Fächerwahl nachträglich revidieren?

  • Oben wurde ja geschrieben, dies sei ein Denkfehler und würde als "Arbeitszeit" gelten. Na gut, da ich meine "Arbeitszeit" verkürze, wenn ich weniger korrigiere, ist ja dann irgendwie doch meine Freizeit, die ich dadurch jedenfalls verlängern kann.

    Das ist dein Denkfehler: dass du meinst, du hättest ohne Korrekturen in der SEK I einfach eher frei. Weil du anscheinend denkst, dass der Lehrerberuf nur aus Unterrichtsvor- und nachbereitung besteht.
    Ich spoilere mal: Nein. Das ist nicht so.

  • Da einige Kommentare darauf eingegangen sind, hier kurz meine Einstellung zum Lehrberuf: Ich habe Lust, Jungen und Mädchen/Jugendlichen etwas beizubringen und mit ihnen zu arbeiten.

    Aber bitte nur bis 13 Uhr. Das stört sonst meine Freizeit.

    Sorry, kann ich mir nicht verkneifen. Aber der Eindruck entsteht bei mir aufgrund deiner Beiträge.

  • Mein Eindruck ist jedoch, dass die SuS mäßig motiviert sind. Das führt dazu, dass ich selbst auch keine Lust habe, stundenlange Unterrichtsvorbereitung zu investieren, wenn wenig zurückkommt.

    So wird das eine selbsterfüllende Prophezeiung. Diese Haltung garantiert nahezu geringe Motivation bei den Schülern. Das merken die in 30s, wenn du in die Klasse kommst.

    Zitat

    Ich habe von Lehrern gehört, die bereits länger im Beruf sind, dass sie ihre Unterrichtsplanung quasi vom Weg Lehrerzimmer - Klassenraum machen. Ja, ist nicht optimal. Gleichzeitig denke ich, dass das okay ist, wenn der Unterricht einigermaßen ist und die SuS etwas mitnehmen - alles würden sie sowieso nicht mitnehmen, egal, wie lange die Vorbereitungszeit.

    Für einzelne Stunden mag das in Einzelfällen mal vorkommen.
    Als grundsätzliche Arbeitshaltung: Beruf verfehlt. Der Unterricht entspricht dann fast immer nicht den Anforderungen.


    Ansonsten zum kompletten Fachwechsel:

    Das macht immer nur dann Sinn, wenn man ein Unterrichtsfach möglichst sicher nicht unterrichten will. (Und selbst dann kann es einen je nach Schulform fachfremd treffen)
    Sobald du allerdings ein Fach abgeschlossen hast, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass du es auch irgendwann unterrichten wirst/musst.

  • sowohl du in NRW als auch der Kollege in Hessen habt eine 41-Stunden-Woche ;)

    Je nach Alter, Beschäftigungsart und Bundesland bewegt sich das irgendwo zwischen 39 und 41 Stunden (für Beamte in BY und TH glaube ich 42?), ich wollte da einen groben Mittelwert nehmen. 🙂 Pi mal Daumen halbe-halbe zwischen Klassenraum und Rest.

  • aber der Kollege sollte schon wissen, wie es für ihn aussehen wird, also falls er sich noch für die Schule entscheidet.

    Ich wage zu behaupten, dass es für eine im Studium befindliche, angehende Lehrkraft nicht entscheidend ist, ob die Arbeitszeit formal jetzt 39 oder 41 Wochenstunden beträgt. Entscheidender ist da eher schon jetzt der Hinweis, dass es im Lehrberuf (noch) keine Zeiterfassung gibt und so die einzelne Lehrkraft selbst darauf achten muss, dass der aufgebrachte Zeitaufwand für die Arbeit außerhalb der Unterrichtsstunden (Vorbereitung, Korrekturen, Elternarbeit, Unterrichtsausflüge, Konferenzen) verhältnismäßig bleibt.

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