zu sehen: nicht in den Thread klicken. Cool, wahr? ;) Statt hier reinzuschreiben, dass ich aufhören soll - scroll weiter. Das wäre dann tatsächlich weniger Spam für alle.

  • Der Punkt ist ein anderer: ich will nicht zwei Wochen auf einen Zettel warten und dann hinterhertelefonieren.

    Wenn du glaubst, dass Eltern, die keine Zettel lesen, eine App runterladen und dort Zettel lesen, dann würde ich sagen: go for it.

    Edit

    Ich hab noch eine Idee: vergib doch für jedes Unterschriften-Klicken Punkte, die man dann zum Zocken einlösen kann, dann gewinnst du vielleicht ein paar Eltern dran zu bleiben!

  • KI-Beiträge? :D Ich bin Lehrer. Und der Thread offenbar interessiert's jemanden.

    Dir passt das Thema nicht? Kein Problem. Es gibt einen einfachen Weg, keine „KI-Beiträge" mehr zu sehen: nicht in den Thread klicken. Cool, wahr? ;) Statt hier reinzuschreiben, dass ich aufhören soll - scroll weiter. Das wäre dann tatsächlich weniger Spam für alle.

    Du bist wahrscheinlich Anfang 20, Vibe Coder und suchst nach einer Einnahmequelle. Wie nah bin ich dran?

    Lehrer bist du nie und nimmer. Und ich erkenne KI-Texte und die Sprachmuster sofort. Peinlich ist sowas.

  • Wollte ich tatsächlich schon fragen: Wie geht das System, das du da zu entwickeln suchst mit Eltern um, denen Elternbriefe pupsegal sind ? Das sind am Gym vemtl weniger als auf anderen Schulformen, aber die Wahrscheinlichkeit, solche Eltern mit im Boot zu haben, ist nicht 0.

  • Die geht das System dann persönlich besuchen, sollte in KI-Zeiten spätestens dann kein Problem mehr sein, wenn Musk endlich seinen humanoiden Roboter raus bringt, also immer in etwa drei Monaten.

  • Die Arbeitserleichterung kommt doch von denen, die die Zettel auch sonst unterschrieben mitgeben. Muss man nicht mehr austeilen, erinnern, einsammeln, durchsehen, abhaken und abgeben. Find ich super.

    Den Unzuverlässigen laufe ich doch so oder so nicht mehr hinterher. Die kriegen drei automatisierte Erinnerungsmails und dann heißt es "Friss oder Stirb".

  • Unterschied zu IServ/Sdui/WebUntis:
    - Eltern brauchen keinen Account, keine App, kein Passwort
    - Face ID beweist wer unterschrieben hat (nicht "irgendwer hat auf Link geklickt")
    - Server kann PDFs nicht lesen (E2E)
    - Funktioniert auch für Eltern ohne E-Mail/App: QR-Code auf Papier
    - Ist ein Knopf, nicht zehn

    • haben die Eltern aber bereits so oder so
    • setzt voraus, dass diese mit Face ID arbeiten möchten
    • klappt in den bestehenden Schulsystemen bereits
    • haben die Eltern aber bereits so oder so
    • klappt in den bestehenden Schulsystemen bereits ebenfalls mit 1 Knopf


    Der wahre Unterschied besteht darin, dass zu ohnehin bereits bestehenden gut funktionierenden Systemen ein weiteres on top kommen soll, welches wiederum einigen Wartungsaufwand verursacht und damit gerade keine Erleichterung bringt.

  • Im Kern ist der einzig relevante Unterschied die Verwendung von FaceID statt Passwort, was man problemlos für die bestehenden Lösungen auch implementieren könnte, wenn der Bedarf da wäre, was er offenbar nicht ist.

    Die Vorteile auf der Sicherheitsebene theoretisierst du dir zusammen, das mag sein, ist aber für den Endnutzer schlicht nicht relevant, so lange die Nutzung der vorhandenen Lösungen als juristisch ausreichend eingestuft wird, was der Fall ist. Lachen muss ich aber bei "Ein Knopf nicht zehn", denn der Satz ist ganz offenkundig völlig aus der Luft gegriffen - jetzt ist die Versendung eines Elternbriefes ein Klick, bei deiner Lösung muss ich erst mal wieder anfangen Userdaten zu importieren und QR-Codes auszudrucken und der Aufwand ist ein Vielfaches.

    Wegen dem letzten Punkt - stimmt's, CSV-Import und QR ist mehr Aufwand für die, die tatsächlich schon mit IServ glücklich verheiratet sind. Sowohl von Lehrer-, als auch von Eltern-Seite. Offenbar sind hier alle, was auch toll ist! Das ist letztendlich mein Ziel. Ich will niemandem was vorwerfen, aber ich vermute, es gibt andere, die auf dieser Art und Weise nicht kommunizieren möchten und deswegen nichts hier schreiben. Aber - glaub mir - es gibt Lehrer, die für Unterschriften betteln. Und meine Vermutung ist, dass das Problem von falscher Seite sich kaum lösen lässt - nämlich die Hürde für die Eltern. Ich kann mich noch erinnern, wie ich im letzten Schuljahr die Blätter(!) mit Einweisungen zu WebUntis ausgeteilt hab'. Und vor ein paar Tagen habe ich einen „Papierraum" in einer Grundschule gesehen. Also, wenn du es anders erlebt hast - kann ich mich nur für dich freuen. Aber es gibt auch andere, die nicht so happy mit der Digitalisierung sind.

  • Wenn du glaubst, dass Eltern, die keine Zettel lesen, eine App runterladen und dort Zettel lesen, dann würde ich sagen: go for it.

    Edit

    Ich hab noch eine Idee: vergib doch für jedes Unterschriften-Klicken Punkte, die man dann zum Zocken einlösen kann, dann gewinnst du vielleicht ein paar Eltern dran zu bleiben!

    Unterschied zu IServ/Sdui/WebUntis:
    - Eltern brauchen keinen Account, keine App, kein Passwort

  • Der echte Irrsinn fällt mir jetzt gerade erst auf:

    Das ganze ist ja wohl als System für die einzelne Lehrkraft gedacht, gar nicht für die ganze Schule, oder?

    Bedeutet, ich schaffe das für meine Klasse (kostenpflichtig?) an importiere Kontaktdaten, drucke QR-Codes aus, verteile die, etc...

    ... und alle anderen Lehrkräfte an meiner Schule machen genau das gleiche (kriegen die Eltern dann 12 QR-Codes von verschiedenen Lehrkräften) oder auch nicht und dann kommen Elternbriefe von mir über das System, Elternbriefe vom Sekretariat über IServ oder Untis (weil das System des TE vermutlich nicht für Briefe mit 1200 Empfängern ausgelegt ist) und Elternbriefe von Kollegin Mayer weiter in Papierform?

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