Beiträge von Maylin85

    Naja. Wenn man bedenkt, wie oft man in Klassen reinläuft, in denen der Vorgängerkollege x Rechtschreibfehler an der Tafel hinterlassen hat.. oder wie viele Fehler sich auf unserer Schulwebsite finden.. oder dass die Schulmails der Schulleitung so gut wie nie ohne Fehler auskommen (Fakultas Deutsch btw.).. dann ist das schon irgendwie bedenklich.

    Und die Generation Schreiben nach Gehör ist ja noch gar nicht in den Kollegien an den Schulen angekommen.

    Wenn es eine Dienstveranstaltung ist, müsste aber auch offiziell dazu eingeladen werden und es müssten Fahrtkosten erstattet werden. Über die Schiene hab ich mich rausgezogen, als ein Lehrerausflug mal mit einem Konzert kollidiert ist, das mir wichtiger war, und meine Schulleitung mich nicht beurlauben wollte.

    Ich finde, dass nicht die Schule für den Medienkonsum der Schüler verantwortlich ist und solche Dinge auffangen muss, sondern dass das in den elterlichen Verantwortungsbereich gehört. Wir haben in Klasse 6 eine Projektwoche zum Thema Soziale Medien, wo solche Dinge angesprochen werden - das muss dann aber auch nicht reichen. Ich kann ja nicht bei jedem kursierenden Video Ansprachen halten. Und letztlich, auch wenn es vielleicht etwas unsensibel klingt -> wenn man irgendwelche Sachen anklickt, muss man auch selbst Bewältigungsstrategien finden oder sich eben (falls das nicht gelingt) selbstständig Hilfe suchen. Das ständige in-Watte-packen empfinde ich eher als kontraproduktiv und würde es im schulischen Kontext ungerne noch auf privaten Medienkonsum ausdehnen wollen.

    Man kann das doch überhaupt nicht pauschalisieren. Viele arbeiten im Studium in außerschulischen Bereichen oder haben enge Verwandte, Freunde, whatever, die Einblicke in außerschulische Bereiche eröffnen. Umgekehrt muss eine vorgeschaltete Berufsausbildung oder ein Pratikum auch nicht unbedingt einen Wahnsinnseinfluss auf die Persönlichkeitentwicklung haben. Man wächst in seine Jobs schon rein, wenn die Notwendigkeit dafür besteht.

    Ich habe aus meiner Ausbildung und meinen Studentenjobs mitgenommen, dass kein Unternehmen der Welt so ineffizient arbeiten würde/könnte wie es Schulen tun, aber diese Erkenntnis bringt mir im Schulalltag auch herzlich wenig.

    Eben... und über das, was andere entscheiden, darf man sich doch bitte wenigstens mal ein bisschen echauffieren, wenn es so offensichtlich fahrlässig wirkt, wie in diesem konkreten Fall in meinem Kurs gerade 🙄

    Übrigens sehen die Schüler das auch ähnlich. Ich sage in der Schule zu diesem Thema ja überhaupt gar nix und halte mich extrem bedeckt; von einer Mitschülerin fiel in Bezug auf den Umgang mit dem aktuellen Fall das Wort "respektlos" gegenüber allen, die zu Hause Risikopatienten sitzen haben. Mich nervt gerade einfach, dass die Atmosphäre in der Schule insgesamt eher bescheiden ist und dass ich in diesem Schuljahr auch irgendwie keinen Rythmus und keinen Zugang finde, wie man unter diesen Umständen ansprechenden Unterricht gestaltet. Es ist einfach nur anstrengend und nervig. Würde man einfach mal ne Woche konsequent quarantänisieren und dann vernünftig weitermachen können, wäre es wahrscheinlich alles ein wenig einfacher und die allgemeine Anspannung ließe ein wenig nach.

    Ich trage auch in fast allen Klassen FFP2, habe dabei aber das Problem, dass die so gut sitzen, dass ich damit nicht sprechen kann. Denn sobald sich das Kinn bewegt, rutscht sie oben über die Nase und das ist ja nicht der Sinn der Sache. Muss mal schauen, ob es unterschiedliche Größen gibt und sich das lösen lässt.


    Zum ersten Teil: eben, und genau diese Entscheidungen des Gesundheitsamtes finde ich komisch. Wie gesagt, Schüler erzählt von der gemeinsamen Autofahrt 2 Tage vor positivem Coronatest und das wird nicht als relevant eingestuft. Finde ich halt nicht so wahnsinnig beruhigend und überzeugend.

    Bist Du denn betroffen? Es kann Dir eigentlich total egal sein, wenn Deine Schüler sich gegenseitig fleissig infizieren. Hauptsache es trifft Dich nicht und dafür kannst Du im Zweifelsfall selbst Sorge tragen. Das ist aber etwas, was einige hier nicht recht verstehen wollen. Es geht überhaupt nicht darum zu verhindern, dass Jugendliche sich infizieren. Es geht darum den Schulbetrieb aufrechtzuhalten und darum, dass wir Lehrpersonen möglichst nicht in Mitleidenschaft gezogen werden. Ich schrieb es an anderer Stelle schon einmal: Sieh zu, dass in Deiner unmittelbaren Umgebung alle gebotenen Regeln eingehalten werden. Alles andere geht Dich nichts an.

    In der Theorie völlig richtig, in der Praxis halten sich die Möglichkeiten des Eigenschutzes imo in Grenzen und es wäre halt sehr nett, wenn zumindest bestätigte Kontakte von positiv Getesteten mal eine Wochen zu Hause blieben.

    Och Leute... ich rede nicht von irgendwelchen geheimen Weisungsverschwörungen, ich meine lediglich Richtlinien, die im Umgang mit Schulkindern andere Maßstäbe anlegen als im Umgang mit Erwachsenen. Da höre ich nämlich nach wie vor rigoroseres Vorgehen was Quarantäneanordnungen betrifft.

    Und das fändest du schlimm?

    Wir wollen doch so viel Normalität und so viel Präsenzunterricht wie möglich für so viele SuS wie möglich. Du nicht?

    Nein, ICH will das ganz sicher nicht. Nicht, dass es irgendwie relevant wäre, was ich will, aber wenn du halt schon fragst: ICH "will", dass auch im schulischen Kontext das Infektionsgeschehen und der bestmögliche Infektionsschutz für alle Beteiligten die Leitprämisse der Entscheidungsträger ist - so wie in fast allen anderen Bereichen des öffentlichen Lebens halt auch. Wollsocken hat natürlich völlig Recht, dass andere gesellschaftliche Interessen dem entgegenstehen, aber als unmittelbar Betroffener darf ich das wohl kritisieren und sehr fragwürdig finden.

    Just for the record, ich werfe niemandem vor seinen Job nicht richtig zu machen oder es "besser" zu können. Ich habe nur den Eindruck, dass hier auch klare politische Interessen eine Rolle spielen und würde hochspannend finden, welche Weisungen so an die Gesundheitsämter rausgegangen sind..

    Wenn die Schüler selbst erzählen, dass sie zusammen im Auto unterwegs waren, aber das Gesundheitsamt sich trotzdem rein für Sitzpläne im Unterricht zu interessieren scheint, erscheinen mir deren Kriterien aber vorsichtig ausgedrückt manchmal etwas unverständlich. Ja, mir ist bewusst, dass da auch die Dauer des Kontakts usw. in die Bewertung hereinspielen, trotzdem bleibt aber der Eindruck, dass einige Entscheidungen maßgeblich von der Prämisse getrieben sind, möglichst wenig Schüler aus den Schulen zu nehmen.

    Ich finde es sinnvoll, um das Risiko zu minimieren, dass sich Schulen zu Hotspots entwickeln. Findet man (auch symptomlos) infizierte Lehrer, reduziert jeder Treffer das Risiko des Spreadings in die Schülerschaft. Ja, als einzige Maßnahme finde ich das auch etwas dürftig und man kann sicher diskutieren, ob andere Berufsgruppen nicht mindestens genauso exponiert sind und getestet werden sollten. Aber es ist halt der einzige Gradmesser, den wir überhaupt haben, um etwaiges Infektionsgeschehen an der Schule aufzudecken.

    Ist bei uns genauso, nur dass wir die Fälle aktuell in der Oberstufe haben und in jedem Kurs ein paar Schüler fehlen. Ich hab doch arge Zweifel, dass es ausreicht, nur die unmittelbaren Sitznachbarn in Quarantäne zu schicken - ist ja nicht so, als gäbe es es außerhalb des Unterrichts keine direkten Kontakte. Man darf gespannt sein.

    Alles Gute euch!

    Mal ganz doof gefragt, steht sowas Elementares wie die Notenzusammensetzung nicht in der Studien- oder Prüfungsordnung?

    Wie auch immer, der TE helfen Hinweise darauf, was sie evtl. verpennt hat, jetzt auch nicht weiter.

    Ich denke, man sollte sich bei den Voraussetzungen ggf. auf viele Jahre Vertretung einstellen oder halt wirklich ganz gezielt sein Profil schärfen. Ein (gesuchtes) Drittfach wäre sicherlich attraktiv, wenn man es zeitlich noch unterbringen kann.

    Nein, tust du eben nicht! Und das machst du eben vorsätzlich, was ich so unfassbar finde! [... Beleidigung entfernt, Kl l. Gr. Frosch...]

    Na dann hätte ich mal bitte gerne erläutert, was an einem anderen Sitzplatz (denn um mehr geht es ja faktisch gar nicht) nun so wahnsinnig ausgrenzend sein soll. Wie gesagt -> Beschulung verläuft gleichermaßen und ich bin professionell genug nicht durchschimmern zu lassen, dass ich das Verhalten des Schülers und sehr wahrscheinlich auch die häusliche Prägung dezent asozial finde.

    Nebenbei bemerkt ist es meinem Verständnis nach auch durchaus pädagogisch begründbar eine Regelung zu treffen, bei der die anderen Schüler sich geschützter fühlen können.

    Aber um dich abschließend zu beruhigen: selbstverständlich halte ich mich an geltende Vorgaben. Ich darf sie aber trotzdem unter aller Sau finden und werde damit auch (nicht gegenüber meinen Schülern, aber ansonsten) nicht hinterm Berg halten.

Werbung