Beamte auf Probe und Mutter-Kind-Kur

  • Eine Kur ist planbar. Und da nimmt man natürlich den Termin, wo der verbleibende Partner Urlaub nehmen kann.

    Und warum muss die Schule sprich der Arbeitgeber der Mutter Rücksicht auf den Arbeitgeber des Vaters nehmen?

    Hat die Unterrichtsversorgung nicht eigentlich einen höheren Stellenwert als die Urlaubsplanung des Vaters?

  • Es wäre schon cool, wenn ich nach einer dreiwöchigen Grippe in die Schule käme und die Schüler selbständig oder mit einem Fachkollegen die Inhalte, die laut meinem Stoffverteilungsplan für die Stunden geplant waren, erfolgreich bearbeitet hätten. Dann könnte ich ohne Zeitdruck weiterarbeiten und im Optimalfall wäre auch jede Klassenarbeit, die für diese Zeit eingetragen wäre, von der Vertretung erstellt, beaufsichtigt und korrigiert worden. +träum*

    Wir sind sogar dazu aufgefordert den Stoffverteilungsplan hochzulagern. Für den Fall dass wir (länger) ausfallen, aber natürlich denkt die Schulleitung eher an den WorstCase, in dem man bis zur Noteneingabe nicht mehr verfügbar ist. Und natürlich ist es wesentlich sinnvoller, wenn derjenige, der den Unterricht gegeben hat auch die Klassenarbeit und einen guten Erwartungshorizont erstellt. Wenn das aber zufällig schon vorhanden wäre, wäre die Fremdkorrektur durchaus möglich.

    Tatsächlich ist es aber so, dass von uns bei Krankheit an Unterrichtstagen erwartet wird, genug Puffer zu haben, dass wir trotzdem alle Bildungsplaninhalte abdecken können. Und ich selbst sehe es wie chilipaprikaso, dass ich mir das Leben leichter mache, wenn ich mit vertretbarem Aufwand Aufgaben stellen kann, welche die Schüler alleine bearbeiten können. Fachkompetente Vertretung ist bei uns für einzelne Stunden nämlich auch Glückssache. Und bei Krankheit an unterrichtsfreien Tagen reduziert sich mein Arbeitspensum kein bisschen. Wenn ich Unterricht vorbereiten wollte, muss ich es später trotzdem tun, und wenn ich korrigieren wollte, darf ich den Korrekturstapel auch nicht einfach bei der Schulleitung abgeben, damit sie eine Vertretung organisiert.
    Ich soll einfach effizienter arbeiten und meinen Unterricht in weniger Zeit vorbereiten.

    Genau das gleiche gilt für eine Kur.

    LG DFU

    Einmal editiert, zuletzt von DFU (27. September 2026 21:00)

  • Und warum muss die Schule sprich der Arbeitgeber der Mutter Rücksicht auf den Arbeitgeber des Vaters nehmen?

    Hat die Unterrichtsversorgung nicht eigentlich einen höheren Stellenwert als die Urlaubsplanung des Vaters?

    Stellst du dich extra so dumm? Das hat doch nichts mit Urlaubsplanung oder Wünschen zu tun. Wenn es in den Ferien einw Urlaubssperre gibt, sind da Kinder unbeaufsichtigt. Der Vater will ja nicht nach Mallorca fliegen, sondern seiner Aufsichtspflicht nachkommen

  • Das ist aber nicht das Problem eines Arbeitgebers, sondern der Familie, die das dann notfalls halt mit bezahlter Betreuung lösen muss. Ich sehe ehrlich gesagt auch nicht, wieso das ein Grund für einen für den Arbeitgeber nachteiligen Termin sein sollte.

  • Stellst du dich extra so dumm? Das hat doch nichts mit Urlaubsplanung oder Wünschen zu tun. Wenn es in den Ferien einw Urlaubssperre gibt, sind da Kinder unbeaufsichtigt. Der Vater will ja nicht nach Mallorca fliegen, sondern seiner Aufsichtspflicht nachkommen

    Ja, und in der Schule ist auch in der Schulzeit Urlaubssperre. Wieso ist für dich in Ordnung in der Schule zu fehlen aber der Vater kann nicht fehlen.

    Beide Arbeitgeber sagen dir anscheinend, dass es in der Zeit keinen (Sonder)urlaub gibt. Warum muss die Schulen dann Rücksicht auf den Arbeitgeber des Mannes nehmen? Leben wir in den 50er, wo Frauen als Männer zweiter Klasse behandelt werden?

  • Das ist aber nicht das Problem eines Arbeitgebers, sondern der Familie, die das dann notfalls halt mit bezahlter Betreuung lösen muss. Ich sehe ehrlich gesagt auch nicht, wieso das ein Grund für einen für den Arbeitgeber nachteiligen Termin sein sollte.

    Warum interessiert dich, was für deinen Arbeitgeber/Dienstherren vorteilhaft ist? Im Ernstfall interessiert den auch nicht, was für dich vorteilhaft ist.

  • Warum interessiert dich, was für deinen Arbeitgeber/Dienstherren vorteilhaft ist? Im Ernstfall interessiert den auch nicht, was für dich vorteilhaft ist.

    Darum geht es doch gar nicht. Es ist doch keine freie Entscheidung. Die Vorgaben beider Arbeitgeber lassen sich nicht in Einklang bringen. Entweder muss die Familie das Problem lösen oder ein Arbeitgeber hat ein Problem.

  • Warum interessiert dich, was für deinen Arbeitgeber/Dienstherren vorteilhaft ist? Im Ernstfall interessiert den auch nicht, was für dich vorteilhaft ist.

    Als Kollege interessiert mich natürlich auch, dass solche Dinge so gelöst werden, dass sie das System möglichst wenig belasten. Dienstliche Belange sollten hier meines Erachtens über privaten Präferenzen und Organisationproblemen stehen.

  • Darum geht es doch gar nicht. Es ist doch keine freie Entscheidung. Die Vorgaben beider Arbeitgeber lassen sich nicht in Einklang bringen. Entweder muss die Familie das Problem lösen oder ein Arbeitgeber hat ein Problem.

    Doch sicher. Wenn die Kur nur außerhalb der Ferien möglich ist, dann ist das so.

  • Doch sicher. Wenn die Kur nur außerhalb der Ferien möglich ist, dann ist das so.

    Was willst Du damit sagen? Die Kur ist nur außerhalb der Ferien möglich, weil das besser in die Urlaubsplanung des Arbeitgebers des Vaters passt?
    Grundsätzlich können solche Sachen in Härtefällen in Einzelfällen eine Rolle spielen.

    Allerdings ist es grundsätzlich nicht Aufgabe der Schule die Betreuung der Kinder sicherzustellen. Insbesondere nicht bei einer Mutter-Kind-Kur. Hier sind erstmal die Eltern in der Pflicht und zweiter Instanz ist der Arbeitgeber des Vaters ebenso in der Pflicht. Oder kennst Du ein Rechtsquelle, die besagt, dass für die Beaufsichtigung der Kinder erstmal die Mutter zuständig ist. Man würde wahrscheinlich auch erstmal die Frage stellen, ob es nicht andere Möglichkeiten gibt. Wie machen es alleinerziehende Väter? Ein Freund ist alleinerziehend und arbeitet Teilzeit. Was ist, wenn sein Kind auf Kur fährt? Muss das dann trotzdem die Mutter mit, obwohl das Kind nicht bei ihr lebt?

  • Stellst du dich extra so dumm?

    Wahrscheinlich nicht.

    Hey, ich hab noch nie ne Reha gemacht, aber ich kriege richtig Lust, eine zu beantragen und den Termin dann auf die Wochen vor den Winterferien zu legen. Dann komme ich um die Zeugnisschreiberei drumrum und buche gleich im Anschluss einen Ski-Urlaub. Nur weil ich's kann. Also Skifahren nicht, aber Après-Ski geht ja auch so. Herrlich.

  • Wahrscheinlich nicht.

    Hey, ich hab noch nie ne Reha gemacht, aber ich kriege richtig Lust, eine zu beantragen und den Termin dann auf die Wochen vor den Winterferien zu legen. Dann komme ich um die Zeugnisschreiberei drumrum und buche gleich im Anschluss einen Ski-Urlaub. Nur weil ich's kann. Also Skifahren nicht, aber Après-Ski geht ja auch so. Herrlich.

    Es ist ja nun nicht so, dass Reha Termine auf Bäumen wachsen oder zusätzlicher Urlaub wären.

  • nein, sorry. Da gehe ich nicht mit.
    Selbst an einer Erwachsenenschule.
    Ich kann sagen, ich muss nicht ausbaden, dass das System keine Vertretung hat, aber ich rede nicht von monatelangem Ausfall, sondern 1-2 Wochen Grippe oder Ähnliches. Wenn ich das schon habe (und ICH habe es in der Regel schon, leider nicht immer), dann lieber schnell anpassen und schicken. Nur bei Krankheit gerät natürlich die Vorbereitung der späteren Stunden.
    Aber "deren Verantwortung", nee. und auf keinen Fall in der allgemeinbildenden Regelschule.

    Doch, an jeder Schule. Wenn du 1-2 Wochen Grippe hast, hast du 1-2 Wochen Grippe.

    Sollen die Schüler doch heutzutage Chatty mal sinnvoll nutzen. Als könnte man die paar Stunden nicht noch aufholen, da muss halt mal was nach Hause ausgelagert werden.

  • Letztlich machen es doch viele von uns so. Wenn wir krank sind oder aus anderen Gründen nicht da sind, kümmern wir uns um die Vertretung. Ich habe auch schon genug Lehrkräfte erlebt, die während ihrer Krankheit von zuhause den Unterricht geplant und täglich neue Aufgaben geschickt haben.

    Wenn das passt, ist das auch alles für mich vollkommen ok. Die Schüler profitieren, die Vertretung profitiert und Lehrkraft zuhause bekommt es anscheinend auch hin ohne ihre Genesung zu gefährden.

    Aber hier ging es um die Diskussion, wenn man das zeitlich nicht schafft. Und dann ist es nicht das Problem der Lehrkraft. Der Dienstherr möchte, dass ich in den Ferien fehle, weil er Unterrichtsausfall vermeiden möchte. Das kann ich nachvollziehen. D.h. Priorität 1 ist, dass die Kinder während der Schulzeit betreut sind. Ich schreibe extra betreut. Wenn dann die Ferien (zum Teil) wegfallen, weil ich dort auf Kur bin, dann fallen aber auch die Tätigkeiten, die ich dort mache weg. Dann muss der Dienstherr sich etwas einfallen lassen. Und da ist die Mehrheit der Lehrkräfte einfach zu nett. Die armen Kinder und es geht ja nicht. Und wie soll die Schulleitung das machen. Das ist alles nicht relevant. Wenn ich die Ferien auf Kur bin, kann ich halt keine Arbeiten korrigieren. Das teile ich der Schulleitung mit. Und wenn ich wieder da bin und schon 30-40 h brauche, um meinen Unterricht zu erteilen und vorzubereiten, dann kann ich auch da nicht viele Stunden für Korrekturen aufwenden. Das müsste man ganz sachlich einfach mitteilen. Und dann muss die SL im Zweifel entscheiden, welche Aufgaben Priorität haben. Vielleicht ist auch schon geholfen, wenn dann Konferenzen oder Arbeitsgruppen wegfallen. Notfalls muss die SL die Kollegen für 2-3 Tage ausplanen und mit Korrekturen betrauen.

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