Schweinfurter Rutsche

  • Ich weiß es, da ich viele solcher Familien kenne. Zwischenstationen sind Polen, Türkei, Irak, Iran, Lybien. Welchen Status, Staatsbürgerschaft, Duldung etc. sie haben weiß ich nicht bei allen, ich kenne mich mit den rechtlichen Bedingungen nicht gut aus und werde darüber auch nicht informiert.

    Das hat niemand geschrieben, da du offenbar noch weniger Ahnung hast, ist dein zynischer Kommentar kontraproduktiv.

    Polen ist ein EU-Land. Wenn jemand die polnische Staatsbürgerschaft hat und hier straffällig wird, ist es deutlich einfacher als wenn die Person staatenlos ist.
    Wir haben sicherlich auch 20% Flüchtlingsanteil. Insbesondere im Verein sind es noch deutlich mehr. Wir haben ein paar, die erst in der Türker oder in Griechenland eine Zeit verbracht haben. Flüchtlinge, die aus Syrien über den Irak, Iran und Lybien in die Türkei fliehen, sind wir nicht bekannt. Mal davon abgesehen, warum sollte jemand aus dem Nahen Osten nach Nordafrika fliehen und dann nach Europa? Ich kann mir auch vorstellen, dass es Familien gibt, die auf der Flucht in einem fremden Land ein Kind bekommen. Dass es in Deutschland eine nennenswerte Anzahl von Familien gibt, die in verschiedenen Ländern auf der Flucht Kinder bekommen haben, glaube ich nicht. Ich glaube dir auch nicht, dass Du mehrerer solcher Familien kennst.

    Das hat niemand geschrieben, da du offenbar noch weniger Ahnung hast, ist dein zynischer Kommentar kontraproduktiv.

    Das ist nicht zynisch. Das ist einfache Mathematik. Die Flüchtlingskriese war 2015/16. Deine Aussage war es, dass dort während der Flucht die Familien in verschiedenen Ländern Kindern bekommen haben und wir diese deswegen nicht ausweisen können. Diese Kinder wären dann aber heute erst ca. 10 Jahre alt. Das sind nicht die Personen, die bei uns schwere Straftaten begehen.

    Aha. Und welche Personen? Auch die mit deutschem Pass? Die undifferenzierte Meinungsäußerung beantwortet eben nicht meine Frage. AfD-Sprech halt.

    Ich würde sagen, dass genau das das Verhalten der AfD ist. Du schreibst irgendwelche Thesen und ignorierst die Fakten. Es hat niemand in diesem Thread die Ausweisungen von deutschen Staatsbürgern gefordert. Als Lehrkraft sollte dir bewusst sein, dass jemand mit deutschen Pass deutscher Staatsbürger ist. Wir sprechen die ganzen über Asylbewerber/Migranten. Übrigens stellt meine Forderung in groben die aktuelle Gesetzeslage da. Die musst du persönlich nicht gut finden, aber deswegen muss man es nicht als undifferenzierte Meinungsäußerung abtun. Die Maßnahmen wurden bereits 2016 beschlossen bzw. verschärft. Es wird nur nicht konsequent umgesetzt. Ein Grund dafür ist sicherlich auch der Personalmangel.
    Statt das ganze abzutun, wäre es sicherlich produktiver, wenn du Sachargumente bringen würdest. Genau dein Verhalten ist nämlich typisch für die Argumentation der AfD. Keine Argumente oder Fakten.

  • Ja, in gewissen Bereichen (Berufswahl, Freizügigkeit, ...) stimmt das.

    In Bezug auf die Forderungen nach "unterschiedlicher sozialer und pädagogischer Unterstützung bis hin zur Nichtgewährung von entsprechender Unterstützung und Ausweisung" von Maylin würde ich aber eher mal einen Blick auf Artikel 3 werfen:

    Viel eindeutiger geht es eigentlich nicht.

    Es ist aber schon heute Fakt, dass Asylbewerber beispielsweise Anspruch auf weniger ärztliche Leistung haben als Staatsbürger. Ich hatte vor kurzem im Verein den Fall, dass sich ein Betreuer bitterlich beschwert und mit Klage gedroht, weil er auf einer Veranstaltung kein Einzelzimmer bekommen kann. Als Schwerbehinderter mit amtlichen Ausweis dürfte er nicht benachteiligt werden und er bräuchte nun mal eines aus gesundheitlichen Gründen.

    Man müsste also mal überlegen, wo Benachteiligung anfängt. Ich meine es ist uns doch allen klar, dass Schüler mit Migrationshintergrund in der Schule benachteiligt werden. Dazu kommt, dass Sprachfördermaßnahmen aufgrund von Personalmangel ausfallen. Gleiches gilt in der Inklusion. Nach der Rechtsauffassung des Frosches müsste der Dienstherr so viel Mittel zur Verfügung stellen, dass niemand benachteiligt ist.

  • Hallo Tom,

    mir wäre es absolut neu, dass alle Schüler mit Migrationshintergrund in der Schule benachteiligt werden.

    Er hat keinen All-Quantor verwendet.

    Und inhaltlich gibt es da schon eine Benachteiligung. Sei es nur aus systemischen Gründen.

  • Dann bitte mal die offizielle Definition anschauen: als Migrationshintergrund zählt, wenn der Mensch in Deutschland geboren ist und ein Elternteil zugewandert ist.

    Tochter in Deutschland geboren, Vater Deutsch, Mutter aus USA oder F eingewandert: Migrationshintergrund. Wo ist da eine Benachteiligung?

    Da müssen wir schon a bissle genauer sein: wer Deutsch als Zweitsprache lernt, wer sozioökonomische Probleme hat etc.

  • Da müssen wir schon a bissle genauer sein: wer Deutsch als Zweitsprache lernt, wer sozioökonomische Probleme hat etc.

    Wenn wir der Argumentation des Frosches folgen, müssen wir nicht genauer sein. Da jede Art von Benachteiligung aufgrund der Herkunft oder einer Behinderung verboten ist. Trotzdem haben wir sie in der Praxis. Also stellt sich mir die Frage, wo die rechtlichen Grenzen liegen. Das weiß ich selbst auch nicht. Aber du bekommst beispielsweise als Asylbewerber auch nicht die vollen ärztlichen Leistungen wie ein Bürgergeldempfänger bezahlt. Es scheint also durchaus legale Grenze zu geben, wo Benachteiligung im Sinne des Grundrechte anfängt. Die Ausweisung von Schwerkriminellen Asylbewerbern ist schon 2016 verschärft worden. Die gesetzlichen Möglichkeiten sind also durchaus da. Sie werden in der Praxis allerdings wenig genutzt. Ein Aspekt ist dabei sicherlich auch, dass die Herkunftsländer als nicht sicher gelten. Das wäre ein Aspekt, den ich gelten lassen würde. Da der Asylbewerber bereits durch etliche sichere Länder auf den Weg zu uns gereist ist, wird er sicherlich eine Alternative zu seiner Heimat finden.

  • Hier ging es nicht um Ausweisung, sondern um Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund im Schulsystem.

    Und da gilt: Nicht jeder Migrationshintergrund verschafft einen Nachteil.

    Um wieder in die Diskussion einzusteigen: wenn wir Migration sinnvoll gestalten würden, dann könnten wir auch die Nachteile lindern, zum Beispiel durch genügend zusätzliche Sprachkurse, bessere Betreuung, kleinere Klassen.

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