Umgang mit (Abi-)Pflichtlektüren (Anlass: Deutsch-Abitur NRW, aber egal)

  • On Topic : Mir fiel in diesem Zusammenhang ein, dass in meiner Schulzeit (kath. Mädchengymnasium 70er) ein Film über die Befreiung der KZs durch die Amis angesehen werden musste.
    War bei mir in der 10. Klasse und ich fand es echt heftig, hat mich nachhaltig beeindruckt und auch meine ethische und politische Haltung mitgeprägt.
    Es gab bei uns keine, die das wegen eines Traumas getriggert hätte, aber wir waren auch ganz gut vorbereitet. Gleichwohl war es doch sehr verstörend, viele haben geweint und manche mussten den Raum verlassen.

    Die Weisheit des Alters kann uns nicht ersetzen, was wir an Jugendtorheiten versäumt haben. (Bertrand Russell)

  • Ich habe lange überlegt, ob ich schreiben soll, weiß vom Unverständnis meiner Deutschkolleginnen, wenn ich es anspreche, mich hat ein Buch in der Schule verstört, es war Krabat, dass auch heute noch bei uns in der 6. Klasse gelesen wird. Ich konnte wochenlang nicht alleine schlafen, hatte Alpträume, mein Vater musste auf die Couch im Wohnzimmer ausweichen, ich schlief neben meiner Mutter im Ehebett und habe sie mehrmals geweckt. Mein Deutschlehrer hat es nie erfahren, meine Eltern waren zwar wütend, wie ich später erfuhr, aber sie rannten nie zum Lehrer (andere Zeiten).

    Warum ich jetzt schreibe, ihr steckt nicht drinnen, wisst nicht, wie einzelne reagieren. Oliver Twist im selben Schuljahr gelesen hat mich auch beeindruckt, genau wie der genannte Film von der Befreiung Ausschwitz (da war ich 4 Jahre älter). Aber mein Vater durfte in seinem Bett schlafen.

    Meine Beiträge werden auf einer winzigen Tastatur eines Smartphones mit Autokorrektur geschrieben. Bitte entschuldigt Tippfehler. :mad:

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