Frust über Ablehnung von Stundenplanverbesserung

  • Ich habe ebenfalls unter 8 Schulleitungen bisher gearbeitet und auch wenn es Schulleitungen gab, wo ich nicht traurig war, dass mein Vertrag zu Ende war, war das eher einer Charaktereigenschaft, welche die Führungspersönlichkeit beeinträchtigte, als reine Kompetenzlosigkeit.
    Nur weil jemand Kommunikation nicht als größte Stärke hat, heißt es nicht, dass er keine menschliche Fähigkeiten hat, es beeinträchtigt durchaus den Ablauf, aber nicht in dem Ausmaß, dass die Person hätte nicht ausgewählt werden dürfen. Bei der Bandbreite an Lehrkräften würden auch viele durch so ein enges Raster wegfallen, das viele sich für SL wünschen.

    Ich würde da bei anderen Kompetenzbereichen mitgehen. Bei Kommunikation sehe ich das entschieden anders.

    Kommunikation halte ich für eine Schlüsselkompetenz für Schulleitungen. (Dass Lehrkräfte das ebenfalls beherrschen sollten, steht außer Frage.) In der Rolle und in der Funktion, in der ich als Schulleitung bin, ist Kommunikation nicht per se wichtiger, aber komplexer, weil ich häufiger als vorher und darüber hinaus in anderen, mitunter auch weniger angenehmen Zusammenhängen mit SchülerInnen, Eltern und KollegInnen, aber auch außerschulischen Partnern kommunizieren muss.
    Misslungene bzw. nicht gelingende Kommunikation hat dann auch ganz andere Wirkungen und Folgen.

    Gruß
    #TheRealBolzbold

    Ceterum censeo factionem AfD non esse eligendam.

  • Meinem derzeitigen Schulleiter würde ich nun auch nicht Kommunikationsstärke als seine größte Stärke attestieren (was ja nun nicht heißt, dass sämtliche Kommunikation mit ihm nicht möglich ist oder misslingt, sondern dass diese m. E. teilweise verbesserungswürdig ist). Nichtsdestotrotz würde ich ihn keinesfalls als "kompetenzlosen", ungeeigneten Schulleiter bezeichnen, denn in anderen Bereichen hat er große Stärken.

    to bee or not to bee ;) - "Selbst denken erfordert ja auch etwas geistige Belichtung ..." (CDL)

  • Ich denke, hier kommt es auf das Team an. Wenn Menschen mit unterschiedlichen Stärken (und Schwächen) sich dieser bewusst sind und entsprechend ihre Arbeit aufteilen, kann das gelingen.

    Gruß
    #TheRealBolzbold

    Ceterum censeo factionem AfD non esse eligendam.

  • Klar, auch das! Unsere stellvertretende Schulleiterin und auch einige Mitglieder der erweiterten SL sind mMn durchaus "kommunikationsstärker" als der Schulleiter.

    to bee or not to bee ;) - "Selbst denken erfordert ja auch etwas geistige Belichtung ..." (CDL)

  • Wie ist der Fall ausgegangen?

    Habe bei uns durchaus mitbekommen, wie von oben herab Tauschoptionen abgelehnt wurden. In erster Linie, wenn Kollegen irgendwie negativ aufgefallen sind. Ein Kollege ist mal erwischt worden, wie er Schüler früher nach Hause geschickt hat.

    Änderungswünsche bezüglich seines Stundenplans wurden später abgelehnt, weil der Plan so bleiben soll. Ohne weitere Begründung für den Kollegen. Im schwachen Moment hat sich aber der Abteilungsleiter selbst verraten, warum die Wünsche abgelehnt wurden.


    Letztendlich führt das Verhalten von oben herab stets zu Frust mit entsprechendem Verhalten.

  • Ich kann so etwas nicht nachvollziehen. Ein Stundenplan ist doch kein Rache- oder Sanktionsinstrumentarium.

    Aber es gibt halt Leute, denen man Wünsche gern erfüllt - und solche, bei denen man sich weniger Mühe gibt. Das hat meist Gründe. Oft sogar nachvollziehbare.

  • dass man sich keine Mühe gibt, okay.
    Dass man aber die auf einem Silbertablett vorgekaute Arbeit ablehnt?! nicht nachvollziehbar...

    Ja. Ich weiß tatsächlich von Fällen, wo offensichtlich reine Nickeligkeit dahintersteckte. Von daher würde ich so was nicht aus der Ferne beurteilen. Stundenplan ist immer eine komplexe Sache aber auch ja, es gibt komische Leute und ihre Animositäten und Konflikte.

  • Puh, wenn Du hier nicht schon geschrieben hättest, würde ich das glatt für einen Schülerbeitrag halten vom Duktus her.

    ...

    Der letzte Satz mit den Direktorinnen klingt für mich sehr kindisch formuliert. Nur so viel: Dass eine Schulleiterin nicht ihrer Stellvertreterin in den Rücken fällt, sollte selbstverständlich sein - und wie die beiden das dann im stillen Kämmerlein klären, ist eine andere Sache.

    Dachte dasselbe wie Schmidt: Wieso ist die Frage der TE kindisch, das Verhalten der Schulleitungen aber selbstverständlich hinzunehmen als über den Dingen stehend?

    Ich würde bei einer freundlichen Nachfrage mit vorher ausgeklügeltem Tauschwunsch auch zumindest eine Erklärung erwarten, warum es nicht geht, damit nicht der Eindruck von Willkür entsteht. Und wenn es nur ein ehrliches "tut mir leid, ich schaffe es derzeit nicht" ist.

  • Der muss Zeit gehabt haben...

    Nein, überhaupt nicht, er kann auch einfach überhaupt keine Rücksicht auf eine Person nehmen und spart dadurch Zeit. Einfach am Schluss hinten noch eine Stunde anhängen, schon ist es der dritte Tag bis 16 Uhr und 6 Hohlstunden bei TZ. Scheiß Plan ohne Aufwand.

  • Hatte ich auch schon, tatsächlich, hab mich dann selbst um einen Tausch bemüht, der gnädig abgenickt wurde.

    Es war der Schulleitung einfach egal, wie gut mein Stupla ist, sie machte schöne Stupläne für andere Kollegen, da zog ich den Kürzeren.

    Er war also nicht absichtlich blöd, sondern nur als Ergebnis andrer Planungen.

    Ich finde, dass macht schon einen Unterschied in der Formulierung, im Vorwurf.

  • Dachte dasselbe wie Schmidt: Wieso ist die Frage der TE kindisch, das Verhalten der Schulleitungen aber selbstverständlich hinzunehmen als über den Dingen stehend?

    Quittengelee

    Darauf kann ich Dir leider keine Antwort geben, da ich nur das erklären kann, was ich geschrieben habe und nicht das, was Du interpretierst.
    Ich habe geschrieben, dass die Formulierung des TE kindisch klingt.

    Ich würde bei einer freundlichen Nachfrage mit vorher ausgeklügeltem Tauschwunsch auch zumindest eine Erklärung erwarten, warum es nicht geht, damit nicht der Eindruck von Willkür entsteht. Und wenn es nur ein ehrliches "tut mir leid, ich schaffe es derzeit nicht" ist.

    Ja, da bin ich bei Dir.

    Gruß
    #TheRealBolzbold

    Ceterum censeo factionem AfD non esse eligendam.

  • Hatte ich auch schon, tatsächlich, hab mich dann selbst um einen Tausch bemüht, der gnädig abgenickt wurde.

    Es war der Schulleitung einfach egal, wie gut mein Stupla ist, sie machte schöne Stupläne für andere Kollegen, da zog ich den Kürzeren.

    Er war also nicht absichtlich blöd, sondern nur als Ergebnis andrer Planungen.

    Ich finde, dass macht schon einen Unterschied in der Formulierung, im Vorwurf.

    Oder es ist das Ergebnis einer Entscheidung, welcher/welchem von zwei KollegInnen man nun die siebte Stunde nachmittags geben muss und welcher/welchem nicht. Solche Entscheidungen mag ich als Verantwortlicher überhaupt nicht.

    Gruß
    #TheRealBolzbold

    Ceterum censeo factionem AfD non esse eligendam.

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